Fernsehgottesdienst am 21.08.
Beim Betrachten des von Orlos unter "Bornefeld" angesprochenen Fernsehgottesdienstes fiel mir auch hier (wie schon bei verschiedenen anderen Fernseh- und Rundfunkübertragungen) das sehr straffe Tempo der Gemeindebegleitung auf. Ist das in Eltville so üblich oder war das der knapp bemessenen Zeit geschuldet oder der allgemeinen Aufregung (oh Gott, das Fernsehen!) oder möglicherweise der Vorstellung, langsamere (ich möchte im konkreten Fall sagen: angemessenere) Tempi wären in irgendeiner Weise rückschrittlich?
Jedenfalls bei der Aufzeichnung fiel sofort auf, daß das gewählte Tempo nicht das der Gemeinde war - wobei, wenn überhaupt, dem Organisten kein Vorwurf zu machen wäre, sondern dem Dirigenten.
Tempi
Ja, das erste Lied ist tatsächlich zu schnell, da kamen Aufregung, Zeitdruck und fehlende Erfahrung zusammen. Die anderen Lieder finde ich aber nicht zu schnell, die Gemeinde singt da auch ganz ordentlich mit. "Angemessen" hat wohl auch viel mit Tradition und Hörgewohnheiten zu tun. Gerade Lieder mit einem tänzerischen Gestus, die sich vor allem im Evangelischen Gesangbuch finden, sollten meines Erachtens auch so gespielt werden, dass ihre Intention noch herauskommt. Da kann man sich aber lange streiten und wird nie eine "angemessene" Antwort bekommen. Wer flotte Tempi gewohnt ist, regt sich genauso über angeblich zu langsame auf wie umgekehrt.
Tempi
Hallo zusammen,
ich sehe es genauso, das erste Lied war vielleicht einen Tick zu schnell geraten, ansonsten ein zügiges, aber nicht zu schnelles Tempo, das die Gemeinde verträgt und den Liedern angemessen ist. Und vor allem hört man hier mal eine kreative Liedbegleitung mit obligatem c.f. oder dem Bass-c.f. beim Sanctus. Da geht einem doch das Herz auf.
Grüße Andreas
Tempi
Gerade Lieder mit einem tänzerischen Gestus, die sich vor allem im Evangelischen Gesangbuch finden, sollten meines Erachtens auch so gespielt werden, dass ihre Intention noch herauskommt. Da kann man sich aber lange streiten und wird nie eine "angemessene" Antwort bekommen. Wer flotte Tempi gewohnt ist, regt sich genauso über angeblich zu langsame auf wie umgekehrt.
Da fällt mir spontan "In dulci jubilo" GL142 ein, welches ich mal so tänzerisch gespielt habe, daß ich mir Kritiken anhören musste wie: "Weihnachten ist doch kein Karneval oder Tanz in den Mai".
Aber da steht man doch drüber!
Gruß,
Subkoppel II - I
Tempi
"Angemessen" hat wohl auch viel mit Tradition und Hörgewohnheiten zu tun. Gerade Lieder mit einem tänzerischen Gestus, die sich vor allem im Evangelischen Gesangbuch finden, sollten meines Erachtens auch so gespielt werden, dass ihre Intention noch herauskommt.
Einverstanden. Das kann dann aber durchaus auch Tradition und Hörgewohnheiten widersprechen.
Da kann man sich aber lange streiten und wird nie eine "angemessene" Antwort bekommen. Wer flotte Tempi gewohnt ist, regt sich genauso über angeblich zu langsame auf wie umgekehrt.
So ist es.
Tempi
Hallo zusammen,
ich sehe es genauso, das erste Lied war vielleicht einen Tick zu schnell geraten, ansonsten ein zügiges, aber nicht zu schnelles Tempo, das die Gemeinde verträgt und den Liedern angemessen ist. Und vor allem hört man hier mal eine kreative Liedbegleitung mit obligatem c.f. oder dem Bass-c.f. beim Sanctus. Da geht einem doch das Herz auf.
Hallo Orlos,
waren die Liedsätze, die mir auch gut gefallen haben, improvisiert, selbst notiert oder von einem anderen Komponisten?
Gruß,
Martin
Tempi
waren die Liedsätze, die mir auch gut gefallen haben, improvisiert, selbst notiert oder von einem anderen Komponisten?
Das Eingangslied hat mein Orgelschüler begleitet, das war der Satz aus dem katholischen Orgelbuch, er stammt von Planyavsky. Die Stücke, bei denen der Mädchenchor mitgesungen hat, habe ich selbst bearbeitet für Saxophon und Orgel. Alle anderen Lieder habe ich spontan harmonisiert, allerdings etwas "milder" als sonst; ich bin normalerweise ein großer Fan von Chromatik und ausufernder Harmonik, wollte aber niemanden schockieren... Die Gemeinde ist gewohnt, dass sie die Melodie nicht immer im Sopran präsentiert bekommt, und kommt damit auch gut zurecht, wenn die Lieder bekannt sind. Ich gebe zu, dass ich manchmal auch bei jeden Strophe einen Halbton höher gehe, aber dann hätte man mich im Fernsehen wahrscheinlich gesteinigt. Natürlich haben wir nicht so ein tollen Drehknopf wie z. B. in der Wiesbadener Marktkirche, mit dem man die ganze Orgel transponieren kann (ganz rechts, in der Mitte ist die Schaltung für die Pedalteilung, gut einsetzbar bei Reger):
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Tempi
Ich finde es viel unangenehmer, wenn das Tempo des Vorspieles nicht mit dem des Liedes übereinstimmt. Selbst bei B und A-Musikern höre ich das sehr häufig: Ein rasantes Vorspiel, danach ein schleppender Choral - grausam!
Tempi
Ich finde es viel unangenehmer, wenn das Tempo des Vorspieles nicht mit dem des Liedes übereinstimmt. Selbst bei B und A-Musikern höre ich das sehr häufig: Ein rasantes Vorspiel, danach ein schleppender Choral - grausam!
Ja, da geht mir auch das Messer in der Tasche auf!
Ehrlicherweise muss ich aber bekennen, dass mir das auch schon mehr als einmal passiert ist, dass ich mich beim Tempo des Vorspiel übernommen habe und hinterher abbremsen musste. Hab mich aber jedesmal in Grund und Boden geschämt...