Konstantin, die dritte!
Martin78
, Freitag, 01. Februar 2013, 11:16 (vor 5016 Tagen)
bearbeitet von Martin78, Freitag, 01. Februar 2013, 12:11
Hallo zusammen,
mittlerweile hat die evangelische Kirchengemeinde Trier auf ihrer Homepage zur neuen Eule-Orgel, die 2014 eingeweiht werden soll, die in Auftrag gegebene Disposition veröffentlicht!
In Vorfreude auf viele schöne, neue Orgelklänge ab nächstem Jahr grüßt
Martin
I Hauptwerk (C – c´´´´)
1. Praestant 16´ C – dis° im Prospekt
2. Gedackt 16´
3. Principal major 8´ C-Dis im Prospekt
4. Principal minor 8´
5. Gambe 8´ mit Expressionen und Streichbärten nach W. Sauer
6. Flûte harmonique 8´ ab fis´ überblasend, Mensuren nach A. Cavaillé-Coll
7. Rohrflöte 8´
8. Erzähler 8´ changierende Mensur und Labiierung mit wechselnden Koni nach E.M. Skinner um 1930
9. Octave 4´
10. Gemshorn 4´
11. Quinte 2 2/3´
12. Octave 2´
13. Mixtur major 5fach 2´
14. Mixtur minor 3fach 1 1/3´
15. Cornet 2-5fach 2 2/3´
16. Trombone 16´ deutsche Bauweise
17. Trompete 8´ deutsche Bauweise
18. Clairon 4´ deutsche Bauweise
II Positiv (schwellbar) (C – c´´´´)
19. Lieblich Gedeckt 16´
20. Geigenprincipal 8´
21. Konzertflöte 8´ Holz, innen labiert, Kerne graffitiert
22. Zartgedackt 8´
23. Quintatön 8´
24. Salicional 8´
25. Aoeline 8´ leisestes Register der Orgel, sehr enge Streichermensur
26. Vox coelestis 8´ ab c°, überschwebend
27. Geigenoctave 4´
28. Fugara 4´
29. Flauto traverso 4´ etwas weiter als Konzertflöte (21)
30. Waldflöte 2´
31. Progressio 3-5fach 2´ Geigenprincipalmixtur
32. Harmonia
aetherea 3-4fach 2 2/3´ Aeolinenmixtur, feine Klangkrone des engen deutschen Streicherchors
33. Aeoline 16´ durchschlagendes Zungenregister nach F. Ladegast
34. Clarinette 8´ durchschlagend
35. Oboe 8´ deutsche Kehlen
36. Celesta Stahlspiel, elektrisch angespielt, z.B. bei Karg-Elert verlangt, Orchestertranskriptionen + Improvisation
Tremulant
III Récit expressif (schwellbar) (C – c´´´´)
37. Quintaton 16´
38. Diapason 8´
39. Flûte traversière 8´ schwächster überblasender 8´
40. Cor de nuit 8´
41. Viole de Gambe 8´
42. Voix célêste 8´ ab c°, überschwebend
43. Octave 4´
44. Flûte octaviante 4´ ab c´ überblasend
45. Nasard 2.2/3` ab f° überblasend
46. Octavin 2´ ab c° überblasend
47. Tierce 1.3/5` ab Gis überblasend
48. Piccolo 1´ überblasend bis d´´´
49. Plein jeu 5fach 2 2/3´
50. Bombarde 16´ französische Bauweise nach A. Cavaillé-Coll
51. Trompette harmonique 8´ Rundkehlen (Typ Bertounèche), Mensur nach A. Cavaillé-Coll
52. Basson-Hautbois 8´ französische Bauform
53. Voix humaine 8´ Mensur nach A. Cavaillé-Coll
54. Clairon harmonique 4´
Tremulant
IV Orchestral / Solo (teilweise schwellbar) (C – c´´´´)
Orchestral: enclosed (=im Schweller)
55. Contra Gamba 16´
56. Orchestral Viola 8´
57. Viola célêste 8´ ab c°, überschwebend
58. Clarabella 8´
59. Violine 4´
60. Harmonic flute 4´ ab c´ überblasend
61. Flautino 2´ ab c° überblasend
62. Cornett d´violes 3fach 3 1/5´
63. Cor anglais 16´ geschlossene englische Kehlen
64. Clarinet 8` aufschlagend, geschlossene englische Kehlen , kann das nicht vorhandene Cromorne ersetzen
65. French Horn 8´ englische Bauform nach Hook & Hastings
Solo: unenclosed (Floating division = frei koppelbar an alle Manuale und Pedal)
66. Principalis romanus 8´ mittlerer Hochdruck, Oberlabien beledert
67. Konstantin-Flöte 8´ mittlerer Hochdruck
68. Tuba imperialis 8´ Hochdruck, geschlossene englische Kehlen nach Willis, eigene Lade
69. Chimes Röhrenglocken, elektrisch angespielt
Pedal (C-g´)
70. Majorprincipal 32´ Gis-H im Prospekt, ab c° Extension aus Principalbas s 16´ (Nr.72)
71. Untersatz 32´ ab c° Extension aus Subbass 16´ (Nr.74)
72. Principalbass 16´ C-h° im Prospekt
73. Violonbass 16´
74. Subbass 16´
75. Gedacktbass 16´ Transmission aus III (Nr.37)
76. Salicetbass 16´ Transmission aus IV (Nr.55)
77. Open wood 16´
78. Octavbass 8´ C-H im Prospekt
79. Violoncello 8´
80. Bassflöte 8´
81. Octave 4´
82. Großcornett 4fach 5 1/3´
83. Hintersatz 4fach 2 2/3´
84. Kontraposaune 32´ ab c° Extension aus Posaune 16´ (Nr.85)
85. Posaune 16´
86. Trompetenbass 8´
87. Clarine 4´
Normalkoppeln (elektrisch bzw. Koppelbarker): Superkoppeln: Subkoppeln:
1. I / P 11. Solo / I 1. II / I 1. II / I
2. II / P 12. Solo / II 2. II / II 2. II / II
3. III / P 13. Solo / III 3. III / I 3. III / I
4. IV / P 14. Solo / IV 4. III / III 4. III / III
5. II / I 15. Solo / P 5. IV / I 5. IV / I
6. III / I 16. Orchestral / I 6. IV / III 6. IV / IV
7. IV / I 17. Orchestral / II 7. IV / IV
8. III / II 18. Orchestral / III 8. II / P
9. IV / II 19. Orchestral / P 9. III / P
10. IV / III 10. IV / P
Generalcrescendo (Walze) mit fünf frei programmierbaren Crescendi
Schwelltritt Positiv (II)
Schwelltritt Récit (III)
Schwelltritt Orchestral (IV)
Technische Angaben:
Mechanische Spieltraktur : -hängende Trakturen für HW und Choir, vollständig einarmig
- Barkermaschinen für Swell, Orchestral und Pedal
- elektrische Anspielung der Hochdruckstimmen
Elektrische Registertraktur mit Manubrien
Schleifladen
Setzeranlage: - Kombinationen mit Zehnertastatur direkt anwählbar
- Speichermedium: codierte Chipkarten
- fünf abschließbare Sektoren mit jeweils 1.000 Kombinationen
- Sequenzschalter vorwärts und rückwärts
(rechts und links für Registranten, über Pedal: rechts nur vorwärts,
links vorwärts und rückwärts, sowie unterhalb des ersten Manuals)
- Unterhalb des ersten Manuals größere Tastenfelder von 0 bis 9
für gezielten Aufruf bestimmter Kombinationen bei Improvisation
Registerfessel
MIDI-Schnittstelle
Replay-System
höhenverstellbare Orgelbank (mit Maßbandangaben)
Parallelpedal, zweifach geschweift
Winddrücke:
ca. 90 – 130 mm
Großpedal + Orchestral: ca. 150 mm
Solo (Hochdruckstimmen): ca. 380 mm
Extras:
LCD-Flachbildmonitor
Lautsprecheranlage am Hauptspieltisch inkl. Kopfhörerausgang
Transportables funkgesteuertes Tastendrückgerät
Fahrbarer Zweitspieltisch (Übertragung durch Glasfaserkabel): - identische Ausstattung wie Hauptspieltisch
- Manualumschaltung: HW auf I,
Choir auf II bzw. umgekehrt
Konstantin, die dritte!
