Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Samstag, 11. Mai 2013, 08:26 (vor 4858 Tagen)
bearbeitet von untersatz32, Samstag, 11. Mai 2013, 11:02

Heute, Samstag 11. Mai 19.15 Uhr in der Kathedrale Sankt Gallen: Stephen Tharp (NYC) spielt an den 3 Orgeln Werke von Murchhauser, Pachelbel, Escaich und Liszt.
Herzliche Einladung an Mitfories aus der Umgebung !

Näheres auf den Internetseiten der Dommusik SG.
Grüsse aus der Ostschweiz:

Thomas

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

tiratutti @, Samstag, 11. Mai 2013, 10:57 (vor 4857 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von tiratutti, Samstag, 11. Mai 2013, 11:12

Heute, Samstag 11. Mai 19.15 Uhr in der Kathedrale Sankt Gallen: Stephen Tharp (NYC) spielt an den 3 Orgeln Werke von Murchhauser, Pachelbel, Escaich und Liszt. Herzliche Einladung an Mitfories aus der Umgebung ! Näheres auf den Internetseiten der Dommusik SG.

Guter Tipp.
Wir haben ihn an Christi Himmelfahrt in St. Peter gehört. Und gesehen. Das ist spannend, so jemandem beim Spielen und Registrieren zuzuschauen. Die Orgel hat bekanntlich nur drei freie Kombinationen. Davon hatte er nur in einer etwas vorbereitet, das er beim Baker (Variations on the hymn tune "Rouen") an einer Stelle benutzt hat. Alles andere wurde in den Handregistern souverän (um)registriert.

Viel Freude beim Zuhören
tiratutti

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Samstag, 11. Mai 2013, 11:05 (vor 4857 Tagen) @ tiratutti

Danke! Hab mir extra "Gottesdienstfrei" genommen... ;-)

Hier das Programm (Eintritt frei - Kollekte):

3. DOMORGELKONZERT Stephen Tharp (USA)
Samstag, den 11. Mai 2013, 19.15 Uhr

Chororgel
Johann Pachelbel
Ciacona in d-moll
Präludium in d-moll
Fantasia in g-moll

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen


Hauptorgel
Thierry Escaich Trois Poèmes pour Grand Orgue (2002)
(Stephen Tharp gewidmet)
Eaux natales
Le Masque
Vers I’Esperance

Franz Liszt Poème Symphonique Prometheus
(Transkription von Jean Guillou)

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Erik @, Samstag, 11. Mai 2013, 14:56 (vor 4857 Tagen) @ untersatz32

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen

Ist es in der USA jetzt Weihnachtszeit?

Grüsse,
Erik

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

IvesDKerne @, Samstag, 11. Mai 2013, 16:04 (vor 4857 Tagen) @ Erik

Das scheint auch in Dtl immer mehr zu passieren, die Stücke aus dem kirchenjahreszeitlichen Zusammenhang zu reißen. In Köln gibts am Sonntag Membra Jesu nostri von Buxtehude. Passionskantaten über die Wundmale Jesu. Und ich dachte, wir hätten grade die Auferstehung und Himmelfahrt gefeiert.

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Markus Hinz, Samstag, 11. Mai 2013, 17:02 (vor 4857 Tagen) @ Erik

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen


Ist es in der USA jetzt Weihnachtszeit?

Grüsse,
Erik

Stephen ist doch vor kurzem Vater geworden.....

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

tiratutti @, Samstag, 11. Mai 2013, 17:09 (vor 4857 Tagen) @ Markus Hinz

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen


Ist es in der USA jetzt Weihnachtszeit?


Stephen ist doch vor kurzem Vater geworden.....

ah, deshalb auch in St. Peter die Berceuse-Paraphrase von George Baker.

Advents- und Weihnachtsliteratur an Christi Himmelfahrt

Cor de Basset, Samstag, 11. Mai 2013, 18:00 (vor 4857 Tagen) @ tiratutti
bearbeitet von Cor de Basset, Samstag, 11. Mai 2013, 18:24

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen


Ist es in der USA jetzt Weihnachtszeit?


Stephen ist doch vor kurzem Vater geworden.....

Das ist allerdings schon einige Monate her...

ah, deshalb auch in St. Peter die Berceuse-Paraphrase von George Baker.

Schon, aber "Nun komm, der Heiden Heiland" von Bach an Christi Himmelfahrt?

