Warum...

OrganisteTuttilaire, Sonntag, 06. Januar 2013, 17:20 (vor 5042 Tagen) @ chp
bearbeitet von OrganisteTuttilaire, Sonntag, 06. Januar 2013, 17:31

dann dürfte ja keiner mehr Privatfernsehen gucken bei den ständigen Pausen...
Nein, klar, es geht darum, dass nach einer Sendung die nächste sofort anschließen muss. Anspruchsvollere Musik müsste man dann vielleicht zu Beginn oder zur Kommunion bringen.

Beste Grüße von der Waterkant
Christoph P.


Was heisst anspruchsvolle Musik?

Ich wäre ehrlich gesagt schon froh, wenn zu Beginn oder zur Kommunion einfach mal regelhaft Musik dargeboten würde und nicht ein wirres Sammelsuri von irgendwelchen mehr oder weniger getroffenen Tönen nichtmal biederer Art und Güte.

Zu Beginn kommt meist ein Kadenzengewürge im Mixturenplenum mit Pedalposaune und zur Kommunion dann irgendein hirnloses Gedudel, Hauptsache der Tremulant ist gezogen.

Wenn man nicht improvisieren kann, dann übt man halt irgend ein nettes, machbares, kleines, einfaches Präludium oder Choralvorspiel und trägt es bitte möglichst fehlerfrei, vielleicht sogar musikalisch oder gar musikantisch vor. Es gibt auch kurze rundfunkgerechte Kompositionen in 01:30, 01:00 oder 00:30. Und auch einfache Musik kann schön sein. Nicht hohes Können vermisse ich, sondern die Einstellung zur Kirchenmusik bei jenen. Dass sie es dabei bewenden lassen, wenn das Ding irgendwelche Töne von sich gibt.

Das sind dann die Momente, wo ich mich für die Orgelmusik insgesamt schäme. Weil das genau das Bild abgibt, das die uninteressierte Öffentlichkeit und auch so mancher Pfarrer von Orgelmusik verallgemeinernd haben muss. Gebt doch mal "Organ Music" bei Youtube ein. Vieles davon hat uns hier ja schon amüsiert, aber eigentlich ist das ganz ganz tragisch.

Wer soll da schon neugierig auf große Konzerte sein? Da gehen dann eben nur die hin, die zuweilen dann doch mit was Ordentlichem in Berührung gekommen sind und sich von den Murksern dieser Welt nicht haben abschrecken lassen.


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