Registerbetätigung
Florian-L, Freitag, 06. Mai 2011, 10:38 (vor 5601 Tagen)
Hallo!
Da das Thema weiter unten zur Sprache gekommen ist:
Welche Art der Registerbetätigung bevorzugt ihr und warum?
Sollen es Züge sein (auch bei elektrischer Registertraktur) oder Wippen?
Große anglo-amerikanische Spieltische sind meistens normiert und weisen Züge für die Registerbetätigung und Wippen für die Koppeln auf. Stellen diese Spieltische das Optimum dar?
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Registerbetätigung
Karl-Bernhardin Kropf, Freitag, 06. Mai 2011, 11:09 (vor 5601 Tagen) @ Florian-L
Hallo!
Da das Thema weiter unten zur Sprache gekommen ist:
Welche Art der Registerbetätigung bevorzugt ihr und warum?
Sollen es Züge sein (auch bei elektrischer Registertraktur) oder Wippen?
Große anglo-amerikanische Spieltische sind meistens normiert und weisen Züge für die Registerbetätigung und Wippen für die Koppeln auf. Stellen diese Spieltische das Optimum dar?Gruß, Florian
Möglicherweise ja. Mir hat sich nur nicht erschlossen, warum die Kolonnen in den USA nicht wie in England werkweise leicht abgesetzt werden. Bei den großkisten kriegt man ja Flimmern vor den Augen.
Insgesamt würde mich aber Barry's Meinung interessieren, nicht nur, dass er sich Züge bestellt hat, sondern auch viel von der angloamerikanischen Registriertechnik kennt.
Und wir haben ja noch mehr Grenzgänger hier.
Taster: Könnt' ich mich auch extrem drüber aufregen...
Registerbetätigung
Martin78
, Freitag, 06. Mai 2011, 11:42 (vor 5601 Tagen) @ Florian-L
Welche Art der Registerbetätigung bevorzugt ihr und warum?
Sollen es Züge sein (auch bei elektrischer Registertraktur) oder Wippen?
Große anglo-amerikanische Spieltische sind meistens normiert und weisen Züge für die Registerbetätigung und Wippen für die Koppeln auf. Stellen diese Spieltische das Optimum dar?
Ich finde Wippen, evtl. in Kombination mit den halbrunden, ergonomisch geformten Registerstaffeln, die z.B. Klais jahrzehnteland baut(e), sehr praktisch. Aber um Gottes Willen keine Taster, die sind echt nervig :-)
Genau so nervig teilweise noch anzutreffende freie Kombinationen mit den kleinen Kombinationsschaltern nebeneinander - statt übereinander. Trotz unterschiedlichen Farben kann man sich da nur an den Kopf fassen und sich fragen, wer diesen unübersichtlichen Quatsch jemals gut fand.
Welchen Vorteil haben, gerade bei größeren Instrumenten, Züge gegenüber Wippen? Kann mich da jemand aufklären?
LG,
Martin
Registerbetätigung
Orlos, Freitag, 06. Mai 2011, 12:07 (vor 5601 Tagen) @ Martin78
Wenn ich eine Orgel sehr gut kenne, kann ich Züge absolut blind ziehen, ich muss also nicht hinschauen, was bei Wippen wahrscheinlich nicht funktionieren kann. Sehr praktisch fand ich immer Registerwippen über dem 2. Manual (bei 3 Manualen wird es grenzwertig, bei 4 Manualen sind sie mir dann wieder zu weit weg), so hat man immer die aktuelle Einstellung im Blick. Ich habe hier eine hundertjährige Klais-Orgel regelmäßig unter den Fingern, da geht das noch pneumatisch, aber sehr effektiv.
Der Nachteil ist natürlich klar, wenn man mit Registranten arbeiten muss, weil die dann über meine Hände greifen müssen.
Bei der einer anderen hiesigen Orgel sind die mechanischen Registerzüge über dem Notenpult in zwei horizontalen Reihen angeordnet, das ist in der Praxis durchaus sinnvoll, weil man immer das gesamte Klangbild vor Augen hat, während die Anordnung rechts und links immer nur einen Teilbereich zeigen kann. Besonders nervig finde ich dann auch noch die Aufteilung für EIN Werk auf beide Seiten der Spielanlage, da sollten doch besser die Werke zusammenbleiben.
Registerbetätigung
Orgelbaumeister, Freitag, 06. Mai 2011, 12:27 (vor 5601 Tagen) @ Orlos
Hallo Ihr Lieben,
diese Fragen, warum und weshalb, lassen sich nicht einfach so beantworten.
