Auditorium Maurice Ravel in Lyon
Michel Gaillard der Firma Aubertin wird die Arbeiten ausführen.
Zusammenfassend soll die Orgel mehr Power bekommen. Die Pfeifen die von Gonzales gekürzt wurden, werden angelängt. Chamaden werden hinzugeführt.
Wie ich schon in einem anderen Thread (Jena) erwähnte, - "aus Blech wieder (oder überhaut erstmal) Silber oder Gold machen" - oben genannter Michel Gaillard (von Aubertin) ist z.B. neben Thomas Gaida, jemand, der so etwas virtuos beherrscht:
ich kenne z.B. von beiden Genannten Fälle von alten furchtbaren 50er-Jahre "Rülps- oder Krächz-Krummhörnern" (NEIN! KEINE originalen herrlich-barock-norddeutschen Quack-Krummhörner), welche die Beiden in wunderbare vielseitige und brauchbare Solo- und Ensemblestimmen verwandelt haben, OHNE dass es jetzt gleich nach Cliquot-Cromorne oder Sauer-Klarinette klingen muss... Neobarock at it's best!!!Sind übrigens auch beides gute Organisten/Improvisatoren - das spielt sicher auch eine Rolle.
Grüsse
Thomas
Von Michel Gaillard gibt es in Paris leider auch ein Negativbeispiel: die umgebaute Orgel in St. Nicolas du Chardonnet. Ihre Intonation ist laut bis brutal, und die Mischfähigkeit etwa der Zungen und Mixturen ist alles andere als zufriedenstellend. Chamaden sind für diesen Raum ganz sicher nicht erforderlich, und die beiden entsprechenden Register sind am Spieltisch nahezu ohrenbetäubend. Nach meiner Kenntnis hatte sich Gaillard über den Denkmalschutz hinweggesetzt und das historische Gehäuse um einen halben Meter angehoben, um zusätzliche Höhe im Inneren für die neue 32'-Zunge zu gewinnen. Sein diesbezügliches Vorgehen war in Paris sehr umstritten. Erstaunlich für einen Umbau in der heutigen Zeit ist auch die neu installierte Anlage mit 10 freien Kombinationen: kein Setzerknopf zum Programmieren, nur die 10 Druckknöpfe unter dem ersten Manual (und elektrische Einführungstritte über dem Pedal, nebst Crescendo-Balanciertritt), stattdessen gibt es links und rechts neben den (elektrischen) Registerzügen in historisierender Bauweise zwei schubladenartig herauszufahrende Paneelen mit jeweils einigen hundert roten Kippschalterchen zum Voreinstellen der 10 Kombinationen, wie man sie auch von Duprés Hausorgel in Meudon kennt. 1927 hatte übrigens Louis Vierne nach einer der zahlreichen Umbauten dieser Orgel zur Einweihung gespielt, wie man hier sehen kann. Ein Rückpositiv war zu dieser Zeit nicht vorhanden.
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- Auditorium Maurice Ravel in Lyon - stein, 10.11.2012, 12:35
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- Auditorium Maurice Ravel in Lyon - Cor de Basset, 10.11.2012, 15:15