Frank Volke, Jens-Peter Enk, Tillmann Benfer u.a.
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Andreas Boege (Oboe) und Frank Volke (Orgel) in der Andreaskirche, D-Altstadt
Das zweite Konzert zum 20-jährigen Jubilaeum der “Sonntagsorgel” in St. Andreas wurde durch Oboe bereichert. Andreas Boege spielte untadelig eine Sonate von Händel (op. 1 Nr. 5), die mit ihren Schlußsätzen Bourrée und Minuetto mehr einer Suite gleicht. Überhaupt ein eher leichtes Werk, zumal es auf C-Dur 9/8 (BWV 545) folgte, mit dem Volke grandios eröffnet hatte - herrlich der wiegende Rhythmus im Praeludium. Nach dem Händel ließ Volke mit BWV 539 d-moll ein weiteres gewichtiges Werk folgen. Nun gab es eine geschmackvolle Rhapsodie für Orgel und Oboe von Rheinberger. Und wieder konterte Volke mit einem Schwergewicht: BWV 527 - schön gleichmäßig und mit Schwung. Den Abschluß bildete BWV 1020 - ursprünglich wohl für Flöte und Cembalo komponiert. An die 100 Hörer spendeten gerne Beifall.
Jens-Peter Enk in der Christuskirche, D-Oberbilk
Die Sonaten von August Gottfried Ritter hatte Enk engekündigt. Und er hatte Kollegen von seinem Vorhaben erzählt. Die meinten, eine reiche doch aus. Vielleicht darob - er allein weiß es - kürzte er sein Programm um die vierte Sonate. Das Erlebnis einer enzyklopädischen Aufführung war also nicht mehr möglich. Statt dessen schob er nach der ersten Sonate ein “Processional” für Orgel von William Mathias (1934-1992) ein. Das Stück erinnerte an rumänisch/bulgarische Volkstänze à la Kodaly oder Bartok. Zweiter Einschub waren Choralvariationen “Christ ist erstanden” von dem Bach-Zeitgenossen Daniel Magnus Gronau (1685-1747) - durchaus hörenswert. Von Gronau wußte Enk zu berichten, daß dieser unverheiratet gestorben sei - Heiterkeit bei einigen Damen mittleren Alters (?). Die Ritter-Sonaten gelangen durchweg sehr gut. Trotz des sicher orgelbewegten Stils dieser Schuke-Orgel von 1957 (43/III) kamen genügend romantische Klangmischungen zustande. Die Sonaten (deren dritte ich bislang am häufigsten gehört habe) ähneln einander: Typisch sind atacca anschließende Sätze mit rezitativischen Übergängen, pochende Rhythmen in den Andantes. Das alles war hier schön gemacht. Dankbarer Beifall der kaum 15 Hörer.
Tillmann Benfer im Dom zu Verden/Aller
Nein, dieses Konzert hat noch nicht stattgefunden. Benfer will am 09.06., 19h, im Dom zu Verden die drei großen Liszt-Werke spielen: Ad nos, BACH und Weinen-Klagen. Das dürfte auf der Furtwängler&Hammer-Orgel von 1916 (unverändert!) ein besonderes Ereignis werden. Es seien daher alle aufgerufen, ihre Anwesenheit bei diesem Konzert zu ermöglichen. Ich kann zwar kein Versprechen abgeben, Fahrt- und Übernachtungskosten bei Nichtgefallen zurückzuerstatten; sähe andererseits aber auch kein Risiko für ein solches Versprechen. Auf denn nach Verden! Der Eintritt ist frei!
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)