Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Florian-L, Samstag, 21. April 2012, 18:32 (vor 5308 Tagen)

Hallo!

Die Orgel im Anton-Heiller-Saal (erbaut 1982 von Rieger) des Instituts für Orgel, Orgelforschung und Kirchenmusik der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien wird verkauft und im Herbst 2012 durch ein neues Instrument derselben Firma ersetzt.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

stein @, Samstag, 21. April 2012, 20:27 (vor 5308 Tagen) @ Florian-L

Warum muss man einen neuen Thread eröffnen, hätte man auch unter
....auf dieser Welt, da läuft was falsch..... veröffentlichen können.
Mit Erkelenz hat man die 80ger verlassen, jetzt gehts den 90gern an den Kragen.

Orgeln und die Jahrhunderte

D. Hausmann @, Samstag, 21. April 2012, 21:05 (vor 5308 Tagen) @ stein
bearbeitet von D. Hausmann, Samstag, 21. April 2012, 21:09

D´accord....
Mit leicht ironischem Schmunzeln erinnere ich mich eines Posters, das ich mir in meiner Jugend bei der GDO bestellt hatte und welches mein ganzer Stolz war:
Ein Bildposter mit dem Slogan "DIE ORGEL ÜBERDAUERT JAHRHUNDERTE".

Wohl eher nicht in der momentanen (?) schnell - lebigen Zeit.....

D.


PS: Ich glaube mich zu erinnern, dass da einige mittlerweile über Gebrauchthändler vermittelte Instrumente dabei waren - sowie einige, die mittlerweile auf dem Schrott gelandet sind.

Orgeln und die Jahrhunderte

Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Samstag, 21. April 2012, 22:20 (vor 5308 Tagen) @ D. Hausmann

Ohne jetzt ein Urteil über die dortige Orgel oder die in Erkelenz fällen zu wollen (ich kenne beide nicht), aber daß man schlechte Orgeln schon früh durch Neubauten ersetzt hat, bzw. dann, wenn man etwas neues wollte, nicht nach dem Alter des Instrumentes gefragt hat, das gab es schon immer. Auch in der "guten alten Zeit".

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

FriedemannW, Lindau, Dienstag, 24. April 2012, 18:14 (vor 5305 Tagen) @ stein

Die (noch) aktuelle Orgel im Heiler-Saal wurde ja auch nicht für diesen gebaut, ich glaube, sie stand zuerst im Musikverein Wien. Der Heiler-Saal ist ja auch recht klein, da ist eine große Orgel mit "offenem" Prospekt sicherlich ziemlich aufdringlich. Bestimmt aus diesem Grund kommt das neue Instrument "in den Kasten"...

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Florian-L, Mittwoch, 25. April 2012, 06:42 (vor 5304 Tagen) @ FriedemannW

Die (noch) aktuelle Orgel im Heiler-Saal wurde ja auch nicht für diesen gebaut, ich glaube, sie stand zuerst im Musikverein Wien.

Richtig, genau gesagt im Wagner-Saal.

Gruß, Florian

--
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-Joseph Marx-

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Barry Jordan, Donnerstag, 26. April 2012, 17:24 (vor 5303 Tagen) @ Florian-L

Ich frage mich die ganze Zeit, welcher Raum nun der "Heiller-Saal" sein soll - etwa Heillers früherer Unterrichtsraum, wo die Pirchner-Orgel war?

Grüße
Barry

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Florian-L, Freitag, 27. April 2012, 06:38 (vor 5302 Tagen) @ Barry Jordan
bearbeitet von Florian-L, Freitag, 27. April 2012, 06:53

Ich frage mich die ganze Zeit, welcher Raum nun der "Heiller-Saal" sein soll - etwa Heillers früherer Unterrichtsraum, wo die Pirchner-Orgel war?

Nein, die Pirchner-Orgel stand im so genannten B-Saal. Der Anton-Heiller-Saal ist der eigentliche Orgelsaal.

Gruß, Florian

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-Joseph Marx-

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Barry Jordan, Freitag, 27. April 2012, 13:02 (vor 5302 Tagen) @ Florian-L

Ich habe ein ganzes Jahr un Wien studiert und kann mir gar nicht vorstellen, welcher Raum das ist. Wo in dem Gebäude ist das? Unten etwa, wo Hans Haselböck regierte?

