Günter Seggermann verstorben

Tastenhalter @, Samstag, 02. Juli 2011, 15:23 (vor 5544 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

In der letzten Nummer von "Ars Organi" teilt G. Seggermann in einem kleinen Beitrag mit, wie es aus seiner Sicht zu den jährlich stattfindenden GdO-Tagungen gekommen ist.
Er hatte 1954 Stade als Tagungsort gewählt und dort in der Mitgliederversammlung den Vorschlag gemacht, das Treffen jährlich in "irgend einem anderen Orgelgebiet" zu veranstalten. "Ich bin also eigentlich der Initiator des jährlichen Turnus", hält er fest.
Mit der Wahl Stades als Tagungsort wird schon damals sein Bemühen deutlich, dem Norden Deutschlands die gebührende Achtung angedeihen zu lassen. Er schreibt: "Dass der Süden und der Westen anscheinend bevorzugt wurden, monierte ich Walter Supper gegenüber einmal." Noch in letzter Zeit legte er Wert darauf, dass der Norden ausreichend repräsentiert wurde, so noch bei der Tagung in Konstanz 2008, wo er bei der Nachwahl zum Hauptausschuss einen norddeutschen Orgelbauer als Kandidaten vorschlug, mit dem ausdrücklichen Hinweis darauf, dass der Norden ausreichend vertreten sein müsste, was einen süddeutschen Teilnehmer prompt dazu veranlasste, mit der gleichen Begründung einen süddeutschen Kandidaten vorzuschlagen.
G. S. wird als eines der "Urgesteine" der GdO bei den Orgeltagungen, bei denen er meist anzutreffen war, von vielen vermisst werden.

Mit Bedauern
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