Rheinberger-Zyklus KREFELD
OrgelSB, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 09:46 (vor 5074 Tagen)
Hallo zusammen,
im kommenden Jahr findet in der Stadtkirche St. Dionysius zu Krefeld eine Rheinberger-Zyklus statt, wobei alle Orgelsonaten in chronologischer Reihenfolge über das gesamte Jahr erklingen.
Termine:
Sonntag 13.01.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 1 - Sonaten Nr. 1 u. 2
Domorganist Rolf Müller (Altenberg), Orgel
Sonntag 03.02.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 2 - Sonaten Nr. 3 u. 4
Armin Lamar (Saarlouis), Orgel
Sonntag 24.02.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 3 - Sonaten Nr. 5 u. 6
Prof. Dr. Martin Weyer, (Marburg), Orgel
Sonntag 17.03.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 4 - Sonaten Nr. 7 u. 8
Regionalkantor Andreas Cavelius (Krefeld), Orgel
Sonntag 14.04.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 5 - Sonaten Nr. 9 u. 10
Prof. Ulrik Spang-Hanssen (Aarhuis, DK), Orgel
Sonntag 28.04.2013
16.30 Uhr
Orgelkonzert
Sonderkonzert außerhalb der Konzertreihe „Orgelzyklus 2013“
Prof. Daniel Zaretzky (St. Petersburg – Russland)
Sonntag 05.05.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 6 - Sonaten Nr. 11 u. 12
Regionalkantor Andreas Cavelius (Krefeld), Orgel
Sonntag 09.06.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 7 - Sonaten Nr. 13 u. 14
Regionalkantor Andreas Cavelius (Krefeld), Orgel
07.07.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 8 - Sonaten Nr. 15 u. 16
Isabelle Demers (Kanada), Orgel
Sonntag 29.09.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 9 - Sonaten Nr. 17 u. 18
Paolo Oreni (Mailand, Italien), Orgel
Sonntag 17.11.2013
16.30 Uhr
Konzert Nr. 10 - Sonaten Nr. 19 u. 20
Ute Gremmel-Geuchen (Kempen) Orgel
Änderungen vorbehalten
Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei - es wird eine Kollekte gehalten.
Bei dem Instrument der Dionysiuskirche handelt es sich um eine Klais-Orgel, die wir im Jahre 2007 feierlich einweihen durften. Das Instrument besitzt 40 Register verteilt auf drei Manuale und Pedal.
![[image]](images/uploaded/2012121209451450c8522aeabe2.jpg)
Grüße aus Krefeld,
Simon
P.S.: Wer Fragen o.ä. hat einfach bitte melden.
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Reinhard Kluth
, Tübingen, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 12:08 (vor 5074 Tagen) @ OrgelSB
Tolle Sache. Genau das werde ich im kommenden Jahr auch veranstalten. Man sollte die Rheinberger-Orgelwerke nicht unterschätzen.
Reinhard Kluth
Rheinberger-Zyklus KREFELD
IvesDKerne
, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 12:12 (vor 5074 Tagen) @ Reinhard Kluth
ubd ich dachte, Sie gehen in Rente. ;-)))
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Reinhard Kluth
, Tübingen, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 19:32 (vor 5074 Tagen) @ IvesDKerne
Rente? Was ist das? Gibt es irgendeinen pensionierten Kirchenmusiker, der sich komplett von seiner Tätigkeit zurückzieht? Ich gehöre jedenfalls nicht dazu.
Herzl.Gruß, Reinhard Kluth
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Axel
, Mechernich, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 21:53 (vor 5074 Tagen) @ Reinhard Kluth
Och, ich kenne sogar einige, die nie wieder eine Kirche betreten haben. So viel Spaß hat es bei Kirchens gemacht.
Grüße
Axel
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Orlos, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 22:07 (vor 5074 Tagen) @ Axel
Es ist bei Hauptamtlichen sogar eher die Regel. Ich kenne nur einen, der nach einem Jahr überhaupt wieder an die Orgel gekommen ist, um Vertretungen zu übernehmen. Alle anderen haben nie wieder an einer Orgel hören lassen, zwei sind sogar geradezu antikirchlich geworden. In einem Fall hat sich die Frau erst wieder in eine Kirche getraut, als ihr Mann (hauptamtlicher Kirchenmusiker) gestorben war.
