Romano Schubert, Markus Hinz in St. Antonius, D-Oberkassel
Hallo Forum,
Saxophon und Orgel - eine neuzeitliche Erfindung. Aber eine volle Kanne zu blasen kann in halliger Kirche richtig Spaß machen. Dem Spieler und auch den Hörern. So geschehen am 24.2.2013 in St. Antonius, D-Oberkassel. Prof. Romano Schubert musizierte mit Markus Hinz an der neuen Chororgel. Die fühlte sich in der Rolle der Begleiterin sichtlich wohl.
Die beiden eröffneten das Konzert mit zwei Stücken des Leverkusener Komponisten Hans André Stamm (*1956). “Unter dem Sternenhimmel” bot eine ruhige Melodielinie über arpeggierten Akkorden, ganz so, wie man es von jener berühmten Méditation sur le prémier Prélude kennt. Ohne freilich dieses Original zu bemühen. In “Romanze” dürfte Schubert etwas weiter ausholen. Ganz tonal das Ganze.
Auch Denis Bedard (*1950) ist kein Neutöner. Seine Sonate I besteht aus einer zweiteiligen Invention (schöner Halbschluß an der Nahtstelle), einer kurzen Baccarole und einer hellen, frischen Humoresque..
“Hymne” von Stamm begann als schlichtes, ruhiges Gebet und steigerte sich gegen Ende. Für Bill Dobbins (*1947) wechselte Hinz an einen Flügel. In “Echoes from a distant land” wurde es etwas jazziger. Die Pavane op,. 50 von Fauré (Arr. James Rae) wurde mit Orgel begleitet. Ein wirkungsvolles, dankbares Stück.
Wider mit Klavier gab es danach “Canada” von Wolfgang Engstfeld. Das jazzige Stück löste Zwischenbeifall aus. Offenbar mußte sich angestaute Begeisterung ein Ventil verschaffen. So verwunderte es nicht, daß nach dem Schlußstück “Song für Nadine” von Romano Schubert, in dem sich die Musiker nach guter Jazztradition die Bälle zuwarfen, großer und andauernder Beifall der gut 60 Hörer losbrach, der die beiden zu einer Zugabe gleichen Genres veranlaßte. Allenthalben zufriedene Gesichter.
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)