Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Dienstag, 13. November 2012, 16:21 (vor 5102 Tagen)

Hallo,
Christkönig steht vor der Tür und ich habe beschlossen die "Missa Stella Maris" von Peter Griesbacher wieder einmal singen zu lassen. Jedem aufgeschlossenen Kirchenmusiker sei diese Musik ans Herz gelegt. Die Messe ist nicht so schwer, aber sehr wirkungsvoll. Zur Zeit ihrer Entstehung war sie ein Skandal, zu offensichtlich war ihr neudeutscher, weltlicher Charakter und die Cäcilianer setzten angeblich sogar einen Schlägertrupp auf Griesbacher an, um ihn aus Regensburg zu vertreiben. Allerdings war die Messe nicht nur in Deutschland, sonder auch in den USA ein großer Erfolg und Griesbacher wurde später zu einer Konzertreise eingeladen auf der er die große "Missa Americana" schrieb. Ich würde mich freuen, wenn sich auch jemand von euch entschließen würde, sich dieser vielleicht eigenwilligen, aber keineswegs schlechten Musik wieder anzunehmen. Andere Griesbachersachen sende bei Interesse gerne in Kopie zu, denn die Ausgaben (teilweise von Griesbacher mit Widmung versehen und signiert) sind inzwischen gemeinfrei. Einfach E-mail an mich.

Grüße
Franz

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

zehnzweidrittel @, Dienstag, 13. November 2012, 18:32 (vor 5102 Tagen) @ FranzS.

Danke für die "Erinnerung" an diese Messe - wir haben die im Repertoire im Neustädter Kirchenchor - zuletzt 2007 aufgeführt. Es wird Zeit, sie für 2013 mal wieder einzuplanen.
Die "Missa mater admirabilis" ist ebenfalls aufführenswert. Daher bin ich an weiteren Griesbachereien auf jeden interessiert!

Herzliche Grüße

zehnzweidrittel

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

Gonzaga @, Dienstag, 13. November 2012, 19:31 (vor 5102 Tagen) @ zehnzweidrittel

Die "Missa mater admirabilis" haben wir in unserem Kirchenchor auch im Repertoire. Ich habe sie aber auch schon seit einigen Jahren nicht mehr aufgeführt. Durchaus lohnenswert!

Schöne Grüße
Gonzaga

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

flautado, Dienstag, 13. November 2012, 20:08 (vor 5102 Tagen) @ Gonzaga

Danke für die Erinnerung an die "Stella maris". Ist jetzt auch schon ein paar Jahre her. Glaube, dass ich sie zu Ostern mal gemacht habe. Kommt für 2013 mal auf die "to do"-Liste


Grüsse

flautado

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Dienstag, 13. November 2012, 20:40 (vor 5102 Tagen) @ zehnzweidrittel

Die "Missa mater admirabilis" ist ebenfalls aufführenswert. Daher bin ich an weiteren Griesbachereien auf jeden interessiert!

Herzliche Grüße

zehnzweidrittel

da hätte ich speziell für dich was Interessantes und zwar die "Missa in honorem St. Crucis" op. 228. Die kann ich zur Zeit leider nicht machen, weil der Chor derzeit einfach nicht groß genug ist. Diese Messe ist ein Spätwerk und wurde in meiner Kirche um 1925 uraufgeführt. Diese Messe ist sehr subtil und höchstchromatisch. Die thematische Verarbeitung verschwindet fast gänzlich zugunsten der Harmonik und der Dynamik- ein wahrhaft monumentales Werk, welches einen Stadtkirchenchor verlangt.

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

zehnzweidrittel @, Dienstag, 13. November 2012, 21:11 (vor 5102 Tagen) @ FranzS.
bearbeitet von zehnzweidrittel, Dienstag, 13. November 2012, 21:20

da hätte ich speziell für dich was Interessantes und zwar die "Missa in honorem St. Crucis" op. 228. Die kann ich zur Zeit leider nicht machen, weil der Chor derzeit einfach nicht groß genug ist. Diese Messe ist ein Spätwerk und wurde in meiner Kirche um 1925 uraufgeführt. Diese Messe ist sehr subtil und höchstchromatisch. Die thematische Verarbeitung verschwindet fast gänzlich zugunsten der Harmonik und der Dynamik- ein wahrhaft monumentales Werk, welches einen Stadtkirchenchor verlangt.