Nun ja, im letzten Jahr hatte Günther Kaunzinger mitten im Hochsommer Duprés Noël-Variationen im Münchner Dom gespielt, und (wenn ich mich richtig erinnere) Bruno Oberhammer in derselben Konzertreihe die Partita "Sei gegrüßet, Jesu gütig" von Bach.

So sehr ich im übrigen ein anderes Werk von Marcel Dupré schätze, nämlich die Symphonie-Passion op. 23, umso weniger verstehe ich (und dies steht in krassem Gegensatz zu den ersten drei Sätzen dieses Werkes) den Zusammenhang zwischen dem Titel des Finalsatzes "Résurrection" (Auferstehung) und dem diesem Satz zugrundeliegenden Thema "Adoro te devote". Der Text dieses Hymnus hat in theologischer Hinsicht nichts mit der Auferstehung zu tun, so schön dieser Satz von Dupré - und "Adoro te devote" - auch ist.

Advents- und Weihnachtsliteratur an Christi Himmelfahrt

tiratutti @, Samstag, 11. Mai 2013, 18:23 (vor 4857 Tagen) @ Cor de Basset

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen

Ist es in der USA jetzt Weihnachtszeit?

Stephen ist doch vor kurzem Vater geworden.....

Das ist allerdings schon einige Monate her...

ah, deshalb auch in St. Peter die Berceuse-Paraphrase von George Baker.


Schon, aber "Nun komm, der Heiden Heiland" von Bach an Christi Himmelfahrt?

ich bin da gespalten. Und werte an dieser Stelle den Konzertaspekt höher als das liturgische Moment.
Beim Improvisationsthema für die Zugabe war dann auch so ein "knapp daneben ist auch vorbei" zu hören: Tharp hatte als Thema GL594 bekommen (Maria dich lieben). Vermutlich, weil Mai ist. Ich hätte eines der Himmelfahrtlieder passender gefunden.

Grüße von tiratutti

Advents- und Weihnachtsliteratur an Christi Himmelfahrt

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Samstag, 11. Mai 2013, 19:03 (vor 4857 Tagen) @ tiratutti

In einer Kirche werte ich den liturgischen Aspekt höher als den Konzertaspekt.

--
Gruß vom Niederrhein

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

stein @, Samstag, 11. Mai 2013, 18:25 (vor 4857 Tagen) @ tiratutti

Franz Xaver Variationen über Lasst uns
Murschhauser das Kindelein wiegen


Ist es in der USA jetzt Weihnachtszeit?


Stephen ist doch vor kurzem Vater geworden.....


ah, deshalb auch in St. Peter die Berceuse-Paraphrase von George Baker.

Diese hat er schon vor der Zeugung gespielt!

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Sonntag, 12. Mai 2013, 14:49 (vor 4856 Tagen) @ Erik
bearbeitet von untersatz32, Sonntag, 12. Mai 2013, 15:10

Ich bin auch 100%iger Kirchenmusiker - und würde im Gottesdienst natürlich auch liturgisch darauf schauen.

Aber sowohl der Sankt Galler Domorganist Willibald Guggenmos als auch Stephen Tharp sind 300%ige Weltklasse-Profis, sowohl im Zusammenstellen von Programmen wie gleichfalls an der Orgel:

Die Variationen waren im gestrigen Konzertzusammenhang - nach den 3 Pachelbels - wunderbar und brachten die beiden historischen Chororgeln der Kathedrale mit ihren vielfältigen süddeutsch-inspirierten Farben absolut himmlich zur Geltung.

Ebenso würde ich (selber) als Konzertveranstalter meinen Gastinterpreten keine übertriebenen Zügel anlegen, wenn sie in meinem Amriswiler Orgelsommer Dupre's Noel-Variationen oder Le Monde dans l'attente du sauveur spielen:
Fantastische Musik, die VIEL ZU SELTEN in der Advents- und Weihnachtszeit gespielt wird: ergo kann ich's auch mit ruhigem Gewissen in einem Orgelkonzert im Frühjahr oder im Sommer geniessen...

Natürlich kann man auch Konzerte genau passend zum jeweiligen Kirchenfeiertag veranstalten: das war scheinbar hier NICHT die vorgegebende Prämisse:
ergo kümmert es mich herzlich wenig: es war ein tolles Konzert. Basta!

Viele Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp in der Kathedrale SG - Kirchenjahr...

