Werkaufbau Schweriner Domorgel?
Hallo!
So, genauerer und ausführlicher geht es wohl kaum:
V. Anlage der Orgel
[...]
1) Balgkammer (im Thurm liegend)
Sie enthält:
a) auf der linken Seite die 4 Luftpumpen und 2 hinter denselben liegende grosse Magazine.
b) auf der rechten Seite die anderen 4 grossen Magazine nebst den Anfängen der Haupt-Kanäle.
2) I. Etage
a) An der hintern Seite liegen die 6 grossen Bassregister, von denen jedes auf jeder Seite (C- und Cis-Seite) seine besondere Windlade hat. (1. Abth. des Pedals.)
b) An der vordern durch den Gang von a) getrennten Seite: die 2. Abtheilung des Pedals auf 2 Widnladen (C- und Cis-Seite).
c) Der Claviaturschrank mit den Anfängen der sämmtlichen Mechanik des Werks.
d) Hinter den Claviaturen liegt die Pneumatik für die Manuale.
e) Zwischen der C- und Cis-Seite der grossen Bässe die Pneumatik für das Pedal.
f) Unter den Laden der 1. und 2. Abtheilung des Pedals - die dazugehörige Tractur und Registratur-Mechanik.
g) Die dazu erforderlichen Windleitungen (Kanäle) mit Sperventilen.
h) Zwischen den beiden Bassladen der 2. Abtheilung des Pedals liegt der Mechanismus des Crescendo und Decrescendo des ganzen Werks mit den dazu gehörigen 2 grossen Registerhebeln.
3) II. Etage
a) Das Hauptwerk oder das 1. Manual mit seinen 4 Windladen. Die erste Abtheilung an der vordern Seite nach dem Prospect hin, getheilt in C- und Cis-Seite; die zweite Abtheilung nach hinten; beide getrennt durch einen breiten bequemen Gang.
b) Das 4. Manual oder Echowerk mit 2 Windladen im Schwellergehäuse.
c) Unmittelbar unter den Windladen des Hauptwerks liegt die Mechanik sowohl der Registerzüge als der Tractur.
d) An der rechten, nördlichen, Cis-Seite (vom Sitz des Organisten aus gerechnet) befinden sich die Registerhebel fürs Hauptwerk, an der linken Seite die Registerhebel fürs Echowerk, wie sich auch beim Claviaturschrank an der Lage der Registerzüge leicht erkennen lässt.
4) III. Etage
a) Die 4 Windladen der 1. und 2. Abtheilung des 2. Manuals auf der rechten Seite; ferner folgen die 2 Laden des 3. Manuals und endlich ganz auf der linken Seite die beiden Windladen des Piano-Basswerks. Vor, hinter und zwischen den Laden jedes Werk befinden sich breite und bequeme Gänge, die, wie alle andern in der Orgel, mit Staubfängen versehen sind.
b) Vor dem vordern Gange in dem Prospektvorsprung liegen die 6, zur 1. Abtheilung des 2. Manuals gehörigen, kleineren, eigenartig construierten, Windladen [= Kegelladen] mit den drei Registern Principal 8', Principal 4' und Scharf 4fach [...].
c) Unmittelbar unter allen Windladen dieser Etage liegt wiederum der dazu gehörige Mechanismus der Tractur und Registratur. Die pneumatischen Hebel befinden sich sämmtlich unter dem vordern Gange.
Massmann, Julius: Die Orgelbauten der Residenzstadt Schwerin. Wismar 1875. S.83f. (Sperrungen im Text wurden weggelassen).
Gruß
Karsten
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