Rohrflöte - wie tief?

Fabian Brackhane ⌂ @, Worms, Dienstag, 29. Januar 2013, 08:10 (vor 5022 Tagen)

Ich habe mittlerweile mehrfach von Orgelbauern gehört, dass eine Rohrflöten-Bauweise erst ab klingend 4' sinnvoll sei, da die Pfeifen in tieferen Lagen als Rohrflöten nicht ansprächen, also vollgedeckt gebaut werden müssten.

Nun begegnet man ja recht häufig achtfüßigen Rohrflöten und in Einzelfällen auch mal einer sechzehnfüßigen. Sind die dann per se in der/den tiefen Oktave(n) gedeckt und bekommen erst ab 4' Röhrchen?

Oder kann man das mit der "Funktionsunfähigkeit" in tiefen Lagen gar nicht so gerenalisieren?

Fabian

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Rohrflöte - wie tief?

Oliver Horlitz ⌂, Dienstag, 29. Januar 2013, 08:31 (vor 5022 Tagen) @ Fabian Brackhane

Ich habe mittlerweile mehrfach von Orgelbauern gehört, dass eine Rohrflöten-Bauweise erst ab klingend 4' sinnvoll sei, da die Pfeifen in tieferen Lagen als Rohrflöten nicht ansprächen, also vollgedeckt gebaut werden müssten.

Nun begegnet man ja recht häufig achtfüßigen Rohrflöten und in Einzelfällen auch mal einer sechzehnfüßigen. Sind die dann per se in der/den tiefen Oktave(n) gedeckt und bekommen erst ab 4' Röhrchen?

Oder kann man das mit der "Funktionsunfähigkeit" in tiefen Lagen gar nicht so gerenalisieren?

Fabian

Das hängt in der Tat von der Mensur und der gewünschten Klangwirkung ab. Kurze Rohre oder lange? Weite Rohre oder enge? Soll es eine neobarocke Rohrflöte mit hochliegenden Obertönen sein? Oder eine entspannte barocke Rohrflöte? Gar eine "fette" Rohrflöte? Je nachdem ist die Auswirkung unterschiedlich stark. Und wenn die Wirkung nicht sehr groß ist, sparen Orgelbauer gern den Aufwand und den Platz.

Grundsätzlich macht es aber schon einen Unterschied - das kann man z.B. gut an Doppeltonpfeifen prüfen, die Gedeckt gebaut sind und für den höheren Ton ein sich öffnendes (Innen-)Rohr haben: Das Obertonspektrum der beiden Töne ist doch ein anderes - wenn auch mit akzeptabel geringem Unterschied.

Wenn die große Oktave der 8´-Rohrflöte als Holzgedackt gebaut ist, kann man das auch relativ leicht ausprobieren: Einfach mal den Spund durch einen anderen mit als Rohr gebohrtem Griff ersetzten... Mit solchen Rohren ist z.B. die große Oktave der Rohrflöte in der hier im Forum schon erwähnten Orgel in Mahlsdorf gebaut (Wolfgang, hast Du da ein Foto?) - ein Aufwand, den der Orgelbauer sicherlich nicht ohne Grund gemacht hat. Es kommen dort eben doch ein paar Obertöne dazu. Wobei: Je tiefer die Lage, desto geringer wird der Unterschied.

meint, freundlich grüßend,
Oliver

Rohrflöte - wie tief?

Klingelzug, Dienstag, 29. Januar 2013, 12:08 (vor 5022 Tagen) @ Oliver Horlitz

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Ich bin zwar nicht Wolfgang, aber ich vermute, Oliver Horlitz meinte soetwas hier.

Klingelnde Grüße

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