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Sonntag, 12. Mai 2013, 15:23 (vor 4856 Tagen) @ untersatz32

Das hiesse im Umkehrschluss, zwei der grossartigsten Symphonien C.M. Widors (Symphonie Gothique (mit "Puer natus est") und Symphonie Romane ("Haec dies") dürften dann nur noch an Weihnachten und Ostern erklingen? Unvorstellbar!

Frdl. Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp in der Kathedrale SG - Kirchenjahr...

JSBach @, Aachen, Sonntag, 12. Mai 2013, 16:49 (vor 4856 Tagen) @ untersatz32

die spielt ja so oder so keiner :(

Zwei Stücke zu Weihnachten

Cor de Basset, Montag, 13. Mai 2013, 20:01 (vor 4855 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von Cor de Basset, Montag, 13. Mai 2013, 20:04

Das hiesse im Umkehrschluss, zwei der grossartigsten Symphonien C.M. Widors (Symphonie Gothique (mit "Puer natus est") und Symphonie Romane ("Haec dies") dürften dann nur noch an Weihnachten und Ostern erklingen? Unvorstellbar!

Frdl. Grüsse

Thomas

Bei der "Gothique" und der "Romane" von Widor sind wenigstens die thematischen und liturgischen Bezüge noch klar erkennbar, und diese Musik verliert auch außerhalb der entsprechenden Kirchenjahreszeiten im Konzert nichts von ihrer Wirkung.

Für die "durchschnittlichen" Besucher eines Orgelkonzertes dürfte es bei zwei anderen Werken allerdings schon deutlich schwieriger werden, über die Werktitel hinaus eindeutige Zusammenhänge zu Weihnachten herzustellen und nachzuvollziehen (sieht man bei Roger Ducasse von den Rahmenteilen einmal ab) - ich persönlich schätze beide Stücke sehr:

Jean Roger-Ducasse: Pastorale (Teil 1 & Teil 2)

Jeanne Demessieux: Nativité, Opus 4

Zwei Stücke zu Weihnachten

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Montag, 13. Mai 2013, 20:06 (vor 4855 Tagen) @ Cor de Basset
bearbeitet von untersatz32, Montag, 13. Mai 2013, 20:33


Bei der "Gothique" und der "Romane" von Widor sind wenigstens die thematischen und liturgischen Bezüge noch klar erkennbar, und diese Musik verliert auch außerhalb der entsprechenden Kirchenjahreszeiten im Konzert nichts von ihrer Wirkung.

Das war bei den Murchhauser-Kindelein-Variationen ebenfalls ganz und gar nicht nicht der Fall.

Ich verwehre mich einfach nur dagegen, dass manche hier päpstlicher sind als der Papst, oder offenbar mit zweierlei Mass gemessen wird.

Dass ich "Weihnachtsoratorien am Karfreitag" toleriere oder für gut befünde, davon war nirgends die Rede...

Frdl. Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Sonntag, 12. Mai 2013, 16:11 (vor 4856 Tagen) @ untersatz32

Na ja, ich kenne auch 100und mehr prozentige Kirchenmusiker, die ihre Programme doch sehr am Kirchenjahr anlehnen, wenn sie in Kirchen musizieren. Für mich ist nicht nachvollziehbar, warum man in der Osterzeit Weihnachs- oder Passionsmusiken in Kirchen spielt. Möglicherweise sind manche Konzertorganisten liturgisch nicht mehr so sattelfest, wer weiß... Für alle Festzeiten gibt es die passende Literatur.

--
Gruß vom Niederrhein

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

IvesDKerne @, Sonntag, 12. Mai 2013, 16:52 (vor 4856 Tagen) @ untersatz32

lass uns am Karfreitag das Weihnachtsoratorium aufführen, wenns egal ist welches Kirchenjahreszeit ist.

ich würde die Interpreten freundlich bitten etwas anderes zu spielen.

WO am Karfreitag

willscher, Sonntag, 12. Mai 2013, 17:06 (vor 4856 Tagen) @ IvesDKerne

lass uns am Karfreitag das Weihnachtsoratorium aufführen, wenns egal ist welches Kirchenjahreszeit ist.

ich würde die Interpreten freundlich bitten etwas anderes zu spielen.

