St. Matthäus: was wohl so ein Sordun 32' für ein Tier sei...

Cor de Basset, Sonntag, 30. Juni 2013, 14:52 (vor 4807 Tagen) @ stein
bearbeitet von Cor de Basset, Sonntag, 30. Juni 2013, 15:20

Da kenne ich noch gut den Effekt von Marienstatt. Zog man zu der 16 Fuss Zunge den Sordun 32 konnte man wirklich keinen Transfer in eine andere Dimension erleben. Man hörte lediglich beim Solospiel das niederfrequente Knattern. Die 16 Fuss Posaune war auch keinesfalls zu laut, dass sie den Klang erschlagen hätte. Vermutlich taugt ein 32 Sordun eher etwas in einer kleinen Saal- oder Hausorgel.
In Marienstatt hatt man diesen dann auch gegen eine 32 Bombarde ausgetauscht.

Nicht ganz: Marienstatt erhielt 2006 eine Kontraposaune 32' (als Fortführung der im gleichen Jahr installierten Posaune 16', ebenso wie einen neuen Untersatz 32' und 16'); siehe auch hier zu allen Erweiterungen 2006 und 2012).

Zu St. Matthäus in München:
Gibt es wirklich nichts Interessanteres hinsichtlich der von Gerald Woehl geplanten Disposition als den Sordun 32' aus der bereits existierenden und weitgehend übernommenen Steinmeyer-Orgel aus den 50er-Jahren?

Immerhin wäre dieses Instrument in seiner geplanten Form (gemeinsam mit der Haupt- und Chororgel von Jann im Dom) mit 131 Registern die größte Orgel in München; derzeit sind in St. Matthäus 68 Register installiert und spielbar, aber leider noch nicht fertig intoniert. Das geplante Récit wird in der Tat im Hauptgehäuse aufgestellt; die dahinter befindliche Glaswand soll entfernt werden, so dass dieses Teilwerk auch in den Gemeindesaal hinter der Orgelempore hinein klingt. Wann genau nun aber der zweite Bauabschnitt (und somit die Fertigstellung der Orgel durch Woehl) in Angriff genommen wird, ist derzeit noch offen...

Nicht weit von St. Matthäus, in der Münchner Innenstadt, wird es übrigens in den kommenden Wochen und Monaten einige interessante Konzerte geben, u. a. in St. Michael und im Dom.


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