Ausschreibung Stadtkirche Ribnitz

Karl-Bernhardin Kropf, Dienstag, 31. Mai 2011, 21:41 (vor 5576 Tagen)

Ich möchte hier etwas zur Stellenausschreibung an der Stadtkirche Ribnitz, M-V sagen...:
Am Sonntag hatte ich dort bei der ersten Veranstaltung der neufusionierten Propstei (12 Gemeinden) mit KollegInnen die musikalische Gestaltung übernommen und saß zum ersten Mal an der attraktiven Orgel.
Die Kirche hat wenig Nachhall, aber doch gute Akustik, die Orgel steht vorne links ebenerdig, es gibt Platz im Altarraum, der Kirchenraum hat noch Rokoko-Elemente und ist doch auch modern umgestaltet (zur Geschichte siehe Gemeinde-HP). Ein Chor ist da, im Sommer (der hier touristisch zu Ostern beginnt und in den Herbstferien endet) gibt es sehr viele Gäste, kurz - man könnte es hier als KirchenmusikerIn schön haben! Natürlich braucht es Liebe zu "einfachen" Chorleuten, aber gutes Orgelspiel findet hier auch sein Publikum und macht auf diesem Gerät auch Spaß.

Der bish. Stelleninhaber hat sich nach kurzer Tätigkeit für den Wechsel in den Schuldienst ausgesprochen. Vor Ort war man sehr frustriert.

Die Gegend ist reizvoll, nicht zuletzt wegen der Küstennähe, Ribnitz liegt ja selbst am Wasser. Es gibt wunderbare Dorfkirchen rundherum, einige mit den von Wolfgang zu recht gepriesenen Friese-Orgeln. Barth mit seiner Buchholz-Orgel ist recht nahe, auch Stralsund usw usw.

Die Stelle wurde nun auf 100% gesetzt mit 25% Regionalauftrag. Und darum geht's mir hier:
Die Gegend braucht DRINGEND eine/n Kirchenmusiker/in, um die diversen Ehrenamtler zu stärken. Es lohnt sich aber! Hier gibt's kein großes Kürzungsgejammer, denn hier ist man schon in der Talsohle.

Also: Wenn Ihr selbst überlegt, eine interessante kleinstädtische und doch ausstrahlende Stelle anzutreten und nicht nach zwei Jahren schon wieder abzudampfen, oder jemanden kennt, den das ansprechen könnte, dann bewerbt Euch bitte!

Stehe auch gerne per PM für mehr Infos zur Verfügung.

KBK

Ausschreibung Stadtkirche Ribnitz

willscher, Mittwoch, 01. Juni 2011, 13:21 (vor 5575 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Stadtkirche Ribnitz

Der bish. Stelleninhaber hat sich nach kurzer Tätigkeit für den Wechsel in den Schuldienst ausgesprochen. Vor Ort war man sehr frustriert.

Die Gegend braucht DRINGEND eine/n Kirchenmusiker/in, um die diversen Ehrenamtler zu stärken. Es lohnt sich aber! Hier gibt's kein großes Kürzungsgejammer, denn hier ist man schon in der Talsohle.

KBK

Hallo Karl-Bernhardin,

kann man es dem bish. Stelleninhaber ankreiden, in den Schuldienst zu gehen? Doch
sicher mit der Option der Verbeamtung. Das ist durchaus nachzuvollziehen.
Mich würden die ja nicht nehmen als Katholik. Die Gegend ist natürlich äußerst
reizvoll. Weniger eine ebenerdige Orgel. Ich liebe Emporen. Da kann man während der Predigt ungestört seine Mails beantworten ;-))

Gruß

Andreas

Ausschreibung Stadtkirche Ribnitz

Karl-Bernhardin Kropf, Donnerstag, 02. Juni 2011, 19:10 (vor 5574 Tagen) @ willscher

Hallo Karl-Bernhardin,

kann man es dem bish. Stelleninhaber ankreiden, in den Schuldienst zu gehen? Doch
sicher mit der Option der Verbeamtung. Das ist durchaus nachzuvollziehen.
Mich würden die ja nicht nehmen als Katholik. Die Gegend ist natürlich äußerst
reizvoll. Weniger eine ebenerdige Orgel. Ich liebe Emporen. Da kann man während der Predigt ungestört seine Mails beantworten ;-))

Gruß

Andreas

Ja, so war's. Soll auch kein Ankreiden sein, aber m. E. hätte er des kirchenmusikalischen Interregnums nicht bedurft. Aber vielleicht war eine Stelle nach seinen Wünschen nicht gleich zu haben.
Empore: Ist vorhanden! Solltest Du die Keyboardburg aufbauen bzw. verwenden, kannst Du diese natürlich auf die Empore tun, die zugleich Dach der Winterkirche ist.
Vorteil von Evangelen in unserer Gegend, jedenfalls nach meiner Erfahrung: Die Predigten sind nicht so, dass man sich dauernd was zum Arbeiten/Lesen mitnehmen müsste...

Ausschreibung Stadtkirche Ribnitz

chp, Freitag, 03. Juni 2011, 09:43 (vor 5573 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von chp, Freitag, 03. Juni 2011, 10:56

Hallo,

Vorteil von Evangelen in unserer Gegend, jedenfalls nach meiner Erfahrung: Die Predigten sind nicht so, dass man sich dauernd was zum Arbeiten/Lesen mitnehmen müsste...

das ist korrekt, gilt aber fast durchgängig auch für die Katholens im Nordosten. Hingegen war die Predigt neulich bei Evangelens in Nürnberger Raum schon eher zum Davonlaufen (bei Katholens habe ich keinen Gottesdienst besucht). Beispiel: Der Pfarrer strukturierte seine Predigt als "Lied" mit Refrain. Auf den Psalmvers "Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder" sollte jedesmal in "zeitgemäßer Sprache" geantwortet werden: "Sing' 'nen neuen Song für Gott, er macht Müde wieder flott" (gsbrochn im Fränkgischen nadürlich "Godd" un "flodd"). Das war anscheinend selbst den Konfirmanden zu viel... ;-)

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.

P.S.: Ach ja, merkwürdige Predigten bei Katholens und auch merkwürdig bestückte Schriftenstände in den Kirchen habe ich gehäuft in Österreich gefunden. Vielleicht alles Zufall.

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