Warum?
In der ev. Kirche hat man natürlich ganz andere musikalische Freiheiten. Bei Katholens ist das alles strenger. Ab dem Gloria am Gründo schweigt die Orgel bis zum Gloria der Osternacht.
Allerdings nicht im Petersdom! Da werden am Karfreitag die Choräle von der Orgel begleitet. Eigentlich ein Unding.
Wenn man dann das WO am Karfreitag aufführt, dann lautet die Begründung dafür, daß ja schon zu Weihnachten das "KREUZ IN DER KRIPPE" angekündigt wird.

;-))

Gruß

Andreas

WO am Karfreitag

IvesDKerne @, Sonntag, 12. Mai 2013, 17:27 (vor 4856 Tagen) @ willscher
bearbeitet von IvesDKerne, Sonntag, 12. Mai 2013, 17:53

Ja, genau.
Und da es ohne Kreuz keine Krippe gäbe, eröffnet das ganz große Perspektiven. Traumhaft: Matthäuspassion am 25.12.
Johannespassion einen Tag später.
Klasse.

WO am Karfreitag

Cor de Basset, Montag, 13. Mai 2013, 19:46 (vor 4855 Tagen) @ IvesDKerne

Ja, genau.
Und da es ohne Kreuz keine Krippe gäbe, eröffnet das ganz große Perspektiven. Traumhaft: Matthäuspassion am 25.12.
Johannespassion einen Tag später.
Klasse.

Ich erinnere mich noch lebhaft an das Orgelkonzert einer französischen Organistin (deren Name mir entfallen ist), die am 27. März 1988 (es war Palmsonntag!) in La Madeleine in Paris nachmittags Olivier Messiaens "La Nativité du Seigneur" gespielt hatte...

WO am Karfreitag

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Montag, 13. Mai 2013, 19:59 (vor 4855 Tagen) @ Cor de Basset

...

Die Uraufführung des neunteiligen Werkes mit einer Spieldauer von etwa 55 Minuten fand am 27. Februar 1936 an der Orgel von La Trinité (Paris) statt. Die Interpreten der Uraufführung waren Jean Langlais, Jean-Yves Daniel-Lesur und Jean-Jacques Grunenwald....

;-)

Weihnachtliche Grüsse

Thomas Haubrich

--
Thomas Haubrich

WO am Karfreitag

stein @, Montag, 13. Mai 2013, 21:03 (vor 4855 Tagen) @ Cor de Basset

Ja, genau.
Und da es ohne Kreuz keine Krippe gäbe, eröffnet das ganz große Perspektiven. Traumhaft: Matthäuspassion am 25.12.
Johannespassion einen Tag später.
Klasse.


Ich erinnere mich noch lebhaft an das Orgelkonzert einer französischen Organistin (deren Name mir entfallen ist), die am 27. März 1988 (es war Palmsonntag!) in La Madeleine in Paris nachmittags Olivier Messiaens "La Nativité du Seigneur" gespielt hatte...

Palmsonntag liegt bei uns in höheren Lagen immer noch Schnee. Da kommt dann die passende Stimmung auf.

WO am Karfreitag

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Montag, 13. Mai 2013, 21:21 (vor 4855 Tagen) @ stein

... In Wuppertal-Elberfeld gibt es eine hervorragende Kunstgewerbeschule... ;-)))

Gruss

TH

--
Thomas Haubrich

WO am Karfreitag

NoliMeTangere, Dienstag, 14. Mai 2013, 06:56 (vor 4855 Tagen) @ IvesDKerne

Und da es ohne Kreuz keine Krippe gäbe, eröffnet das ganz große Perspektiven. Traumhaft: Matthäuspassion am 25.12.
Johannespassion einen Tag später.

Am 26.12. wäre doch eher die Stephanuspassion angebracht.

Schönen Gruß,
Thorsten

WO am Karfreitag

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Dienstag, 14. Mai 2013, 07:21 (vor 4855 Tagen) @ NoliMeTangere

Die begehen wir jeden 26.12. hier an St. Stefan. Wär tatsächlich mal was für einen gescheiten Komponisten...!!!

Gruss

TH

--
Thomas Haubrich

WO am Karfreitag

Tastenhalter @, Dienstag, 14. Mai 2013, 07:45 (vor 4855 Tagen) @ untersatz32

Die begehen wir jeden 26.12. hier an St. Stefan. Wär tatsächlich mal was für einen gescheiten Komponisten...!!!

