Orgelunterricht in Augsburg gesucht

alla_marcia, Dienstag, 27. November 2012, 13:12 (vor 5087 Tagen) @ Hausorgler

Allerdings geriert man sich da ein wenig huldvoll-spätbarock und stellt gleich seine Bedingungen:

  • Schriftliche Empfehlung des Ortspfarrers
  • Mitwirkung in einem kirchlichen Chor des Heimat- oder Studienortes
  • Bereitschaft zu kostenlosem aushilfsweisem Organistendienst

Das finde ich etwas anmaßend. Können sich die das wirklich noch leisten?
fragt sich verwundert
der Hausorgler


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Ja, ich denke, das können sie - solange niemand Widerspruch einlegt.

Insbesondere die Forderung nach "Bereitschaft zu kostenlosem aushilfsweisem Organistendienst" finde ich unverschämt. So ein kleiner "aushilfsweiser" Organistendienst ist ja mit der einen Stunde Messvertretung nicht getan. Man hat An- und Abfahrt (Fahrgeld wird garantiert auch nicht gezahlt, also kann man sehen, dass man auf eigene Rechnung zur Kirche kommt - man zahlt also sogar noch drauf). Und wenn man etwa die Vorabendmesse am Samstag übernimmt, kann man an dem Tag nicht großartig wegfahren.

Und wenn der anfahende Organist der Gemeinde einmal den kleinen Finger gereicht hat, ist gleich die ganze Hand weg. Bei "ab und zu" bleibt es dann leider nicht. Natürlich alles soli deo gloria.

Wer zahlt eigentlich die Noten? Gerade anfahende Organisten brauchen da jede Menge Material, was sie natürlich wieder aus der Privatschatulle zahlen dürfen.


Wenn ich in meiner Jugend ein solches Angebot bekommen hätte, ich hätte dankend abgelehnt. Wenn eine Diözese es nicht einmal schafft, einem orgelinteressierten jungen Menschen bessere Startchancen einzuräumen als die vorliegenden, dann braucht sich keine Gemeinde zu wundern, wenn sie später "stille Messen" ertragen muss. Das kommt alles wie ein Bumerang zurück.


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