... gibt's heuer mal wieder mit Orgel!
Das Repertoire für die einzelnen Runden und weitere Angaben kann man HIER herunterladen ("Ausschreibung").
Ich habe vor, dem Spiel der Kandidaten am 1.,2. und 4. September im Saal der Münchner Musikhochschule zu lauschen. Vielleicht trifft man dort den einen oder anderen Forianer? (ggfs. gerne PM an mich)
Grüße,
perotin
ARD-Wettbewerb
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Montag, 29. August 2011, 20:22 (vor 5493 Tagen) @ perotin
... gibt's heuer mal wieder mit Orgel!
Das Repertoire für die einzelnen Runden und weitere Angaben kann man HIER herunterladen ("Ausschreibung").
Unter dem erstgenannten Link gibt es jetzt einen genaueren Zeitplan der Ersten Runde. Es sind 19 Teilnehmer(-innen) aus 7 Nationen aufgeführt. Das Wettbewerbsinstrument steht in der Arcisstr. 12.
Für's Klavier wurden gleich 61 junge Musiker zugelassen. Die geographische Verteilung ist aber nicht gerade gleichmäßig - 40 Bewerber kommen aus China, Südkorea und Japan...
Grüße,
perotin
Den ARD-Wettbewerb...
Florian-L, Donnerstag, 08. September 2011, 06:32 (vor 5484 Tagen) @ perotin
... gibt's heuer mal wieder mit Orgel!
Das Repertoire für die einzelnen Runden und weitere Angaben kann man HIER herunterladen ("Ausschreibung").
Zwei aktuelle Pressemeldungen dazu:
http://www.sueddeutsche.de/N5738r/188734/Festplatte-geloesch.html
http://www.sueddeutsche.de/I5e38i/188937/Auch-wer-an-einer-der-Orgeln-glaenzt-schafft-e...
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Den ARD-Wettbewerb...
Karsten, Donnerstag, 08. September 2011, 09:55 (vor 5484 Tagen) @ Florian-L
Zwei aktuelle Pressemeldungen dazu:http://www.sueddeutsche.de/N5738r/188734/Festplatte-geloesch.html
http://www.sueddeutsche.de/I5e38i/188937/Auch-wer-an-einer-der-Orgeln-glaenzt-schafft-e...
Hallo!
Durchaus "mutig", dass solche möglichen "Mauscheleien" in der SZ gelandet sind. "Beweisen" wird sich dies natürlich nicht, ein "Geschmäckle" bleibt. Aber das scheint bei jedem Musik-Wettbewerb üblich zu sein.
Die Setzerkombinationen zu löschen scheint mir nur bedingt sinnvoll, gibt es doch mittlerweile mehr als genug Möglichkeiten, diese extern zu sichern bzw. wieder aufzuspielen (Diskette, USB-Stick...)
Gruß
Karsten
ARD-Wettbewerb
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Donnerstag, 08. September 2011, 11:37 (vor 5484 Tagen) @ Karsten
Zwei aktuelle Pressemeldungen dazu:
http://www.sueddeutsche.de/N5738r/188734/Festplatte-geloesch.html
http://www.sueddeutsche.de/I5e38i/188937/Auch-wer-an-einer-der-Orgeln-glaenzt-schafft-e...
Durchaus "mutig", dass solche möglichen "Mauscheleien" in der SZ gelandet sind. "Beweisen" lassen wird sich dies natürlich nicht, ein "Geschmäckle" bleibt.
So sehe ich das im Prinzip auch.... Dank an Florian für die Links!
Ich traf in München einen Bekannten, der mir von dem Artikel in der Druckausgabe der SZ vom 3.9.2011 erzählte. (Auf diesen wird sogar bereits in dem Wikipedia-Artikel "Edgar Krapp" hingewiesen. Bin mal gespannt, wie lange das dort stehen bleibt ;-)
Demnächst noch ein paar Worte zu meinen Münchener Höreindrücken.
Grüße,
perotin
SZ-Artikel vom 3.9.2011
Karsten, Donnerstag, 08. September 2011, 12:18 (vor 5484 Tagen) @ perotin
Ich traf in München einen Bekannten, der mir von dem Artikel in der Druckausgabe der SZ vom 3.9.2011 erzählte. (Auf diesen wird sogar bereits in dem Wikipedia-Artikel "Edgar Krapp" hingewiesen. Bin mal gespannt, wie lange das dort stehen bleibt ;-)
Hier der Wortlaut des Artikels (nur Printausgabe):
Sehr, sehr erfolgreich
Wie ein Professor alle seine Schüler in den ARD-Musikwettbewerb bringt
München – 19 junge Musiker kämpfen derzeit beim ARD-Musikwettbewerb um Preis und Ehre im Fach Orgel, zum ersten Mal seit zwölf Jahren ist die „Königin der Instrumente“ wieder dabei. Die Kandidaten kommen aus Russland, aus Südkorea, aus Japan, aus Polen – und aus München: Gleich fünf von ihnen haben an der Musikhochschule studiert, alle beim selben Professor, Edgar Krapp, der auch Mitglied der Jury ist.