Gruss

TH

Einen solchen gab es schon vor längerer Zeit, einen gewissen JSB. Seine Kantate "Selig ist der Mann" BWV 57 gehört zum Stephanstag und ist mit ihrer Besetzung Baß/Sopran und kleinem Instrumentarium Str. (+ Oboen) + B.c. gut aufführbar. Sie enthält einige wunderbare Dialog-Arien. Alfred Dürr spricht von "eine(r) Vollkommenheit der künstlerischen Gestaltung (...), wie sie nur selten gelingt."

Gruß Tastenhalter

WO am Karfreitag

IvesDKerne @, Dienstag, 14. Mai 2013, 08:18 (vor 4855 Tagen) @ Tastenhalter

Da der ironiemodus nun wieder aus ist:
Wo liegt die Grenze bei Jahreszeitlichen Werken? Klar, das WO am Karfreitag ist sehr über spitzt. Aber ist ein Variationen-Zyklus autonomer als ein Choral Vorspiel oder eine Kantate über einen Choral. Eine Paraphrase über Puer natus est freier als der gesungene Choral?
Was würdet ihr nicht mehr akzeptieren? Geht es eher, eine Passion im Sommer zu spielen als Weihnachtskantaten? Ein Orgelkonzert im Advent mit "O Haupt voll Blut und Wunden" als Bezug zu Bachs Chorälen im WO?
Was geht noch, was nicht?
Fragt
Ives

WO am Karfreitag

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Dienstag, 14. Mai 2013, 11:36 (vor 4854 Tagen) @ IvesDKerne


Wo liegt die Grenze bei Jahreszeitlichen Werken? Klar,
Was würdet ihr nicht mehr akzeptieren? <


Hmmmm, gute Frage(n)!

Ich persönlich hätte - obwohl ich, was die Gottesdienstgestaltung betrifft, "sehr streng" bin, jetzt mit so einzelnen Sachen wie "Symphonie-Passion 1. Satz" oder Noel-Variationen von Dupre, oder dem schönen Einzelstück "La Nativite" von J. Langlais, KEINE PROBLEME, wenn dies auch in einem Orgelkonzert im Sommer erklänge.

Was geht noch, was nicht?
Fragt
Ives

Wenn es sich um Zyklen handelt (Komplette Nativite von Messiaen, oder seine "L'Ascension", oder z.B. Bach's Choralvorspiel-Tryptichon "Nun komm der Heiden Heiland"), ist es zu bevorzugen, diese im Kirchenjahreskontext (Weihnachten, Christi Himmelfahrt oder Advent) einzuordnen.

Der IDEAL-Fall sind natürlich explizite Konzerte zu den jeweilig aktuellen Kirchenjahres-Themen und -zeiten, oder z.B. auch mal ein Konzert "quer" durchs Kirchenjahr (von Advent bis Christkönig bzw. Ewigkeitssonntag); aber bei einem Einzelfall wie den oben genannten Noel-Variationen oder dem "Kindelein"-Werkchen von Murchhauser würde ich jetzt persönlich kein "Negativ-Fass aufmachen", und dort Probleme suchen...

