Regerfans nach vorn...
P.Kampf, Samstag, 29. Dezember 2012, 16:13 (vor 5053 Tagen)
bearbeitet von P.Kampf, Samstag, 29. Dezember 2012, 16:33
Also, wenn noch jemand gerne Reger und/oder Rheinberger spielt und immer schonmal ins schöne Münsterland wollte, da bettelt gerade eine Gemeinde darum, einen Kantor zu bekommen.
Die Orgel ist bestimmt nicht so alltäglich und der Probst verbietet meines Wissens nach auch nicht, dass auf ihr konzertiert wird ;-)
Regerfans nach vorn...
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Samstag, 29. Dezember 2012, 20:15 (vor 5053 Tagen) @ P.Kampf
bearbeitet von Tabernakelwanze, Samstag, 29. Dezember 2012, 20:18
Oh ja, das ist eine wirklich wunderschöne Orgel. Nur davon allein lässt es sich nicht leben. Vielleicht könnte die Gemeinde neben der festgesetzten Vergütung noch andere nette Angebote machen, um die Stelle endlich zu besetzen. Da muss doch was möglich sein. Sollen die Damen und Herren im Kirchenvorstand doch mal Ihren Grips nutzen.
Früher gab es doch diese tollen Deputate, wie wäre es mit 8 Festmetern Brennholz im Winter, oder einer wöchentlichen Weinration, oder Kerzen zur Beleuchtung, oder einem Fuhrwerk (heute täte man es wohl Dienstwagen nennen)?
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Gruß vom Niederrhein
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hardy, Sonntag, 30. Dezember 2012, 12:04 (vor 5052 Tagen) @ Tabernakelwanze
Warum können/wollen dort nicht mal vernünftige Vergütungen gezahlt werden? Man ist insofern nicht an Vergütungsrichtlinien gebunden, als daß man doch sicher noch freiwillig etwas "drauflegen" könnte :)
In unserer Stadt gibt es auch nur eine 60 %-Stelle für eine Propsteikirche ... Im evang. Bereich sieht es da doch netter aus.
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hinterSatz
, Köln, Sonntag, 30. Dezember 2012, 16:54 (vor 5052 Tagen) @ hardy
...vermutlich hat man das ganze schöne Geld in eine hochmoderne Setzeranlage für die alte Dame investiert, da bleibt die Jugend halt auf der Strecke. Ich würde da ja sofort hinziehen, aber die wollen ja unbedingt einen Studierten, tja...
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"Die Orgel ist des Teufels Dudelsack, womit er den Ernst der Betrachtungen in Schlummer wiegt." - Huldreych Zwingli
http://ahlbornforum.comxa.com/de/concert.htm
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JSBach
, Aachen, Sonntag, 30. Dezember 2012, 17:05 (vor 5052 Tagen) @ hinterSatz
und für umsonst...
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P.Kampf, Sonntag, 30. Dezember 2012, 17:14 (vor 5052 Tagen) @ hinterSatz
...vermutlich hat man das ganze schöne Geld in eine hochmoderne Setzeranlage für die alte Dame investiert, da bleibt die Jugend halt auf der Strecke. Ich würde da ja sofort hinziehen, aber die wollen ja unbedingt einen Studierten, tja...
Also ne Setzeranlage gibt es soweit ich weiß nicht...und wenn du das wirklich willst, würde ich das trotzdem mal versuchen, katholische Gemeinden im Bistum Münster sind da nicht an Examina gebunden. Allerdings musst du dann damit rechnen, auch nur nach C bezahlt zu werden.
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hinterSatz
, Köln, Sonntag, 30. Dezember 2012, 19:14 (vor 5052 Tagen) @ P.Kampf
Die Orgel scheint ja zumindest über jeden Zweifel erhaben zu sein. Das Schwellpositiv vermute ich mal in dem jalousierten breiten unteren Kasten ? aber wo, Grundgütiger, ist der Spieltisch ? Reglos...
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P.Kampf, Sonntag, 30. Dezember 2012, 19:22 (vor 5052 Tagen) @ hinterSatz
Die Orgel scheint ja zumindest über jeden Zweifel erhaben zu sein. Das Schwellpositiv vermute ich mal in dem jalousierten breiten unteren Kasten ? aber wo, Grundgütiger, ist der Spieltisch ? Reglos...
Links, neben dem "Rückpositiv" (es sieht nur so als als sei das eines) auf einem kleinen Podest, die Brüstung und die Treppe sind in der neuen Farbfassung weiß.
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hardy, Montag, 31. Dezember 2012, 14:12 (vor 5051 Tagen) @ P.Kampf
Ja, und soviel ich weiß, ist das Hauptwerk unten hinter den "Stäbchen". Der Klais hat da schon ganz schön merkwürdig gebaut :) aber der Spieltisch ist fast mittendrin, für eine Pneumatik sind die kurzen Wege dann natürlich gut.
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hinterSatz
, Köln, Montag, 31. Dezember 2012, 20:59 (vor 5051 Tagen) @ hardy
Handelt es sich um eine rein pneumatische Tonventilsteuerung ? Oder um eine Elektropneumatik ?
Merkwürdig ist diese Orgel allerdings, das Instrument mal kennen zu lernen, würde eine Bewerbung ja schon lohnen...
