Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 12. Mai 2011, 08:43 (vor 5595 Tagen)

Liebe Forums-Kollegen,

unsere nette kleine Rensch-Orgel aus dem Jahre 1964 muss und soll in nächster Zeit (ca. 2 Jahre) ausgereinigt und überholt werden.
Die aktuelle Disposition lautet:

Hauptwerk (II):
Kupferprästant 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Blockflöte 2´
Sesquialter II 2 2/3´
Mixtur IV 2´

Rückpositiv (I):
Gedeckt 8´
Hohlflöte 4´ (Prospekt)
Principal 2´
*Quinte 1 1/3´, ab kleinG 2 2/3´
Scharf IV 2/3´

Pedal:
Subbaß 16´
*Octavbaß 8´
Gedecktbaß 8´
Choralbaß 4´+2´
Trompete 8´

Normalkoppeln, rein mechanische Spiel- und Registertraktur, Stimmung nach Kirnberger 2 modifiziert

Die mit * gekennzeichneten Register sind seit 1984 in der Orgel, weichen mussten ein Basszink und eine Art Schreipfeife laut Akten.

Im Rahmen der Ausreinigung sollen nun verschiedene Maßnahmen durchgeführt werden, die über reine Überholung hinausgehen:
- austausch sämtlicher Kunstoffteile (Winkel etc.) durch Holzteile
- ersetzen der Teleskophülsen durch Filzdichtringe, Absenken der Pfeifenstöcke
- Einbau von Midi-Kontakten für die Manuale und Pedal (Anschluss von Synthesizer o. ä.)
- Einbau einer kurzbechrigen Zunge im RP (Vox humana, Platz vorhanden, Lade kann geändert bzw. erweitert werden)
- umändern der (sowieso nicht originalen) Quinte im Rückpositiv in ein durchgehendes Register.
-> erstes Angebot eines Orgelbauers liegt vor.

Und genau da setzt meine Frage an, da ich mir extrem unsicher bin: ist es sinnvoller, die Quinte nun in 1 1/3´ oder 2 2/3´ zu ändern?

Wer kennt außerdem ein kompaktes (und kostengünstiges) System um aus Manualen und Pedalen ein Midi-Signal zu erhalten - wenn ich mir die ganzen Midi-Fähigen Keyboards im Budget-Bereich ansehe, kann das doch nicht die Welt sein?

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Friedrich @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 12:39 (vor 5595 Tagen) @ MichaelS

Hauptwerk (II):
Kupferprästant 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Blockflöte 2´
Sesquialter II 2 2/3´
Mixtur IV 2´

Rückpositiv (I):
Gedeckt 8´
Hohlflöte 4´ (Prospekt)
Principal 2´
*Quinte 1 1/3´, ab kleinG 2 2/3´
Scharf IV 2/3´
...
Und genau da setzt meine Frage an, da ich mir extrem unsicher bin: ist es sinnvoller, die Quinte nun in 1 1/3´ oder 2 2/3´ zu ändern?

Das kommt meiner Meinung nach darauf an, was das für eine Quinte ist und werden soll. Zu Gedeckt und (wahrscheinlich offener) Hohlflöte kann ich mir gut einen Nasat vorstellen; der gibt zudem diesem Werkchen einen etwas ernsteren Charakter gegenüber dem Hauptwerk, und das geplante Zungenregister kann er auch schön anfetten. Dass der Bass als 1 1/3' gebaut wurde, könnte aber auch einen Grund haben -- wäre denn Platz für die tiefen anderthalb Oktaven eines 2 2/3'?

Eine Quinte 1 1/3' hätte meiner Ansicht nach nur als Prinzipalregister Sinn; die typischen Anwendungen für einen Larigot, z. B. über einem Jeu de tierce, kommen ja hier nicht in Frage. Aber braucht das Werkchen eine so ausgeprägte Klangkrone? Ist das Principal 2' eher verschmelzungsfähig oder eher brillant angelegt? Wenn nämlich Principal und Quinte als Klangkrone eines kleinen Plenums hinreichen, könnte man sich was Schönes für den Stock des Scharf überlegen -- eine Soloterz oder, als Hommage an den schwäbischen Stil, ein weites "Hörnle" aus 2' und 1 3/5'.

Aber da schrecke ich auch schon zurück, denn Mixturen rauswerfen bedeutet einen empfindlichen Eingriff in das Konzept eines Instruments -- und Rensch war ja nicht irgendwer. Nein, ich glaube, die Position von Quinte/Schreipfeife ist in dieser Disposition ein Spielfeld, fast alles ist da möglich. Farbig sollte es sein. Terzsept. Nonenquart 8/9' + 8/11'. Was Du willst.

Gruß,
Friedrich

Quinte umbauen - brauche Meinungen

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Donnerstag, 12. Mai 2011, 13:20 (vor 5595 Tagen) @ Friedrich

Ich schliesse mich der Meinung von Friedrich an:

Ein 2 2/3' (etwas dezent) würde das ganze RP etwas "nach unten" in der Tiefe abrunden, und etwas mehr Gravität auf den 8'-Bereich bieten.
Ein sehr schönes Solo ist z.B. 8' und Quinte 2 2/3', oder noch 4' dazu.
Wenn die Hohlflöte (als einziger 4'/im Prospekt) nicht ZU zahm ist, mag sie das vertragen.

Der 1 1/3' wäre hier durchgängig eher wie eine zusätzliche Klangkrone, oder als "Klimper-Register" für z.B. 8', (4') und 1 1/3' gedacht.
Wenn der 2'-Principal schon sehr hell ist, plus dann Scharff dazu, wäre eine principalische Quinte 1 1/3' vielleicht zuviel des guten (im Helligkeitsbereich).

Den Scharff würde ich wohl auch lassen, bei der Grösse der Orgel - sind ja nicht so viele Register - denn einen Sesquialter hat's ja schon im HW.
Wenn der Scharff "zu scharff" ist, kann man ihn auch schön von IV 2/3' auf III 1' umsetzen.

Wenn's den HW-Sesquialter nicht schon hätte, wäre (anstatt des Scharff) eine schöne RP Disposition auch:

8'
4'
Sesquialter 2 2/3' 2-fach
2'
1 1/3'
und deine Vox humana 8' oder ein schöner Dulcian

Aber, da's den Sesqui ja im HW hat, würde ich die Quinte auf 2 2/3' stellen, evtl. im Bass gedeckt, wenn die Höhe nicht reicht.