Freundliche Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

WO am Karfreitag

Orlos, Dienstag, 14. Mai 2013, 22:05 (vor 4854 Tagen) @ IvesDKerne

Vor ein paar Wochen, in der Osterzeit, am Tag des "Ewigen Gebetes" ging es um den "guten Hirten", der ganze Gottesdienst war auf "Hirten" abgestimmt. Da erschien es mir passend, zur Kommunionausteilung die Pastorale aus dem Weihnachtsoratorium von Bach zu spielen. Ich habe keinerlei negativen Raktionen erhalten, im Gegenteil (der Pfarrer hielt es gar für "genial"). Niemand empfand das als unpassend. Klar, wenn jetzt der Choral "Vom Himmel hoch" zitiert würde, hätte ich es nicht gespielt. (Ich habe so schöne Pastoralen, auch über "Es ist ein Ros' entsprungen").
Bei den französischen Noels bin ich selbst toleranter, kann die auch im Sommer auf CD hören, weil ich die Melodien gar nicht als Weihnachtslieder identifiziere und weil der Charakter oft gar nicht so "kitschig"-weihnachtlich ist. Ich gebe zu, dass sich dabei Unkenntnis mit Ignoranz vermischen. Andererseits gibt es eine Reihe vom Melodien, die gewisse Wandlungen durchgemacht haben, auf die schon hingewiesen worden ist. Das ist einfach eine Frage, ob einem der jeweilige Bezug präsent ist. So haben wir im katholischen Gesangbuch ein Weihnachtslied auf die Melodie von "Lobet den Herrn" (GL 144), was aber nicht so prägend ist, um im Sommer an Weihnachten zu denken, wenn jemand eine Choralbearbeitung zu "Lobet den Herrn" spielt. Bei "Stille Nacht" sieht es natürlich anders aus. Wer im Sommer Variationen zu einem "italienischen Gondellied" aufs Programm stellt, welches sich als "O du fröhliche" entpuppt, darf sich über Iritationen nicht wundern. Ich behaupte: Es kommt vor allem darauf an, ob ich als Zuhörer mit dieser Melodie eine besondere Kirchen-Zeit verbinde und es mich stört, dass wir jetzt gerade in einer anderen leben.
Bei Widor-Symphonien schließe ich das aus, bei Noels wohl auch. Selbst mit Duruflés "Veni creator" habe ich im Sommer/Herbst kein Problem, im Advent vielleicht eher.
Bekannte deutsch-sprachige Lieder mit eindeutigem Bezug (Advent, Weihnachten, Passion, Ostern, Pfingsten, Sommer, Erntedank) würde ich auf die jeweilige Zeit beschränken.
Andererseits: "Wachet auf" ist im neuen katholischen Gesangbuch nicht mehr in der Rubrik "Advent" zu finden, bei den Protestanten war es dort noch nie. Manche Zuordnungen sind also auch eher beliebig.

WO am Karfreitag

willscher, Mittwoch, 15. Mai 2013, 06:48 (vor 4854 Tagen) @ Orlos

Andererseits: "Wachet auf" ist im neuen katholischen Gesangbuch nicht mehr in der Rubrik "Advent" zu finden, bei den Protestanten war es dort noch nie.


In der Tat eine gute Tat. Im Evangelischen Gesangbuch steht es ja in der Rubrik "Ende des Kirchenjahres". Eine Nummer später steht da "Herzlich tut mich erfreuen die liebe Sommerzeit."

Es gibt genügend Anlässe, "Wachet auf" im Rahmen des Kirchenjahres zu singen/spielen.
Und bei mir hat auch nie jemand die Nase gerümpft, wenn das außerhalb des Advents erklang.

Gruß

Andreas

WO am Karfreitag

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Mittwoch, 15. Mai 2013, 07:32 (vor 4854 Tagen) @ willscher

Richtig, die "Zwölf Perlen an den Toren" und zahlreiche "kluge oder törichte Jungfrauen" mit "Lampen" für den "Bräutigam auf der Hochzeit" *) kommen dann doch desöfteren je nach Lesejahr auch übers Jahr verteilt mal vor ...

Grüsse

Thomas


*) Trauungsgottesdienste natürlich eher ausgeschlossen :-)

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Sonntag, 12. Mai 2013, 17:10 (vor 4856 Tagen) @ IvesDKerne

Unsinn. Das hatte ich nicht gesagt. Man kann auch jedem das Wort so lange im Mund rumdrehen, bis es einem selber in den Kram passt.

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

IvesDKerne @, Sonntag, 12. Mai 2013, 17:26 (vor 4856 Tagen) @ untersatz32

Ich finde es genauso unsinnig, weihnachtsliteratur im Sommer zu spielen.
Das Stephen das hervorragend interpretierte bestreite ich nicht, aber es gibt für Süddeutsch barocke Orgeln auch Literatur, die in die Zeit passt.

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Contrebasson 32' @, Sonntag, 12. Mai 2013, 18:28 (vor 4856 Tagen) @ IvesDKerne

Ich finde es genauso unsinnig, weihnachtsliteratur im Sommer zu spielen.
Das Stephen das hervorragend interpretierte bestreite ich nicht, aber es gibt für Süddeutsch barocke Orgeln auch Literatur, die in die Zeit passt.

Ach Gott, man kann auch katholischer sein als der Papst!

Ich bin zwar kein Fan vom autonomen Musikkonzept, aber beim St. Gallener Konzert handelte es sich ja nicht um ein Konzert zu Christi Himmelfahrt...
...hätte ST eine feierliche Liturgie an der Orgel gestaltet, hätte man erwarten können, dass er passende Musik auswählt. Stattdessen hat er ein Konzert gespielt, das primär zur Erbauung und Präsentation der Orgeln und seines Könnens gedient hat. Dass er dabei ein Stück mit einem eher weihnachtlichen Sujet im Programm hatte, ist doch kein Beinbruch, wenn es z.B. wie in diesem Fall einen lokalen Bezug gibt und es außerdem ein wunderbares Vehikel ist, um sich auf die Suche nach schönen Klangfarben zu begeben.

