Restaurierung von Bittner-Orgeln in Berching und Beilngries

Regerman @, Dienstag, 27. November 2012, 21:09 (vor 5087 Tagen)

In der mittelbayerischen Region Beilngries (Diözese Eichstätt) sind innerhalb Jahresfrist zwei Orgeln der Dynastie Bittner restauriert worden.

2011 restaurierte Sandtner / Dillingen die aus dem Jahr 1850 stammende Johann Michael Bittner (Nürnberg, 11/I/P) in St. Lorenz / Berching. Sie hat mechanische Schleiflade und einen freistehenden Spieltisch.

Bittner-Orgel Berching (1850/2011)

Am 25. November 2012 wurde die größte erhaltene Josef Bittner (Eichstätt, 42/III/P, erbaut 1913, pneumatische Laden) wieder eingeweiht. Diese Restaurierung lag in Händen von Kuhn / Männedorf, auf deren Homepage es viele detaillierte Informationen dazu gibt..

Bittner-Orgel Beilngries (1913/2012)

Beim abendlichen Konzert bewies der Eichstätter Domorganist Martin Bernreuther ein feines Gespür für die delikaten Klangfarben der Bittnerin. Die Töne kommen weich und mild, nie gewalttätig im Kirchenschiff an, die 4 Zungenregister fügen sich tragfähig, aber dezent in den Gesamtklang ein. Die schönen 8’-Labiale gefallen durch einen cremig-feinen, lichten Strich, der nie mulmig-fett wird. Auch Bach ist gut darstellbar, besonders überzeugend kommt natürlich die Literatur der deutschen Romantik zur Geltung. Beide Instrumente sind eine Reise wert!

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beste Grüße
Regerman

Restaurierung von Bittner-Orgeln in Berching und Beilngries

Florgel @, Mittwoch, 28. November 2012, 11:06 (vor 5086 Tagen) @ Regerman


Am 25. November 2012 wurde die größte erhaltene Josef Bittner (Eichstätt, 42/III/P, erbaut 1913, pneumatische Laden) wieder eingeweiht. Diese Restaurierung lag in Händen von Kuhn / Männedorf, auf deren Homepage es viele detaillierte Informationen dazu gibt..

Bittner-Orgel Beilngries (1913/2012)

Beim abendlichen Konzert bewies der Eichstätter Domorganist Martin Bernreuther ein feines Gespür für die delikaten Klangfarben der Bittnerin. Die Töne kommen weich und mild, nie gewalttätig im Kirchenschiff an, die 4 Zungenregister fügen sich tragfähig, aber dezent in den Gesamtklang ein. Die schönen 8’-Labiale gefallen durch einen cremig-feinen, lichten Strich, der nie mulmig-fett wird. Auch Bach ist gut darstellbar, besonders überzeugend kommt natürlich die Literatur der deutschen Romantik zur Geltung. Beide Instrumente sind eine Reise wert!


Sehr beachtlich, dass man dort den stolzen Preis von 700000€ für eine Renovierung aufgebracht hat. Schon einigermaßen fortschrittlich ist, dass man Taschenladen gewählt hat und am entscheidenden Punkt eine pneumatische Traktur.
Wenn man schon nicht mehr die alten Schlüsselladen verbaut, hätte man auch Kegelladen nehmen können. Hochwertige Rohlinge sind günstig zu haben. Aber vielleicht hat Kuhn ja die Taschenladen so perfektioniert, dass diese noch besser sind. Noch mehr Frage ich mich, wieso man so aufwendig eine Mechanik gebaut hat. Brauche ich an einer solchen Orgel ein mechanisches Spielgefühl?

Nein, ich kenne die Orgel nicht, habe aber vor, demnächst dort anzuklopfen,
Nein, ich will auch nicht großartig herumnörgeln, der Klang der Orgel ist sicher großartig und die Verarbeitung sehr gut. Angesichts des Anspruchs des Hauses Kuhn und des stolzen Preises wird man aber solche Fragen schon stellen dürfen.

Wie immer gilt aber natürlich: Erst mal spielen! Das werde ich versuchen und dann höffentlich bald ein paar Antworten mitbringen.


Viele Grüße,
Florian

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