Dom Würzburg

Bauernflöte 2' @, Sonntag, 02. Dezember 2012, 08:21 (vor 5086 Tagen)
bearbeitet von Bauernflöte 2', Sonntag, 02. Dezember 2012, 09:45

An diesem Wochenende wird der Würzburger Dom St. Kilian nach der umfangreichen Innenrenovierung wieder "dem Betrieb" übergeben.
Bereits gestern Abend wurden hierzu die Reliquien der Frankenapostel im Rahmen einer Vesper wieder an ihren Platz im Dom übertragen. Dabei ließ Domorganist Stefan Schmidt die "völlig erneuerte Klais-Orgel mächtig erklingen", wie hier zu lesen ist.

Frage an die Runde: Wie tief geht denn die "völlige Erneuerung"?

Hinweis: Das Pontifikalamt zu Wiedereröffnung am 1. Advent um 15:00 Uhr wird hier live übertragen.

Schönen 1. Advent!

Dom Würzburg

Reinhard Kluth ⌂ @, Tübingen, Sonntag, 02. Dezember 2012, 09:28 (vor 5086 Tagen) @ Bauernflöte 2'

Keine Ahnung. Aber ich möchte gerne wissen, wer die Orgel "völlig erneuert"hat.
Reinhard Kluth

Dom Würzburg

Rolf @, Sonntag, 02. Dezember 2012, 10:34 (vor 5086 Tagen) @ Reinhard Kluth

Keine Ahnung. Aber ich möchte gerne wissen, wer die Orgel "völlig erneuert"hat.
Reinhard Kluth


Die Erbauerfirma :-)
Nach meiner Kenntnis hat die "völlige Erneuerung" zum Austausch eines Registers im Positiv der Hauptorgel geführt. Weiterhin gibt es einen neuen Spieltisch im Bereich der Querhausorgel, von dem nun beide Orgeln aus gespielt werden können.
Gruß
Rolf

Dom Würzburg

JSBach @, Aachen, Sonntag, 02. Dezember 2012, 11:13 (vor 5086 Tagen) @ Rolf

auf die-orgelseite.de steht:

"bis ca. 2013 Erweiterung um eine Chororgel 2 und Anschluss an einen gemeinsamen Hauptspieltisch, von dem aus alle 3 Orgeln gemeinsam spielbar sein werden durch Steinmeyer / Göckel
Fertigstellungstermin der Chororgel und des Gesamtprojekts unsicher, da der Orgelbauer zur Zeit (2011) nicht bauen kann"


zusammen mit einer geplanten Disposition für die Chororgel 2 von Steinmeyer von 2010 mit rund 50 Registern + 4 Extensionen + 4 Pedaltransmissionen

Dom Würzburg

Bauernflöte 2' @, Sonntag, 02. Dezember 2012, 11:20 (vor 5086 Tagen) @ JSBach

Die neue Chororgel ist meines Wissen schon längst wieder hinfällig geworden...

Dom Würzburg

Contrebasson 32' @, Sonntag, 02. Dezember 2012, 11:24 (vor 5086 Tagen) @ JSBach

auf die-orgelseite.de steht:

"bis ca. 2013 Erweiterung um eine Chororgel 2 und Anschluss an einen gemeinsamen Hauptspieltisch, von dem aus alle 3 Orgeln gemeinsam spielbar sein werden durch Steinmeyer / Göckel
Fertigstellungstermin der Chororgel und des Gesamtprojekts unsicher, da der Orgelbauer zur Zeit (2011) nicht bauen kann"


zusammen mit einer geplanten Disposition für die Chororgel 2 von Steinmeyer von 2010 mit rund 50 Registern + 4 Extensionen + 4 Pedaltransmissionen


Die Infos sind aber schon lange nicht mehr aktuell und spiegeln einen alten Wunschtraum des Domorganisten wider, den dieser schon gleich bei Stellenantritt anmeldete (war damals ja auch Thema im alten, gelben Forum).