Rheinberger-Zyklus KREFELD
otto krämer, Mittwoch, 12. Dezember 2012, 22:24 (vor 5074 Tagen) @ Orlos
Wenn man bei Kirchen's 35 Jahre Dienst geschoben hat, war man aufgrund der großzügigen Dienstzeitberechnung ja auch eigentlich 60 Jahre im Dienst....wenn man die Arbeit ernst genommen hat.
Manchen reicht das dann auch.
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 07:18 (vor 5073 Tagen) @ otto krämer
Dieses Gejammere. Niemand ist gezwungen, sein ganzes Berufsleben bei Kirchens zuzubringen. Wenn das da alles sooo schrecklich ist, warum suchen sich die Damen und Herren Kirchenmusici keinen anderen Job? Sollen Sie doch Konzertorganisten werden, davon kann man auch leben, wie manche es beweisen.
Ich könnte meine Finger bei Eintritt ins Rentenalter nicht von der Orgel lassen - das wäre für mich völlig undenkbar. Es stellt sich nur die Frage, ob man mich dann noch hören will...oder ob überhaupt noch Leute kommen....
--
Gruß vom Niederrhein
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Reinhard Kluth
, Tübingen, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 10:10 (vor 5073 Tagen) @ Tabernakelwanze
Völlig richtig! So sehe ich es auch. Wenn ich mal in die Runde der "verrenteten" Kollegen schaue, stelle ich fest, daß die sogar meistens, wenn sie konzertieren volles Haus haben. (siehe z.B. O.G.Blarr oder V.Scholz etc.) Ich habe gottseidank die Möglichkeit mich weiterhin an der Orgel auszutoben bzw. kirchenmusikalisch auch anderweitig tätig zu sein. Und darüber bin ich sehr sehr froh.
Reinhard Kluth
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Abstrakte, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 10:39 (vor 5073 Tagen) @ Reinhard Kluth
So ähnlich kenne ich das von unserem "Alt"-Kantor auch: er spielt jetzt mehr Orgelkonzerte als zu seiner aktiven Zeit, singt mindestens an Weihnachten immer im Chor mit und sitzt bei den Chorkonzerten auch schon mal am Continuo.
Rheinberger-Zyklus KREFELD
3rd_astronaut, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 17:46 (vor 5073 Tagen) @ Tabernakelwanze
Ich könnte meine Finger bei Eintritt ins Rentenalter nicht von der Orgel lassen - das wäre für mich völlig undenkbar. Es stellt sich nur die Frage, ob man mich dann noch hören will...oder ob überhaupt noch Leute kommen....
das ist aber sehr spekulativ aus der warte als hobbyorganist (das bist du doch auch?). in meinem hauptberuf gibt es ehemalige kollegen, die immer mal wieder vorbeischauen, andere wurden nie mehr im arbeitsumfeld gesehen. beides ist doch ok und korreliert meiner erfahrung nach weder mit dem arbeitseinsatz noch dem "jammerlevel" während der aktiven berufszeit.
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Axel
, Mechernich, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 18:51 (vor 5073 Tagen) @ 3rd_astronaut
Nee, nee, Reinhard ist hauptamtlicher Kirchenmusiker. Mir nötigt es Respekt ab, dass er so etwas gegen Ende seines Berufslebens äußert. Ich kenne das anders. Einige Kollegen haben sogar geäußert, dass sie nach dem Aussscheiden aus dem Dienst aus der Kirche austreten wollen.
@Tabernakelwanze: Danke für den guten Tip, schon geschehen. Allerdings wüsste ich gerne, wie man als Konzertorganist etwas werden soll, wenn man nicht gerade Latry heißt. Mit den allerthalben üblichen 200 Euronen pro Konzert wohl nicht. Oder ich sollte deutlich hörere Honorare ansetzen.
