Andreas Petersen in St. Andreas, D-Altstadt
Hallo Forum,
Andreas Petersen spielte die “Sonntagsorgel” in St. Andreas, D-Altstadt. Zuerst hatte er eine Art Symphonie zusammengestellt: Er ließ diese Stücke ohne nennenswerten Abstand aufeinander folgen. BWV 547, die Air aus der D-Dur-Suite BWV 1068 und “Jesu bleibet meine Freude” aus der Kantate BWV 147. Das C-Dur Praeludium kam in raschem Tempo, welches Petersen aber bestens durchzuhalten imstande war. Die Fuge begann registermäßig ausgelichtet, wurde dann aber verdichtet und zuletzt mit Zungen ein wenig (zu?) stark aufgebrezelt. Die viel gespielte - und oft verkitschte - Air kam hier geschmackvoll abgesetzt (A gegen A’ und B gegen B’) mit verschiedenen Flöten. Effektvoll dann der cf. (Cromorne) im 147. Herrliches Bach-Spiel.
Im zweiten Teil des Konzerts gab es eine Fünfergruppe “Lobet den Herren”. Hörenswert und interessant in der Harmonik Michelsen, fugiert Walther, wiegend BWV 650, leicht jazzig Michel und wieder harmonisch anspruchsvoll Reger. Leider nur gut 30 Hörer spendeten aufrichtig Beifall.
Geiz gehört zu den besonders widerwärtigen Sünden. Um so unverständlicher, daß gerade kirchliche Veranstalter gerne und oft mit Informationen über die Orgelkonzerte geizen. Im vorliegenden Fall waren und sind im Netz für die letzten drei Novemberwochen lediglich die Termine aufgelistet: Kein Spieler, kein Komponist und erst recht kein vollständiges Programm. Da darf man sich nicht wundern, wenn die potentiellen Hörer lieber auf der warmen Couch bleiben als auf Verdacht bei naß-kaltem Wetter der Kirche zuzustreben. Wer dennoch da war, weiß anhand des Programmzettels jetzt immerhin die Namen bis Ende Dezember (immer 16:30h):
25.11. Prof. Dr. Scherers
02.12. Marcel Ober
09.12. Stefan Oechsle
16.12. “Pro Brasil e.V.”
23.12. Martin Meyer
30.12. Heinz Terbuyken mit Stefan Oechsle (Flöte)
Achtung: Terminliche Kollisionen mit St. Antonius, D-Oberkassel
Gruß Clemens Schäfer
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Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)