Viele Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Orlos, Donnerstag, 12. Mai 2011, 13:32 (vor 5595 Tagen) @ MichaelS

Eine flötige Quinte 1 1/3' ("Larigot") kann sehr reizvoll sein; wenn sie sich mit der Hohlflöte mischt, ergibt sich - oktaviert gespielt - 8'+ 2 2/3', was gerade als cantus firmus prima einsetzbar ist. Zugleich kann der Larigot als dezente Klangkrone fungieren, wenn man noch nicht das Scharff ziehen möchte.
Ein durchgebauter 2 2/3' färbt das ganze Teilwerk und rundet den 8'-Grundton ab, sollte dann aber nicht prinzipalisch intoniert sein, damit man ihn auch gut als Solo-Mischung (siehe oben) einsetzen kann.
Ist die Hohlflöte kräftig-hell intoniert (Prinzipalersatz) könnte man mit einer prinzipalischen Quinte 2 2/3' eine Art Vorplenum konstruieren, was gerade zur Gemeindebegleitung gut einzusetzen ist. Meistens wird man dann die Prinzipale 8'+4' des Hauptwerks dazukoppeln.
Eine prinzipalische Quinte 1 1/3' ergibt meines Erachtens keinen Sinn, da im Rückpositiv schon eine hohe Mixtur vorhanden ist.
Noch etwas ganz Verwegenes: In einer Orgel war noch der Stock eines 1 1/3'-Registers frei. In der Praxis hat sich gezeigt, dass man dieses Register überhaupt nicht vermisst. Stattdessen wurde dann ein ganz enger Streicher (ab c°) eingebaut, der zwar leise ist, aber natürlich ganz viele Möglichkeiten bietet. Nur mal als Denkanstoß...

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Friedrich @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 13:38 (vor 5595 Tagen) @ Orlos

Noch etwas ganz Verwegenes: In einer Orgel war noch der Stock eines 1 1/3'-Registers frei. In der Praxis hat sich gezeigt, dass man dieses Register überhaupt nicht vermisst. Stattdessen wurde dann ein ganz enger Streicher (ab c°) eingebaut, der zwar leise ist, aber natürlich ganz viele Möglichkeiten bietet. Nur mal als Denkanstoß...

Daran habe ich auch schon gedacht. Aber die Spargel stünden dann, auf diesem Stock, etwas in der Gegend rum, dem 2' vor der Nase. Der wäre dann vielleicht besser einen Stock nach vorne zu rücken.

Übrigens, noch verwegener: Ein 4'-Streicher -- oder ein hübsche 4'-Quintade ...

Gruß,
Friedrich

Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 12. Mai 2011, 14:20 (vor 5595 Tagen) @ Friedrich

Ein 4´-Streicher, vielleicht sogar ein ganz Zarter eine echt tolle Idee, muss ich zugeben, der dann aber komplett aus neuen Pfeifen bestehen muss und sich mit dem Gedeckt 8´ zu einem Streichenden 8´ mischen, vielleicht durch einen Halbzug mit zu kleinen Löchern in der Schleife zu einer Schwebung machen, ja ein echt toller Gedankenansatz.

Für einen 8´-Streicher fehlt der Platz.

Ich selbst tendiere auch eher zum 2 2/3´, die unterste Oktave müsste man evt. gedeckt bauen, aber die Mischung 8´+4´ aus dem HW plus 8´+Quinte+2´ aus dem RP hat was kräftiges und zugleich unaufdringliches zur Begleitung einer mittelgroßen Gemeinde. Störend ist eben nur die Tiefe Lage der Quinte in 1 1/3´, die so überhaupt keinen Sinn macht und nur stört.
"Süddeutsch-Barock" wäre es ja, aus dem Rückpositiv folgendes zu machen: Gedeckt 8´, Flöte 4´, Salicional 4´, Hörnle 2´+1 3/5´, Larigo 1 1/3´+1´, Vox humana 8´ - aber das würde der Orgel dann doch zu viel vom ursprünglichen "Neo" nehmen und wir müssten am Hauptwerk noch rumdoktern und dem Pedal mindestens ein Fagott 16´ irgendwie implantieren und dann wäre es keine 1964-er Rensch mehr.

Ich ziehe nämlich eigentlich den Hut vor diesem Instrument, aber mit dem Quak aus 1984 kann ich nicht so ganz einverstanden sein - ich hätte für den Oktavbass auch nicht den Basszink sondern den Gedecktbass "geopfert", die Trompete ist fürs Pedal nämlich zu hell und ein Basszink würde diese "nach unten abrunden" und in den 16´-Bereich ziehen.

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Subkoppel II - I @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 16:43 (vor 5595 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von Subkoppel II - I, Donnerstag, 12. Mai 2011, 16:57

Ich selbst tendiere auch eher zum 2 2/3´, die unterste Oktave müsste man evt. gedeckt bauen, aber die Mischung 8´+4´ aus dem HW plus 8´+Quinte+2´ aus dem RP hat was kräftiges und zugleich unaufdringliches zur Begleitung einer mittelgroßen Gemeinde. Störend ist eben nur die Tiefe Lage der Quinte in 1 1/3´, die so überhaupt keinen Sinn macht und nur stört.

Ich würde bei dieser Disposition auch zum 2 2/3 tendieren, denn Prinzipal 2' und Scharf IV sind Klangkrone genug.
Anders sähe es aus, wenn der 2-Fuß eine Flöte oder wie bei uns ein Nachthorn wäre.

Ich ziehe nämlich eigentlich den Hut vor diesem Instrument, aber mit dem Quak aus 1984 kann ich nicht so ganz einverstanden sein - ich hätte für den Oktavbass auch nicht den Basszink sondern den Gedecktbass "geopfert", die Trompete ist fürs Pedal nämlich zu hell und ein Basszink würde diese "nach unten abrunden" und in den 16´-Bereich ziehen.

Da stimme ich voll zu. Leider wird der eher selten vorkommende Basszink in dieser Hinsicht völlig unterschätzt.

Noch ein Gedanke zum neuen Zungenregister. Muß es unbedingt eine "Vox humana" sein?
Dieses sehr "speziell" klingende Soloregister würde ich einbauen, wenn die Orgel schon mit ausreichend kräftigen Zungen gesegnet ist (was bei euch ja nicht der Fall ist).
Wenn das HW schon keine Trompete hat, würde ich im Positiv z. B. eine "tragende" Schalmey 8' (in halber Länge und wenn nötig gekröpft) einbauen.
Diese ist wesentlich stimmstabiler und vielseitiger einsetzbar (Gemeindegesang / Vor-Plenum), auch als Soloregister.

Gruß,
Subkoppel II - I

P.S.:
Habt ihr einen Tremulanten im Positiv?
Weshalb "Absenken der Pfeifenstöcke"?

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Martin78 @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 17:16 (vor 5595 Tagen) @ Subkoppel II - I

Noch ein Gedanke zum neuen Zungenregister. Muß es unbedingt eine "Vox humana" sein?
Dieses sehr "speziell" klingende Soloregister würde ich einbauen, wenn die Orgel schon mit ausreichend kräftigen Zungen gesegnet ist (was bei euch ja nicht der Fall ist).
Wenn das HW schon keine Trompete hat, würde ich im Positiv z. B. eine "tragende" Schalmey 8' (in halber Länge und wenn nötig gekröpft) einbauen.
Diese ist wesentlich stimmstabiler und vielseitiger einsetzbar (Gemeindegesang / Vor-Plenum), auch als Soloregister.

