Robert Mäuser in St. Peter, D-Unterbilk; +edit OT
Hallo Forum,
Robert Mäuser (*1973), Seelsorgebereichsmusiker des Pfarrverbands Düsseldorf-Bilk (Hamm, Flehe, Volmerswerth), bestritt das Mai-Konzert in St. Peter. Er begann mit “Pièce d’orgue”, Fantasie G-Dur BWV 572. Der Anfang drohte wegen des hohen Tempos im halligen Raum zu verschwimmen. Gravitätisch dann der “ewige” Mittelteil, gut aufgelöst der Schluß. Ein tolles Stück Musik.
Aus dem Orgelbüchlein brachte Mäuser dann die Choräle zur Osterzeit BWV 625-630, die er jeweils unmittelbar aneinander anschloß. Leider kam ihm ein Hänger in die Quere: Ein leiser Tenorton wollte nicht verstummen. Marcel Andreas Ober und Andreas Petersen eilten zur ersten Hilfe auf die Orgelbühne. Der Fehler wurde behoben und trat nicht mehr auf.
Das war auch gut so, hatte sich Mäuser doch noch einiges vorgenommen: Zunächst von
Demessieux “Répons pour le temps de Pâques” (1965) und “O filii” (aus: 12 Chorals-Préludes, 1950), dann Jean-Jacques Grunenwald mit “Le divine espoirs” und “Allegresse” aus der 1. Suite (1936) und vor der eigenen Improvisation über österliche Themen noch Dupré mit “Résurrection” aus op. 23. Da waren viele französische Klangfarben gefordert, die diese Orgel ja besitzt. Und es gab auch herrliche Klänge, große Bögen, technische Meisterleistungen. Daneben aber auch brutale Ausbrüche, Austesten der Belastbarkeit menschlicher Gehöre. So peitschten etwa sich wiederholende Akkorde clusterhaft durch den Raum. Man merkte, wie es Mäuser Freude daran hatte, an einer großen Orgel in die Vollen gehen zu können. Dabei hat er gewiß nicht übertrieben. Aber es war halt doch mitunter grenzwertig, was die Klanggewalt anging.
Freundlicher Beifall der 30 Hörer. Nächstes Konzert in St. Peter am 20.06., 19:30h, Otto Maria Krämer, Straelen: Improvisationen.
Gruß Clemens Schäfer
Edit: OT: Gerade lese ich in der Rheinischen Post vom Tode des Cellisten Bernard Greenhouse. Er wurde 95 Jahre alt. Greenhouse gehörte mit Menahem Pressler und Daniel Guilet (Violine) zu den Gründungsmitgliedern des Beaux-Arts-Trio. In den Siebziger Jahren habe ich das Trio erstmals gehört; damals saß schon Isidor Cohen an der Violine. Greenhouse ist schon vor vielen Jahren altersbedingt ausgeschieden, auch die Violine wechselte mehrfach - zuletzt waren Daniel Hope Violinist, Antonio Meneses Cellist. Menahem Pressler aber blieb bis zur Auflösung 2008. Da bestand das Trio bereits über 50 Jahre.
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Robert Mäuser in St. Peter, D-Unterbilk; +edit OT
Hallo Herr Schäfer,
vielen Dank für den schönen Bericht. Ich kann mir schon vorstellen, was das los war. Robert Mäuser ist übrigens ein ganz ausgezeichneter Organist den man öfter hören sollte.
Eine kleine Anmerkung am Rande: St. Peter ist nicht in Unterbilk sondern in der Friedrichstadt. (Das dürfen Sie auch keinem Petrianer unterstellen).
Lieben Gruß von Reinhard Kluth
Robert Mäuser in St. Peter, D-Unterbilk; +edit OT
Hallo Herr Kluth,
... Robert Mäuser ist übrigens ein ganz ausgezeichneter Organist den man öfter hören sollte.
Ja, das hatte ich schon im Winter bei den Orgelkonzerten (Mäuser in St. Antonius, Oberkassel) gemerkt.
Eine kleine Anmerkung am Rande: St. Peter ist nicht in Unterbilk sondern in der Friedrichstadt.
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Das hatte ich auch immer geglaubt, bis ich die amtliche Stadtkarte mit den Stadtteilgrenzen (CD-ROM des Katasteramtes) eingesehen habe. Danach liegt St. Peter auf dem Kirchplatz tatsächlich in Unterbilk, das Pfarramt im Haus der WestLB dagegen in der Friedrichstadt: Die Grenze geht mitten durch die Friedrichstraße. Östlich davon ist Friedrichstadt, westlich Unterbilk. Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf-Unterbilk
Hier unter "Sakralbauten" schauen.
Nicht für ungut, beste Grüße
Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Robert Mäuser in St. Peter, D-Unterbilk; +edit OT
Hallo Herr Schäfer,
vielen Dank für den schönen Bericht. Ich kann mir schon vorstellen, was das los war. Robert Mäuser ist übrigens ein ganz ausgezeichneter Organist den man öfter hören sollte.
Ja, ich habe ihn einmal in Wien gehört mit einem Dupré/Demessieux-Programm in der Jesuitenkirche. Keine leichte Kost, aber als Zugabe (!) gab es den Ravel-Bolero... ;-)
Robert Mäuser in St. Peter, D-Unterbilk; +edit OT
Hallo Herr Schäfer,
da schlag doch einer lang hin. Wissen Sie, als ich noch in St. Peter wohnte, habe ich tatsächlich (gegenüber der Kirche) in der Friedrichstadt gewohnt (nämlich im Pfarrhaus, welches heute zur WestLB gehört) und bin zum Orgeln über die Straße nach Unterbilk gegangen. Das habe ich in der Tat nicht gewußt. Vielen Dank für die Aufklärung sagt Ihnen dankbar
Reinhard Kluth