Wir als Orgelbauer haben den wenigsten Einfluss bei Bestellungen. Es wird manchmal nach unserer Meinung gefragt, jedoch haben wir das zu liefern und zu bauen was bestellt wird.
Alles eine Frage des Geschmacks. Der eine findet das, der andere das besser.
Und nicht alles was heute im Orgelbau technisch möglich ist, hat sich als praktikabel und sinnvoll erwiesen. Rein technisch betrachtet bedarf es heutzutage gar keiner Knöpfe, Schalter, Wippen, Züge, etc., mehr.
Es müssen schon bei der Planung und Konstruktion einer Orgel die Platzverhältnisse und das Verhältnis: technischer Aufwand zu den Kosten berücksichtigt werden.
Der Kostenaufwand zwischen einer elektrischen und mechanischen Registertraktur ist nahezu der gleiche.
Ich persönlich bevorzuge die rein mechanische Registertraktur in Verbindung mit einer elektr. Setzeranlage, die sog. Duale- Registertraktur.
In Orgeln mit wenig Platz oder mit frei stehendem Spieltisch der auch nicht viel Platz in Anspruch nehmen soll, sind natürlich die Registerwippen von Vorteil.
Die klassischen Registerzüge sehen einfach elegant und formschön aus. Es kommt eben spezifisch auf die individuelle Situation der Orgel an und was die Organisten/ Orgelsachverständigen wünschen.
Grüße in die Runde
Registerbetätigung
Friedrich
, Freitag, 06. Mai 2011, 13:09 (vor 5601 Tagen) @ Orgelbaumeister
Der Kostenaufwand zwischen einer elektrischen und mechanischen Registertraktur ist nahezu der gleiche.
Ich persönlich bevorzuge die rein mechanische Registertraktur in Verbindung mit einer elektr. Setzeranlage, die sog. Duale- Registertraktur.
Das finde ich beides sehr interessant, auch als Nichtspieler (bevorzuge Wirbel, Stege, Schnecken und Pferdehaar). Ich habe aber vor nicht allzu langer Zeit gehört, dass duale Registertrakturen dazu neigen sollen, über kurz oder lang Schwierigkeiten zu machen, wahrscheinlich mechanische. Hat jemand dazu Meinung und Erfahrung?
Gruß,
Friedrich
Registerbetätigung
Orgelbaumeister, Freitag, 06. Mai 2011, 17:42 (vor 5601 Tagen) @ Friedrich
Hallo,
wenn die duale Registertrakturen handwerklich sauber und mit Liebe zum Detail konstruiert und gebaut sind, gibt es überhaupt keine Probleme. Weder mechanischer, noch elektrischer Art. Man muss also abwägen in welchem Bereich der Traktur die Störungen auftreten und warum. Pauschalisieren kann man im Orgelbau sowieso nicht.
Grüße
Registerbetätigung
doppelfloete_h
, Hannover, Freitag, 06. Mai 2011, 20:20 (vor 5600 Tagen) @ Orgelbaumeister
Hallo,
wenn die duale Registertrakturen handwerklich sauber und mit Liebe zum Detail konstruiert und gebaut sind, gibt es überhaupt keine Probleme. Weder mechanischer, noch elektrischer Art. Man muss also abwägen in welchem Bereich der Traktur die Störungen auftreten und warum. Pauschalisieren kann man im Orgelbau sowieso nicht.
Grüße
...das meine ich doch auch! Für mich ist das einfach die sinnigste Lösung, weil sie allen musikalischen Anforderungen gleichermaßen nachkommt. Zudem habe ich ein funktionstüchtiges Exemplar quasi vor der Nase.
An Orgeln mit rein elektrischer Registertraktur fehlt mir da immer etwas. Selbst wenn ich keinen Ligeti im Programm habe ;-) Aber es gibt SO viel spielenswerte Literatur, die einem da durch die Lappen geht...
Und zu Registerwippen/-zügen über den Klaviaturen: Bei historischen Instrumenten nehme ich das genauso hin, wie "unergonomische" Anlagen wie Stralsund oder HH/Jakobi. Das gehört dazu. Aber bei Neubauten? Nein, danke... Für Registranten echt undankbar!
Registerbetätigung
Orlos, Freitag, 06. Mai 2011, 21:04 (vor 5600 Tagen) @ doppelfloete_h
In Zeiten von Setzern braucht der Registrant nur noch einen Sequenzknopf (vorwärts) und muss Register nicht mehr anfassen. Gerade dann kann ich doch spielerfreundliche Registraturen erwarten!