Schreipositiv
, Wetter, Freitag, 01. Februar 2013, 12:20 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Hört sich nicht schlecht an, die Disposiotion.
Schön abwechslungsreich.
Extras:
LCD-Flachbildmonitor
Sind Playstation und Xbox im Lieferumfang enthalten? :-p
Gruß,
Pascal
Konstantin, die dritte!
Abstrakte, Freitag, 01. Februar 2013, 12:41 (vor 5015 Tagen) @ Schreipositiv
Klar! Und Extra-Controller für den Registranten.
Konstantin, die dritte!
Contrebasson 32'
, Freitag, 01. Februar 2013, 12:43 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Mechanische Spieltraktur : -hängende Trakturen für HW und Choir, vollständig einarmig
- Barkermaschinen für Swell, Orchestral und Pedal
- elektrische Anspielung der Hochdruckstimmen
Elektrische Registertraktur mit Manubrien
MIDI-Schnittstelle
Replay-System
Transportables funkgesteuertes Tastendrückgerät
Fahrbarer Zweitspieltisch (Übertragung durch Glasfaserkabel): - identische Ausstattung wie Hauptspieltisch
Mechanische Spieltraktur - wie passt das bitteschön mit Replay-System und Zweitspieltisch zusammen?
Liegt des Rätsels Lösung etwa im Tastendrückgerät oder gibt es doch eine doppelte Spieltraktur?
Konstantin, die dritte!
JSBach
, Aachen, Freitag, 01. Februar 2013, 12:59 (vor 5015 Tagen) @ Contrebasson 32'
ich gehe mal sehr stark von einer Doppeltraktur aus...
Konstantin, die dritte!
otto krämer, Freitag, 01. Februar 2013, 12:44 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
...was ist denn eine Aoeline...? ;-)
Heringsmensur....?? In Öl getauchte Pfeifen?
Gibt's auch Boelinen?
Schöner Verschreiber, oder?
Konstantin, die dritte!
FriedemannW, Lindau, Freitag, 01. Februar 2013, 19:14 (vor 5015 Tagen) @ otto krämer
Genauso wie die "Graffitierung" der Konzertflötenkerne. Ich bin ja auch für mehr Farben in Orgeln :)
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Freitag, 01. Februar 2013, 14:05 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Also kann man sich Barockes jeglicher Art dort schonmal abschminken. Schade drum. Was ist daran abwechslungsreich? Das ist Großorgel-0815 ("von CC bis Skinner ist alles dabei!").
Konstantin, die dritte!
Orlos, Freitag, 01. Februar 2013, 14:28 (vor 5015 Tagen) @ Poupoulcorouse
Dafür gibt es doch die Schuke-Orgel. Der kann man sogar eine leicht ungleichschwebende Temperatur verpassen.
Also hier habe ich nichts zu mäkeln, in der Region fehlte wirklich noch etwas Großes im romantischen Stil. Und wenn die Streicher so schln woe in Magdeburg werden, wird das sicher auch eine tolle Orgel! Gratulation.
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Freitag, 01. Februar 2013, 14:39 (vor 5015 Tagen) @ Orlos
... aber eben nicht in dieser Größe. So sehr, daß sie in diesem Riesenraum wirklich ebenbürtig sein könnte, kann man die Schukin gar nicht "pimpen".
Ein paar anständige Mixturen und wenigstens 1-2 kurzbechrige Zungen dazu hätten den Braten auch nicht fett gemacht.
Konstantin, die dritte!
Martin78
, Freitag, 01. Februar 2013, 14:58 (vor 5015 Tagen) @ Poupoulcorouse
bearbeitet von Martin78, Freitag, 01. Februar 2013, 16:35
Ein paar anständige Mixturen und wenigstens 1-2 kurzbechrige Zungen dazu hätten den Braten auch nicht fett gemacht.
Hallo,
würden ein paar Mixturen dann nicht statt "Großorgel 08/15" lediglich "Universalorgel 08/15"? bedeuten? Aus einer Orgel in diesem Konzept machst du doch nicht durch ein paar Register ein barockes Großinstrument.
Und was diese geniale Akustik dort - einerseits sehr transparent, andererseits sehr hallig, Schallstärke im Raum nur wenig abnehmend - m.E. fordert, ist ein symphonisches Konzept. So genial ich Stralsund etc. auch finde!
Nicht zuletzt gibt es einen hervorragenden Organisten. Herr Bambauer wird sicher auch zeigen, dass große Bäche an dieser Orgel überzeugend funktionieren!
Viele Grüße!
Martin
P.S. Die einzige Kleinigkeit, die ich mir noch hätte zusätzlich vorstellen können, ist eine mittelstarke Pedalzunge 16', z.B. ein Fagott. Wenn die Posaune so intoniert wird, wie es die Dispo fordert, wird sie oft zu stark klingen. Gut, man kann aus den oberen beiden Manualen notfalls eine Zunge 16' koppeln, dann ist aber das jeweilige Manual dafür blockiert. Aber das ist nur eine unwesentliche Kleinigkeit :-)
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Freitag, 01. Februar 2013, 15:47 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Daß solche Räume eine symphonische Orgel "forderten" ist ja gerade die als "Sachlichkeit" verbrämte Propagandalüge, die die Einseitigkeit bei Großprojekten der letzten Jahre (und nicht zuletzt Kämpfe wie in St. Reinoldi/Dortmund) überhaupt erst hervorgebracht hat.
Und, daß es Orgeln gibt, die diesen Spagat schaffen und ihre moderne Verortung nicht zu leugnen brauchen, zeigen nicht zuletzt Instrumente wie die Acusticum-Orgel.
Stattdessen baut man in Trier wiedermal "symphonischen Einheitsbrei" und vertut die nächste Chance, in einem singulären Raum etwas Besonderes und Wegweisendes zu schaffen, das es auch in Zukunft noch mit digitalen Alternativen aufnehmen könnte.
Konstantin, die dritte!
Martin78
, Freitag, 01. Februar 2013, 16:33 (vor 5015 Tagen) @ Poupoulcorouse
bearbeitet von Martin78, Freitag, 01. Februar 2013, 16:54
Daß solche Räume eine symphonische Orgel "forderten" ist ja gerade die als "Sachlichkeit" verbrämte Propagandalüge, die die Einseitigkeit bei Großprojekten der letzten Jahre (und nicht zuletzt Kämpfe wie in St. Reinoldi/Dortmund) überhaupt erst hervorgebracht hat.
Und, daß es Orgeln gibt, die diesen Spagat schaffen und ihre moderne Verortung nicht zu leugnen brauchen, zeigen nicht zuletzt Instrumente wie die Acusticum-Orgel.
