OT: Holzwurmbekämpfung beim Harmoinum

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Montag, 22. August 2011, 14:34 (vor 5552 Tagen)

Liebe Mitforianer,

seit über 15 Jahren nenne ich ein (Saugwind-)Harmonium mein Eigen und genau so lange führe ich auch einen letztendlich wohl aussichtslosen Kampf gegen Kleinstnager.

Inzwischen sind diverse Partien ausgetauscht und noch viel mehr mit Weißleim stabilisiert und versiegelt (als ich das Teil bekam, war der Windkasten so dicht wie ein Schweizer Käse...). Das kann ja aber doch auf Dauer keine Lösung sein! Erstens sieht es nicht gerade ästhetisch aus, wenn weite Teile der Windlade von einer Schicht Weißleim überzogen sind und zweitens kommt man damit ja auch irgendwann mal an seine Grenzen. Dummerweise bestehen große Teile des Instruments halt aus leckerem Weichholz...

Meine Frage: Gibt es außer der großen Chemiekeule (Xylamon lässt grüßen) und so aufwändigen Aktionen wie Vergasung irgendwelche Maßnahmen für den Hausgebrauch, mit denen sich das Gewürm zumindest mittelfristig in Schach halten lässt?

Viele Grüße
Fabian

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OT: Holzwurmbekämpfung beim Harmoinum

Subkoppel II - I @, Montag, 22. August 2011, 17:08 (vor 5552 Tagen) @ Fabian Brackhane

Meine Frage: Gibt es außer der großen Chemiekeule (Xylamon lässt grüßen) und so aufwändigen Aktionen wie Vergasung irgendwelche Maßnahmen für den Hausgebrauch, mit denen sich das Gewürm zumindest mittelfristig in Schach halten lässt?

Viele Grüße
Fabian

Wenn eine Sauna in der Nähe ist, kein Problem.
Hier kann man nachlesen, das 55°C ausreichen um die Biester abzutöten.
Das Harmonium wird aber wohl zerlegt werden müssen.

Viel Erfolg wünscht,
Subkoppel II - I

OT: Holzwurmbekämpfung beim Harmoinum

KarlM, Dienstag, 23. August 2011, 06:40 (vor 5551 Tagen) @ Fabian Brackhane

Hallo

warum nicht doch begasen?
ich würde da Kontakt mit Restauratoren oder entsprechende Firmen aufnehmen und fragen, ob Du dein Harmonium nicht mit in die Folienpackung stellen darfst.
Es erfordert halt den 2-maligen Transport

Karl

OT: Holzwurmbekämpfung beim Harmoinum

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Dienstag, 23. August 2011, 06:47 (vor 5551 Tagen) @ KarlM

Es erfordert halt den 2-maligen Transport

Und genau den scheue ich. Erstens tut es so einem betagten Teil nicht gut, ständig durch die Gegend geschleppt zu werden, zumal wenn die Substanz doch schon deutlich geschwächt ist. Zweitens war es ein irrwitziger Akt, das Ding da hin zu bekommen, wo es jetzt steht. Vor dem nächsten Umzug - der hoffentlich noch lange hin ist! - möchte ich mir den Terz nicht noch einmal antun müssen.

Von daher wäre ich sehr an einer "inhouse"-Lösung interessiert...

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OT: Holzwurmbekämpfung beim Harmonium

Karsten, Dienstag, 23. August 2011, 07:19 (vor 5551 Tagen) @ Fabian Brackhane

Hallo!

da ein Transport ausgeschlossen bleibt, müsste man fragen, inwieweit denn vor Ort Möglichkeiten (Platz, Geschick...) bestehen, auf Heimwerker-Niveau einen isolierten Verschlag zu basteln, um darin das Harmonium thermisch oder toxisch zu behandeln (und der Rest der Umgebung geschützt ist).
Inwieweit lassen sich denn einzelne Gehäuseteile abmontieren, um diese bequemer außerhalb der Wohnung wirksam behandeln zu lassen?

Gruß
Karsten

OT: Holzwurmbekämpfung beim Harmonium

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Dienstag, 23. August 2011, 07:36 (vor 5551 Tagen) @ Karsten

Hallo!

da ein Transport ausgeschlossen bleibt, müsste man fragen, inwieweit denn vor Ort Möglichkeiten (Platz, Geschick...) bestehen, auf Heimwerker-Niveau einen isolierten Verschlag zu basteln, um darin das Harmonium thermisch oder toxisch zu behandeln (und der Rest der Umgebung geschützt ist).
Inwieweit lassen sich denn einzelne Gehäuseteile abmontieren, um diese bequemer außerhalb der Wohnung wirksam behandeln zu lassen?

Gruß
Karsten

Hmm, eigentlich eine gute Idee. Wäre bei mir aber nur mit großem Aufwandmöglich, fürchte ich. So langsam dämmert mir, dass der momentane Standort wohl doch etwas zu beengt ist. Zum Benutzen nicht, aber zur Wartung...