Mein Einwand gegen rein elektrische Registertraktur ist übrigens, dass ich bei ganz vielen Orgeln aus den 70er Jahren schon erlebt habe, dass sich Schleifen nicht so bewegen, wie ich das im Spieltisch ein- oder ausschalte. Letzthin im Konzert: Nach dem lauten ersten Stück folgte ein Werk mit Flöte 8' und leisem Pedal; der Registerzug der Posaune war zwar ausgeschaltet, die Schleife wurde aber in der Orgel nicht zurückgestellt. Das akustische Ergebnis war entsprechend und jeder Zuhörer dachte, der Organist sei unfähig. Und so etwas habe ich an schon zu vielen Orgeln erlebt. Deshalb möchte ich immer eine Kontrolle über die Schleifenstellung haben und plädiere deshalb für mechanische Registertrakturen mit zusätzlichen Setzern. Es gibt auch Orgelbauer, die die Schleifenzugmagnete nicht an der Schleife, sondern hinter dem Spielschrank in die Registertraktur einwirken lassen, das scheint ganz gut und langlebig zu funtionieren.
Registerbetätigung
Subkoppel II - I
, Samstag, 07. Mai 2011, 09:58 (vor 5600 Tagen) @ Orlos
Registerbetätigung
FranzS.
, Samstag, 07. Mai 2011, 14:00 (vor 5600 Tagen) @ Orlos
zurückgestellt. Das akustische Ergebnis war entsprechend und jeder Zuhörer dachte, der Organist sei unfähig.
Hallo, naja das kann man doch dem Publikum auf sympatische Weise erklären, sowie "wir haben es hier mit einer schon älteren Lady zu tun und die will nicht immer so wie der Organist will, deshalb jetzt noch mal von vorn". Dann sehen die Leute, dass der Organist sich auch anderweitig mitteilen kann und die Orgel letztendlich mehr eine Maschine, als ein filigranes Instrument. Ärgerlich ist das natürlich schon, aber kein Weltuntergang.
Und so etwas habe ich an schon zu vielen Orgeln erlebt. Deshalb möchte ich immer eine Kontrolle über die Schleifenstellung haben und plädiere deshalb für mechanische Registertrakturen mit zusätzlichen Setzern.
kommt immer drauf an. Wenn man nur mal die Orgel ausprobieren will, hat man in der Regel an der Setzteranlage nichts zu suchen, da sind mir die klassischen FrK's schon lieber, dann kann man auch größere Sachen auf die Schnelle spielen.
Grüße Franz
Registerbetätigung
Orlos, Samstag, 07. Mai 2011, 18:47 (vor 5600 Tagen) @ FranzS.
Bei "älterer Lady" musste ich schmunzeln: Wir haben hier zwei größere Instrumente aus dem Jahr 1863, topp restauriert, die machen viel weniger Probleme als die Orgeln von 1970, obwohl sie 100 Jahre älter sind! Das sind wahrhaft "ältere Ladies", aber da hat man mit solchen Schwierigkeiten nicht zu kämpfen.
Genial finde ich Christuskirche Karlsruhe mit Setzern und einer freien Kombination, die beim spontanen liturgischen Spiel wirklich sehr hilfreich ist. Ähnliches hatte Papa Klais schon einige Jahre früher in Nürnberg (Frauenkirche) realisiert, wenngleich nicht so ästhetisch. Die neue Mode, wieder die (ganz) alten Klais-Wippen zu bauen, gefällt mir gut (wir haben hier noch ein "Original" aus den 1950er Jahren: absolut unverwüstlich und unüberbietbar praktisch und trotzdem auch optisch ein Genuss). Man entdeckt langsam wieder, dass früher nicht alles schlechter war.
Apropos: Morgen darf ich ein Konzert auf einer elektro-pneumatischen Orgel von 1912 spielen; ich habe auf einer (sehr guten neuen) mechanischen Orgel geübt, dann aber festgestellt, dass es auf der alten Orgel irgendwie besser geht, die Musik (Hochromantisches) liegt automatisch besser in den Fingern und die Verzögerung nehme ich eher als Vorteil denn als Nachteil wahr. Natürlich klingt es auch viel besser...
Duale Registertraktur, Zungenabsteller, war: Registerbetätig
tiratutti
, Freitag, 06. Mai 2011, 19:47 (vor 5600 Tagen) @ Friedrich
Hallo,
Das finde ich beides sehr interessant, auch als Nichtspieler (bevorzuge Wirbel, Stege, Schnecken und Pferdehaar). Ich habe aber vor nicht allzu langer Zeit gehört, dass duale Registertrakturen dazu neigen sollen, über kurz oder lang Schwierigkeiten zu machen, wahrscheinlich mechanische. Hat jemand dazu Meinung und Erfahrung?
zumindest ein Orgelbauer ist mir bekannt, der duale Registertrakturen nur auf expliziten Befehl baut, auf keinen Fall aus eigenem Antrieb, weil er eben mit den Dingern schlechte Erfahrungen gemacht hat. Was ich mir auch gut vorstellen kann. Denn da werden zwei Welten miteinander vermischt, die nichts miteinander zu tun haben. Man will von allem alles und handelt sich dadurch Probleme ein.