... das klingt höchst interessant. Wie groß sollte der Chor sein (insbesondere wegen Stimmenteilungen)?
In Sachen Harmonik haben wir in Neustadt a. d. Waldnaab mit der Messe D-Dur von Dvorák wohl unsere (derzeitige) Obergrenze der Leistungsfähigkeit erreicht. Besonders im Credo sind einige heikle Stellen drin.

Auf diese Partitur wäre ich schon sehr neugierig.


Viele Grüße

zehnzweidrittel

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Dienstag, 13. November 2012, 21:29 (vor 5102 Tagen) @ zehnzweidrittel


... das klingt höchst interessant. Wie groß sollte der Chor sein (insbesondere wegen Stimmenteilungen)?
In Sachen Harmonik haben wir in Neustadt a. d. Waldnaab mit der Messe D-Dur von Dvorák wohl unsere (derzeitige) Obergrenze der Leistungsfähigkeit erreicht. Besonders im Credo sind einige heikle Stellen drin.

Die Stimmteilung geht nicht über 2x Bass und 2x Sopran hinaus, aber selbst in den ppp-Stellen braucht man einen klaren "großen" Klang damit es wirkt und in den fff-Stellen sowieso. Aus der Hüfte geschossen wurde ich sagen, da braucht man mindestens 30 Leute und eine große Orgel, damit das richtig wirkt.


Auf diese Partitur wäre ich schon sehr neugierig.

jage ich noch diese Woche durch den Kopierer. Das Ganze kostet dich irgendwann nur den Schlüssel zur Jann-Orgel, für zwei oder drei Stunden ;-)

beste Grüße nach Neumarkt

Franz

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

zehnzweidrittel @, Donnerstag, 15. November 2012, 17:24 (vor 5100 Tagen) @ FranzS.

Auf diese Partitur wäre ich schon sehr neugierig.


jage ich noch diese Woche durch den Kopierer. Das Ganze kostet dich irgendwann nur den Schlüssel zur Jann-Orgel, für zwei oder drei Stunden ;-)

beste Grüße nach Neumarkt

Franz

Servus Franz,

zu diesen Tarifen kaufe ich ganz besonders gerne ein. Die Orgel steht dir offen - aber bitte nach Neustadt a. d. Waldnaab und nicht nach Neumarkt fahren (Mathis-Gebiet).
2013 könntest Du es dann gleich mit Flautados neuer Orgel verbinden.

Viele Grüße

Harald

Nachtrag; Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Dienstag, 13. November 2012, 20:50 (vor 5102 Tagen) @ FranzS.

Übrigens ist die Originalbesetzung der Griesbachermessen fast immer Chor und Orgel (in den Spätwerken wird der Orgelpart durchaus recht schwierig). Die intrumentierten Fassungen stammen meist von Paul(?)Kagerer und sind somit nur auf Wunsch des Verlages erschienen.

Nachtrag; Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

otto krämer, Dienstag, 13. November 2012, 21:14 (vor 5102 Tagen) @ FranzS.

..vielleicht LORENZ Kagerer?...den habe ich schon einmal gelesen...

Nachtrag; Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Dienstag, 13. November 2012, 21:20 (vor 5102 Tagen) @ otto krämer

..vielleicht LORENZ Kagerer?...den habe ich schon einmal gelesen...

JA GENAU! ich wusste nur eins- Josef und Franz hieß er nicht und dann gibt es nicht mehr viele Möglichkeiten ;-)

Nachtrag; Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

flautado, Mittwoch, 14. November 2012, 18:32 (vor 5101 Tagen) @ FranzS.

