Winddruck-Schwankungen
Dass es den "stabilen Wind" noch nicht wirklich lange gibt, ist klar. Bei in dieser Hinsicht entweder erhaltenen oder rekonstruierten barocken Orgeln kann man ja bei vollgriffigen Akkorden oft einen Effekt hören, der sich wie ein Auftakt anhört: Der Akkord klingt sehr kurz, bricht dann fast bis auf Nichts zusammen und steht dann wieder.
Denselben Effekt habe ich aber auch bei erheblich neueren Orgeln gehört, beispielsweise bei der Schweriner Ladegast-Orgel. Auch dort geht die Orgel bei vollgriffigen Akkorden kurrzeitig in die Knie, wobei es aber eben nie zu einem gleitenden Ton kommt, sondern immer zu einer Art Staccato-Effekt.
Meine Frage jetzt: Es ist ja wohl anzunehmen, dass Ladegast durchaus in der Lage war, den Windverbrauch seiner Orgeln korrekt zu veranschlagen. Könnte es also eventuell sein, dass diese Winddruckschwankungen gar beabsichtigt waren als Charakteristikum? Hervorgerufen werden sie ja - würde ich mal vermuten - nicht durch eine prinzipiell zu knappe Windversorgung, sondern dadurch, dass im Windkasten der Windlade kurzzeitig der Winddruck kollabiert, also der Zustrom zur Windlade nicht groß genug ist.
Fabian
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- Winddruck-Schwankungen - Fabian Brackhane, 20.12.2012, 07:40
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