Gruß,
Subkoppel II - I

P.S.:
Habt ihr einen Tremulanten im Positiv?
Weshalb "Absenken der Pfeifenstöcke"?

Ist das die betreffende Orgel?

Der Raum könnte doch bestimmt eine Schalmey vertragen, würde ich da auch einer Vox Humana vorziehen. Soviel Mehrkosten würde das doch nicht verursachen, oder doch? Hat da jemand Ahnung?

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Aeolinchen, Donnerstag, 12. Mai 2011, 17:28 (vor 5595 Tagen) @ Martin78
bearbeitet von Aeolinchen, Donnerstag, 12. Mai 2011, 17:32

Ist das die betreffende Orgel?

Sieht nicht so aus, die hat ja weder Rückpositiv noch Kupferprospektpfeifen.


EDIT
Die müsste es sein:

http://seibel-reisen.de/orgelmusik/gottesdienst/

Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 12. Mai 2011, 20:33 (vor 5594 Tagen) @ Aeolinchen

Natürlich ist es die Orgel in der Georgskirche. Am Bild sieht man auch gleich, was diese Zeltkirche (Leimbinder-Konstruktion) für eine Akkustik hat: eine ziemlich trockene und Schallschluckende. Man braucht hier also vor allem Kraft aber auch nichts zu fettes, also die Rensch-Orgel passt da ganz gut rein.

Bei Gelegenheit gibts auf der Homepage auch mal mehr Bilder und Infos...

Ach so: natürlich brauchen Schmid-Ringe wesentlich weniger Höhe als Teleskophülsen und verrutschen auch nicht ständig (ein Krampf hoch fünf die Teleskophülsen!) weil ja festgeklebt.

Mit dem Scharf und der Zunge wird es so ausgehen, dass wir die Zunge auf die Schleife vom Scharf stellen und das Scharf auf eine kleine Zusatzlade stellen, das hängt damit zusammen, dass der Windkasten des Rückpositivs oben auf der Lade liegt und die Ventile von oben die Kanzellen öffnen, somit haben wir über dem Windkasten Platz für ein ganzes Register, allerdings ein bissel zu wenig Höhe.

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Martin78 @, Freitag, 13. Mai 2011, 09:36 (vor 5594 Tagen) @ Aeolinchen

Ist das die betreffende Orgel?


Sieht nicht so aus, die hat ja weder Rückpositiv noch Kupferprospektpfeifen.

Stimmt, habe ich nicht dran gedacht. Immerhin steht sie auch in Brackenheim, wo Michael wohnt, und ist lt. Wikipedia auch 1964 gebaut...

Quinte umbauen - brauche Meinungen

tiratutti @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 17:37 (vor 5595 Tagen) @ Martin78

Hallo,

Ist das die betreffende Orgel?

es dürfte sich um die Orgel der Georgskirche in Hausen an der Zaber handeln. Zumindest passen dort Erbauer, Baujahr und Registerzahl.

Grüße von tiratutti

Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Donnerstag, 12. Mai 2011, 17:19 (vor 5595 Tagen) @ Subkoppel II - I

Ja, wir haben sogar zwei Tremulanten im HW und im RP.

Auf keinen Fall soll da so eine pseudo-romantische Oboe hinein. Das Instrument soll seinen Charakter 1964 auf jeden Fall behalten, ich glaube die alten Pfeifen vom Baßzink hat damals der Posaunenchor verkloppt (ja, so geht das zu in der Gemeinde), sonst könnte man die wieder einbauen gegen den Gedecktbaß.

Ich gehe sogar soweit, daß ich zu einem gebrauchten Zungenregister der 50er bis 70er tendiere, eine (z. B.) Laukhuff-Zunge aus einem abgängigen Instrument.

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Subkoppel II - I @, Donnerstag, 12. Mai 2011, 18:30 (vor 5595 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von Subkoppel II - I, Donnerstag, 12. Mai 2011, 18:49

... ich glaube die alten Pfeifen vom Baßzink hat damals der Posaunenchor verkloppt (ja, so geht das zu in der Gemeinde), sonst könnte man die wieder einbauen gegen den Gedecktbaß.

... dafür sollte man den Posaunenchor verkloppen!

Ich gehe sogar soweit, daß ich zu einem gebrauchten Zungenregister der 50er bis 70er tendiere, eine (z. B.) Laukhuff-Zunge aus einem abgängigen Instrument.

Warum nicht, das habe ich auch gemacht.
Manche finden das sicher "barbarisch" und sagen: "Wie kann man nur".
Aber was solls, wenn die Gebraucht-Zunge am Ende gut klingt!
Man muß natürlich Glück und einen fähigen Orgelbauer haben.

Meine Schalmey habe ich (jetzt bitte kein Herzinfarkt!) bei e-bay als "Trichterregal 4' " ersteigert (aus Bad Bergzabern/Pfalz).
Rein zufällig hat etwas später unser Orgelbauer eine fast baugleiche "Schalmey 8' " in einer Düsseldorfer Kirche zum 4' umgebaut und konnte uns die tiefe Oktave überlassen. Die tiefsten Pfeifen wurden gekröpft, die Rasterlöcher angepasst, die Intonation genial angeglichen, die Registerwippe erneuert und schon hatte ich eine Zunge im RP, wie ich sie mir lange gewünscht habe.

[image]

"Geopfert" habe ich übrigens leichten Herzens eine "Vox Humana 8" die ständig verstimmt und mit Tremulant wie ein quakender Frosch geklungen hat.

Die ganze Aktion mit der Schalmey lag so bei 3.000 €.
Vom gesparten Geld konnten wir dann noch eine Subkoppel II - I einbauen.

Gruß,
Subkoppel II - I

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Tabernakelwanze @, Niederrhein, Freitag, 13. Mai 2011, 14:06 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

Wenn das Instrunment seinen ursprünglichen Charakter behalten soll, schlage ich vor, es so zu belassen wie es ist. Wenn bei jeder Reinigung einer Orgel auch gleich Dispositionsänderungen stattfinden, kann das auch leicht zu Verstümmelungen führen. Ich oute mich hiermit als Gegner solcher Eingriffe. Die Geschichte lehrt uns doch, was dabei herumkommt. Wie groß ist das Bedauern, über Umbauten an heute historischen Instrumenten. Ich für meinen Teil kann nur sagen: So lange ich an meiner jetzigen Orgel Dienst tue, wird außer Stimmen und Reinemachen nix gemacht.

Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Freitag, 13. Mai 2011, 15:01 (vor 5594 Tagen) @ Tabernakelwanze

Mo-Ment!

Ich habe mich von vorneherein dafür verbürgt, dass die Orgel ihren Stil von 1964 behält und alle ab jetzt gemachten Veränderungen ausdrücklich reversibel gestaltet werden.