Stattdessen baut man in Trier wiedermal "symphonischen Einheitsbrei" und vertut die nächste Chance, in einem singulären Raum etwas Besonderes und Wegweisendes zu schaffen, das es auch in Zukunft noch mit digitalen Alternativen aufnehmen könnte.
OK. Lass mir aber meine Freude auf den Einheitsbrei... wir haben so schönen Einheitsbrei hier in der ganzen Region noch nicht, vielleicht lebst du mitten in einer Region, die orgelmäßig reichhaltiger aufgestellt ist als das eher ländlich geprägte RLP. Wobei es vermutlich in Deutschland 100.000-Einwohner-Städte gibt, die orgelmäßig bescheidener ausgestattet sind als Trier.
Wie sieht denn deiner Meinung nach eine wegweisende Disposition mit 87 Registern aus, die (zumindest auch) das leisten kann, was hier Argumentationsgrundlage für die Begründung der Notwendigkeit für den Orgelneubau war, nämlich eine Orgel zu haben, die (neben der Tatsache, dass sie den Raum wirklich füllt) eine adäquate Darstellung der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts ermöglicht? Das würde mich schon interessieren.
Viele Grüße und nichts für ungut,
Martin
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 10:54 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Warum eine orgelmäßig "bescheiden" aufgestellte Stadt, wie du sagst, mit einem gleichbescheidenen Großinstrument versehen?
Wer sagt denn, daß man sich in 20 Jahren in Trier nicht die Haare darüber raufen wird, daß man über keine Orgel verfügt, auf der man alte Musik und das reiche norddeutsche Repertoire adäquat darstellen kann?
Man hätte, bei einem Projekt dieser Größe, zum Beispiel zweigleisig fahren können, was den Werkaufbau betrifft. Es gibt ja nun Beispiele dafür, daß so etwas funktionieren kann. Dadurch hätte die Orgel dort sehr gewinnen können, als durch die einseitige Festlegung auf eine "symphonische Großorgel".
Konstantin, die dritte!
Schreipositiv
, Wetter, Samstag, 02. Februar 2013, 12:10 (vor 5014 Tagen) @ Poupoulcorouse
Warum eine orgelmäßig "bescheiden" aufgestellte Stadt, wie du sagst, mit einem gleichbescheidenen Großinstrument versehen?
Wer sagt denn, daß man sich in 20 Jahren in Trier nicht die Haare darüber raufen wird, daß man über keine Orgel verfügt, auf der man alte Musik und das reiche norddeutsche Repertoire adäquat darstellen kann?
Warum muss man den auf jeder Orgel und überall alles darstellen können? Dann kann man in Trier halt nicht alte Musik spielen. Wenn man in Trier eine symphonische Orgel haben will, dann ist das so. Es gibt ausreichend Orgeln (zwar nicht in Trier), auf denen man norddeutsche Musik adäquat darstellen kann.
Und warum nicht mal Buxtehude auf "symphonisch"?
Man hätte, bei einem Projekt dieser Größe, zum Beispiel zweigleisig fahren können, was den Werkaufbau betrifft. Es gibt ja nun Beispiele dafür, daß so etwas funktionieren kann. Dadurch hätte die Orgel dort sehr gewinnen können, als durch die einseitige Festlegung auf eine "symphonische Großorgel".
Warst du schon mal in der Konstantinsbasilika und hast die Schucke gehört?
Der Raum schreit geradezu nach was großem symphonischem. Ich kann mir nicht vorstellen, das ein Werkprinzip funktionieren würde.
Konstantin, die dritte!
stein
, Samstag, 02. Februar 2013, 12:28 (vor 5014 Tagen) @ Schreipositiv
Dort gibt es ja noch viele solcher Fensterbögen. In jede Nische einen Orgelstil und dann das Chaos auf einem Zentralspieltisch vereinen. Alle sind glücklich.
Trier hat nun leider mal keine historische Orgel.
Aber mit dem kommenden Projekt sehe ich dort eine interessante Möglichkeit.
Für mein Gefühl macht sich in diesem sonderbar vierkantigem Raum ein modernes kubisches Prospekt ganz gut. Vermutlich könnte man die Disposition gewaltig ausdünnen. Die Stimmen sehr charakeristisch intonieren und eine so insgesamt übersichlichere Konzeption zu erreichen.
60-70 Register können auch sehr befriedigen.
Man muss es nur toll machen, dass ist überhaupt nicht einfach
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 13:22 (vor 5014 Tagen) @ Schreipositiv
"Warum muss man den auf jeder Orgel und überall alles darstellen können?"
Davon war nirgendwo die Rede. Aber man kann heute, wenn man schon so ein großes Projekt in Angriff nimmt, durchaus in sich aufgeteilte Instrumentenanlagen bauen, die Vielfalt zulassen, ohne stilistisch nicht überzeugende "Universalorgel" zu sein.
Und, so leid es mir auch tut. Es gibt weißgott mehr solcher "symphonischer Großorgeln" hierzulande, als große Instrumente, auf denen sich adäquat alte Musik darstellen lässt. Wenn man schon Millionen für ein solches Prospekt ausgibt, dann sollte man auch im Hinterkopf behalten, ob man damit Lücken in der Orgellandschaft füllt, oder nur einer kurzlebigen Orgelbaumode hinterherläuft.
Auf der einen Seite heißt es immer, daß zum Beispiel mitteltönige Orgeln die Organisten bei der Wahl des Repertoires so schlimm einschränkten ... ja Himmel, ist das bei diesen symphonischen Kisten nicht genauso?
"Der Raum schreit geradezu nach was großem symphonischem."
Wie gesagt, das ist, freundlich formuliert Geschmackssache, unfreundlich formuliert 'ne Propagandalüge. Der Raum schreit nach etwas Großem. So weit, so richtig. Aber WIE dieses "Große" beschaffen ist, ist völlig offen. Ob das etwas großes Symphonisches, etwas großes Barockes oder meinetwegen ein gotisches Blockwerk auf 32' mit 40-60 Chören ist.
Diesen Stil immer wieder als "Sachzwang" in großen Räumen zu verkaufen, ist absolut ärgerlich und wird im Rückblick sicher nicht minder kritisch gesehen werden, wie die apodiktischen Aussagen über die romantischen Orgeln von den Orgelbewegten vor 60-80 Jahren.
Konstantin, die dritte!
Schreipositiv
, Wetter, Samstag, 02. Februar 2013, 14:29 (vor 5014 Tagen) @ Poupoulcorouse
Und, so leid es mir auch tut. Es gibt weißgott mehr solcher "symphonischer Großorgeln" hierzulande, als große Instrumente, auf denen sich adäquat alte Musik darstellen lässt.
Das mag vielleicht daran liegen, dass man für alte Musik keine großen Orgel braucht.
Wenn man schon Millionen für ein solches Prospekt ausgibt, dann sollte man auch im Hinterkopf behalten, ob man damit Lücken in der Orgellandschaft füllt, oder nur einer kurzlebigen Orgelbaumode hinterherläuft.
Auf der einen Seite heißt es immer, daß zum Beispiel mitteltönige Orgeln die Organisten bei der Wahl des Repertoires so schlimm einschränkten ... ja Himmel, ist das bei diesen symphonischen Kisten nicht genauso?
Das wäre mir neu. Man kann auf ihnen alles spielen, wenn die Orgel vernünftig intoniert ist. Orgeln sind abwärtskompatibel. Mit der Aufwärtskompatibilität ist das schon so eine Sache.