36 Musiker haben sich um die Teilnahme am Wettbewerb beworben, 19 davon wurden ausgewählt – von einer Vorjury aus drei Professoren. Auch dort zählte Edgar Krapp zu den Entscheidern. Zwar bekommt die Vorjury die Aufnahmen, die die Kandidaten als Bewerbung eingesandt hatten, nur anonymisiert zu hören. Doch kann ein versierter Organist auch auf einer Aufnahme das Instrument erkennen, auf dem gespielt wurde. Und anzunehmen ist auch, dass ein Lehrer seinen Schüler erkennt, mit dem er die Stücke ja wohl intensiv erarbeitet hat.
Edgar Krapp soll sich auch noch in anderer Weise besonders seiner Schüler angenommen haben: Ein weiteres Jurymitglied ist Friedemann Winklhofer. Dieser wiederum ist Custos, also Betreuer der Orgel in der Philharmonie im Gasteig – dort findet am 9. September das Finale des Wettbewerbs statt. Krapp soll zusammen mit Winklhofer den Schülern den Zugang zu der Orgel ermöglicht haben, ein unschätzbarer Vorteil den anderen Kandidaten gegenüber, die nur kurz vor ihrem Auftritt die Gelegenheit haben, sich mit ihr vertraut zu machen.
Hat Krapp seine Schüler protegiert? Kann es sein, dass bei einem weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb ein Viertel der zugelassenen Bewerber von nur einem Lehrer kommt? Während gleichzeitig von sechs Schülern eines anderen Münchner Orgel-Professors kein einziger zum Zug kommt? Krapp war wegen des laufenden Wettbewerbs am gestrigen Freitag nicht zu erreichen. An seiner Statt nimmt Axel Linstädt Stellung, der künstlerische Leiter des Festivals. Die Häufung von Krapp-Schülern erklärt er zum einen damit, dass der Wettbewerb nun einmal in München stattfinde, was der Grund dafür sei, dass sich viele hiesige Musiker beworben hätten. Außerdem sei die Orgel lange Zeit nicht mehr dabei gewesen, deswegen sei die Gesamtzahl der Bewerber mit 36 nicht sehr hoch – bei den Trompetern hätten sich mehr als 80 beworben, deshalb sei dort stärker ausgesiebt worden. Und schließlich, so Linstädt: „Gute Lehrer ziehen gute Schüler an.“ In der Jury habe sowieso keines der acht Mitglieder die Chance, einem seiner Schüler einen Vorteil zu verschaffen. In den Jury-Richtlinien steht: „Befindet sich unter den Wettbewerbskandidaten ein Schüler eines Jurymitgliedes, so kann dieses Jurymitglied bei der Bewertung dieses Kandidaten, seines Schülers, nicht mitwirken.“ Das Mitglied darf sogar an den Beratungen über seinen Schüler nur teilnehmen, wenn alle anderen Mitglieder einverstanden sind. Linstädt: „Edgar Krapp hat von sich aus angeboten, die Beratung zu verlassen, wenn es um seine Schüler geht.“ Den Vorwurf der Vorteilsverschaffung, die Orgel im Gasteig betreffend, lässt Linstädt ebenfalls nicht gelten: „Kann schon sein, dass er sie ihnen mal gezeigt hat. Aber um wirklich vertraut damit zu werden, hätte ja jeder Schüler stundenlang daran üben können müssen.“ Und überhaupt: „Den Vorwurf der Mauschelei gibt es, seit es Wettbewerbe gibt.“
Im Orgelwettbewerb wurde am gestrigen Freitag der erste Durchgang abgeschlossen. Am 4. und am 6. September findet die zweite Runde statt. Am 8. und 9. September schließlich das Finale, in der Musikhochschule und im Gasteig, dort mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Großer Favorit auf den ersten Preis ist der 26-jährige Österreicher Michael Schöch. Er hat in diesem Jahr die Meisterklasse an der Münchner Hochschule absolviert – bei Professor Krapp.
Stephan Handel
Quelle und (C): Süddeutsche Zeitung vom 3. September 2011, Seite 39.