Zun unseren Plänen muss man folgendes erläutern:
- Die Quinte (um die es hauptsächlich geht) ist eine Zutat von 1984 (oder 87 oder 88, so genau weiß das lustigerweise keiner mehr), genauso wie der Octavbaß.

- Die zusätzliche Zunge im RP kann der Raum einfach "vertragen" und die Orgel eigentlich auch; man merkt dem Instrument schon an, dass die Gemeinde drei Jahre vor der Orgel gerade das neue Kirchenschiff eingeweiht hatte. Es wird keinesfalls für diese Zunge ein Register geopfert, allenfalls aus Windtechnischen Gründen auf der Windlade umgestellt.

- Der Austausch der Kunstoffteile und der Teleskophülsen durch Teile heutigen Standards sowie ein beledern der Ventile (da ist z. Zt. ein Filz drauf, der immer schmaler wird - gelegentliche Heuler!) sind der vergangenen Haltbarkeit der 1964 verwendeten Materialien geschuldet

- Die Midi-Schnittstellen schließlich sind der aktuellen Musikpraxis geschuldet ("neue" Lieder können direkt vom Orgelspieltisch per Synthesizer oder Soundmodul begleitet werden, bisher habe ich da oben ein Keyboard neben de Spieltisch) und der Experimentierfreudigkeit des aktuellen Organisten bis hinzum Abschnittsweisen musizieren einer Frescobaldi-Toccata abschnittsweise wechselnd auf Orgel und Sythesizer oder auch mal dem Unterlegen einer Bach-Fuge (in diesem Falle war es "nur" BWV 549) mit den Beats aus dem Rythmus-Automaten des Keyboards... - steinigt mich dafür!

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Friedrich @, Freitag, 13. Mai 2011, 15:24 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

... oder auch mal dem Unterlegen einer Bach-Fuge (in diesem Falle war es "nur" BWV 549) mit den Beats aus dem Rythmus-Automaten des Keyboards... - steinigt mich dafür!

Kein Problem, wird sofort erledigt!
*dickebrockensuch*
Friedrich

Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Freitag, 13. Mai 2011, 16:05 (vor 5594 Tagen) @ Friedrich

"... dieses Stück Heilbutt wäre gerade groß genug für Jehova gewesen ..."
Steinigung

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Subkoppel II - I @, Freitag, 13. Mai 2011, 16:11 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

Mo-Ment!

Ich habe mich von vorneherein dafür verbürgt, dass die Orgel ihren Stil von 1964 behält und alle ab jetzt gemachten Veränderungen ausdrücklich reversibel gestaltet werden.

Dem schließe ich mich an wenn gewährleistet ist, daß ausgebaute Register oder andere Originalteile fachgerecht (auf Jahrzehnte !) so gelagert werden , daß sie vor Unbefugten geschützt sind (und nicht vom Posaunenchor "verkloppt" oder von den Pfadfindern verheizt werden können).

Die Vox Humana konnte ich bei uns in der Orgel verstecken und die Rasterlöcher sind mit Filz angepasst worden. So kann man ohne großen Aufwand den Originalzustand wieder herstellen.
Der Vorschlag der "reversiblen Änderung" kam erstaunlicherweise von einem "fremden" Orgelbauer. Die Orgelfirma aus deren Werstatt die Orgel stammt hätte, laut Angebot, ohne Skrupel die Pfeifenstöcke, Raster und Stellbretter komplett erneuert.

Was den typischen Zeit-Stil einer Orgel angeht, so war es doch in den 50er/60er Jahren so, daß aus Kostengründen (gerade bei kleineren Instrumenten) der Einbau mancher Register auf spätere Generationen vertagt wurde. Man tut dem Instrument also nichts Böses an, wenn man einen Prinzipalbass oder die eine oder andere Zunge hinzufügt.

Meint grüßend,
Subkoppel II - I

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Aeolinchen, Donnerstag, 12. Mai 2011, 17:26 (vor 5595 Tagen) @ Subkoppel II - I

Weshalb "Absenken der Pfeifenstöcke"?

Ich schätze mal, weil die Filzringe weniger Spieraum nach oben vertragen als die bisherigen Teleskophülsen.

Midifizierung

tiratutti @, Freitag, 13. Mai 2011, 10:24 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

Hallo,

Wer kennt außerdem ein kompaktes (und kostengünstiges) System um aus Manualen und Pedalen ein Midi-Signal zu erhalten - wenn ich mir die ganzen Midi-Fähigen Keyboards im Budget-Bereich ansehe, kann das doch nicht die Welt sein?

eventuell wirst Du bei Wira fündig. Eigene Erfahrungen habe ich damit aber keine.

Lötkolbengrüße von tiratutti

Midifizierung

Unda Maris ⌂, nahe Hamburg, Freitag, 13. Mai 2011, 20:44 (vor 5593 Tagen) @ tiratutti

Eine 2 manualige, mechanische Orgel samt Pedal mittels Hallsensoren zu midifizieren (ohne Registersteuerung u.Ä.), kostet an Material etwa 1250 Euro. Zu beziehen z.B. HIER. Insbesondere das Einpassen der Nord-Magnete an den Tastenenden und die Feinjustage derselbigen sollte man einem Fachmann überlassen!
Hier auch ein interessanter Erfahrungsbericht eines Heimorgelbauers

Quinte umbauen - brauche Meinungen

KarlM, Freitag, 13. Mai 2011, 16:21 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

Hallo,
was sagt eigentlich der zuständige OSV und die Werkstätte Rensch zu deinem Problem?
Die müßten das doch kompetent beurteilen können und dich beraten können.
Grüße Karl

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Subkoppel II - I @, Freitag, 13. Mai 2011, 17:02 (vor 5594 Tagen) @ KarlM

Hallo,
was sagt eigentlich der zuständige OSV und die Werkstätte Rensch zu deinem Problem?
Die müßten das doch kompetent beurteilen können und dich beraten können.
Grüße Karl

Die Kompetenz unseres OSV hätte mir eine 08/15-Oboe im SW und ein abgesägtes Krummhorn 8' im 2'-RP-Gehäuse eingebracht. Und die Gemeinde wäre um 10.000 € ärmer gewesen.
Durch eigene Planung habe ich für die Hälfte eine schöne Schalmey und eine Subkoppel bekommen, die mir auch noch eine 16'-Zungenstimme im SW beschert.
Soviel zu OSV.

Gruß,
Subkoppel II - I

Quinte umbauen - brauche Meinungen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Freitag, 13. Mai 2011, 18:25 (vor 5594 Tagen) @ Subkoppel II - I

Hallo,
was sagt eigentlich der zuständige OSV und die Werkstätte Rensch zu deinem Problem?
Die müßten das doch kompetent beurteilen können und dich beraten können.
Grüße Karl


Die Kompetenz unseres OSV hätte mir eine 08/15-Oboe im SW und ein abgesägtes Krummhorn 8' im 2'-RP-Gehäuse eingebracht. Und die Gemeinde wäre um 10.000 € ärmer gewesen.
Durch eigene Planung habe ich für die Hälfte eine schöne Schalmey und eine Subkoppel bekommen, die mir auch noch eine 16'-Zungenstimme im SW beschert.
Soviel zu OSV.

