Flensburger "Doppelorgel"

Karsten, Sonntag, 24. April 2011, 11:24 (vor 5610 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von Karsten, Sonntag, 24. April 2011, 11:33

Eine klasse Sache, solche "Doppelorgeln". Auf diese Art kann man eine historische Orgel wirklich restaurieren/rekonstrueiren und das in aller gebotener Konsequenz, ohne dass man dadurch einen Teil der Orgelmusik aus der jeweiligen Kirche verbannt.

Vorausgesetzt natürlich immer, man hat den Platz und das Geld (und letztlich auch die Musiker) dazu.

Wer kennt noch mehr solche Beispiele? Mir fällt jetzt spontan Arnstadt ein, aber auch Leipzig St. Thomae (auch wenn man hier eine historische romantische Orgel hat und ein Barockwerk dazugestellt hat), auch Bad Homburg v. d. H. Erlöserkirche, Mannheim Christuskirche.

Hallo!

Aufpassen! Flensburg hat nicht, wie in den von dir genannten Fällen, zwei unabhängige Orgeln verschiedener Stilrichtungen! In Flensburg werden die selben Pfeifen/Register von beiden Spieltischen benutzt. Die verschiedenen Stimmungen werden durch ZUSÄTZLICHE Pfeifen auf den Windladen, die entsprchend gestimmt sind und nur von dem jeweiligen Spieltisch angespielt werden, erreicht. Es handelt sich also um EINE Orgel.
Das hat in ähnlicher Form zuvor bereits die amerikanische Orgelbauwerkstatt Pasi gemacht. Auf deren Instrumentenportrait der Orgel in St. Cecilia Catheral, Omaha finden sich zahlreiche technische Informationen und Zeichnungen, wie das dann aussieht.

Mit einer historischen Orgel wäre das nur zu machen, wenn man deren Windladen in Salamischeiben sägen würde und weitere Kanzellen für die zusätzlichen Pfeifen der anderen Stimmung einbauen würde. Und diese Zeiten sind ja zum Glück vorbei...

Gruß
Karsten


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