Großorgel der 50er Jahre
völlig einverstanden, doch ich fürchte: zu spät. Mir fällt spontan kaum noch eine bislang unveränderte Großorgel aus dieser Epoche ein (Domorgel Wetzlar?). Meist begründet man den Umbau mit technischen Mängeln bzw. schlechtem Material der Nachkriegszeit. Aber natürlich geht es AUCH bzw. in erster Linie um eine klangliche Umgestaltung.
Andererseits sitzen eben an großen Orgeln auch meist fähige Organisten, die in ihrer Ausbildung das gesamte Schaffen für Orgel mitbekommen haben. Und wer z. B. eine Vierne-Symphonie im Studium eingeübt hat, will sie eben später auch spielen. Aus diesem Grund kommen bei neuen Orgeln zumeist diese witzigen Stilvermischungen mit barockem Rückpositiv, hochromantischem Schwellwerk und Kompromiss-Hauptwerk zustande. Wobei ich zugeben muss, dass ich diese Instrumente oft ganz anregend finde.
Katholischerseits entspannt sich dieses "Problem", da viele Kirchenmusiker gar nicht mehr nur für eine einzige Kirche zuständig sind. Die Kirchen werden zu "Seelsorgsbereichen" oder "Pastoralen Räumen" zusammengefasst und dann spielt man an unterschiedlichen Instrumenten. Ich spiele - fest angestellt - an vier Orgeln pro Woche, da ist eine französische, eine große Pseudo-Barockorgel, eine Klais-Orgel von 1908 und ein Neobarockteil darunter. Da lässt sich nun sehr viel verschiedene Literatur unterbringen, ohne ein Instrument "vergewaltigen" zu müssen.
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- Orgel in der Aula der Univ. Heidelberg - Benjamin Danner, 27.07.2011, 09:53
- Orgel in der Aula der Univ. Heidelberg - Aeolinchen, 27.07.2011, 16:55
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