Gruß,
Subkoppel II - I

Den Orgelsachverständigen fragen wir "später" (im Moment muss der Turm und dessen Dachgestühl fertiggemacht werden - Spenden fast komplett, dann kommen die Bänke aus der Kirche, der Holzboden dazu, ein Kunstahrz-Marmor rein und eine Fußbodenheizung drunter und Stühle drauf - soll angeblich schon durch irgendwelche Zuschüsse bezahlt sein), im Übrigen glaube ich nicht, dass wir da schlechten Rat bekommen. Zuständig ist laut Oberkirchenrat ein Herr aus Schwäbisch Hall aus dessen Feder auch so mancher pfiffiger Prospektentwurf stammt. Unser Pfarrer hat m. W. schon ersten Kontakt aufgenommen.

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Friedrich @, Freitag, 13. Mai 2011, 18:33 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

... Zuständig ist laut Oberkirchenrat ein Herr aus Schwäbisch Hall aus dessen Feder auch so mancher pfiffiger Prospektentwurf stammt. Unser Pfarrer hat m. W. schon ersten Kontakt aufgenommen.

Ach ja richtig, der Herr Schiller oder Kleist oder wie der heißt ...

Gruß,
Friedrich

Berichte über Schimmelbefall war Quinte umbauen

Subkoppel II - I @, Freitag, 13. Mai 2011, 19:15 (vor 5594 Tagen) @ Friedrich

... Zuständig ist laut Oberkirchenrat ein Herr aus Schwäbisch Hall aus dessen Feder auch so mancher pfiffiger Prospektentwurf stammt. Unser Pfarrer hat m. W. schon ersten Kontakt aufgenommen.


Ach ja richtig, der Herr Schiller oder Kleist oder wie der heißt ...

Gruß,
Friedrich

Vom Herrn Schiller gibt es einen guten Fachbericht über "Schimmel in Orgeln".
Gut geeignet zur Vorlage beim Kirchenvorstand oder Prebiterium um Geld für die Orgel locker zu machen.

Noch mehr über Schimmelbefall in Orgeln hier.

Gruß,
Subkoppel II - I

Quinte umbauen - brauche Meinungen

KarlM, Sonntag, 15. Mai 2011, 15:28 (vor 5592 Tagen) @ Subkoppel II - I

Hallo Subkoppel,
aber in diesem Fall ist der zuständige OSV sehr kompetent,
er ist ein Stückchen weg in einer Schw. Klein- und Kreisstadt,
bekannt durch das "Theater auf der Kirchentreppe" und das
Industriellenmuseum von Fa. W.
Grüße Karl

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Subkoppel II - I @, Freitag, 13. Mai 2011, 16:48 (vor 5594 Tagen) @ MichaelS

Liebe Forums-Kollegen,

unsere nette kleine Rensch-Orgel aus dem Jahre 1964 muss und soll in nächster Zeit (ca. 2 Jahre) ausgereinigt und überholt werden.
Die aktuelle Disposition lautet:

Hauptwerk (II):
Kupferprästant 8´
Rohrflöte 8´
Oktave 4´
Blockflöte 2´
Sesquialter II 2 2/3´
Mixtur IV 2´

Rückpositiv (I):
Gedeckt 8´
Hohlflöte 4´ (Prospekt)
Principal 2´
*Quinte 1 1/3´, ab kleinG 2 2/3´
Scharf IV 2/3´

Pedal:
Subbaß 16´
*Octavbaß 8´
Gedecktbaß 8´
Choralbaß 4´+2´
Trompete 8´

Hallo,
auf der Rensch-Home-Page hat man den Choralbass unterschlagen.

[image]

Was bedeutet eigentlich " Choralbaß 4´+2´ " ?

Gruß,
Subkoppel II - I

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Aeolinchen, Freitag, 13. Mai 2011, 18:00 (vor 5594 Tagen) @ Subkoppel II - I

Was bedeutet eigentlich " Choralbaß 4´+2´ " ?

Na, das ist ein Choralbass, der aus einer 4'- und einer 2'-Reihe besteht. Sowas wurde in den 1960er, 1970er Jahren überaus häufig gebaut. Manchmal auch unter der Bezeichnung "Piffaro".

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Subkoppel II - I @, Freitag, 13. Mai 2011, 18:05 (vor 5594 Tagen) @ Aeolinchen

Was bedeutet eigentlich " Choralbaß 4´+2´ " ?


Na, das ist ein Choralbass, der aus einer 4'- und einer 2'-Reihe besteht. Sowas wurde in den 1960er, 1970er Jahren überaus häufig gebaut. Manchmal auch unter der Bezeichnung "Piffaro".

Danke!
Piffaro bin ich schon begegnet, aber ChB 4+2 war mir völlig unbekannt.
Forum lesen bildet !!!

Gruß,
Subkoppel II - I

Quinte umbauen - brauche Meinungen

SlowOrg @, Maribor, Freitag, 13. Mai 2011, 18:49 (vor 5594 Tagen) @ Subkoppel II - I

So wie ich die Sache kenne - muss aber nicht in allen Fällen so gebaut worden sein -, ist ein Choralbass 4’+2’ so konstruiert, dass man zunächst die 4’-Reihe als Vorabzug allein spielen kann und, wenn man mehr braucht, das Register einfach ganz rauszieht. Im Prinzip bekommt man auf diese Weise so etwas wie eine tiefe kleine Pedalmixtur (natürlich ohne Repetitionen).

M

Vorabzug war Quinte umbauen

Subkoppel II - I @, Freitag, 13. Mai 2011, 19:34 (vor 5594 Tagen) @ SlowOrg

So wie ich die Sache kenne - muss aber nicht in allen Fällen so gebaut worden sein -, ist ein Choralbass 4’+2’ so konstruiert, dass man zunächst die 4’-Reihe als Vorabzug allein spielen kann und, wenn man mehr braucht, das Register einfach ganz rauszieht. Im Prinzip bekommt man auf diese Weise so etwas wie eine tiefe kleine Pedalmixtur (natürlich ohne Repetitionen).

M

Das ist sehr interressant für mich!
In einer alten Disposition einer unserer Vorgänger-Orgeln (1877) ist vermerkt, daß eine Oktav 2' und eine Quinte 2 2/3' auf einer Schleife stehen.
Da sie als einzelne Register aufgeführt und nicht als "Rauschquinte" bezeichnet werden, könnte es sich da auch um einen Vorabzug handeln?

fragt,
Subkoppel II - I

Vorabzug war Quinte umbauen

Aeolinchen, Freitag, 13. Mai 2011, 19:42 (vor 5594 Tagen) @ Subkoppel II - I

Das ist sehr interressant für mich!
In einer alten Disposition einer unserer Vorgänger-Orgeln (1877) ist vermerkt, daß eine Oktav 2' und eine Quinte 2 2/3' auf einer Schleife stehen.
Da sie als einzelne Register aufgeführt und nicht als "Rauschquinte" bezeichnet werden, könnte es sich da auch um einen Vorabzug handeln?