"Der Raum schreit geradezu nach was großem symphonischem."Wie gesagt, das ist, freundlich formuliert Geschmackssache, unfreundlich formuliert 'ne Propagandalüge. Der Raum schreit nach etwas Großem. So weit, so richtig. Aber WIE dieses "Große" beschaffen ist, ist völlig offen. Ob das etwas großes Symphonisches, etwas großes Barockes oder meinetwegen ein gotisches Blockwerk auf 32' mit 40-60 Chören ist.
Nö. Gerade die Besonderheit, dass es kaum Lautstärkeverluste gibt im Raum, spricht schon für was symphonisches. Da können dann ppp(p)-Passagen so richtig zur Geltung kommen.
Diesen Stil immer wieder als "Sachzwang" in großen Räumen zu verkaufen, ist absolut ärgerlich und wird im Rückblick sicher nicht minder kritisch gesehen werden, wie die apodiktischen Aussagen über die romantischen Orgeln von den Orgelbewegten vor 60-80 Jahren.
Ich habe hier nichts als generellen Sachzwang verkauft. Ich bezog mich lediglich auf diesen einen speziellen Raum. Und der ist (ich wiederhole mich) einfach Ideal für was symphonisches. Das heißt nicht, dass sich ein Blockwerk nicht anhören würde.
Es klänge wahrscheinlich sogar ganz gut. Aber eben nicht so gut wie eine symphonische Orgel.
Konstantin, die dritte!
kjz1, Samstag, 02. Februar 2013, 16:31 (vor 5014 Tagen) @ Schreipositiv
Ich habe hier nichts als generellen Sachzwang verkauft. Ich bezog mich lediglich auf diesen einen speziellen Raum. Und der ist (ich wiederhole mich) einfach Ideal für was symphonisches. Das heißt nicht, dass sich ein Blockwerk nicht anhören würde.
Es klänge wahrscheinlich sogar ganz gut. Aber eben nicht so gut wie eine symphonische Orgel.
Wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht, hatten wir dieselbe Diskussion schon zum Plan einer neuen Orgel für den Mainzer Dom...
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 16:33 (vor 5014 Tagen) @ kjz1
Genau so ist es. Wenn sich so etwas nicht häufig wiederholte, würde ich auch nicht von "Einheitsbrei" und "Propagandalügen" sprechen.
Hinweis an die Administratoren
Cor de Basset, Samstag, 02. Februar 2013, 16:52 (vor 5014 Tagen) @ Poupoulcorouse
Genau so ist es. Wenn sich so etwas nicht häufig wiederholte, würde ich auch nicht von "Einheitsbrei" und "Propagandalügen" sprechen.
Der zweite Begriff hat eine recht fragwürdige Konnotation und weder im Zusammenhang einer Diskussion über einen Orgelneubau noch in einem Orgelforum etwas zu suchen.
Hinweis an die Administratoren
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 16:55 (vor 5014 Tagen) @ Cor de Basset
Ach, was für ein Unfug. Daß vor Orgelbauentscheidungen "Propaganda" gemacht wird, ist kein Geheimnis. Und daß dabei nicht selten vermeintliche Wahrheiten verkündet werden, ist ebenfalls kein Geheimnis.
Wie soll man's denn sonst nennen?
Die Behauptung "so ein großer Raum braucht einfach eine symphonische Orgel" ist nichts als Propaganda. Und belegbar ist sie auch nicht. Ich kanns meinetwegen in "Propaganda-Binsenweisheit" abändern, wenn dir der kompliziertere Begriff lieber ist.
Davon abgesehen: Ich weiß auch nicht, ob solche Zensurwünsche so einem Forum gerechter werden.
Hinweis an die Administratoren
OrganisteTuttilaire, Samstag, 02. Februar 2013, 20:37 (vor 5014 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ach, was für ein Unfug. Daß vor Orgelbauentscheidungen "Propaganda" gemacht wird, ist kein Geheimnis. Und daß dabei nicht selten vermeintliche Wahrheiten verkündet werden, ist ebenfalls kein Geheimnis.
Wie soll man's denn sonst nennen?
Die Behauptung "so ein großer Raum braucht einfach eine symphonische Orgel" ist nichts als Propaganda. Und belegbar ist sie auch nicht. Ich kanns meinetwegen in "Propaganda-Binsenweisheit" abändern, wenn dir der kompliziertere Begriff lieber ist.
Davon abgesehen: Ich weiß auch nicht, ob solche Zensurwünsche so einem Forum gerechter werden.
Sehr wohl. Der Ton macht in der Tat die Musik. Das Forum war eigentlich wieder sehr nett, und so soll es auch bleiben. Ich erlaube mir daher, dem user für 24 Stunden eine kleine Auszeit zu gönnen, auf dass er mal ein bisschen an seinem Stil feile. Die Verwarnung wurde ihm per Mail mitgeteilt.
Hinweis an die Administratoren
Contrebasson 32'
, Samstag, 02. Februar 2013, 22:09 (vor 5014 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
bearbeitet von Contrebasson 32', Samstag, 02. Februar 2013, 23:37
Sehr wohl. Der Ton macht in der Tat die Musik. Das Forum war eigentlich wieder sehr nett, und so soll es auch bleiben. Ich erlaube mir daher, dem user für 24 Stunden eine kleine Auszeit zu gönnen, auf dass er mal ein bisschen an seinem Stil feile. Die Verwarnung wurde ihm per Mail mitgeteilt.
Zwar ist Propagandalüge ein zu hartes Wort, weil es eigentlich aus einem gänzlich anders konnotierten Zusammenhang stammt. Die feine englische Art ist die vorausgehende Aktion aber auch nicht.
Hätte Cor de Basset nicht einen der Moderatoren/Admins per PM anschreiben können, statt all' das öffentlich abzuwickeln?? Hatten wir hier nicht schon ganz andere Diskussionsbeiträge, bei denen nicht eingeschritten wurde?
Mich nervt diese ständige political correctness gepaart mit Mimosentum. Da hat keiner was von...
Hinweis an die Administratoren
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Samstag, 02. Februar 2013, 22:17 (vor 5014 Tagen) @ Contrebasson 32'
Seh ich auch so!
--
Gruß vom Niederrhein
Hinweis an die Administratoren
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Sonntag, 03. Februar 2013, 13:05 (vor 5013 Tagen) @ Tabernakelwanze
ich auch. Tiefer hängen!
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Hinweis an die Administratoren
ado
, Berlin, Sonntag, 03. Februar 2013, 15:56 (vor 5013 Tagen) @ Clemens Schäfer
tiefer hängen: da schließ ich mich an.
Hinweis an die Administratoren
Hausorgler
, Feldkirch/Vorarlberg, Sonntag, 03. Februar 2013, 16:06 (vor 5013 Tagen) @ ado
bis zu einem gewissen Grade ist eine Pointierung bzw. Überspitzung für die Lebendigkeit einer Debatte ja auch gut. Ein reiner Kuschelkurs kann lähmen. Drum: Nicht alles auf die Goldwaage legen.
Hinweis an die Administratoren
OrganisteTuttilaire, Sonntag, 03. Februar 2013, 16:22 (vor 5013 Tagen) @ Hausorgler
Jedes "Tieferhängen"-Posting hängt die Sache höher.