Gruß
Karsten
SZ-Artikel vom 3.9.2011
Bariolage
, Donnerstag, 08. September 2011, 12:32 (vor 5484 Tagen) @ Karsten
das Verhalten von Krapp wundert mich nicht...
aber für mich bleibt da mehr als ein "Geschmäckle"...
Die Gasteigorgel seinen Schülern zum ausführlichen Einregistrieren zur Verfügung stellen, ist für mich klare Wettbewerbsverzerrung.
Saludos Amigos!
SZ-Artikel vom 3.9.2011
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Donnerstag, 08. September 2011, 13:24 (vor 5484 Tagen) @ Karsten
Hat Krapp seine Schüler protegiert? Kann es sein, dass bei einem weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb ein Viertel der zugelassenen Bewerber von nur einem Lehrer kommt? Während gleichzeitig von sechs Schülern eines anderen Münchner Orgel-Professors kein einziger zum Zug kommt?>
Quelle und (C): Süddeutsche Zeitung vom 3. September 2011, Seite 39.
Gruß
Karsten
Hallo Karsten,
vielen Dank für's Abschreiben - oder worin die Mühe sonst bestanden haben mag.
Mit dem "anderen Orgelprofessor" dürfte Harald Feller gemeint sein...
Das mit der Gasteig-Orgel betrifft ja nur die 4 Finalisten; ganz in Ordnung ist es für mich auch nicht! Aber das meiste fand ja an der Kuhn-Orgel der Münchner MuHo statt, welche die dortigen Studenten sicher alle kennen. Beim Anlegen strengster Maßstäbe hätte man also gar niemanden zulassen dürfen, der an dieser Hochschule studiert oder studiert hat. Eine solche Einschränkung fände ich dann doch etwas übertrieben.
Viele Grüße,
p.
SZ-Artikel vom 3.9.2011
Karsten, Donnerstag, 08. September 2011, 13:44 (vor 5484 Tagen) @ perotin
bearbeitet von Karsten, Donnerstag, 08. September 2011, 13:55
Das mit der Gasteig-Orgel betrifft ja nur die 4 Finalisten; ganz in Ordnung ist es für mich auch nicht! Aber das meiste fand ja an der Kuhn-Orgel der Münchner MuHo statt, welche die dortigen Studenten sicher alle kennen. Beim Anlegen strengster Maßstäbe hätte man also gar niemanden zulassen dürfen, der an dieser Hochschule studiert oder studiert hat. Eine solche Einschränkung fände ich dann doch etwas übertrieben.
Hallo!
Man könnte ja die Spekulation auf die Spitze treiben und sich Gedanken darüber machen, wie "zufällig" es sein kann, dass gerade diejenigen, die im Vorfeld angeblich zusätzlichen Zugang zur Gasteig-Orgel bekamen, es dann auch bis ins Finale schafften...
Von anderen Wettbewerben ist mir die Praxis bekannt, dass Wettbewerber, die die jeweiligen Orgeln (sehr) gut kennen (z.B. weil sie an dieser Orgel regelmäßig Unterricht bekommen), einfach weniger Vorbereitungszeit bekommen. Aber das macht die Kuh auch nicht mehr fett...
Gruß
Karsten
SZ-Artikel vom 3.9.2011
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Donnerstag, 08. September 2011, 16:42 (vor 5483 Tagen) @ Karsten
Man könnte ja die Spekulation auf die Spitze treiben und sich Gedanken darüber machen, wie "zufällig" es sein kann, dass gerade diejenigen, die im Vorfeld angeblich zusätzlichen Zugang zur Gasteig-Orgel bekamen, es dann auch bis ins Finale schafften...
Das ist nun keineswegs spekulativ, weil es nicht stimmt! Unter den 4 Finalisten ist nur ein Krapp-Schüler, nämlich Michael Schöch. Und dessen Leistung im 2. Durchgang war wirklich sehr souverän, von daher ist sein Weiterkommen nicht zu bemäkeln.
Die anderen 3 Finalisten - siehe hier (PDF downloaden) - haben, nach ihren im Web leicht auffindbaren Vitae jedenfalls, nicht in München studiert. (Es gibt ja in Deutschland durchaus noch andere attraktive Hochschulen ;-)
Grüße,
perotin
ARD-Wettbewerb
SKB, Donnerstag, 08. September 2011, 12:50 (vor 5484 Tagen) @ perotin
Ich traf in München einen Bekannten, der mir von dem Artikel in der Druckausgabe der SZ vom 3.9.2011 erzählte. (Auf diesen wird sogar bereits in dem Wikipedia-Artikel "Edgar Krapp" hingewiesen. Bin mal gespannt, wie lange das dort stehen bleibt ;-)
Was hört man denn so aus München? Hat das da die große Runde gemacht oder ist das eher kaum zur Kenntnis genommen? Grundsätzlich ist's ja eigentlich nicht schlecht, dass das Instrument Orgel in der SZ Erwähnung findet - nur der Kontext ist so ein bisschen unglücklich...