Servus Franz


Mir schiesst da gerade durch den Kopf, dass ich Orgelweihe nächstes Jahr habe. Und eigentlich bin ich der Meinung, dass das zu weihende Instrument im Mittelpunkt, also auch bei der Begleitung des Chores, stehen sollte. Wäre da diese Griessbacher-Messe wohl geeignet dafür? Ich kann Dir dann auch den Schlüssel für die neue Orgel gerne auch für den ganzen Tag gegen eine Kopie der Partitur überlassen:)


Beste Grüsse

flautado

Nachtrag; Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Mittwoch, 14. November 2012, 22:04 (vor 5101 Tagen) @ flautado

Servus Franz


Mir schiesst da gerade durch den Kopf, dass ich Orgelweihe nächstes Jahr habe. Und eigentlich bin ich der Meinung, dass das zu weihende Instrument im Mittelpunkt, also auch bei der Begleitung des Chores, stehen sollte. Wäre da diese Griessbacher-Messe wohl geeignet dafür? Ich kann Dir dann auch den Schlüssel für die neue Orgel gerne auch für den ganzen Tag gegen eine Kopie der Partitur überlassen:)


Beste Grüsse

flautado

Servus Markus,

eine (größere) Griesbachermesse ist dafür genau so geeignet wie die bekannten Messen von Vierne oder Widor. Gerade in den späten Messen ist der Orgelpart nicht so ganz einfach und durchaus geeignet, die dynamischen Möglichkeiten einer mittelgroßen Orgel im Rahmen eines Gottesdienstes voll und ganz auszuschöpfen. Wir könnten uns gerne mal in Regensburg treffen (quasi in der Mitte), oder auch bei mir zu Hause am Notenschrank um was Passendes auszuwählen. Ich bin ohnehin schon sehr gespannt auf deine neue Orgel.

viele Grüße
Franz

Nachtrag; Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

flautado, Donnerstag, 15. November 2012, 19:18 (vor 5100 Tagen) @ FranzS.

Können wir gerne mal tun. Bin ab Januar eh ab und zu in der Gegend um Regensburg. Da können wir uns gerne mal treffen. Würde mich freuen.


Grüsse Markus

Orgelweihe

Dorforganist @, Mittwoch, 14. November 2012, 23:10 (vor 5101 Tagen) @ flautado

Als Exilant aus dem Weise-Land würde mich aber jetzt schon interessieren: wo wird da eine neue Orgel gebaut? Und von wem?

Orgelweihe

flautado, Donnerstag, 15. November 2012, 19:17 (vor 5100 Tagen) @ Dorforganist

Die neue Orgel entsteht in Weiden-Rothenstadt, St. Marien und wird gerade in Leonberg bei Mühleisen gebaut. Geplanter Aufbaubeginn ist dann Mitte bis Ende Februar 2013. Ich zähl die Tage gerade rückwärts bis zum Abbau der alten Kloss-Orgel was dann irgendwann nach dem 6.01. stattfinden wird. Sobald mit dem Aufbau begonnen wird, stelle ich dann Fotos und Berichte ein. Freu mich schon, da das Konzept und Dispo zum Grossteil von mir ist:-)

Hier schon mal der Link auf die Mühleisenhomepage

http://www.orgelbau-muehleisen.de/de/15/Kath.-Pfarrkirche-St.-Marien.html?wid=269

Für Fragen stehe ich jederzeit zur Verfügung.


Grüsse von flautado

Orgelweihe

Martin78 @, Donnerstag, 15. November 2012, 19:53 (vor 5100 Tagen) @ flautado

Aeoline 8' im 1. Manual, über Wechselschleife Schwebung 8' im 2. Manual - wie funktioniert das technisch? Wird die Registerschleife nicht ganz gezogen?

Viele Grüße
Martin

Orgelweihe

Oliver Horlitz ⌂, Donnerstag, 15. November 2012, 22:34 (vor 5100 Tagen) @ Martin78

Aeoline 8' im 1. Manual, über Wechselschleife Schwebung 8' im 2. Manual - wie funktioniert das technisch? Wird die Registerschleife nicht ganz gezogen?

Nein, so genau ließe sich damit die Schwebung für jeden einzelnen Ton nicht einstimmen.

In der Regel wird das so gelöst, daß in den Verführungen im Stock die von einer Schleife kommen, Stellschrauben zur Winddrosselung angebracht sind. Für eine Unterschwebung wird dann erst von der "nichtschwebenden" Schleife rein gestimmt und dann von der "schwebenden" Schleife aus jeder einzelne Ton mittels der Stellschraube so eingestimmt, daß er bis zur gewünschten Frequenz abgesenkt wird.