Dafür hat er ein Konzert gespielt, das frei war von Transkriptionen und einen Bogen vom Barock hin zur zeitgenössischen Moderne gespannt hat, vllt. sollte man ihm das erstmal anrechnen, bevor man versucht das Haar in der Suppe zu finden. Das hat ein Künstler wie ST, der nicht nur eine stupende Technik hat (die er freilich nie plakativ in den Vordergrund stellt) sondern im persönlichen Umgang auch sehr angenehm und frei von jeglichen Attitüden ist, nicht verdient!

Mit besten Grüßen
Contrebasson 32'

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Sonntag, 12. Mai 2013, 18:52 (vor 4856 Tagen) @ Contrebasson 32'

Keiner bestreitet doch die Könnerschaft oder die Bescheidenheit und Freundlichkeit des Interpreten. Trotzdem, finde ich, ist es statthaft, die Auswahl der Werke zu kritisieren. Damit hat dann auch der Papst nichts zu tun. Als Veranstalter hätte ich ihn gebeten, etwas anderes ins Programm zu nehmen.

--
Gruß vom Niederrhein

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Cor de Basset, Sonntag, 12. Mai 2013, 21:37 (vor 4856 Tagen) @ Contrebasson 32'

Dafür hat er ein Konzert gespielt, das frei war von Transkriptionen

Nicht ganz: der Schlusspunkt war die sinfonische Dichtung "Prometheus" von Franz Liszt in der Orgelfassung von Jean Guillou.

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

Contrebasson 32' @, Montag, 13. Mai 2013, 00:38 (vor 4856 Tagen) @ Cor de Basset

Dafür hat er ein Konzert gespielt, das frei war von Transkriptionen


Nicht ganz: der Schlusspunkt war die sinfonische Dichtung "Prometheus" von Franz Liszt in der Orgelfassung von Jean Guillou.

mea culpa...

Stephen Tharp heute Abend in der Kathedrale Sankt Gallen

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Montag, 13. Mai 2013, 14:55 (vor 4855 Tagen) @ Contrebasson 32'

..hehehe...


Die 3 Escaich Stücke sind auch "Transkriptionen" von "Orgelmotetten", die der Komponist für Chor & Orgel geschrieben hat.
Allerdings für den Chor aus Schwierigkeitsgründen nahezu "unsingbar" ;-))))
Trotzdem gute Musik, auch wenn transkribiert ;-)

Und der Liszt hatte ordentlich Feuer - äh Puszta... :-)

Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp in SG - Escaich

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Montag, 13. Mai 2013, 20:02 (vor 4855 Tagen) @ untersatz32

Die 3 Orgelstücke entsprechen den

Motetten I bis III für 12 Stimmen und Orgel

Verdammt schweres Zeugs (wohl nur was für Profisänger), aber schöööön....

Thomas

--
Thomas Haubrich

Stephen Tharp heute Abend in St. Gallen

perotin @, Rhein-Neckar-Raum, Sonntag, 12. Mai 2013, 20:19 (vor 4856 Tagen) @ untersatz32

Ebenso würde ich (selber) als Konzertveranstalter meinen Gastinterpreten keine übertriebenen Zügel anlegen, wenn sie in meinem Amriswiler Orgelsommer Dupré's Noel-Variationen oder Le Monde dans l'attente du sauveur spielen:
Fantastische Musik, die VIEL ZU SELTEN in der Advents- und Weihnachtszeit gespielt wird (...)

Ich mag die Noël-Variationen auch sehr, kann daran aber beim besten Willen nicht viel "Weihnachtliches" finden, jedenfalls aus der "deutschen Perspektive". Das ist für mich einfach ein virtuoses Konzertstück, dessen Thema eher "zufällig" ein Weihnachtslied ist.

Im Evangelischen Gesangbuch findet es sich als Passionslied (EG 98) !

Übrigens, Dupré weicht ja deutlich von der hier zu findenden Melodie ab - hauptsächlich nach dem Doppelstrich. Weiß evtl. jemand was über die Hintergründe? Ist die EG-Melodie das Original?

Grüße,
perotin

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