Sind wir bald überflüssig...

Rochus Schmitz ⌂ @, Münster, Montag, 15. August 2011, 09:10 (vor 5561 Tagen) @ elsenp

Die Wahrheiten, die in den drei ersten Postings stecken, kann man gut zusammenpuzzeln: Tatsächlich kann man für eine Hochzeit, auch ohne Eucharistiefeier, mittlerweile getrost 90 Minuten ansetzen. Das liegt einfach daran, daß die Gottesdienst-lose Zeit der letzten Jahre und die der folgenden (evtl. bis zur Taufe des ersten Kindes, die ja auch etwa eine Stunde dauert) kompensiert werden muß. Bei einer derartigen Menge von Popsongs, wie geschildert, kann man sich auch die Frage stellen, ob die Orgel da nicht nur stört. Ich tippe mal, es handelt sich hier um eine letzte Schamgrenze, die es noch zu überwinden gilt, bis dahin muß sich die Orgel wenigstens kurzfristig an irgendwas beteiligen.
Daß die verblödete Republik glaubt, "das gehöre sich so", kann ich so unterschreiben. Ich bin in den letzten Jahren mehrfach gefragt worden, an welcher Stelle der Hochzeitsliturgie denn "das" Ave Maria gesungen werden müßte. Auch wenn man von der Liturgie ansonsten nichts weiß: Die "Notwendigkeit" des Ave Maria hat sich in das kollektive Bewußtsein eingegraben.

Es hilft nur die eigene Kompensation durch entsprechendes Honorar. Viel schlimmer sind manche auf absoluter Sparflamme köchelnden Sonntags-Liturgien, aber das ist wieder ein anderes Thema.


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