Im übrigen finde ich die Zungenabsteller, die es bei Spieltischen mit Wippen normalerweise gibt, durchaus brauchbar. Entweder zum sicheren Unterdrücken einer völlig unbrauchbaren Zunge. Oder zum "Registrieren" des Tutti. Das dann natürlich nur, wenn auch die Mixturen in den Zungenabstellern enthalten sind. Gibt es nicht? Beispiel anbei :-)
![[image]](images/uploaded/201105061944354dc44fa39fe85.jpg)
Grüße von tiratutti
Duale Registertraktur, Zungenabsteller, war: Registerbetätig
Subkoppel II - I
, Samstag, 07. Mai 2011, 09:49 (vor 5600 Tagen) @ tiratutti
Das dann natürlich nur, wenn auch die Mixturen in den Zungenabstellern enthalten sind. Gibt es nicht? Beispiel anbei :-)
Grüße von tiratutti
Hallo tiratutti,
wenn ich so meine Urlaubsfotos von 2008 durchblättere, könnte es sich da um deine Orgel handeln?
Dann gehört aber doch noch ein "Hintersatz 4f" und eine "Terzzimbel 4f" mit zu den Zungen, oder?
Und aus dem Fagott 8' ist ein 16' geworden?
Fragen über Fragen vom
grüßenden
Subkoppel II - I
Zungenabsteller, war: Registerbetätig
tiratutti
, Samstag, 07. Mai 2011, 12:29 (vor 5600 Tagen) @ Subkoppel II - I
Hallo,
Und aus dem Fagott 8' ist ein 16' geworden?
ein kleiner Gag zur Verwirrung ;-) Das ist "natürlich" ein 8'.
Tatsächlich sind alle Mixturen in den Zungenabstellern. Und das Hauptwerks-Kornett (!).
![[image]](images/uploaded/201105071227044dc53a982bff3.jpg)
Grüße von tiratutti
Zungenabsteller, war: Registerbetätig
Friedrich
, Samstag, 07. Mai 2011, 15:01 (vor 5600 Tagen) @ tiratutti
Zungenabsteller, war: Registerbetätig
Subkoppel II - I
, Samstag, 07. Mai 2011, 20:45 (vor 5599 Tagen) @ tiratutti
bearbeitet von Subkoppel II - I, Samstag, 07. Mai 2011, 20:52
Tatsächlich sind alle Mixturen in den Zungenabstellern. Und das Hauptwerks-Kornett (!).
Grüße von tiratutti
Und das ist es, was ich an unserer Orgel vermisse: Einzelabsteller für die Mixturen !
Wir haben dafür nur einen Generalabsteller, der auch auf das Kornett im HW und den Hintersatz im Pedal wirkt.
Und gerade diese beiden Register kommen in einem (Zungen-)Plenum ohne Scharff, Zimbel und Mixtur sehr schön zur Geltung.
Dafür muß ich aber immer eine FK belegen oder die Walze vorsichtig bis "8" betätigen, mit der Gefahr im Nacken, das sich bei "8" doch noch die neckische Zimbel dazuschaltet.
Wohl dem, der Mixturen-Einzelabsteller hat!
Gruß,
Subkoppel II - I
P.S.:
War da nicht noch ein "Heizungsschalter" für den Zimbelstern (oder so ähnlich) ?
Registerbetätigung
Florian-L, Freitag, 06. Mai 2011, 13:30 (vor 5601 Tagen) @ Orlos
Sehr praktisch fand ich immer Registerwippen über dem 2. Manual (bei 3 Manualen wird es grenzwertig, bei 4 Manualen sind sie mir dann wieder zu weit weg), so hat man immer die aktuelle Einstellung im Blick.
So etwas in dieser Art?
![[image]](http://www.nycago.org/Organs/NYC/img/StMaryVirginHoltkampCon.jpg)
Da ist halt das Notenpult weiß Gott wo, und ästhetisch sind diese Spieltische sicher auch nicht der Weisheit letzter Schluss, ebenso die "batwing consoles", an denen man sich aber zugegebenermaßen schnell zurechtfindet. Die zum Spieler geneigten Registerstaffeleien helfen sehr dabei.