Das glaub ich weniger. Ich meine, sowas schon öfter gelesen zu haben, gerade bei Orgeln aus der 2. Hälfte 19. Jh. Anscheinend hat man damals solche zweifachen Register gern mal als "Quint & Octav" bezeichnet.

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Orgelbaumeister, Samstag, 14. Mai 2011, 21:03 (vor 5592 Tagen) @ SlowOrg

Falls es nocht nicht nach Slovenien durchgedrungen sein sollte:
Pedalmixturen repetieren grundsätzlich nicht!!!

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Karsten, Samstag, 14. Mai 2011, 21:05 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister

Falls es nocht nicht nach Slovenien durchgedrungen sein sollte:
Pedalmixturen repetieren grundsätzlich nicht!!!

Das könnte verwendete "natürlich" erklären...

Gruß
Karsten

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Aeolinchen, Samstag, 14. Mai 2011, 21:33 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister
bearbeitet von Aeolinchen, Samstag, 14. Mai 2011, 21:37

Falls es nocht nicht nach Slovenien durchgedrungen sein sollte:
Pedalmixturen repetieren grundsätzlich nicht!!!

Es gibt allerdings schon welche, die repetieren:
http://www.albany.edu/piporg-l/alkmaar.html


Diese Orgel hat auch eine...

Quinte umbauen - brauche Meinungen

Florian-L, Sonntag, 15. Mai 2011, 07:31 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister

Falls es nocht nicht nach Slovenien durchgedrungen sein sollte:
Pedalmixturen repetieren grundsätzlich nicht!!!

Wie darf man diesen hämischen Kommentar auffassen?

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Repetierende Pedalmixturen

tiratutti @, Sonntag, 15. Mai 2011, 12:36 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister

Hallo,

Falls es nocht nicht nach Slovenien durchgedrungen sein sollte:
Pedalmixturen repetieren grundsätzlich nicht!!!

auch bei meiner Orgel repetiert im Pedal der Hintersatz 2 2/3' zweimal.
Wenn man mir bitte mitteilen könnte, wer sich hinter "Orgelbaumeister" verbirgt? Danke.

Grüße von tiratutti

Repetierende Pedalmixturen

Orgelbaumeister, Sonntag, 15. Mai 2011, 14:49 (vor 5592 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

wo denn bitte repetiert denn der Hintersatz? Eine Pedalmixtur ist eigentlich für den cantus-firmus konstruiert. Gerade weil der Hintersatz auf 2 2/3' steht, ist im Pedal keine Repetition erwünscht.

Ich erwarte erst einmal plausible Erklärungen warum eine Pedalmixtur repetieren sollte.

Grüße

Repetierende Pedalmixturen

Friedrich @, Sonntag, 15. Mai 2011, 15:47 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister

Eine Pedalmixtur ist eigentlich für den cantus-firmus konstruiert. Gerade weil der Hintersatz auf 2 2/3' steht, ist im Pedal keine Repetition erwünscht. Ich erwarte erst einmal plausible Erklärungen warum eine Pedalmixtur repetieren sollte.

Das alles wäre mir neu. Erstens sind offensichtlich Repetitionen doch hier und da erwünscht. Zweitens hat eine Cantus-firmus-Mixtur auf 2 2/3' m. E. wenig Sinn, denn sie würde den 8' stützen; für Bass- und Tenor-Cantus-firmi sind im Pedal allerdings traditionell anderen Klänge vorgesehen, nämlich Posaune und Trompete, und das aus gutem Grund, nämlich der Durchsetzungsfähigkeit wegen. Es gibt tatsächlich C.-f.-Mixturen -- z. B. in Kraus' Orgeln --, aber die sind normalerweise 4'-bezogen.

Im Übrigen hat eine Pedalmixtur denselben Zweck wie eine solche im Manual, nämlich den Prinzipalchor zu bekrönen; besonders schön kommt sie für meine Ohren in Pedalsoli zur Geltung. Deswegen gibt es, je nach Epoche, Gegend und Klangstil, auch alles von 5 1/3'- bis hin zu 1'-Pedalmixturen, und manche von denen repetieren eben. Sicher wäre eine Repetition bei einem 4-fachen Hintersatz 2 2/3' nicht nötig, weil kein Chor so hoch geführt würde, dass er die Hörgrenze überschreitet. Aber wenn ein lebhafter, komplexer Pedal-Plenumklang gewünscht ist -- warum sollte dann die Mixtur nicht repetieren? Wie viele Manualmixturen repetieren 30 Töne lang nicht?

Gruß,
Friedrich

Repetierende Pedalmixturen

FranzS. @, Sonntag, 15. Mai 2011, 15:49 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister

Hallo,

wo denn bitte repetiert denn der Hintersatz? Eine Pedalmixtur ist eigentlich für den cantus-firmus konstruiert. Gerade weil der Hintersatz auf 2 2/3' steht, ist im Pedal keine Repetition erwünscht.

Ich erwarte erst einmal plausible Erklärungen warum eine Pedalmixtur repetieren sollte.

Grüße

Ah geh?,

jetzt weiß ich endlich, warum Riepp, Egedacher, Brandenstein und Weiß immer Pedalmixturen gebaut haben. Man spielte im katholischen Süddeutschland den C.f. im Pedal (könnte schwierig werden weils meistens nur bis a geht und das ganze Pedal oftmals ab c repetiert).

Repetierende Pedalmixturen

Aeolinchen, Sonntag, 15. Mai 2011, 16:54 (vor 5592 Tagen) @ FranzS.

Hallo,

wo denn bitte repetiert denn der Hintersatz? Eine Pedalmixtur ist eigentlich für den cantus-firmus konstruiert. Gerade weil der Hintersatz auf 2 2/3' steht, ist im Pedal keine Repetition erwünscht.

Ich erwarte erst einmal plausible Erklärungen warum eine Pedalmixtur repetieren sollte.

Grüße


Ah geh?,

jetzt weiß ich endlich, warum Riepp, Egedacher, Brandenstein und Weiß immer Pedalmixturen gebaut haben. Man spielte im katholischen Süddeutschland den C.f. im Pedal (könnte schwierig werden weils meistens nur bis a geht und das ganze Pedal oftmals ab c repetiert).

Mal ohne Ironie: Ich halte es für gar nicht mal so abwegig, dass in Süddeutschland auch mal ein langsamer Cantus firmus im Pedal gespielt wurde. Muss mal nach Quellen suchen...