Will man eine Überschwebung haben, muß man die Schleifen vertauschen: Dann wird von der Schleife ohne Drosselschrauben in der Verführung das Register oberschwebend gestimmt und anschließend von der anderen Schleife aus, deren Verführungen die Drosselschrauben haben, mittels dieser die Frequenz bis zur schwebungsfreien Stimmtonhöhe abgesenkt.

meint, freundlich grüßend,
Oliver

Orgelweihe

flautado, Freitag, 16. November 2012, 07:46 (vor 5099 Tagen) @ Oliver Horlitz

Guten Morgen


Genau so wird das gelöst:-) Perfekt erklärt


Grüsse in die Runde

Orgelweihe

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Donnerstag, 15. November 2012, 22:20 (vor 5100 Tagen) @ flautado

Super-Dispo! Trotz deutlich romantischem Einschlag sicher vielseitig einsetzbar!

Ist die Orgel (Ausser Prospekt) schwellbar? Das würde die Verwendung nochmals vervielseitigen :-)

Liebe Grüsse und viel Erfolg mit dem Projekt!

Thomas

--
Thomas Haubrich

Orgelweihe

flautado, Freitag, 16. November 2012, 07:53 (vor 5099 Tagen) @ untersatz32

Generalschweller war vorgesehen. Nur der Principalchor und Mixtur sollten ausserhalb des Schwellers stehen. Aus Kostengründen und wegen des zusätzlichen 8' im Pedal wurde allerdings darauf verzichtet. Die dynamische Abstufung erfolgt dann rein über die Register, wie es damals bei "Dorforgeln" in dieser Grösse ja auch üblich war. Also die Aeoline dann für das pp und eine differenzierte dynamische Steigerung dann über die 8' und 4'-Palette. Ich denke für 17 Register und Kostendeckelvorgabe ist viel rausgeholt worden. Das Fagott wird übrigens nicht zylindrisch, sondern natürlich konisch. Man könnte auch Stillposaune sagen. Aber Namen sind ja Schall und Rauch:-)


Grüsse

flautado

Orgelweihe

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Freitag, 16. November 2012, 09:51 (vor 5099 Tagen) @ flautado

...auch so sicher eine tolle Orgel! Bin mal gespannt, wenn sie feritg ist!

grüsst Thomas, der seinerzeit 7 Jahre lang auch an einer schönen mechanischen Wechselschleifen*-Orgel Dienst tat...

Thomas

(* naja, mit Gaidas Auxilliarregistern/Transmissionen hab ich ja jetzt auch fast sowas...)

--
Thomas Haubrich

Orgelweihe

flautado, Freitag, 16. November 2012, 11:46 (vor 5099 Tagen) @ untersatz32

Gaidas Auxiliare und Transmissionen sind da schon noch eine Steigerung zur Wechselschleife, würde ich behaupten;-) Wie gesagt, sobald es losgeht, werde ich hier mal was einstellen...

Orgelweihe

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Freitag, 16. November 2012, 12:34 (vor 5099 Tagen) @ flautado
bearbeitet von untersatz32, Freitag, 16. November 2012, 13:54

Jaja, schon, vor allem wenns um verschiedene Fusstonlagen geht...
Aber erstaunlicherweise funktioniert es, ohne klangliche Brüche, da die Uebergänge entsprechend ausgeglichen sind. Zwar natürlich ein Kompromiss, aber ein klanglich höchst zufriedenstellender.

Bei vielen Engländern ist ja auch z.B. die GROSSE Pedalzunge (Trombone oder Ophicleide) entweder auf die Tuba mirabilis hin intoniert oder sogar mit ihr kombiniert. Bei mir nix anderes.
Geht gut, und es hat so - neben der leisen braven 8-Pedalzunge - noch 'ne schlagkräftige 8'-Pedalzunge für c.f., Franzosen und gegen's gekoppelte Plenum (ohne den richtig "grossen" lingualen 16' oder das SW-Fagott 16' nehmen zu müssen).