Demnächst noch ein paar Worte zu meinen Münchener Höreindrücken.
Das wäre sehr, sehr spannend - zumal VOR der Ergebnisbekanntgabe...
Viele Grüße
ARD-Wettbewerb
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Donnerstag, 08. September 2011, 23:45 (vor 5483 Tagen) @ SKB
bearbeitet von perotin, Donnerstag, 08. September 2011, 23:51
Demnächst noch ein paar Worte zu meinen Münchener Höreindrücken.
Das wäre sehr, sehr spannend - zumal VOR der Ergebnisbekanntgabe...
Dann will ich's mal versuchen (obwohl ich mich leicht bettreif fühle).
Leider konnte ich nur wenige Tage in München verbringen - kam am 1.9. gegen Abend an und mußte am 5.9. wieder zurück fahren. Mithin konnte ich den dritten und letzten Tag der 1. Runde verfolgen (Freitag) und dann am Sonntag den ersten Teil der 2. Runde, alles an der Kuhn-Orgel im "Großen Saal" der Musikhochschule. Der Saal ist eigentlich eher mittelgroß, aber optisch wie akustisch angenehm. Eine Klimatisierung sorgt für nahezu konstante Temperatur, zweifellos positiv für die Stimmhaltung der Orgel, und bei dem z.T. recht schwülen Wetter auch gut für die Akteure und das Publikum. Mit der Kuhn-Orgel stand ein insgesamt vorzügliches Instrument zur Verfügung.
Der Beginn war jeweils für 11 Uhr angesetzt. Ich war am Freitag um 10:59 Uhr am Eingang des Saales (mit der Straßenbahn hatte es ein paar Minuten länger gedauert als gedacht) und wurde von den Türstehern (Angestellte einer Sicherheitsfirma) schon nicht mehr eingelassen, da es "bereits angefangen" habe. Mit mir wurden ca. 10 andere Besucher abgewiesen, was natürlich zu einiger Verärgerung führte. Zumal, wie ich bald erfuhr, der erste Kandidat keineswegs überpünktlich begonnen hatte. Johannes Lang konnte ich also an diesem Tag leider nicht hören, aber immerhin noch Lukas Stollhof, Georg Oberauer, Davide Mariano, Johanna Soller und Dominik Bernhard. (Natürlich ist es richtig, daß bei einem solchen Wettbewerb während des Vortrags keine Leute in den Saal gelassen werden. Pünktliche Hörer auszusperren ist aber ein nicht unerheblicher Organisationsmangel.)
Einige Teilnehmer sind schon um die 30 und stehen als (u.a.) Kirchenmusiker im Berufsleben (z.B. L. Stollhof, D. Bernhard), andere erst Anfang 20. Nun denn.
Pflichtstück der ersten Runde war die Fantaisie A-Dur von Franck - vielleicht nicht gerade sein bestes Orgelwerk, wenngleich es einige sehr schöne Passagen gibt. Kurz ist es auch nicht gerade, so daß ich die Jury um ihren "Job", es insgesamt 19 mal anzuhören, nicht wirklich beneidete.... Wahrscheinlich wollte man sehen, was die Kandidaten aus diesem "Brocken" machen. Immerhin ließ die Kuhnin schöne Grundstimmen und sonore, sehr ebenmäßig intonierte französische Zungen hören.
Bei Hindemith standen die 2. und 3. Sonate zur Wahl (in Konzerten leider zu selten auf dem Programm!), und die geforderte Bach-Triosonate konnten sich die Teilnehmer frei aussuchen. Wobei die technisch nicht so schwere Es-Dur-Sonate an diesen 3 Tagen nur einmal und die in d-Moll überhaupt nicht zu hören war!
Das Niveau war - wen wundert's - insgesamt hoch, wobei aber deutliche Unterschiede in der musikalischen Gestaltung(sfähigkeit), z.T. auch bei der technischen Beherrschung, durchaus zu bemerken waren. Ich bitte um Verständnis, daß ich hier jetzt keine "Einzelkritik" abgeben kann. Namentlich erwähnen möchte ich aber doch Johanna Soller, deren beseeltes Spiel mir sehr gefallen hat - gerade auch bei der 2. Hindemith-Sonate - und bei der es mich deshalb schon wunderte, daß sie nicht in die nächste Runde kam. (Und ich war definitiv nicht der einzige kundige Hörer, den das wunderte...)
So viel für heute. Nächtliche Grüße,
perotin