Das Problem liegt doch auf der Hand: Kirchenmusiker wird man aus Liebe und Leidenschaft, wohl nicht, weil man reich werden will. Und da finde ich es schon bemerkenswert, wie vielen Kollegen der einstmalige Traumberuf zum Alptraum wird. Gerade bei einer Organisation, die einen moralischen Anspruch vor sich her trägt und eben nicht das Fischereiklübchen sein will, das ein gewisser Jesus mal am See Genezareth gegründet hat.
Schöne Grüße
Axel
Rheinberger-Zyklus KREFELD
3rd_astronaut, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 22:16 (vor 5073 Tagen) @ Axel
Nee, nee, Reinhard ist hauptamtlicher Kirchenmusiker.
Weiß ich. Deswegen habe ich ja auch auf die Tabernakelwanze geantwortet ;-)
Ich bezog mich auf
Ich könnte meine Finger bei Eintritt ins Rentenalter nicht von der Orgel lassen - das wäre für mich völlig undenkbar.
hätte ich besser zitieren sollen.
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Andreas Scotty Böttcher
, Dresden, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 22:46 (vor 5073 Tagen) @ Axel
Das Problem liegt doch auf der Hand: Kirchenmusiker wird man aus Liebe und Leidenschaft, wohl nicht, weil man reich werden will.
Das sollte eigentlich für alle Musiker gelten, nicht nur für Kirchenmusiker. Für Jazzmusiker trifft das auch mehrheitlich zu. Zumindest, kenne ich niemanden, der Jazz spielt, um reich zu werden. :-)))
Aber wie sieht es in den Orchestern aus. Würde mich direkt mal interessieren, wieviel Prozent ihren Beruf nach 30 Jahren noch mit Liebe und Leidenschaft ausüben. Auch ich kenne da einige, die mit Eintritt in den Ruhestand ihr Instrument nie mehr ausgepackt haben.
Von Reinhard habe ich gar nichts anderes erwartet. Der sog. Ruhestand ist ja auch eine Riesen-Chance, sich endlich dem zu widmen, was man wirklich will - ohne Verpflichtungen und Kompromisse. Wohl dem, der dann zumindest eine ordentliche Rente kriegt. Zu denen werde ich sicher nicht gehören. Aber mal sehen, was die Zeit bis dahin noch bringt. :-)
Herzlich grüßt in die Nacht:
Scotty
--
"Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)
Rheinberger-Zyklus KREFELD
stein
, Freitag, 14. Dezember 2012, 12:54 (vor 5072 Tagen) @ Andreas Scotty Böttcher
Aber wie sieht es in den Orchestern aus. Würde mich direkt mal interessieren, wieviel Prozent ihren Beruf nach 30 Jahren noch mit Liebe und Leidenschaft ausüben. Auch ich kenne da einige, die mit Eintritt in den Ruhestand ihr Instrument nie mehr ausgepackt haben.
Ich kenne einen Geiger aus einem Rundfunkorchester, der leidenschaftlich Orgel spielt und davon stundenlang erzählen kann. Spricht man ihn auf seine Arbeit oder dem tollen Jahresprogramm seines Orchesters an, wird er kreidebleich und verstummt.
Ordentliche Rente
willscher, Samstag, 15. Dezember 2012, 10:40 (vor 5071 Tagen) @ Andreas Scotty Böttcher
Das sollte eigentlich für alle Musiker gelten, nicht nur für Kirchenmusiker. Für Jazzmusiker trifft das auch mehrheitlich zu. Zumindest, kenne ich niemanden, der Jazz spielt, um reich zu werden. :-)))
Aber wie sieht es in den Orchestern aus. Würde mich direkt mal interessieren, wieviel Prozent ihren Beruf nach 30 Jahren noch mit Liebe und Leidenschaft ausüben. Auch ich kenne da einige, die mit Eintritt in den Ruhestand ihr Instrument nie mehr ausgepackt haben.
Mein längst verstorbener Onkel war Hornist bei den Bamberger Symphonikern. Am Tage seiner Pensionierung hat er sein Horn verkauft.....