Viele Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Orgelweihe

zehnzweidrittel @, Samstag, 17. November 2012, 16:22 (vor 5098 Tagen) @ flautado

Guten Abend,

die neue Mühleisen-Orgel in Rothenstadt wird der verkrausten Oberpfälzer Orgellandschaft sicher eine interessante Farbschattierung hinzufügen. Ich freue mich schon auf das Instrument und die Weihe - habt ihr schon einen Weihetermin ins Auge gefasst - ich würde gerne rechtzeitig Terminüberschneidungen vermeiden.

Viele Grüße

zehnzweidrittel


PS: Noch zwei Vorschläge für die Weihe:
- Saint-Saens, Messe op. 4
- Gounod, Messe no. 6 in G aux cathédrales

Beide Messen habe ich im Schrank und kann ich zur Ansicht anbieten.

Orgelweihe

FranzS. @, Samstag, 17. November 2012, 21:46 (vor 5098 Tagen) @ zehnzweidrittel
bearbeitet von FranzS., Sonntag, 18. November 2012, 11:06

Guten Abend,

die neue Mühleisen-Orgel in Rothenstadt wird der verkrausten Oberpfälzer Orgellandschaft sicher eine interessante Farbschattierung hinzufügen.

ich hab nichts gesagt ;-)

Orgelweihe

KarlM, Sonntag, 18. November 2012, 09:18 (vor 5097 Tagen) @ FranzS.

Hallo F

hoffentlich lesen das nicht die OSV's

Orgelweihe

FranzS. @, Sonntag, 18. November 2012, 11:07 (vor 5097 Tagen) @ KarlM
bearbeitet von FranzS., Sonntag, 18. November 2012, 11:27

Hallo F

hoffentlich lesen das nicht die OSV's

was denn, ich kann mich nicht erinnern, mich je kritisch geäußert zu haben ;-)

Orgelweihe

zehnzweidrittel @, Sonntag, 18. November 2012, 10:10 (vor 5097 Tagen) @ FranzS.

Die Konzepte der Orgeln, die ich kenne, finde ich gar nicht so langweilig.
Wichtig ist aber, dass sie aufgrund der Orgelbauer überhaupt keine verweisten oder verklosste Töne von sich geben.

In diesem Zusammenhang: Ich hätte nur zu gerne einmal eine Orgel mit astreiner Kraus-Disposition, von einem wirklich guten Orgelbauer gebaut, gehört. Vielleicht hätte ich dann dieses Dispositonskonzept verstanden.

Viele Grüße

zehnzweidrittel

Orgelweihe

FranzS. @, Sonntag, 18. November 2012, 11:05 (vor 5097 Tagen) @ zehnzweidrittel


In diesem Zusammenhang: Ich hätte nur zu gerne einmal eine Orgel mit astreiner Kraus-Disposition, von einem wirklich guten Orgelbauer gebaut, gehört.

spontan fallen mir diese Instrumente in meiner Gegend ein:
Mirskofen, Ekkehard Simon 1992, 17 Register, 2 Manuale
Landshut St. Pius, Ludwig Eisenbarth 1970, 30 Register, 3 Manuale
Saal a. d. Donau, Walcker 1965, 39 Register, 3 Manuale

Orgelweihe

FranzS. @, Sonntag, 18. November 2012, 11:25 (vor 5097 Tagen) @ FranzS.


In diesem Zusammenhang: Ich hätte nur zu gerne einmal eine Orgel mit astreiner Kraus-Disposition, von einem wirklich guten Orgelbauer gebaut, gehört.


spontan fallen mir diese Instrumente in meiner Gegend ein:
Mirskofen, Ekkehard Simon 1992, 17 Register, 2 Manuale

aus dem Gedächtnis:
HW:
Principal 8
Gedeckt 8
Flöte 4
Oktave 4
Gemshörnlein 2
Mixtur 1 1/3
Fagott 8

SW:
Flöte 8
Salicional 8
Blockflöte 4
Septenkornettino 2 2/3 + 1 3/5 + 1 1/7
Oktave 2
Zimbel 2/3

Ped.
Subbass 16
Oktavbass 8
Choralbass 4 + 1 1/3
Rauschquinte 2 2/3 + 2

Landshut St. Pius, Ludwig Eisenbarth 1970, 30 Register, 3 Manuale

HW:

Pricipal 8
Rohrflöte 8
Flöte 4
Oktave 4
Superoktave 2
Mixtur 1 1/3
Fagott 16
Trompete 8