Gudrun und ich haben uns jedenfalls darauf verständigt, dass der Umgangston miteinander hier künftig etwas mehr Beachtung finden soll. Nochmal: Der Ton macht die Musik. Und darauf werden wir künftig stärker achten. So einfach ist das. Das hier ist keine Spielwiese für Zeitgenossen ohne Kinderstube.
Wer die Grenze zwischen Pointierung und Polemik bzw. zwischen Kritik und Schmähkritik nicht kennt, wer immer nur alles hemmungslos in den Dreck zieht, was der eigenen Anschauung nicht entspricht, ist hier nicht erwünscht. Punkt.
Daher ging es auch nicht um das inkriminierte Wort im in der Tat unbedeutenden Einzelfall. Sondern um ein Gesamtbild, in dem dieser Tropfen einfach das Fass zum Überlaufen brachte.
Hinweis an die Administratoren
rei-fi, Sonntag, 03. Februar 2013, 18:35 (vor 5013 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
wer immer nur alles hemmungslos in den Dreck zieht, was der eigenen Anschauung nicht entspricht, ist hier nicht erwünscht. Punkt.
Meinen Sie damit Popoulcorouse? Erschließt sich mir als, zugegebenermaßen, lediglich "Mitleser" nicht. Da wüsste man doch gern Näheres über das erstellte "Gesamtbild"...
Fazit: immer schön angepasst den hiesigen Protagonisten nach dem Mund reden, dann darf man auch mal "Propagandalüge" sagen, ohne dass das Fass überläuft.
Jetzt erst recht: Tieferhängen!
Hinweis an die Administratoren
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Sonntag, 03. Februar 2013, 21:30 (vor 5013 Tagen) @ OrganisteTuttilaire
So leid es mir auch tut: Wenn das hier schon offen diskutiert wird, dann sollten sich Moderatoren wie du aber auch an ihre eigenen Vorgaben halten.
Der Ton, den du in der NDP-Diskussion an den Tag gelegt hast, war streckenweise persönlicher, als mein hier geäußerter unpersönlicher Vorwurf, eine bestimmte Behauptung sei eine Propagandabehauptung. Das habe ich dir auch auf deine Email hin mitgeteilt. Leider erhielt ich darauf keine Antwort.
Ganz davon abgesehen, daß ich dabei beim besten Willen keine bestimmte Konnotation des Begriffes erkennen kann, der einer ernsthaften sprachgeschichtlichen Analyse standhalten würde. "Propaganda" ist erstmal ein neutrales Wort.
Und daß das erstmal zu begrüßende Bestreben, das Forum "freundlicher" zu machen, dazu führt, daß ich hier de facto für eine emotional vorgetragene Minderheitenmeinung sanktioniert werde, dann fällt es mir schwer zu glauben, daß DAS im Sinne der Administratorin ist.
Ich hätte das hier nicht geschrieben, wenn ich nicht ohne Warnung oder Vorgespräch gesperrt worden wäre und du das hier gleichzeitig öffentlich gemacht hättest. Aber so will ich das wirklich nicht einfach so stehenlassen.
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perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Sonntag, 03. Februar 2013, 22:16 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ganz davon abgesehen, daß ich dabei beim besten Willen keine bestimmte Konnotation des Begriffes erkennen kann, der einer ernsthaften sprachgeschichtlichen Analyse standhalten würde. "Propaganda" ist erstmal ein neutrales Wort.
"Lüge" ist aber nicht neutral, sondern ein schwerer Vorwurf.
Im übrigen beweist Dein Beitrag, daß die Sperre wirklich nur 24h gedauert hat. Ob sie nun notwendig war, weiß ich nicht genau. Aber es sind weiß Gott schlimmere "Strafen" denkbar.
Ein kaltblütiger Admin könnte ja auch auf die Idee kommen, mißliebige Teilnehmer dauerhaft auszuschließen. Vielleicht sogar "einfach so", ohne irgendeine Mitteilung oder Kommentar...
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Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Sonntag, 03. Februar 2013, 22:25 (vor 5013 Tagen) @ perotin
Dann wäre dies allerdings kein seriöses Forum.
Und ich habe bereits vor der Sperre gesagt, daß man den Begriff meinetwegen auch durch "Propaganda-Binsenweisheit" ersetzen kann. Auf dem scharfen Begriff der "Lüge" habe ich keineswegs bestanden.
Und ob die Sperre nun 24 Stunden dauerte oder 72 oder eine Woche. Wenn ich merke, daß ich für emotional vorgetragene Minderheitenmeinungen hier mit Sanktionen durch Moderatoren wie OrganisteTuttilaire rechnen muss (was bei Mehrheitsmeinungen nachweislich nicht der Fall ist), bzw. bei polemischer Gesprächsführung hier mit ungleichen Maßstäben gemessen wird, dann halte ich das für überaus bedenklich.
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perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Sonntag, 03. Februar 2013, 22:40 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Dann wäre dies allerdings kein seriöses Forum.
Das kann man wohl so sagen. Die langfristige Sperrung eines Users sollte wirklich nur als "ultima ratio" in Betracht kommen. Ich kann mir kaum vorstellen, daß das hier bei irgendwem notwendig sein wird.
Allen eine gute Woche,
perotin
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Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Sonntag, 03. Februar 2013, 22:44 (vor 5013 Tagen) @ perotin
Danke, ebenso! :)
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Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 06:44 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Und ich habe bereits vor der Sperre gesagt, daß man den Begriff meinetwegen auch durch "Propaganda-Binsenweisheit" ersetzen kann. Auf dem scharfen Begriff der "Lüge" habe ich keineswegs bestanden.
Alle, die sich bis jetzt gemeldet haben, finden den Begriff daneben. Außer dir.
Wenn du ihn nicht hättest stehen lassen wollen, hättest du den Beitrag einfach ändern können. Statt dessen hast du den Einwand mit "Ach, was für ein Unfug... Wie soll man's denn sonst nennen?" weggebügelt.
Wenn ich merke, daß ich für emotional vorgetragene Minderheitenmeinungen hier mit Sanktionen durch Moderatoren wie OrganisteTuttilaire rechnen muss (was bei Mehrheitsmeinungen nachweislich nicht der Fall ist), bzw. bei polemischer Gesprächsführung hier mit ungleichen Maßstäben gemessen wird, dann halte ich das für überaus bedenklich.
Den Nachweis würde ich gern sehen.
Ich habe zwar auch noch eine ganz üble Tirade (mit Verlogenheitsvorwurf) in Erinnerung, aber die ist schon mehr als ein Jahr her.
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Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Montag, 04. Februar 2013, 07:02 (vor 5013 Tagen) @ Aeolinchen
Es geht ja wohl um den Begriff der "Propaganda". Und ich wüsste nicht, was daran sanktionswürdig wäre.
Daß es üblich ist, bei Orgelbauvorhaben Stimmung zu machen und den von den dortigen Verantwortlichen favorisierten Stil mit manchmal etwas dünnen, aber sehr überzeugt vorgetragenen Argumenten zur einzig möglichen Lösung hochzupushen, ist kein Geheimnis und auch nichts, was hier irgendjemand bestreiten würde. Und das ist nichts anderes als "Propaganda".
Und du unterschlägst dabei, daß ich in demselben Beitrag, in dem ich die Beschwerde angeblich einfach abgebügelt hätte, wie gesagt, erklärt habe, daß ich nicht auf dem Begriff der "Lüge" bestehe.
