Parsifal 1. Akt-Finale auf der Orgel: Udo Flaskamp am 25.03.

Clemens Schäfer @, Düsseldorf, Mittwoch, 09. März 2011, 23:54 (vor 5710 Tagen)

Hallo Forum,

gerade erhalte ich eine Mail, in der Udo Flaskamp seine neue Bearbeitung des 1. Akt-Finales aus
Wagners Parsival bewirbt: Er wird diese mit Stücken von Vierne am 25.03.2011, 19:00h in der
Johanneskirche vorstellen. Der Text lautet:

seit der Uraufführung des »Parsifal« ist die Bedeutung der letzten Oper
von Richard Wagner immer wieder diskutiert worden. Überzeitliche Utopie
einer besseren Welt versus ideologische Wegbereitung einer historischen
Katastrophe: Die Kluft der Lesarten könnte nicht gewaltiger sein.

Ich kann nur von meiner eigenen Erfahrung berichten und die ist seit
dem ersten Hören mit 16 Jahren in der Oper Düsseldorf eine sehr
nachhaltige gewesen. So nachhaltig, dass ich jetzt viele Jahre später
eine eigene Orgeltranskription des Akt-1-Finales erstellt habe.
Herausgekommen sind ca 30 Min. Musik von der Verwandlungsszene über die
Gralsburg bis hin zur Abendmahlszene, die erstaunlich gut auf einer
Orgel funktioniert.

Auf dieses Konzert möchte ich gerne hinweisen: am Fr, 25. März um 19
Uhr stelle ich meine Orgelfassung in der Johanneskirche vor. Dazu
gesellt sich Musik des Franzosen Louis Vierne. Aus seinen Pieces de
Fantaisie spiele ich meine Big Five: Toccata, Prelude, Hymne au Soleil,
Sur le Rhine und das Carillon de Westminster.

Ich denke, man darf gespannt sein auf diesen Beitrag zur Düsseldorfer Orgelszene.

Gruß in die Nacht, Clemens Schäfer

--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)

Parsifal 1. Akt-Finale auf der Orgel: Udo Flaskamp am 25.03.

willscher, Donnerstag, 10. März 2011, 07:58 (vor 5709 Tagen) @ Clemens Schäfer

Ich denke, man darf gespannt sein auf diesen Beitrag zur Düsseldorfer Orgelszene.

Gruß in die Nacht, Clemens Schäfer

Ist ja mal wieder eine Menge los in Düsseldorf.
So spielt Reinhard Kluth am 17.4. (Palmsonntag) um 16:15 Uhr in St. Andreas (Düsseldorf-Altstadt) den Orgelzyklus "Die 7 letzten Worte Christi am Kreuz" von
Andreas Willscher als NRW-Erstaufführung (auch wenn das Stück schon 25 Jahre auf dem Buckel hat). Verbindende Worte zu den einzelnen Sätzen wird Pater Antonin sprechen, wie Reinhard mir soeben mitteilte.

Viele Grüße

Andreas

Parsifal 1. Akt-Finale auf der Orgel: Udo Flaskamp am 25.03.

Karsten, Donnerstag, 10. März 2011, 08:30 (vor 5709 Tagen) @ Clemens Schäfer

Hallo!

Das wird sicher sehr spannender Beitrag. Da werden sicher einige Setzer notwendige sein, vor allem bei einer Beckerath-Orgel (trotz Nachuntonation und Erweiterung der Koppelanlage). So richtig Spaß machen Transkriptionen romantischer Orchesterwerke ja erst auf romantischen Großorgeln, wie dem englischen Townhall-Typ.

Der Rest des Programmes scheint mir aber nicht so recht angemessen. Klingt eher nach gefälligen Publikums-Hits um eine Stunde voll zu kriegen...

Gruß
Karsten

Parsifal 1. Akt-Finale auf der Orgel: Udo Flaskamp am 25.03.

Friedrich @, Donnerstag, 10. März 2011, 10:03 (vor 5709 Tagen) @ Karsten

Der Rest des Programmes scheint mir aber nicht so recht angemessen. Klingt eher nach gefälligen Publikums-Hits um eine Stunde voll zu kriegen...

Hits sind es wohl, aber Vierne ist auch vollstoff "Wagnérisme" in seiner Sinfonik, da färbt Bayreuth mindestens ebenso ab wie Widors Klassizismus. Ich finde das eine interessante Kombination. Noch mehr würde mir ein großer Tournemire (gleichaltrig übrigens mit Vierne) einleuchten, Symphonie sacrée oder so etwas. Das ist der Mystizismus, den sich Wagner dann doch nicht getraut hat.

Gruß,
Friedrich

Parsifal 1. Akt-Finale auf der Orgel: Udo Flaskamp am 25.03.

Karsten, Donnerstag, 10. März 2011, 10:28 (vor 5709 Tagen) @ Friedrich

Der Rest des Programmes scheint mir aber nicht so recht angemessen. Klingt eher nach gefälligen Publikums-Hits um eine Stunde voll zu kriegen...


Hits sind es wohl, aber Vierne ist auch vollstoff "Wagnérisme" in seiner Sinfonik, da färbt Bayreuth mindestens ebenso ab wie Widors Klassizismus. Ich finde das eine interessante Kombination. Noch mehr würde mir ein großer Tournemire (gleichaltrig übrigens mit Vierne) einleuchten, Symphonie sacrée oder so etwas. Das ist der Mystizismus, den sich Wagner dann doch nicht getraut hat.

Hallo!

Bezüge sind durch den "Wagnérisme" schon da, aber wie du schon selbst schreibst, da geht noch viel mehr.
Und was die religiösen Aspekte und Thematik des Parsifal angeht, so kann man in der Orgelliteratur epochenübergreifend aus den vollen schöpfen. Das käme zudem einem Kirchenkonzert - zumal in der Fastenzeit - sicher entgegen.

Gruß
Karsten

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