Von Reinhard habe ich gar nichts anderes erwartet. Der sog. Ruhestand ist ja auch eine Riesen-Chance, sich endlich dem zu widmen, was man wirklich will - ohne Verpflichtungen und Kompromisse. Wohl dem, der dann zumindest eine ordentliche Rente kriegt. Zu denen werde ich sicher nicht gehören. Aber mal sehen, was die Zeit bis dahin noch bringt. :-)
Ordentliche Rente: Bei mir mit Sicherheit auch nicht. Aber wir könnten zusammen Straßenmusik machen, um die Rente aufzubessern....
Herzlich grüßt in die Nacht:
Scotty
Gruß zurück!
Ordentliche Rente
Reinhard Kluth
, Tübingen, Samstag, 15. Dezember 2012, 11:53 (vor 5071 Tagen) @ willscher
tolle Idee, lieber Andreas, ich komme mit.
Gruß, Reinhard
Ordentliche Rente
Andreas Scotty Böttcher
, Dresden, Samstag, 15. Dezember 2012, 19:15 (vor 5071 Tagen) @ Reinhard Kluth
bearbeitet von Andreas Scotty Böttcher, Samstag, 15. Dezember 2012, 19:26
Hallo Andi & Reinhard,
da habe ich durchaus Erfahrung. Im Sommer 1993 habe ich im Duo mit einem Kontrabassisten Straßenmusik gemacht. Uns hat einfach mal interessiert, wie sich das anfühlt. Wir haben uns über Jazz-Standards improvisatorisch ausgelassen und hatten unseren Spaß. Wenn die Musik gut ist, kann ich mir so ziemlich alles vorstellen.
Trotzdem:
Wenn ich mit totaler Improvisation (am besten mit einem guten Duo-Partner) im Konzertsaal, Jazzclub oder in der Kirche regelmäßig gutes Geld verdienen könnte, wäre es der Idealfall.
Grundsätzlich halte ich es da mit Dir, lieber Reinhard: "Ruhestand? Was ist das?" So lange mir die Gesundheit keinen Strich durch die Rechnung macht, habe ich nicht vor, mit dem aktiven Musikmachen - seien es Konzerte oder Studioaufnahmen - aufzuhören.
Einen schönen dritten Advent wünscht allen
Euer
Scotty.
--
"Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche." (Gustav Mahler)
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Tabernakelwanze
, Niederrhein, Freitag, 14. Dezember 2012, 07:49 (vor 5072 Tagen) @ 3rd_astronaut
Na, ich würde mich mal als nicht ganz talentfreien Landorganisten bezeichnen. Hobby-Organist würde es nicht ganz treffen, immerhin habe ich eine klitze-kleine Stelle, mit Vertrag, Urlaubs- u. Weihnachtsgeld, etc. ja, ja.
Was das Jammern angeht: Kommt das nicht in jedem Beruf vor? Hauptberuflich bin ich ein Verwaltungsmensch, und ich kann nicht sagen, dass mich das immer begeistert. Grundsätzlich aber besteht kein Grund zum Jammern.
Auch als Organist habe ich in mittlerweile 30 Dienstjahren schon manches Sträußchen ausgefochten. Das konnte mir aber die Leidenschaft für die Orgel und für die Orgelmusik oder auch für meinen Dienst nicht austreiben. Klar, meine "Dienstherren" habe ich einige Male gewechselt und natürlich sitze ich nicht an jedem Sonntag mit der gleichen Begeisterung an der Orgel, manchmal würde ich auch lieber im Bette bleiben, aber ganz davon lassen? Nee, kann ich mir nicht vorstellen.
--
Gruß vom Niederrhein
Rheinberger-Zyklus KREFELD
Manuel, Donnerstag, 13. Dezember 2012, 21:33 (vor 5073 Tagen) @ OrgelSB
Interessante Idee. Vielleicht schaffe ich es mal, das eine oder andere Konzert zu besuchen, schließlich bin ich total verliebt in manche von Rheinbergers Sonaten (vor allem Nr. 13 und 17).
Was wird denn sonst noch in den Konzerten zu hören sein?