Interessanterweise stammt der "Choralbass" (als Pedalmixtur) aus Süddeutschland. Roland Eberlein ("Orgelregister", Siebenquart/Köln 2009) schreibt dazu:

"Der Choralbaß als gemischte Stimme geht zurück auf Joseph Gabler. Dieser baute 1739-43 in der Chororgel der Abteikirche Weingarten anstelle einer Pedalmixtur einen Choral-Bass 10-15f. 4', ebenso 1751-55 in der Chororgel der Abteikirche Zwiefalten einen Choralbaß 15f. 4' und 1768-71 in Bregenz, St. Gallus einen Coral Baß 4-5f. 4' (Mayr, Joseph Gabler 74 + 104; Manecke/Mar, Alb-Donau-Kreis, 163; Acta Organologica 8, 1974, 55). In einem frühen, unausgeführten Entwurf für die Chororgel der Abteikirche Zwiefalten sollte der Choralbaß zwölffach sein und aus C aus den Reihen bestehen: 2x4' + 2 2/3' + 2x2' + 1 1/3' + 3x1' + 2x4/5', auf c sollte das Register in der Oktave repetieren (Mayr, Joseph Gabler, 210)."

Repetierende Pedalmixturen

schnitgers.anderer.erbe, Sonntag, 15. Mai 2011, 20:10 (vor 5591 Tagen) @ Aeolinchen

wo ja gerade Gabler bei der Mensuration so ein ausgesprochener Fuchs war und in keinster Weise zu "verschrobenen" Extravaganzen neigte...ein für wahr repräsentatives Beispiel ;) *Ironie aus*

Repetierende Pedalmixturen

Aeolinchen, Montag, 16. Mai 2011, 15:19 (vor 5591 Tagen) @ schnitgers.anderer.erbe

wo ja gerade Gabler bei der Mensuration so ein ausgesprochener Fuchs war und in keinster Weise zu "verschrobenen" Extravaganzen neigte...ein für wahr repräsentatives Beispiel ;) *Ironie aus*

Bei allen verschrobenen Extravaganzen: Den Choralbass haben ihm einige nachgemacht (bitte selber bei Eberlein nachlesen, Seite 78).

Und wieder ohne Ironie: Im Vergleich zum sonstigen regionalen Umfeld ("internationale Größen" wie Riepp mal ausgenommen) war Gabler möglicherweise sogar ein ausgesprochener Fuchs...

Repetierende Pedalmixturen

FranzS. @, Sonntag, 15. Mai 2011, 20:36 (vor 5591 Tagen) @ Aeolinchen
bearbeitet von FranzS., Sonntag, 15. Mai 2011, 20:58


Mal ohne Ironie: Ich halte es für gar nicht mal so abwegig, dass in Süddeutschland auch mal ein langsamer Cantus firmus im Pedal gespielt wurde. Muss mal nach Quellen suchen...

Hallo,
könnte schon möglich sein. Ob das sehr oft passiert ist wage ich zu bezweifeln. Falls das die gängige Praxis gewesen wäre, hätte dies sicherlich Einfluss auf den Pedalumfang nach oben hin gehabt.


Interessanterweise stammt der "Choralbass" (als Pedalmixtur) aus Süddeutschland. Roland Eberlein ("Orgelregister", Siebenquart/Köln 2009) schreibt dazu:

"Der Choralbaß als gemischte Stimme geht zurück auf Joseph Gabler. Dieser baute 1739-43 in der Chororgel der Abteikirche Weingarten anstelle einer Pedalmixtur einen Choral-Bass 10-15f. 4', ebenso 1751-55 in der Chororgel der Abteikirche Zwiefalten einen Choralbaß 15f. 4' und 1768-71 in Bregenz, St. Gallus einen Coral Baß 4-5f. 4' (Mayr, Joseph Gabler 74 + 104; Manecke/Mar, Alb-Donau-Kreis, 163; Acta Organologica 8, 1974, 55). In einem frühen, unausgeführten Entwurf für die Chororgel der Abteikirche Zwiefalten sollte der Choralbaß zwölffach sein und aus C aus den Reihen bestehen: 2x4' + 2 2/3' + 2x2' + 1 1/3' + 3x1' + 2x4/5', auf c sollte das Register in der Oktave repetieren (Mayr, Joseph Gabler, 210)."

Wie Friedrich schon erwähnt hat, ließ Kraus oft Choralbässe 4+irgendwas bauen. Mixturencharakter haben die eher nicht, weil der +irgendwas sehr dezent gehalten ist. Der für seine unorthodoxen litugischen Improvisationen und Kompositionen bekannte Kraus hatte einfach auch gern was farbiges für den Pedal C. f. (haarscharf an der Realität vorbei; der örgelnde niederbayerische Lehrerorganist konnte später mit dem 4+ 1 1/3 natürlich gar nichts anfangen) Interessant wäre natürlich schon, was sich Gabler dabei gedacht hat.

Grüße Franz

Repetierende Pedalmixturen

Aeolinchen, Montag, 16. Mai 2011, 05:36 (vor 5591 Tagen) @ FranzS.


Mal ohne Ironie: Ich halte es für gar nicht mal so abwegig, dass in Süddeutschland auch mal ein langsamer Cantus firmus im Pedal gespielt wurde. Muss mal nach Quellen suchen...


Hallo,
könnte schon möglich sein. Ob das sehr oft passiert ist wage ich zu bezweifeln. Falls das die gängige Praxis gewesen wäre, hätte dies sicherlich Einfluss auf den Pedalumfang nach oben hin gehabt.

Warum eigentlich? So einen großen Umfang hat doch ein Cantus firmus normalerweise nicht. Mit einem Umfang von C-e lässt sich praktisch alles spielen, jedenfalls in den damals üblichen Tonarten.

Wie Friedrich schon erwähnt hat, ließ Kraus oft Choralbässe 4+irgendwas bauen. Mixturencharakter haben die eher nicht, weil der +irgendwas sehr dezent gehalten ist. Der für seine unorthodoxen litugischen Improvisationen und Kompositionen bekannte Kraus hatte einfach auch gern was farbiges für den Pedal C. f. (haarscharf an der Realität vorbei; der örgelnde niederbayerische Lehrerorganist konnte später mit dem 4+ 1 1/3 natürlich gar nichts anfangen)

Ähnlich ist das mit Bornefelds Choralbässen 4' + 2' + 1 1/3'. Die klingen auch nicht wirklich nach "Mixtur".
Das, was bei Kraus zur Mixtur fehlt, hat er dann oft in einem zweiten Pedalregister untergebracht, also z. B. Choralbass 4' + 1 1/3' und dann noch einen Rauschbass 2 2/3' + 2' + 1' daneben.
Bei Supper habe ich mal irgendwo die Kombination Piffaro 4' + 2' und Choralbass 2 2/3' + 1 1/3' + 1' gesehen.

