Historische Windlade

Tastenhalter @, Samstag, 16. April 2011, 15:22 (vor 5618 Tagen) @ Florian-L

In der Festschrift "100 Jahre Bund Deutscher Orgelbaumeister" von Hermann Fischer werden auf Seite 112 solche Konstruktionen beschrieben.

Hier wird eine Hängeventillade von Welte beschrieben und hier eine Orgel von Gebr. Keller, ebenfalls mit Hängeventilladen.

Wenn ich die beiden Fotos und die Zeichnungen in den oben zitierten Quellen richtig interpretiere, handelt es sich in diesem Falle NICHT um eine Hängeventillade, sondern wie D.Hausmann treffend feststellt, um eine

Registerkanzellenlade und aufrecht stehende, sich über einen Hebel öffnende Langventile...


m. E. funktioniert das Ganze wie die Klappenventile beim Akkordeon oder die Klappen bei den Holzblasinstrumenten.

Da es sich um eine mechanische Einzeltonsteuerung handelt (jede Pfeife hat ihr eigenes Ventil), wäre es interessant zu erfahren, wie schwer- oder leichtgängig die Traktur und wie zuverlässig das System funktioniert und ob es nur vereinzelt gebaut wurde und warum es sich nicht durchgesetzt hat.

Gruß Tastenhalter


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