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Cantor, Dienstag, 01. Januar 2013, 10:16 (vor 5050 Tagen) @ hinterSatz
Hallo,
die Orgel wird pneumatisch gesteuert. Diese Orgel sieht zwar sehr merkwürdig aus, ist aber vom Klang eine der tollsten romantischen Orgeln in ganz NRW! Allein schon von der Disposition her, lasse ich da die "Schwester" in St. Elisabeth Bonn stehen. Sie klingt wie eine Kathedralorgel, allein schon durch das Hochdruckwerk, es steht glaube ich auf 170 mm WS! Auch die Bombarde 32´ knattert ordentlich. Das die Kantorenstelle dort so oft bsetzt werden musste, liegt glaube ich am ehem. Propst. Er ist selbst B-Kirchenmusiker und studierter Sänger, ich glaube für die Kollegen war es dort nicht immer leicht..... Aber jetzt ist ja ein neuer Propst im Amt, vielleich wird die Stelle ja bald wieder besetzt. Dieser Traum-Orgel wäre es zu wünschen.
Gruß Cantor
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stein
, Dienstag, 01. Januar 2013, 13:03 (vor 5050 Tagen) @ Cantor
Ich habe eine alte CD mit Werken von Feliks Nowowiejski bei mir. Sehr schöne Interpretation durch Jerzy Erdman. Damit wurde mir damals der Komponist, Interpret und die Orgel erst bewusst.
gruss stein
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hinterSatz
, Köln, Dienstag, 01. Januar 2013, 17:39 (vor 5050 Tagen) @ Cantor
Die pneumatische Ansteuerung erklärt dann vielleicht auch die etwas seltsam anmutende Konstruktion, hier geht es wohl in erster Linie um kurze, gleichmäßige Wege für die Pneumatik.
Hat die Traktur eine hohe Latenz ? Ich erinnere mich da ungute an ein elektropneumatisches Ungeheuer der Firma Welte aus meiner Jugendzeit....
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P.Kampf, Dienstag, 01. Januar 2013, 19:33 (vor 5050 Tagen) @ hinterSatz
Die pneumatische Ansteuerung erklärt dann vielleicht auch die etwas seltsam anmutende Konstruktion, hier geht es wohl in erster Linie um kurze, gleichmäßige Wege für die Pneumatik.
Hat die Traktur eine hohe Latenz ? Ich erinnere mich da ungute an ein elektropneumatisches Ungeheuer der Firma Welte aus meiner Jugendzeit....
Ich kann mir vorstellen, dass es gar nicht so einfach ist, eine Orgel mit 3 Schwellwerken in diese Nische zu konstruieren, so dass sich die Werke nicht gegenseitig im Weg stehen. Mir würde im Moment kein anderer geeigneter Platz für einen Spieltisch einfallen, die Empore ist vor der Orgel gerade mal groß genug, dass man von der einen auf die andere Seite gehen kann und auf der Chorempore im Seitenschiff hat man nicht mehr so viel direkten Kontakt zum Instrument...
Interessanterweise ist der Platz des Klais-Spieltisches gar nicht mal so unhistorisch...an der anderen Seite der Orgel - gegenüber dem heutigem Spieltisch - sieht man heute noch, wo der alte Spielschrank war und die Ausschnitte für die Registerzüge im Gehäuse wieder zugemacht wurden.
Regerfans nach vorn...
Karsten, Dienstag, 01. Januar 2013, 14:07 (vor 5050 Tagen) @ hardy
bearbeitet von Karsten, Dienstag, 01. Januar 2013, 14:11
Warum können/wollen dort nicht mal vernünftige Vergütungen gezahlt werden? Man ist insofern nicht an Vergütungsrichtlinien gebunden, als daß man doch sicher noch freiwillig etwas "drauflegen" könnte :)
Ja, könnte man vielleicht, wenn man denn noch darf. Nur muss man dann diesen Mehrposten auch rechtfertigen können. Und bei dem sich überall zeigenden Sparzwängen und Haushaltskürzungen wird es schwierig, solche Mehrkosten durchzubringen.
Von einer solchen Problematik ist gerade einer befreundete Organistin (B-Kirchenmusikerin, Bistum Trier) betroffen: Sie ist u.a. Organistin an einer recht neuen und guten Orgel. Die Gemeinde sagte sich (zu Recht): Wenn wir schon eine solche gute Orgel haben, dann wollen wir auch jemanden, der sie gut nutzt. Daher ist nun eine B-Kirchenmusikerin auf einer "C-Stelle", die Gemeinde zahlt entsprechend "drauf" und ist auch mit der Arbeit sehr zufrieden.
Im Rahmen der üblichen Umstrukturierungen (die Gemeinden gehen in "Seelsorgeeinheiten" und "Pastoralen Räumen" auf) werden demnächst auch neue Arbeitsverträge fällig. Unwahrscheinlich, dass sich die Gemeinde bei den notwendigen Sparmaßnahmen noch ein B-Kirchenmusiker-Gehalt zahlen kann - bzw. "darf".
Von Seiten des neuen Pfarers wird es da wohl wenig Unterstützung geben. An Kichenmusik hat er wenig Interesse, höchstens finanzielles: Als die Organistin in einer Besprechung die seit Jahren stattfindende, rein auf Sponsorengelder basierende kleine Kirchenkonzertreihe vorstellte, war die erste Frage des Pfarrers: "Und was bringt die Konzertreihe der Gemeinde ein?" - den Rest kann man sich ja denken.
Gruß
Karsten
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