Wenn über solche Spitzfindigkeiten hier ein solcher Eiertanz aufgeführt wird, bleibt der Eindruck, daß damit eine Diskussion über die Sache an sich abgewürgt werden soll, damit die "Wohlfühlstimmung" im Forum nicht getrügt wird. Wenn diese aber darauf beruht, daß man Behauptungen, wie die Behauptung große Räume bräuchten zwingend symphonische Orgeln, einfach schlucken muss, um die gute Stimmung nicht zu gefährden, dann hat das mit Meinungsfreiheit nicht mehr viel zu tun.
Mir sind auch noch einige persönliche Tiraden gegen mich hier in schlechter Erinnerung, zum Beispiel was meine Berechtigung, mich als Nicht-Organist zu solchen Fragen zu äußern, betrifft. Wir sind hier weißgott keine Chorknaben.
Und wenn ich sehe, in welchem Tonfall hier manchmal über Außenstehende, sei's Geistliche, Organisten, Sachverständige, Orgelbauer etc. gelästert wird, dann kann ich nur sagen: Ich kämpfe hier wenigstens mit offenem Visier, aber immer in konstruktiver Absicht.
Wenn ich ein Konzept scharf kritisiere, dann weil ich dabei Vielfältigkeit und "Zukunftsfähigkeit" der jeweiligen Orgellandschaft im Blick habe. Dabei interessieren mich Moden und Mehrheitsgeschmäcker nunmal herzlich wenig.
Meine Aussagen widerlegt, hat hier allerdings niemand. Beweist mir doch mal, daß solche Räume tatsächlich "zwingend" symphonische Orgeln brauchen. Zeigt mir doch mal, daß diese Aussage tatsächlich mehr ist, als eine zweckgebundende Behauptung, bzw. eine Geschmacksfrage. Ich sage ja nicht im Gegensatz, daß solche Räume zwingend eine große Renaissance- oder Barockorgel bräuchten.
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Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 07:23 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Es geht ja wohl um den Begriff der "Propaganda".
Erzähl doch bitte keine Unwahrheiten. Es geht um den Begriff "Propagandalüge".
Guckst du hier:
http://orgelforum.info/orgelforum/index.php?id=23063
Und hier:
http://orgelforum.info/orgelforum/index.php?id=23076
Und hier:
http://orgelforum.info/orgelforum/index.php?id=23077
Und hier (mit dem Akzent auf "Lüge", nicht auf "Propaganda"):
http://orgelforum.info/orgelforum/index.php?id=23113
Und du unterschlägst dabei, daß ich in demselben Beitrag, in dem ich die Beschwerde angeblich einfach abgebügelt hätte, wie gesagt, erklärt habe, daß ich nicht auf dem Begriff der "Lüge" bestehe.
Bitte nicht auch noch Unterschlagungsvorwürfe.
Deine Worte waren (nicht nur "angeblich"): "Ach, was für ein Unfug... Wie soll man's denn sonst nennen?"
Wenn über solche Spitzfindigkeiten hier ein solcher Eiertanz aufgeführt wird
Spitzfindigkeiten und Eiertanz kommen im Moment von dir.
Mir sind auch noch einige persönliche Tiraden gegen mich hier in schlechter Erinnerung
Bitte nicht ausweichen. Ich hatte nach einem Nachweis für diese Aussage gefragt:
"Wenn ich merke, daß ich für emotional vorgetragene Minderheitenmeinungen hier mit Sanktionen durch Moderatoren wie OrganisteTuttilaire rechnen muss (was bei Mehrheitsmeinungen nachweislich nicht der Fall ist), bzw. bei polemischer Gesprächsführung hier mit ungleichen Maßstäben gemessen wird..."
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Erik
, Montag, 04. Februar 2013, 08:05 (vor 5013 Tagen) @ Aeolinchen
Vielleicht kann man ein neues Forum gründen, wo man kann diskutieren über dieses Forum?
Grüsse aus die NL,
Erik
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doppelfloete_h
, Hannover, Montag, 04. Februar 2013, 10:55 (vor 5013 Tagen) @ Erik
DAS finde ich einen großartigen Vorschlag!!! :)
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Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Montag, 04. Februar 2013, 08:50 (vor 5013 Tagen) @ Aeolinchen
Ich habe jetzt bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß ich auf dem Begriffsteil "Lüge" nicht bestehe. Öfter kann ichs nicht betonen.
Und der Unterschlagungsvorwurf ergibt sich daraus, daß ich im von dir zitierten Beitrag eben nicht nur diesen einen Satz geschrieben habe.
Ich habe Beispiele gebracht. Wenns um Ausfälle gegenüber Kirchenleuten, vermeintlich unfähigen Orgelbauern, stilistischen Fehlgriffen usw. geht, dann ist man hier in diesem Forum auch nicht gerade zimperlich. Wirklich brenzlig wirds allerdings erst dann, wenn man Minderheitenmeinungen bringt. Das werden dir viele Mitdiskutanten bestätigen können. Dann geht es plötzlich sehr schnell um Etikette, um persönliche Befähigungen und was eben sonst alles noch als billiges Argument taugt.
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Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 21:10 (vor 5012 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ich habe jetzt bereits mehrfach darauf hingewiesen, daß ich auf dem Begriffsteil "Lüge" nicht bestehe. Öfter kann ichs nicht betonen.
Was nichts daran ändert, dass du den Hinweis auf die Unangemessenheit des Begriffs "Popagandalüge" erst mal als "Unfug" abgetan hast.
Woraus ich schließe, dass du (bislang als einziger) den Begriff nach wie vor für angemessen hältst.
Wenn du ihn nicht (mehr) für angemessen hältst, sags einfach klar und deutlich, und gut ist.
Ich habe Beispiele gebracht.
Setz doch mal bitte wenigstens einen Link, dann muss ich nicht rätseln, wann und wo das gewesen sein könnte.
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Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Montag, 04. Februar 2013, 21:47 (vor 5012 Tagen) @ Aeolinchen
Das habe ich bereits getan. Langsam wird's lächerlich.
Ich werde darauf jetzt nicht mehr reagieren.
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Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 22:31 (vor 5012 Tagen) @ Poupoulcorouse
Das habe ich bereits getan. Langsam wird's lächerlich.
Ich werde darauf jetzt nicht mehr reagieren.
Ich nehme an, das bezog sich jetzt insbesondere auf den ersten Teil meines Beitrags. Dann kann ich mir meinen Reim drauf machen, und die Sache ist für mich erledigt.
Was den zweiten Teil betrifft:
Ich hätte schon gern gewusst, wo du in letzter Zeit unangemessene Polemik (größer als dein Kaliber) gesehen hast.
Wenn es dir zu "lächerlich" ist, den Nachweis zu führen, auch gut. Kann ich mir auch einen Reim drauf machen.
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Martin78
, Montag, 04. Februar 2013, 08:30 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Wenn ich ein Konzept scharf kritisiere, dann weil ich dabei Vielfältigkeit und "Zukunftsfähigkeit" der jeweiligen Orgellandschaft im Blick habe. Dabei interessieren mich Moden und Mehrheitsgeschmäcker nunmal herzlich wenig.
Meine Aussagen widerlegt, hat hier allerdings niemand. Beweist mir doch mal, daß solche Räume tatsächlich "zwingend" symphonische Orgeln brauchen. Zeigt mir doch mal, daß diese Aussage tatsächlich mehr ist, als eine zweckgebundende Behauptung, bzw. eine Geschmacksfrage. Ich sage ja nicht im Gegensatz, daß solche Räume zwingend eine große Renaissance- oder Barockorgel bräuchten.
