Paolo Oreni in Ottobeuren
Fährt jemand hin? Forianertreffen??
Orgelkonzert "Hommage à Liszt I"
Samstag, 16.07.11
Beginn: 16:00 Ende: 17:00 Uhr
Basilika
Seb.-Kneipp-Str. 1, 87724 Ottobeuren
Kostenlose Veranstaltung
Paolo Oreni (Treviglio/I)
Transkriptionen von Franz Liszt (Klavierversion BACH, Prometheus, Mephistowalzer), Improvisation über Themen von Liszt zum 200. Geburtsjahr
Paolo Oreni in Ottobeuren
Die Improvisationen von Oreni sind mir etwas zu hektisch, man muss meistens um die Mechanik der Orgel bangen. Der zweite Koopman...
Paolo Oreni in Ottobeuren
Oreni in allen Ehren, aber ich fahre nur zu den Samstagskonzerten, wenn wenigstens eine der beiden "schönen" Orgeln zu hören ist.
Im übrigen, als "Trakturschänder" habe ich ihn nicht in Erinnerung ;)
Paolo Oreni in Ottobeuren
Welche meinst Du denn da Marienorgel oder Heilig-Geist-Orgel ;-)
Wegen Oreni würde ich nicht hinfahren, spielt sehr "frei" irgendwie nicht meine Wellenlänge, da springt der Funke nicht über.
Paolo Oreni in Ottobeuren
es sind deren dreie im Bunde ;)
Paolo Oreni in Ottobeuren
Das Konzert war absolut genial, hoch inspiriert, sehr sehr musikalisch und virtuos - wie von P.O. gewohnt. Besonders fein übrigens gerade die leisen Passagen! Er versteht es wirklich, auch mit zarten Farben charmant zu verzaubern, mit musikantischer Liebe zum Detail.
Ärgerlicher Zufall, dass einige Takte vor Schluss ausgerechnet ein Ton der Klais-Tuba hängen blieb, was sich auch durch sofortiges Registerabstoßen und Motor-Aus nach dem Schlussakkord nicht beheben ließ und den gesamten, erstaunlich langen Windvorrat aufbrauchte - das ging aber zum Glück im tosenden Applaus der etwa 200 Zuhörer unter.
Paolo Oreni in Ottobeuren
Richtig, denn nur allzugern wird der Focus in Ottobeuren auf die beiden historischen, natürlich sehr guten und in ihrer Art einzigartigen, Orgeln gelegt.
Allerdings hat die Steinmeyer/Klais-Orgel ebenfalls ein gewaltiges Potential und ergänzt die beiden historischen Instrumente in idealer Weise.
Meines Wissen ist die Praxis dort so, dass auf der größeren der beiden Riepp-Orgeln (rechts vom Kirchenraum aus) und der Marienorgel am Samstag konzertiert wird.
Paolo Oreni in Ottobeuren
teils, teils - ich habe auch schon (Samstags-)Konzerte gehört, wo beide (Heilig-Geist und Dreifaltigkeit) im Einsatz waren und muss sagen (natürlich meine Privatmeinung), dass ich diese Konzerte immer am meinsten genossen habe. Nun ja, die anstehenden Arbeiten werden uns ja wohl ohnehin für einige Zeit den (vermeintlichen) "Riepp-Klang" entziehen. Die Westwerkskiste wirkt auf mich immer etwas kalt und macht auf mich immer wieder den Eindruck eines klanglichen "Fremdkörpers" dort im Raum, von diesen Klais'schen Brüllzungen noch gar nicht zu schreien, ähm zu reden. Aber auch das ist wie zum Glück (fast) alles klangliche eine Geschmacksfrage und daher subjektiv.
Paolo Oreni in Ottobeuren
Ich finde diese Freipfeifenprospektlösung in Ottobeuren gar nicht so schlecht. Jedenfalls stört mich diese Orgel im Westwerk der Ottobeurener Basilika nicht.Eine Orgel in "Kisten verpackt" würde sich meiner Meinung nach nicht so gut in die Architektur eingliedern. Selbstverständlich sind die in die Architektur "hineinkomponierten" Orgeln vorne im Chorraum schöner anzusehen.
Paolo Oreni in Ottobeuren
...wie es aussieht ist für mich sekundär, es ging mir mehr ums klangliche...rein optisch ist der Gartenzaun sicher keine schlechte Lösung.
Paolo Oreni in Ottobeuren
Äusseres hin oder her, normalerweise strecken wir einer Westorgel eh den Rücken zu.
Kennenlernen durfte ich die Orgel im Rahmen eines Konzertes, in dem die Bodenseepastelle von Karg-Elert auf dieser Orgel zu gehör gebracht wurden. Da hat die Orgel durchaus ihre Stärken an den Tag legen können. Zum Vergleich meiner damals gemachten Aufnahme habe ich mir eine historische Aufnahme aus 1959, von den Einweihungsfeierlichkeiten, beschafft. Ich war durchaus erstaunt, wie sich die Orgel inzwischen verändert hat und zwar im positiven Sinne. Was noch positiver ist, sie wurde nicht komplett aufgegeben, sondern in ihrer Substanz wohl weitgehend beibehalten und eben klanglich besser ausgerichtet.
Klar, dass die beiden Instrumente von Riepp am meisten begeistern. Dieser feine, farbige und doch gravitätische Klang - bekommt das ein heutiger Orgelbauer überhaupt noch hin?
Paolo Oreni in Ottobeure
Klar, dass die beiden Instrumente von Riepp am meisten begeistern. Dieser feine, farbige und doch gravitätische Klang - bekommt das ein heutiger Orgelbauer überhaupt noch hin?
Gute Frage...Andererseits, meinst du, dass "das" Kunden heute noch wünschen, wenn man mal von Spezialneubauten (Hochschulen etc.) absieht? Ich denke es gibt da schon Beispiele, die dem sehr nahe kommen. Andererseits hören wir in Ottobeuren wohl nur sehr annährend was Riepp hörte, denn die Eingriffe ins Werk waren doch sehr gravierend (Umstimmung, Höherstimmung + Abschneiden, "Nachintonationen"), aber trotzdem hat es eben (s)einen Charme bewahrt.
Paolo Oreni in Ottobeure
Klar, dass die beiden Instrumente von Riepp am meisten begeistern. Dieser feine, farbige und doch gravitätische Klang - bekommt das ein heutiger Orgelbauer überhaupt noch hin?
Andererseits hören wir in Ottobeuren wohl nur sehr annährend was Riepp hörte, denn die Eingriffe ins Werk waren doch sehr gravierend (Umstimmung, Höherstimmung + Abschneiden, "Nachintonationen"), aber trotzdem hat es eben (s)einen Charme bewahrt.
Die Orgel ist ja, verglichen mit der heute üblichen Stimmtonhöhe, etwa einen halben Ton tiefer gestimmt. War die ursprüngliche Stimmung noch tiefer?
Gruß, Florian
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"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-