SW:

Koppelflöte 8
Spitzgambe 8
Principal 4
Kleingedeckt 4
Quinte 2 2/3
Flageolett 2
Terz 1 3/5
Oktävlein 1
Scharff 2/3
Oboe 8

BW:

Gedackt 8
Nachthorn 4
Principal 2
Sepenthörnlein 1 + 2/5 + 2/7
Zimbel 1/3
Krummhorn 8

Ped.
Principalbass 16
Subbass 16
Oktavbass 8
Rohrgedeckt 8
Choralbass 4
Rauschpfeife 2 2/3 + 2 + 1 3/5 + 1
Posaune 16

Saal a. d. Donau, Walcker 1965, 39 Register, 3 Manuale

Rückpositiv:

Copula 8
Holzprincipal 4 (sehr spuckend)
Oktave 2
Larigot 1 1/3
Zimbel 1/2 + 2/5 + 1/3
Holzregal 4


Hauptwerk

Gedacktpommer 16
Principal 8
Spillflöte 8
Oktave 4
Schwiegl 2
Mixtur 2 + 1 1/3 + 1 + 2/3
Mixtur 1 + 1/2 + 1/3 + 1/4
Cornett 4 + 2 2/3 + 2 + 1 3/5
Fagott 16
Trompete 8

Oberwerk

Principal 8
Hohlflöte 8 *
Dolkan 4
Gambe 4 *
Superoktave 2
Glöckleinton 2 + 1 *
Cornettino 2 2/3 + 2 + 1 3/5 *
Scharff 1 + 1/2 + 1/4
Musette 8 *
Klarine 4

(* im Schwellkasten)

Pedal:

Principalbass 16
Gedecktbass 16
Oktavbass 8
Nachthorngedackt 8
Choralbass 4
Pommer 4
Flachflöte 2 + 1
Großzink 5 1/3 + 2 2/3 + 1 3/5
Rauschquinte 2 + 1 1/3
Posaune 16
Oboe 8
Singend Regal 4

Orgelweihe

Aeolinchen, Sonntag, 18. November 2012, 13:31 (vor 5097 Tagen) @ zehnzweidrittel

Die Konzepte der Orgeln, die ich kenne, finde ich gar nicht so langweilig.
Wichtig ist aber, dass sie aufgrund der Orgelbauer überhaupt keine verweisten oder verklosste Töne von sich geben.

In diesem Zusammenhang: Ich hätte nur zu gerne einmal eine Orgel mit astreiner Kraus-Disposition, von einem wirklich guten Orgelbauer gebaut, gehört. Vielleicht hätte ich dann dieses Dispositonskonzept verstanden.

Kraus hat ja nicht nur die Dispositionen zu Haus am Schreibtisch gemacht, sondern wird wohl auch Abnahmeprüfungen vorgenommen haben. Da, wo er ein positives Abnahmegutachten ausgestellt hat, können wir davon ausgehen, dass der Orgelbauer (ob Weise Kloss oder sonstwer) die Orgel ganz im Sinne des Erfinders intoniert hat.

Orgelweihe

FranzS. @, Sonntag, 18. November 2012, 14:07 (vor 5097 Tagen) @ Aeolinchen

Kraus hat ja nicht nur die Dispositionen zu Haus am Schreibtisch gemacht, sondern wird wohl auch Abnahmeprüfungen vorgenommen haben. Da, wo er ein positives Abnahmegutachten ausgestellt hat, können wir davon ausgehen, dass der Orgelbauer (ob Weise Kloss oder sonstwer) die Orgel ganz im Sinne des Erfinders intoniert hat.