Das Projekt franz.-symph. Chororgel ist aber, meines Wissens nach, aktuell vom Tisch - was nicht nur mit der prekären Lage des Orgelbauers zusammen hing und hängt. Dementsprechend hätte ich noch nicht einmal mit dem Registertausch und dem zentralen Spieltisch gerechnet...

Der zentrale Spieltisch erfordert jedoch bei (beiden?) Orgeln eine Doppeltraktur, die spätestens jetzt ergänzt worden ist. Weiß hierzu jemand mehr?
Ansonsten hat ein Freund an den Festivitäten zur Wiedereröffnung des Doms teilgenommen, den ich gerne befragen kann.

Mit besten Grüßen
Contrebasson 32'

PS: Göckel ist nicht Steinmeyer! Das Thema hatten wir ja schon in der Vergangenheit.

Dom Würzburg

JSBach @, Aachen, Sonntag, 02. Dezember 2012, 11:27 (vor 5086 Tagen) @ Contrebasson 32'

ich habe nur die Infos von die-orgelseite weitergegeben, von daher wasche ich meine Hände in Unschuld :)

PS: "Auf dem 4-manualigen Hauptspieltisch lässt sich jedes Werk jeder Orgel beliebig einem Manual zuordnen." aber ob sich das auf den geplanten oder den (nun) existenten Spieltisch bezieht... wer weiß :P

Dom Würzburg

ThomasMP @, Sonntag, 02. Dezember 2012, 11:30 (vor 5086 Tagen) @ Rolf

Ein neuer Spieltisch weit weg von der Hauptorgel bedeutet aber doch, daß die Spieltraktur elektrifiziert wurde. Und dann soll kein weiterer Eingriff in die Substanz erfolgt sein...? So etwas ist in der heutigen Zeit mehr als merkwürdig

...findet erstaunt
Thomas aus S-H

Dom Würzburg

Karsten, Sonntag, 02. Dezember 2012, 11:40 (vor 5086 Tagen) @ ThomasMP

Ein neuer Spieltisch weit weg von der Hauptorgel bedeutet aber doch, daß die Spieltraktur elektrifiziert wurde. Und dann soll kein weiterer Eingriff in die Substanz erfolgt sein...? So etwas ist in der heutigen Zeit mehr als merkwürdig

...findet erstaunt
Thomas aus S-H

Die Koppelanlage der Hauptorgel (1969) dürfte elektrisch sein, d.h. bis auf Hauptwerk und Pedal müssten in die Spielttrakturen eingeifende Zugmagnete bereits vorhanden sein. Eine Modernisierung, Anschluss der Hauptspieltischsteuerung und Egänzung dieser Magnete dürfte sich, was den "Eingriff in die Substanz" anbelangt, noch im Rahmen halten (vor allem im Vergleich zu dem, was man alles hätte machen können/wollen).

Gruß
Karsten

P.S. Welches Register dürfte wohl "dran glauben"?