Das Gehäuse selbst ist tadellos in Ordnung, die Lasur scheint es zu schützen. Das Getier vergreift bzw. verbeißt sich lieber an den unbehandelten Weichholzteilen im Inneren, wozu leider auch nahezu das gesamte Traggerüst zählt. Mir ist akut zB die Lagerung einer Balgriemenumlenkung förmlich weggebröselt (so etwas merkt man auch nur, wenn man auf die bescheuerte Idee kommt, die entsprechende Achse schmieren zu wollen und sie deshalb ausbaut). Zum Glück ein simples Teil, das kann man nachschreinern.

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Erfahrung mit Xylamon

orgelsolo ⌂, Voitsberg, Dienstag, 23. August 2011, 20:27 (vor 5551 Tagen) @ Fabian Brackhane

Hallo Fabian,

Ich habe im Zuge meines Hausorgelprojektes Erfahrung mit Xylamon gesammelt.
Die gute Nachricht - meine Orgel ist wurmfrei - die schlechte Nachricht - das Xylamon stinkt auch noch nach jahren ein bisschen, und ich muss vor allem im Sommer viel lüften.

Wenn du dein Harmonium damit behandeln willst, würde ich dir empfehlen es zu zerlegen, die Teile mit dem Holzwurmtod einzustreichen, alles in Folie zu wickeln und ein paar Tage einwirken zu lassen. Der Vorteil ist angeblich, dass Xylamon auch ein paar Jahre profilaktisch wirkt, was beim vergasen nicht der Fall ist.

Bei der Wärmebehandlung ist die Gefahr, dass der Warmleim sich zu lösen beginnt.
Ich weiß du hängst sicher an deinem Harmonium, ich habe ja auch eines.
Aber sollten es die Würmer ganz zerfressen haben, auf Ebay werden immer wieder Harmoniums
angeboten, und da es wenig Nachfrage gibt - sind sie auch sehr günstig zu haben.

Gruß, Martin

Erfahrung mit Xylamon

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Mittwoch, 24. August 2011, 06:23 (vor 5550 Tagen) @ orgelsolo

Hallo Martin,

danke für die Tips! Allerdings habe ich öfters gehört und gelesen, dass Xylamon nicht nur "nach Jahren ein bisschen stinkt", sondern das diese Ausdünstungen hoch toxisch sind (ich weißt jetzt nicht mehr, ob nervenschädigend oder krebserregend)...

Ich weiß du hängst sicher an deinem Harmonium, ich habe ja auch eines.
Aber sollten es die Würmer ganz zerfressen haben, auf Ebay werden immer wieder Harmoniums
angeboten, und da es wenig Nachfrage gibt - sind sie auch sehr günstig zu haben.

In der Tat, es ist extrem verführerisch, was da so alles zu haben ist. Die sind klanglich vielleicht auch alle ganz toll, aber optisch nicht halb so schön wie meins. .-) Ein Freund schlug mir schon mal vor: Windlade raus, Minibar rein...

Fabian

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Erfahrung mit Xylamon

FranzS. @, Freitag, 26. August 2011, 13:59 (vor 5548 Tagen) @ orgelsolo
bearbeitet von FranzS., Freitag, 26. August 2011, 14:09

Hallo,

alles mit "Xyl" am Anfang ist schädlich, solange es sich nicht um ein Xylophon handelt. Da gab es doch mal so einen kleinen Zwischenfall. Die "IG" halt mal wieder....(und das sind nicht irgendwelche Verschwörungstheorien, eine mir bekannte Managerin kannte eine Chefsekretärin der "IG")
Deshalb kein Holzschutz im Wohnraum!

Grüße Franz

Edit: Ist zwar OT aber trotzdem interessant.

Erfahrung mit Xylamon

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Freitag, 26. August 2011, 16:07 (vor 5548 Tagen) @ FranzS.

Hallo,

alles mit "Xyl" am Anfang ist schädlich, ...

Irrtum. Xylon = griech. Holz.

Dagegen kann nun niemamd etwas haben. Was angehängt wird, kann schädlich sein, muß es aber nicht, wie z.B. das Xylophon.

Gruß Clemens Schäfer

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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

Erfahrung mit Xylamon

FranzS. @, Freitag, 26. August 2011, 14:18 (vor 5548 Tagen) @ Clemens Schäfer

Hallo,

alles mit "Xyl" am Anfang ist schädlich, ...


Irrtum. Xylon = griech. Holz.

Dagegen kann nun niemamd etwas haben. Was angehängt wird, kann schädlich sein, muß es aber nicht, wie z.B. das Xylophon.

Gruß Clemens Schäfer

Hallo, da bin ich wohl wieder als Alte-Sprachen-Muffel aufgeflogen. Aber trotzdem, alles mit "Xyl" am Anfang ist schädlich, sofern man es in Dosen im Baumarkt kaufen kann.

Grüße Franz

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