Diverse Abnahmegutachten sind in der Orgeldokumentation nachzulesen und ziemlich fragwürdig. Dort wo er die Orgel in den höchsten Tönen gelobt hat, kann man davon aus gehen, dass es passt. Allerdings gibt es auch andere Abnahmegutachten, bei denen man sich wundert, warum er dem Orgelbauer überhaupt noch einen Auftrag gegeben hat. Dort ließt man z.B. "Eine besonders herzhafte Stimme ist das Septenkornett, leider wurde übersehen, wie vom Unterzeichnenden vorgesehen, diese Stimme in den Schwellkasten zu stellen" oder "Der Subbass ist sehr dezent gehalten, in den Tiefen sogar viel zu leise" oder "es ist überaus erfreulich, dass trotz des finanziellen Kalküls, dieser Orgelbau realisiert worden ist". Wenn so eine Orgel nur halbwegs in Hose gegangen ist, wurden von ihm die Selbstverständlichkeiten hochgelobt, z.B. "besondere Bemerkung verdient die wendige Ansprache der Zungen" oder "beeindruckend mischt sich die Mixtur". Sehr hochgelobt wurde die Walcker-Orgel in Saal a. d. Donau und auch ich halte diese Orgel für ein historisch wertvolles und gut gelungenes Instrument. Die Orgel müsste halt mal gründlich restauriert werden.

Orgelweihe

Florgel @, Sonntag, 18. November 2012, 15:10 (vor 5097 Tagen) @ FranzS.

Kraus hat ja nicht nur die Dispositionen zu Haus am Schreibtisch gemacht, sondern wird wohl auch Abnahmeprüfungen vorgenommen haben. Da, wo er ein positives Abnahmegutachten ausgestellt hat, können wir davon ausgehen, dass der Orgelbauer (ob Weise Kloss oder sonstwer) die Orgel ganz im Sinne des Erfinders intoniert hat.


Diverse Abnahmegutachten sind in der Orgeldokumentation nachzulesen und ziemlich fragwürdig. Dort wo er die Orgel in den höchsten Tönen gelobt hat, kann man davon aus gehen, dass es passt. Allerdings gibt es auch andere Abnahmegutachten, bei denen man sich wundert, warum er dem Orgelbauer überhaupt noch einen Auftrag gegeben hat. Dort ließt man z.B. "Eine besonders herzhafte Stimme ist das Septenkornett, leider wurde übersehen, wie vom Unterzeichnenden vorgesehen, diese Stimme in den Schwellkasten zu stellen" oder "Der Subbass ist sehr dezent gehalten, in den Tiefen sogar viel zu leise" oder "es ist überaus erfreulich, dass trotz des finanziellen Kalküls, dieser Orgelbau realisiert worden ist". Wenn so eine Orgel nur halbwegs in Hose gegangen ist, wurden von ihm die Selbstverständlichkeiten hochgelobt, z.B. "besondere Bemerkung verdient die wendige Ansprache der Zungen" oder "beeindruckend mischt sich die Mixtur". Sehr hochgelobt wurde die Walcker-Orgel in Saal a. d. Donau und auch ich halte diese Orgel für ein historisch wertvolles und gut gelungenes Instrument. Die Orgel müsste halt mal gründlich restauriert werden.

Absolute Zustimmung meinerseits. Ich bin nach wie vor schon etwas verwundert, dass er das alles so veröffentlicht hat. Wenn man betreffende Orgeln kennt, wirds schon sehr interessant. Die Konzepte finde ich aber großteils sehr gut gemacht.
Sein Ziel war wohl auch, dass auch sehr kleine und finanzschwache Pfarreien eine neue Orgel bekommen.

Grüße aus dem Kraus-Weise-Land ;)

Orgelweihe

zehnzweidrittel @, Sonntag, 18. November 2012, 15:28 (vor 5097 Tagen) @ FranzS.

"Eine besonders herzhafte Stimme ist das Septenkornett, leider wurde übersehen, wie vom Unterzeichnenden vorgesehen, diese Stimme in den Schwellkasten zu stellen"

Diese Orgel kenne ich nur zu gut. Sie hat mir damals nach der Orgelweihe die erste und einzige schriftliche Klageandrohung meines Lebens eingebracht, weil ich mich in jugendlicher Unerfahrenheit wohl etwas zu offen geäußert hatte. Jetzt ist das Lästern leichter, weil diese Firma längst Geschichte ist und auch keine Auto-Leasingverträge mehr verkaufen muss.
Allein die Qualität der Schreinerarbeiten ist unerreicht. Selbst der Laie versteht beim Anblick des Gehäuses, dass Gehrungen unheimlich schwer zu fertigen sein müssen.
Zwei Renovierungen durch gute Orgelbauer haben das Instrument spielbar erhalten bzw. eigentlich erst spielbar gemacht. Die Akustik der Kirche schenkt dem Instrument leider überhaupt nichts und lässt es so klingen, wie sie gebaut ist.