Ist es nun wirklich entscheidend, ob dieser Raum "zwingend" eine symphonische Orgel braucht? Die Verantwortlichen vor Ort, die ohne Zweifel wohl genügend Orgel-Sachverstand mitbringen dürften, wollen nun mal ein Instrument für die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts, das durch ein mehr oder weniger klassisch aufgestelltes Hauptwerk sicher auch z.B. große Bäche ermöglicht. Für alles davor gibt es die vorhandene sehr qualitätvolle und charakteristische Orgel.
Das englische Manual (IV) ist vielleicht etwas dem Zeitgeschmack geschuldet - mag sein, dass die englische Welle in zehn Jahren schon wieder vorbei ist. Aber auch die anderen drei Manuale sollten unzählige Farben und Möglichkeiten zum Improvisieren bieten, auch wenn z.B. kein Aliquotwerk mit etwas ausgefalleneren Obertonregistern à la Schmid vorhanden ist.
Wie schon mal vorher von mir geschrieben, würde mich interessieren, wie du 87 Register für einen solchen Raum disponiert hättest. Natürlich unter Berücksichtigung der von den Verantwortlichen / Geldgebern gemachten Maßgabe, dass das Instrument für Romantik und Orgelmusik des 20. Jahrhunderts optimal geeignet sein soll - was wohl Gedankenspiele à la 4 Stilorgeln (z.B. norddeutsch-holländisch, französisch, spanisch, italienisch) mit jeweils ca. 20 Registern ausschließt.
Viele Grüße!
Martin
Hinweis an die Administratoren
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Montag, 04. Februar 2013, 08:46 (vor 5013 Tagen) @ Martin78
Ich muss gleich aus dem Haus, sonst würde ich ausführlicher schreiben. Ich hole das später nach.
Ich habe mich auch nicht daran aufgehängt, daß man dort eben eine solche Orgel möchte. Das ist den Verantwortlichen ja zuzugestehen. Ich stoße mich ausschließlich am Unterton der "Alternativlosigkeit" solcher Konzepte, wenns um große Räume geht. An diesem ewigen "Wer einigermaßen vernünftig ist, der sieht ein, daß man dort nur so etwas bauen kann!" das in solchen Diskussionen immer wieder auftaucht.
Hinweis an die Administratoren
Martin78
, Montag, 04. Februar 2013, 09:28 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ich muss gleich aus dem Haus, sonst würde ich ausführlicher schreiben. Ich hole das später nach.
Ich habe mich auch nicht daran aufgehängt, daß man dort eben eine solche Orgel möchte. Das ist den Verantwortlichen ja zuzugestehen. Ich stoße mich ausschließlich am Unterton der "Alternativlosigkeit" solcher Konzepte, wenns um große Räume geht. An diesem ewigen "Wer einigermaßen vernünftig ist, der sieht ein, daß man dort nur so etwas bauen kann!" das in solchen Diskussionen immer wieder auftaucht.
OK, verstanden. Dass ein symphonisches Konzept nicht alternativlos ist, um einen großen Raum adäquat zu füllen, finde ich allerdings auch. Zahlreiche gelungene Großinstrumente aus dem 17. und 18. Jahrhundert belegen das. Oder auch eher sparsam disponierte Instrumente in relativ großen Räumen... ich denke da an die Marmoutier-Einspielungen aus der AEOLUS-Bach-Serie, ein Fest für die Ohren.
Martin
Konstantin, die dritte!
kjz1, Sonntag, 03. Februar 2013, 09:48 (vor 5014 Tagen) @ Poupoulcorouse
Wie bereits gesagt, in diesem Raum macht es aber weniger Sinn. Denn etwas Kleines, Neobarockes hat man mit der Schukin ja bereits seit vielen Jahren. Gerade hier wäre deshalb etwas Symphonisches, Großes ein entsprechender Kontrast. Wahrscheinlich auch genau deshalb von der Gemeinde so gewollt. Und der Raum ist ja wirklich vom Volumen her riesig (Marke 'Flugzeughangar').
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Sonntag, 03. Februar 2013, 21:32 (vor 5013 Tagen) @ kjz1
Das stimmt schon, aber "groß" heißt ja nicht automatisch "symphonisch". An solchen Verallgemeinerungen stoße ich mich eben sehr, wenn sie letztlich dazu führen, daß dieser Stil bei Großprojekten so dominant wird.
Konstantin, die dritte!
Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 06:19 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Das stimmt schon, aber "groß" heißt ja nicht automatisch "symphonisch".
In der Größenordnung von 90 Registern eigentlich schon. Etwas anderes wäre da wenig sinnvoll.
Ich bin kein Fan von Monsterdispositionen. Und wenn das Ding fertig ist, werde ich bestimmt keine Pilgerfahrt nach Trier übernehmen.
Aber wenn man mal wirklich einen Raum hat, der 90 Register verträgt, und auch noch das Geld dafür, dann soll man die seltene Gelegenheit auch nutzen. Und nicht anfangen, eine große italienische Renaissanceorgel zu planen.
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Montag, 04. Februar 2013, 06:37 (vor 5013 Tagen) @ Aeolinchen
Wäre nicht eine italienische Riesen-Renaissanceorgel (der ich in diesem Fall ausdrücklich nicht das Wort reden möchte, ich nehme nur dein Beispiel auf) denn nicht viel eher die "seltene Gelegenheit", als eine weitere symphonische Großorgel?
Konstantin, die dritte!
Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 06:51 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Wäre nicht eine italienische Riesen-Renaissanceorgel (der ich in diesem Fall ausdrücklich nicht das Wort reden möchte, ich nehme nur dein Beispiel auf) denn nicht viel eher die "seltene Gelegenheit", als eine weitere symphonische Großorgel?
Eine italienische Renaissanceorgel wäre mit 20 Registern schon riesig.
Eine italienische Riesen-Renaissanceorgel mit 90 Registern wäre ein schlechter Witz.
(Auch eine spanische oder böhmische...)
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Montag, 04. Februar 2013, 07:03 (vor 5013 Tagen) @ Aeolinchen
Das ist klar. Aber es gibt ja auch keinen "90-Register-Zwang".
Konstantin, die dritte!
Aeolinchen, Montag, 04. Februar 2013, 07:24 (vor 5013 Tagen) @ Poupoulcorouse
Das ist klar. Aber es gibt ja auch keinen "90-Register-Zwang".
Hab ich auch nicht behauptet.
Konstantin, die dritte!
Abstrakte, Freitag, 01. Februar 2013, 15:35 (vor 5015 Tagen) @ Orlos
Dafür gibt es doch die Schuke-Orgel. Der kann man sogar eine leicht ungleichschwebende Temperatur verpassen.
Also hier habe ich nichts zu mäkeln, in der Region fehlte wirklich noch etwas Großes im romantischen Stil. Und wenn die Streicher so schln woe in Magdeburg werden, wird das sicher auch eine tolle Orgel! Gratulation.
Seh ich auch so. Und von der Konzeption erinnert das auch bein bisschen an die Domorgel in Magdeburg. Die ist auch nicht unbedingt "barock"-tauglich, aber was Barry Jordan daran aufgenommen hat, klingt traumhaft schön. Also viel Vorfreude meinerseits!!
Konstantin, die dritte!
Martin78
, Freitag, 01. Februar 2013, 15:40 (vor 5015 Tagen) @ Abstrakte
Seh ich auch so. Und von der Konzeption erinnert das auch bein bisschen an die Domorgel in Magdeburg. Die ist auch nicht unbedingt "barock"-tauglich, aber was Barry Jordan daran aufgenommen hat, klingt traumhaft schön. Also viel Vorfreude meinerseits!!