Repetierende Pedalmixturen

FranzS. @, Montag, 16. Mai 2011, 08:01 (vor 5591 Tagen) @ Aeolinchen
bearbeitet von FranzS., Montag, 16. Mai 2011, 08:05

Warum eigentlich? So einen großen Umfang hat doch ein Cantus firmus normalerweise nicht. Mit einem Umfang von C-e lässt sich praktisch alles spielen, jedenfalls in den damals üblichen Tonarten.

ja das stimmt schon. Jedoch repetiert ja oftmals das ganze Pedal ab c, zumindest bei mittelgroßen Orgeln (die durchaus auch Pedalmixturen hatten). Anders könnte es in den großen Klosterkirchen ausgesehen haben, die waren da schon immer besser ausgestattet und bessere Organisten waren die Mönche wohl auch. Da könnte ich mir eher eine solche Praxis vorstellen.

Das, was bei Kraus zur Mixtur fehlt, hat er dann oft in einem zweiten Pedalregister untergebracht, also z. B. Choralbass 4' + 1 1/3' und dann noch einen Rauschbass 2 2/3' + 2' + 1' daneben.

oder er hats gleich so gemacht:

Choralbass 4
Flachflöte 2 + 1
Großzink 5 1/3 + 2 2/3 + 1 3/5
Rauschquinte 2 + 1 1/3

Grüße Franz

Repetierende Pedalmixturen

tiratutti @, Sonntag, 15. Mai 2011, 16:10 (vor 5592 Tagen) @ Orgelbaumeister

Hallo,

wo denn bitte repetiert denn der Hintersatz?

Aufnahme der Mixturrepetitionen vom 9.9.1995:
Pedal: Hintersatz 4f.
C 12 15 19 22
H 8 12 15 19
h° 5 8 12 15
Deutsche Schreibweise:
C 2²/3' 2' 1¹/3' 1'
H 4' 2²/3' 2' 1¹/3'
h° 5¹/3' 4' 2²/3' 2'

Eine Pedalmixtur ist eigentlich für den cantus-firmus konstruiert. Gerade weil der Hintersatz auf 2 2/3' steht, ist im Pedal keine Repetition erwünscht.

Nicht erwünscht klingt doch schon viel versöhnlicher als grundsätzlich nicht.

Ich erwarte erst einmal plausible Erklärungen warum eine Pedalmixtur repetieren sollte.

Oha, eine Diversion (Kunstgriff 29 der eristischen Dialektik von Schopenhauer):

Merkt man, dass man geschlagen wird; so macht man eine Diversion: d. h. fängt mit einem Male von etwas ganz anderm an, als gehöre es zur Sache und wäre ein Argument gegen den Gegner. Dies geschieht mit einiger Bescheidenheit wenn die Diversion doch noch überhaupt das thema quaestionis betrifft; unverschämt, wenn es bloß den Gegner angeht und gar nicht von der Sache redet.

Grüße von tiratutti

Repetierende Pedalmixturen

schnitgers.anderer.erbe, Sonntag, 15. Mai 2011, 20:04 (vor 5591 Tagen) @ tiratutti

wunderschön! Jetzt kann ich beruhigt ins Bett gehen, nachdem ich gut gelacht habe. Ja Schopenhauer...

Repetierende Pedalmixturen

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Sonntag, 15. Mai 2011, 21:52 (vor 5591 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

geistreiche Repliken machen mir immer Freude; auch bei rezidivierenden Pedalmixturen! Da gehe ich nicht zu Bett sondern tue mir ein Pils!

Noch von Bach, Händel, Rheinberger und vor allem viel Ritter umweht - dazu mehr morgen - grüßt in die Nacht Clemens Schäfer

--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

Repetierende Pedalmixturen

Subkoppel II - I @, Montag, 16. Mai 2011, 12:24 (vor 5591 Tagen) @ Clemens Schäfer

Hallo,

geistreiche Repliken machen mir immer Freude; auch bei rezidivierenden Pedalmixturen! Da gehe ich nicht zu Bett sondern tue mir ein Pils!

Noch von Bach, Händel, Rheinberger und vor allem viel Ritter umweht - dazu mehr morgen - grüßt in die Nacht Clemens Schäfer


[image]
Als Dortmunder macht es mich stolz, daß in Düsseldorf Ritter-Pils getrunken wird !!!

Patriotisch grüßt,
noch immer BVB umweht
Subkoppel II - I

Repetierende Pedalmixturen

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Montag, 16. Mai 2011, 14:37 (vor 5591 Tagen) @ Subkoppel II - I

*lach*

da wird Sie aber schwer enttäuschen, daß ich beim Bier sehr auf Orgelbezug achte: Die Sorte muß schon vom Standort eines lange berühmten Orgelbauers sein. Darauf schwör ich Stein und Meyer!

Aber dem BVB sei die Meisterschaft herzlich gegönnt! Clemens Schäfer

--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

Repetierende Braumixturen

Friedrich @, Montag, 16. Mai 2011, 15:09 (vor 5591 Tagen) @ Clemens Schäfer
bearbeitet von Friedrich, Montag, 16. Mai 2011, 15:25

da wird Sie aber schwer enttäuschen, daß ich beim Bier sehr auf Orgelbezug achte: Die Sorte muß schon vom Standort eines lange berühmten Orgelbauers sein. Darauf schwör ich Stein und Meyer!

So geht's mir auch. Meins beziehe ich ausschließlich von einem Ort, an dem einst ein Silbermann stand (nunmehro ein Schwarz) und der auch eindeutig On-topic heißt ("Die Orgel ist ein Blasienstrument").

Prost!
Friedrich

Repetierende Braumixturen

aristidecc, Dienstag, 17. Mai 2011, 09:16 (vor 5590 Tagen) @ Friedrich

Leider gibt es kein Canstatter Hofbräu - dafür das am späteren Standort des Hoforgelbauers:

http://www.rossknecht.net/ludwigsburg/index.html

Hätte E.F. vielleicht gefallen - wer weiß.

***********************************************************

Oder das hier, dem anderen großen, in Paris:

http://www.oneilbar.fr/

direkt bei St. Sulpice, für Pariser Verhältnisse, im Haus gebrautes, gutes und
bezahlbares Bier.

Santé

Repetierende Braumixturen

MichaelS ⌂ @, Brackenheim, Dienstag, 24. Mai 2011, 19:50 (vor 5582 Tagen) @ Friedrich

da wird Sie aber schwer enttäuschen, daß ich beim Bier sehr auf Orgelbezug achte: Die Sorte muß schon vom Standort eines lange berühmten Orgelbauers sein. Darauf schwör ich Stein und Meyer!


So geht's mir auch. Meins beziehe ich ausschließlich von einem Ort, an dem einst ein Silbermann stand (nunmehro ein Schwarz) und der auch eindeutig On-topic heißt ("Die Orgel ist ein Blasienstrument").

Prost!
Friedrich

d´accord - schließlich müssen wir die Staatsbrauerei unterstützen!

powered by my little forum