Viele Grüße

zehnzweidrittel

Orgelweihe

Aeolinchen, Sonntag, 18. November 2012, 23:11 (vor 5097 Tagen) @ zehnzweidrittel

"Eine besonders herzhafte Stimme ist das Septenkornett, leider wurde übersehen, wie vom Unterzeichnenden vorgesehen, diese Stimme in den Schwellkasten zu stellen"

Diese Orgel kenne ich nur zu gut. Sie hat mir damals nach der Orgelweihe die erste und einzige schriftliche Klageandrohung meines Lebens eingebracht, weil ich mich in jugendlicher Unerfahrenheit wohl etwas zu offen geäußert hatte. Jetzt ist das Lästern leichter, weil diese Firma längst Geschichte ist und auch keine Auto-Leasingverträge mehr verkaufen muss.
Allein die Qualität der Schreinerarbeiten ist unerreicht. Selbst der Laie versteht beim Anblick des Gehäuses, dass Gehrungen unheimlich schwer zu fertigen sein müssen.
Zwei Renovierungen durch gute Orgelbauer haben das Instrument spielbar erhalten bzw. eigentlich erst spielbar gemacht. Die Akustik der Kirche schenkt dem Instrument leider überhaupt nichts und lässt es so klingen, wie sie gebaut ist.

Wurde denn der Gemeinde damals die Abnahme überhaupt empfohlen?

Orgelweihe

flautado, Mittwoch, 21. November 2012, 17:46 (vor 5094 Tagen) @ zehnzweidrittel

Hallo zehnzweidrittel, alias Nachnamensvetter:-)


Weihetermin gibts noch keinen, bin aber schon dabei, immer mal wieder nachzubohren, dass das nicht vergessen wird und auf der bekannten langen Bank landet. Schätzungsweise könnte es ab Ende Mai/Anfang Juni möglich sein. Ich informiere gerne rechtzeitig, sobald ich was weiss.

Auf das Angebot mit der Notenansicht komme ich gerne zurück, die neue Jann-Orgel in Neustadt wollte ich ja schon lange mal sehen. Wie wäre es mit der Zeit zwischen Weihnachten und Hl. Drei König? Da hätte ich zumindest Urlaub und Zeit.


Besten Dank fürs Angebot und Grüsse

flautado, alias Nachnamensvetter

P.S.: Per email lässt sich wahrscheinlich leichter kommunizieren. Hier die meine: cavaille-coll(at)web.de

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

grebnesilegro ⌂ @, Dienstag, 13. November 2012, 21:04 (vor 5102 Tagen) @ FranzS.

Gibt es auch Orgelwerke von Griesbacher?
Ich kenne leider sehr wenig von ihm. Aber da mein Urgroßonkel bei ihm studiert hat, ist der Name Griesbacher in unserer Familie schon immer ein Begriff gewesen.

Ein bisschen Theatralik gefällig? (etwas OT)

FranzS. @, Dienstag, 13. November 2012, 21:19 (vor 5102 Tagen) @ grebnesilegro
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 13. November 2012, 21:30

Gibt es auch Orgelwerke von Griesbacher?
Ich kenne leider sehr wenig von ihm. Aber da mein Urgroßonkel bei ihm studiert hat, ist der Name Griesbacher in unserer Familie schon immer ein Begriff gewesen.

Es gibt nur ein paar Orgelwerke von Griesbacher, aber nicht viele. Das einzige gehaltvolle, das gedruckt wurde ist das "Preludio pasquale", eine kompakte symphonische Dichtung, spieltechnisch mittelschwer, aber man braucht eine große Orgel, damit es wirkt. Ungedruckte längere Werke sind noch die "Egglhamer Fuge" und die "Fantasie und Fuge fis-moll". Diese Werke sind aber leider nicht in meinem Besitz. Die von Erich Weber veröffentlichten 9 Orgelstücke sind nur kurze Versetten als Beitrag eines "Präludienalbums" und auch nicht repräsentativ für seinen Stil.

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