Orgelnachspiel Christmette/Stille Nacht-Toccatina

Cor de Basset, Samstag, 01. Dezember 2012, 15:47 (vor 5085 Tagen) @ mh
bearbeitet von Cor de Basset, Samstag, 01. Dezember 2012, 16:28

Guten Tag zusammen,
in der Christmette am Heiligen Abend ist bei standardgemäß "Stille Nacht" nach dem Segen vorgesehen (inkl. Kirchenbeleuchtung aus etc.).
Bislang hat mich mein unmittelbar anschließendes Orgelnachspiel leider selbst nicht ganz überzeugt (meist habe ich über "Stille Nacht" improvisiert).
Das Problem aus meiner Sicht: Einerseits geht ein großer Festgottesdienst zu Ende, der ein gewichtiges und eher kräftiges Nachspiel erfordert, andererseits schließt die Messe ja sehr besinnlich.
Wie sind eure Erfahrungen? Was spielt ihr nach "Stille Nacht"?
In diesem Zusammenhang: Weiß jemand, wie das Publikum auf Andreas Willschers "Stille Nacht"-Toccatina reagiert? Ist ein tolles Stück, aber an eben jener Stelle ...?
Danke schon mal für eure Anregungen
Markus

Muss es unbedingt eine Komposition über "Stille Nacht" sein? Hinsichtlich der inhaltlichen Aussage dieses Liedes halte ich ein kräftiges Nachspiel über diese Melodie für etwas verfehlt - ein ähnliches Problem stellt sich im Übrigen (wenn auch in anderem liturgischen Kontext) beim gregorianischen Thema "Ave Maris Stella": So beeindruckend z. B. Pierre Cochereaus 15 improvisierte Versetten über diese Melodie sind, so sehr gehen sie inhaltlich an der Aussage des Textes vorbei, und zwar schon gleich in der ersten Variation. Charles Tournemire ist da sehr viel sensibler, wie man hören kann.

Wie wäre es denn stattdessen für die Christmette mit der Toccata-Gigue on the Sussex Carol von George Baker? Sie ist hier erhältlich.

Wenn es aber auf jeden Fall "Stille Nacht" sein soll, wäre auch ein Stück von Jan Janca gut geeignet: aus den Ausgewählten Choralvorspielen, Heft 1: Advent und Weihnachten, die Nr. 11, davon der letzte Satz, ein festliches Nachspiel über "Stille Nacht".


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