Rena Ismailova in St. Andreas, D-Altstadt
Hallo Forum,
Rena Ismailova, geboren 1950 in Baku, 1987-2005 Professorin für Orgel in Baku, Redakteurin einer Sammlung “Aserbaidschischen Orgelmusik” (2 Bände, 2000), seit 2006 in Deutschland lebend, spielte die “Sonntagsorgel” in St. Andreas am 21.08.2011.
Den Auftakt machte eines der ach so beliebten Konzerte von Bach. Das war untadelig gemacht und - besonders auch im Mittelsatz - geschmackvoll registriert. Ich hörte allerdings Kritik am mangelnden Tempo. Wie es auch sei, die Leere der Musik in den immer wiederholten Geigenfiguren wäre auch so schwer zu kaschieren. Vivaldi halt (BWV 593).
Es folgten vier ruhige Stücke aus dem französischen Raum. Der Reger-Zeitgenosse Jules Bentz (1873-1962) hat ein schönes romantisches Offertoire komponiert, das nur wenig Anklänge an die Moderne zeigt. Der Marche d’Èglise von Claude Delvincourt (1888-1954 ging im Geschwindschritt - fast etwas komisch. Keine Prozession also sondern fröhliches Marschieren. Besinnlich und etwas moderner Communion von Arthur Colinet (1885-1965). Schließlich ein Chant du matin von Guilmant. Das alles war ebenfalls tadellos gemacht, riß aber niemanden vom Hocker.
Dann kam der Weckruf; schnell und prägnant. Sofort stellten sich die Ohren auf:
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Der Übergang ins Gravement gelang gut. Eine nicht zu dichte Registrierung garantierte beste Durchhörbarkeit. So gelangen wieder einmal ein paar Minuten Vorgeschmack auf die Herrlichkeit der Ewigkeit. Absatz - dann flötig und leicht umwölkt das Lentement. Sofort war der bestätigende Beifall (etwa 100 Hörer) da: Bach halt.
Gruß Clemens Schäfer
P.S. Nächsten Sonntag schon um 16 Uhr: Markus Uhl (Heidelberg)
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
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