Johannes Geffert in der Auferstehungskirche, 04.05.2011
Hallo Forum,
7. Oberkasseler Orgelfrühling. Wieder ist es soweit: In der Auferstehungskirche begann der neue Konzertzyklus, der Mittwochs um 18:30h bis zum 08.06. sechs Konzerte bringen wird, zu denen Thorsten Göbel fünf Professoren aus NRW eingeladen hat (das Abschlußkonzert bestreitet er selbst). Den Auftakt machte gestern Prof. Geffert von der Musikhochschule Köln.
Der hatte sich den Namenspatron der Orgel zu Herzen genommen und mehreres von Mendelssohn vorgesehen. So begann er mit der Ouvertüre C-Dur op. 24 (Orgelbearbeitung William T. Beste), original für Blasorchester komponiert. Kaum jemand dürfte dieses hörenswerte Stück kennen. Aus der Sommernachtstraummusik folgte “Notturno (op. 61.7 - Orgelbearbeitung Stuart Archer). Hier kamen die leisen Stimmen - auch die dicht schließenden und dichten Schwellwerkstüren gut zur Geltung.
Das Interesse an Neuerungen aus Italien hatten Walther und Bach zur Beschäftigung und
Bearbeitung von Vivaldi-Konzerten geführt. Geffert lieferte das Concerto C-Dur (der Großmogul) und nutzte die Gelegenheit, dem ausdauernden Tirilieren der Geige auf der e-Saite Nachtigallenrufe einzuflechten - nicht zum Nachteil des Ganzen.
Nun wurde es ernster: Zwei Lieder ohne Worte von Mendelssohn in Bearbeitungen von Karg-Elert ließen aufhorchen. Sehr schön der Dialog op. 38.6, beeindruckend und mit Tiefgang der Trauermarsch op. 62.3. Karg-Elert und Geffert führten hier treffliche Klangregie.
Zum Abschluß die Symphonie “in blue” von Andreas Willscher. Eröffnet wird das Werk mit einer Reihe von Choralvariationen. Eine spielfreudige Fuge führt zu einem Bossa-Rhythmus. Der Blues melancholique (Tautologie?) ist nachdenklich. Die Toccata joyeuse in der Tat freundlich, fast ausgelassen. Geschickt versteckt Willscher seine Modernität. Da ist nichts anstößig dissonant. Aber so einfach herkömmlich Dur-Moll ist auch nichts. In diesem Werk treten die jazzigen Elemente von Rhythmus, Stimmung etc hinzu. Eine aparte Mischung. Geffert machte es sichtlich Spaß, das ihm gewidmete Werk darzubieten.
Starker, herzlicher Beifall, eine Zugabe. Ca. 130 Hörer.
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Johannes Geffert in der Auferstehungskirche, 04.05.2011
Den Auftakt machte gestern Prof. Geffert von der Musikhochschule Köln.
Der hatte sich den Namenspatron der Orgel zu Herzen genommen und mehreres von Mendelssohn vorgesehen. So begann er mit der Ouvertüre C-Dur op. 24 (Orgelbearbeitung William T. Beste), original für Blasorchester komponiert. Kaum jemand dürfte dieses hörenswerte Stück kennen. Aus der Sommernachtstraummusik folgte “Notturno (op. 61.7 - Orgelbearbeitung Stuart Archer). Hier kamen die leisen Stimmen - auch die dicht schließenden und dichten Schwellwerkstüren gut zur Geltung.
Nun wurde es ernster: Zwei Lieder ohne Worte von Mendelssohn in Bearbeitungen von Karg-Elert ließen aufhorchen. Sehr schön der Dialog op. 38.6, beeindruckend und mit Tiefgang der Trauermarsch op. 62.3. Karg-Elert und Geffert führten hier treffliche Klangregie.
Da möchte ich auf eine meiner absoluten Lieblings-CDs hinweisen:
Mendelssohn - Orgeltranskriptionen, eingespielt von Johannes Geffert in Himmerod. Da müssten die genannten Stücke drauf sein.
Johannes Geffert in der Auferstehungskirche, 04.05.2011
Da möchte ich auf eine meiner absoluten Lieblings-CDs hinweisen:
Mendelssohn - Orgeltranskriptionen, eingespielt von Johannes Geffert in Himmerod. Da müssten die genannten Stücke drauf sein.
...jepp! da hört man einer klais mal wirklich gerne zu! :-)
Johannes Geffert in der Auferstehungskirche, 04.05.2011
Hallo
Da möchte ich auf eine meiner absoluten Lieblings-CDs hinweisen:
Mendelssohn - Orgeltranskriptionen, eingespielt von Johannes Geffert in Himmerod. Da müssten die genannten Stücke drauf sein.
...jepp! da hört man einer klais mal wirklich gerne zu! :-)
und die gibts zur Zeit sogar zum Sonderpreis bei j23! Danke für diesen Hinweis!
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)