Ich vermute mal, dass Orlos sich mit "Magdeburg" auf die Eule in der Kathedrale bezog...
Konstantin, die dritte!
Abstrakte, Freitag, 01. Februar 2013, 15:43 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Das ist richtig und das habe ich auch so verstanden, aber ich beziehe mich ausdrücklich auf die Domorgel (die von Schuke ist, weiß ich).
Konstantin, die dritte!
Florian-L, Freitag, 01. Februar 2013, 16:33 (vor 5015 Tagen) @ Poupoulcorouse
Also kann man sich Barockes jeglicher Art dort schonmal abschminken. Schade drum.
Es wäre mir neu, dass man anhand der niedergeschriebenen Disposition auf den zukünftigen Klang schließen könnte...
Gruß, Florian
--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-
Konstantin, die dritte!
Martin78
, Freitag, 01. Februar 2013, 16:46 (vor 5015 Tagen) @ Florian-L
Also kann man sich Barockes jeglicher Art dort schonmal abschminken. Schade drum.
Es wäre mir neu, dass man anhand der niedergeschriebenen Disposition auf den zukünftigen Klang schließen könnte...Gruß, Florian
Vollkommen richtig. Trotzdem ist es eher unwahrscheinlich, dass z.B. die Oboe im dt.-romantischen Schwellwerk wie ein Trechterregal klingt :-)
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 10:55 (vor 5015 Tagen) @ Florian-L
Nicht auf den tatsächlichen Klang. Aber prinzipielle Einschränkungen lassen sich da schon herauslesen.
Konstantin, die dritte!
Friedrich
, Freitag, 01. Februar 2013, 17:03 (vor 5015 Tagen) @ Poupoulcorouse
bearbeitet von Friedrich, Freitag, 01. Februar 2013, 18:02
Also kann man sich Barockes jeglicher Art dort schonmal abschminken. Schade drum. Was ist daran abwechslungsreich? Das ist Großorgel-0815 ("von CC bis Skinner ist alles dabei!").
Das kann man zwar der Disposition nach meinetwegen so sagen. Aber es ist auch erstmal, Entschuldigung, schlechtgelaunt dahingeunkt. Eule ist eine der Firmen, die den Qualitätsstandard im Orgelbau der letzten beiden Jahrzehnte hochgehalten und sogar gesteigert haben. In Duisburg haben sie offenbar gezeigt, dass sie sich auch einem Stil öffnen können, der quer zu allen bisherigen Entwicklungen in Deutschland steht. Denen ist zuzutrauen, dass sie in einem der großartigsten evangelischen Kirchenräume in Deutschland eine grandiose Orgel hinkriegen.
Mir persönlich sagt diese Dispositionsweise auch nicht mehr so viel. Ich fand es mal toll, so etwas zu entwerfen oder entstehen zu sehen, habe aber durch wirkliche Begegnungen mit Orgeln, Räumen, Musik und Musikern immer mehr meine Vorliebe für klassische Prinzipalchöre und ein gut ausgewogenes Werkprinzip entdeckt. Damit ist es, selbst bei knapp 90 Registern, bei einem solchen Konzept einfach nicht so weit her, weil die Manualwerke so stark spezialisiert sind. Besonders ein Solomanual. Dabei fällt mir Widors Spruch über die Lausanner Tuba ein: »Comme une vache en délire.« Und Trumpet Minuets sind eine Gattung von doch eher begrenzter musikalischer Ergiebigkeit.
Man könnte auch einwenden, dass zu einer solchen Dispositionsweise auch eine bestimmte Form der Liturgie und der Chorkultur gehört – gibt es die so in Trier, oder will man dort mit aller Kraft darauf hinarbeiten? Schön, wenn ja; wenn nein, dann muss die Orgel sich am speziellen und doch eher begrenzten Solorepertoire bewähren, das es für solche Instrumente gibt. Dann gibt’s eben Howells zu den großen Gottesdiensten, viel Glück mit den Kirchgängern.
Aber wie gesagt – die Chancen stehen gut, dass das in seiner Art ein gutes Instrument wird.
Gruß,
Friedrich
Konstantin, die dritte!
Martin78
, Freitag, 01. Februar 2013, 17:35 (vor 5015 Tagen) @ Friedrich
Friedrich bringt es mal wieder pointiert auf den Punkt :-)
Man könnte auch einwenden, dass zu einer solchen Dispositionsweise auch eine bestimmte Form der Liturgie und der Chorkultur gehört – gibt es die so in Trier, oder will man dort mit aller Kraft darauf hinarbeiten? Schön, wenn ja; wenn nein, dann muss die Orgel sich am speziellen und doch eher begrenzten Repertoire bewähren, das es für solche Instrumente gibt. Dann gibt’s eben Howells zu den großen Gottesdiensten, viel Glück mit den Kirchgängern.
Naja, es gibt dort wöchentlich einen Sonntagsgottesdienst. Von den 1200 Plätzen bleibt dabei aber meistens der überwiegende Teil leer.
Natürlich wird dort auch erstklassige Chorarbeit geleistet; ob eine besondere Vorliebe für englisch angehauchte Liturgie / Literatur besteht, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
Ist halt wirklich überwiegend eine Konzertorgel, schön, dass die Realisierung eines solch ambitionierten Projektes möglich wurde.
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 10:57 (vor 5015 Tagen) @ Friedrich
Es streitet ja kein Mensch ab, daß es sicher ein qualitativ hochwertiges Instrument werden kann. Das ist Eule auch durchaus zuzutrauen. Das ändert nichts daran, daß ich der Ansicht bin, daß man dort etwas mehr Farbe hätte vertragen können, wenn man schon so ein riesiges Projekt verwirklicht, anstatt sich, wie gesagt, einseitig auf etwas festzulegen, was sowieso allenthalben gebaut wird und wurde.
Konstantin, die dritte!
keilbalg, Samstag, 02. Februar 2013, 17:25 (vor 5014 Tagen) @ Poupoulcorouse
Was will man(n) als Orgelbauer machen, wenn die Disposition vorgegeben ist?
Auf so einen Riesenauftrag verzichten? Frau Eule hat Verantwortung für über 40 Orgelbauer! Da kann man(n) oder frau nicht einfach sagen: nee, das machen wir anders. Der mitanbietende Konkurrent wird sich freuen...
Da gibt es so ein Sprichwort: Wes Brot ich eß, des Lied ich sing.
Leider gibt es nie die Frage, wer eine Orgel disponiert hat, sondern nur, wer sie gebaut hat...
Konstantin, die dritte!
Poupoulcorouse
, Mülheim am Rhein, Samstag, 02. Februar 2013, 17:30 (vor 5014 Tagen) @ keilbalg
Da hast du allerdings Recht. Wie gesagt, ich würde Eule dafür auch nie im Leben einen Vorwurf machen. Ich war auch vorsichtig mit konzeptionellen Vorwürfen gegenüber Kern in Berlin oder Dresden. Da darf man den Orgelbauer sicher nicht zum Sündenbock machen.
Konstantin, die dritte!
MichaelS
, Brackenheim, Samstag, 02. Februar 2013, 09:43 (vor 5015 Tagen) @ Martin78
Hat sich zum Thema Prospekt was getan oder wollen die immer noch dieses schwedische Design da reinhängen?