Sommer-Konzerte im Regensburger Dom

FranzS. @, Dienstag, 07. Juni 2011, 17:57 (vor 5626 Tagen)
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 07. Juni 2011, 18:24

Hallo,

ich weiß nicht, wie wir das mit Konzertankündigungen so handhaben, aber ich glaube ich darf mal eine Ausnahme machen, weil ich es erst selbst gelesen haben und es einige Interessierte deswegen auch nicht wissen dürften. Morgen, am Mittwoch den 8. Juni beginnt die Konzertreihe auf der neuen Domorgel in Regensburg. Neben F.J. Stoiber sind auch dieses Jahr sind wieder hochkarätige Gäste eingeladen. Den Anfang macht morgen Stoiber, der neben einer Improvisation mit Werken von Langlais, Landmann und Dupre (ich bin in Linux und bekomm das "Stricherl" nicht auf den Dupre) zu hören sein wird. Anbei noch der Link mit dem Programm

Grüße Franz (FranzS. heißt übrigens nicht Stoiber ;-))

Sommer-Konzerte im Regensburger Dom

FranzS. @, Donnerstag, 09. Juni 2011, 19:07 (vor 5624 Tagen) @ FranzS.
bearbeitet von FranzS., Donnerstag, 09. Juni 2011, 19:15

Hallo,

ich glaube, ich bin kein so guter Kritiker wie Clemens Schäfer, aber ein paar sehr kurze Worte über das Konzert am Mittwoch möchte ich dann doch loswerden. Als erstes muss gesagt werden, dass Stoiber die Messlatte ziemlich hoch gelegt hat. Und zweitens, und damit möchte ich auch schon langsam zum Ende meiner Kritik kommen, die Sarabande über ein Thema von Händel von Arno Landmann. Ein Variationswerk, dass sich getrost an den großen Bassi-Ostinati des 20. Jahrhunderts messen lassen kann. Arno Landmann (der mir bis dahin unbekannt war) baute auf dem Fundament der Sarabande von Händel (die wir alle im Klavieruntericht gespielt haben) einen Klangwolkenkratzer auf, der beste Gelegenheit gibt, die Möglichkeiten einer großen Orgel auszunützen. Stilistisch kann man das sehr schwer einordnen. Es bewegt sich zwischen Spätromantik, Expressionismus und Neoklassizismus (einige leere Quintschlüsse waren schon drin), am ehesten wäre der Stil mit Heinrich Kaminski zu vergleichen. Sehr genial war auch der letzte Teil, denn nicht die Coda war der Höhepunkt des Stücks, sondern der Weg dorthin (Franz Schmidt lässt grüßen). Ein übermäßiger Dur-Akkord schließt das mächtige Werk, welches für mich den Höhepunkt des Konzertes darstellte.

Viele Grüße

Franz Seckenbauer

powered by my little forum