Ich habe mit Registerwippen (oder auch Züge) über dem obersten Manual auch sehr gute Erfahrungen gemacht, die sich, wie schon angesprochen, aus Platzgründen nur bis zu einer ungefähren Registerzahl von 30 so anordnen lassen, dass auch das Notenpult nicht zu hoch angebracht werden muss.
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Registerbetätigung
Subkoppel II - I
, Freitag, 06. Mai 2011, 14:49 (vor 5601 Tagen) @ Florian-L
So etwas in dieser Art?
Oh Gott, wo steht denn dieser Spieltisch ???
Das ist ja ein krasses Beispiel dafür, daß Funktionalität und Schönheit nichts miteinander zu tun haben müssen.
Hat was von einem liegenden Akkordeon.
Für mich spielt beim Spiel auch der "Wohlfühlfaktor" eine große Rolle und der ist bei dieser Spielanlage für mich gleich "0".
So wie Wolfgang die hoch aufragenden, werkklaren Prospekte liebt, so hängt mein Herz eben an solchen Spieltischen:
![[image]](images/uploaded/201105061443164dc4090417e69.jpg)
Da ist auch die Übersichtlichkeit der Wippenstellung bestens gegeben.
Nur der gelegentlich notwendige Registrant muß schon gesunde Füße haben.
Aber das ist ja nicht mein Problem
findet,
Subkoppel II - I
Registerbetätigung
orgelsolo
, Voitsberg, Sonntag, 08. Mai 2011, 21:35 (vor 5598 Tagen) @ Subkoppel II - I
Hat wer schon wo anders einmal eine solche Registerbetätigung gesehen?
Jedes Register hat einen Ein und Ausschalter. Zum Einschalten drückt man den kleineren Knopf unter dem Schild, wodurch das Registerschild etwas "hervorkommt", zum Ausschalten des Registers drückt man dann das Registerschild wieder hinein
umgekehrt wäre es für mich logischer
Es ist eine angeblcih eine eigene Erfindung der Firma Hopferwieser aus Graz, die
dieses System von 1894-1905 verwendetet
![[image]](images/uploaded/201105082127564dc70adcebeed.jpg)
Registerbetätigung
SlowOrg
, Maribor, Sonntag, 08. Mai 2011, 23:09 (vor 5598 Tagen) @ orgelsolo
Hier hab ich was Ähnliches, aber meiner Meinung nach ist es sowohl schöner als auch praktischer:
![[image]](images/uploaded/201105082259544dc7206a7d045.jpg)
Eine Orgel von Josef Brandl aus dem Jahr 1905 (op. 46); das Instrument steht in der Nähe von Maribor (Slowenien). Leider wurde bei einem Eingriff in den 70-er Jahren die spezielle Anzeige für die eingeschalteten Register entfernt (siehe die Öffnungen über den Schildchen).
M
Registerbetätigung
Subkoppel II - I
, Donnerstag, 02. Juni 2011, 16:56 (vor 5574 Tagen) @ Martin78
Genau so nervig teilweise noch anzutreffende freie Kombinationen mit den kleinen Kombinationsschaltern nebeneinander - statt übereinander. Trotz unterschiedlichen Farben kann man sich da nur an den Kopf fassen und sich fragen, wer diesen unübersichtlichen Quatsch jemals gut fand.
LG,
Martin
Zu diesem Thema habe ich gerade in den unendlichen Weiten meines Foto-Ordners ein schönes Beispiel einer Breil-Orgel gefunden:
![[image]](images/uploaded/201106021652304de7bfce1cf4f.jpg)
"Da blickt selbst der Fachmann, wenn überhaupt dann nur noch mit Mühe..."
(wie Schobert&Black zu sagen pflegten)
Gruß,
Subkoppel II - I
Registerbetätigung
tiratutti
, Dienstag, 10. Mai 2011, 10:30 (vor 5597 Tagen) @ Florian-L
Hallo,
Welche Art der Registerbetätigung bevorzugt ihr und warum?
gestern war ein Negativbeispiel par excellence zu traktieren: mechanische Registerzüge mit auf den Zug gravierter Beschriftung. Da diese farblich überhaupt nicht abgesetzt war, konnte man die Beschriftung nur erraten, auf keinen Fall lesen. Nun gut, die Orgelbaufirma ist auch schon lange nicht mehr existent (Thölken) ... Leider hatte ich keinen Foto dabei.
Grüße von tiratutti
![[image]](http://www.orgelbau-kampherm.de/assets/images/db_images/db_DSCN67633.jpg)