St. Marien Rheydt
Wir hatten das Thema hier ja schon mal.
Auch wenn die Architektur in Rheydt sehr offen gehalten ist, würde ich erstmal abwarten, wie das Ganze bei vollgestelltem Orgelkasten aussieht, wenn also zur Vorne-Hinten-Perspektive ein ausgeprägtes Helldunkel kommt. Dann wird sich vieles optisch ordnen.
Z. B. dürfte der doppelte Bogen, an dem entlang die Labien der großen Pfeifen verlaufen, deutlicher sichtbar werden, und die kleinen Pfeifen zu beiden Seiten könnten ihren Sinn bekommen, nämlich Maßstäblichkeit herzustellen im Gegenüber zu den eher monumentalen Pfeifenfeldern. (Mancher hat sich schon gefragt, was die "kleinen" Pfeifenfelder im Supper-Prospekt des Ulmer Münsters sollen: Genau dasselbe. Wenn man sie sich wegdenkt, kommt eine gewisse monumentale Öde auf.)
Mir fällt auf, dass die ganze Anordnung -- in unfertigem Zustand -- wenig dynamisch wirkt, eher blockig-statisch, trotz der aufgebrochenen Labienlinie. Die Pfeifen wirken wie vereinzelte harte Akzente, Flächen und Fluss sind offenbar nicht gewollt. Das wiederum betont den Kastencharakter des Gehäuses. Offenbar wollte man das so.
Gruß,
Friedrich
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