Dom Würzburg

Moritz, Sonntag, 02. Dezember 2012, 12:52 (vor 5086 Tagen) @ Karsten

Hallo zusammen,

also: ich denke, die Spekulationen sind soweit alle richtig. Die Koppeln der Hauptorgel waren und sind elektrisch. Auch das Hauptwerk könnte schon Magnete eingebaut haben wegen der Koppel HW/Ped. Somit hätte nur noch das Pedal elektrifiziert werden müssen. Auch die mechanische Spieltraktur der Querhausorgel musste nun mit ziemlicher Gewissheit einer elektrischen weichen, denn was ich sicher weiss: Der ehem. 2 manualige Spieltisch der Querhausorgel mit mechanischer Spieltraktur ist verschwunden. An seiner Stelle steht jetzt der neue Generalspieltisch für beide Orgeln. Das macht die Mechanik der kleinen Orgel überflüssig. Im katholischen Würzburger Sonntagsblatt steht darüber hinaus zu lesen, weshalb diese Maßnahme u.a. notwendig war: Es war kaum möglich, beispielsweise einen Kantor am Ambo in 80 Meter Entfernung von der Hauptorgel aus zu begleiten, da er schlichtweg zu weit weg war. Vom Querhaus aus war das zwar möglich, die 20 Register der Querhausorgel waren aber zur Begleitung des Gemeindegesangs im Hauptschiff natürlich viel zu schwach. Mit der neuen Lösung ist nun folgendes erreicht: Der Organist ist dem Geschehen im Altarraum näher und kann zudem die große Orgel durch die kleine Schwester im Querhaus verstärken. Ausserdem wurden die Orgeln ausgereinigt, die Intonation wurde etwas grundtöniger gestaltet ohne das urspr. Klangbild zu sehr zu verändern. Ausserdem wurde die mech. Spieltraktur der HO etwas feinfühliger gestaltet, was durch eine Veränderung der Ventilfeder-Stärken/Härten erreicht werden konnte. Weiter wurden Maßnahmen der besseren Stimmhaltung des Schwellwerks hinter der Uhr durch Isolierung des Schwellkastens getroffen. Last but not least bekamen die Gehäuse einen neuen Anstrich.
Im Januar findet eine Vorführung des neuen Spieltisches statt, da werde ich Stefan Schmidt mal die o.g. Spekulationen ausräumen lassen :-)

Übrigens: Bei dem neuen Register handelt es sich um eine Trompete 8', die im Positiv (meines Wissens statt der Zimbel 1/6') eingebaut wurde. Ausserdem gibt's zusätzlich nun auch noch eine Celesta. Die Arbeiten führte die Fa. Klais aus.

Viele Grüße aus Würzburg,
Moritz

Dom Würzburg

otto krämer, Sonntag, 02. Dezember 2012, 14:19 (vor 5086 Tagen) @ Bauernflöte 2'

...warum schafft man es nicht wenigstens für diesen Festgottesdienst, Bläser und Orgel wirklich mit- statt übereinander zu stimmen....ärgerlich.

Dom Würzburg

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Sonntag, 02. Dezember 2012, 15:26 (vor 5086 Tagen) @ Moritz

Habe noch gesehen, dass die - ehemalige - Grosse Septime 1 1/15 im Positiv scheinbar zur einer "normalen" Septime 1 1/7 gerückt wurde, jedenfalls steht dass so in Wiki.

Auch zu vertreten...

Grüsse

TH

--
Thomas Haubrich

Dom Würzburg

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Montag, 03. Dezember 2012, 10:42 (vor 5085 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von untersatz32, Montag, 03. Dezember 2012, 11:16

Wüsste im Übrigen auch nicht, warum man die schöne Würzburgerin komplett "auf links" machen sollte, bzw. umkrempeln... War für mich seit je eine tolle Orgel. Muss ja nicht in jeder Kiste eine Riesenbatterie an Flutes harmoniques rumfliegen. Hat dort ja auch Soloflöten und Streicher drinnen. Bei mir in Amriswil mussten wir z.B. die in den Sechzigern unvorteilhaft umintonierten Flöten und Streicher aus den 30ern überhaupt erst wieder aufpolieren.

Je nu, eine Trompete gegen eine Zimbel ausgetauscht - geschenkt, und die - für meine Ohren grottenschief tönende - grosse Septime 1 1/15 gegen kleine Septime 1 1/7, die "wärmer" und "richtiger" klingt: meinetwegen; und das zudem noch von der Erbauerfirma..

Ausreinigung, und vorsichtig die Intonation anpassen auch ok; aber die ganze Orgel schlechtreden..... Nee.

Sorry wegen Gross-/Kleinschreibung - vom Handy aus gesendet...

68er-Jahre-Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

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