HG
Barry

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Florian-L, Freitag, 27. April 2012, 14:43 (vor 5302 Tagen) @ Barry Jordan

Ich habe ein ganzes Jahr un Wien studiert und kann mir gar nicht vorstellen, welcher Raum das ist. Wo in dem Gebäude ist das? Unten etwa, wo Hans Haselböck regierte?

Die Adresse ist Seilerstätte 26, und der Anton-Heiller-Saal befindet sich im 3. Stock (siehe Grundrissplan).

Gruß, Florian

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-Joseph Marx-

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

LDZ, Hannover, Samstag, 21. April 2012, 20:49 (vor 5308 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von D. Hausmann, Samstag, 16. März 2013, 17:21

[Beitrag auf Wunsch des Forenmitgliedes entfernt]

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

untersatz32 ⌂ @, Amriswil, Samstag, 21. April 2012, 21:11 (vor 5308 Tagen) @ LDZ

Vielleicht steht das ganze Instrument auch komplett (oder grösstenteils) im Schweller oder Generalschweller: für eine Saal oder Uebungs/Unterrichtsorgel gar nicht so dumm...

Und betreffs Ersetzen eines Saalinstruments aus den 1982zigern...:

Oftmals wurde in dieser Zeit steile Kirchendispositionen mit vielen Mixturen/wenig Grundstimmen in Sälen oder Unterrichtsräumen realisiert:
das Ergebnis war+ist, dass man, auch trotz guter Qualität, die meisten der Register im Hochschul-/Konzertbetrieb bzw. beim Ueben gar nicht verwenden konnte:

Wenn dieses "alte" gebrauchte Instrument doch jetzt ein gutes neues "Heim" in einer Kirche findet und dort dann (aufgrund einer "grösseren" Akustik) viel besser "tut", warum den Wienern dann nicht eine neue Saal-Orgel gönnen, nach neuesten Gesichtspunkten...?!

Grüsse

Thomas

--
Thomas Haubrich

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

LDZ, Hannover, Samstag, 21. April 2012, 21:31 (vor 5308 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von D. Hausmann, Samstag, 16. März 2013, 17:21

[Beitrag auf Wunsch des Forenmitgliedes entfernt]

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Karsten, Samstag, 21. April 2012, 22:01 (vor 5308 Tagen) @ LDZ
bearbeitet von D. Hausmann, Samstag, 16. März 2013, 18:50

Hallo!

Vielleicht stand die Goll-Orgel der Musikhochschule Stuttgart bei dem Klangkonzept/Gehäuse Pate. Diese hat ebenfalls ein stark geschlossenes Gehäuse, um einen intimen und stark gemischten Klang zu erzeugen. Goll berief sich dabei übrigens auch auf die Konzepte der Cavaille-Coll Salon-Orgeln mit stark geschlossenen Gehäusen und/oder Generalschwellkasten.

Gruß
Karsten

Eidgenossen-Örgeli, war: Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

fluteceleste @, München, Dienstag, 24. April 2012, 05:19 (vor 5305 Tagen) @ Karsten

Goll hat ja auch noch in den Hochschulen Mainz und Regensburg gebaut. Kuhn hat München gebaut.Das scheint ja wirklich der Renner bei Musikhochschulen zu sein. Ich habe bisher nur die Kuhnin in München live gehört, die fand ich (bis auf den -wie immer- fehlenden Nachhall) ziemlcih überzeugend. Ohne jezt die "Warum können das die deutschen Orgelbauer nicht auch??"-Diskussion wieder lostreten zu wollen, ein erfolgreiches (Vermarktungs?)Konzept scheint mir da schon dahinter zu stecken. Oder es sind eidgenössich orientierte Profs. und Sachverständige, die gibts ja überall...
PS. apropos Kuhn..war eigentlich zufällig jemand beim "Orgeli"-Flohmarkt? Da gabs sicher ein paar Schnäppchen..
[image]

Eidgenossen-Örgeli, war: Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

FranzS. @, Dienstag, 24. April 2012, 06:16 (vor 5305 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von FranzS., Dienstag, 24. April 2012, 06:25

Goll hat ja auch noch in den Hochschulen Mainz und Regensburg gebaut.

Grüezi mitenand,
als in Regensburg die Hochschule umgebaut wurde, war auch ein Freund von mir (neben vielen anderen europäischen Orgelbauern) beruflich dort. Somit konnte ich unter anderem diese Orgel etwas länger anspielen. Obwohl ich eher ein Gegner der Eidgenossen bin (zumindest was den Auftrag in der niederbayerischen Expositur Maria-Hilf, Neuoberhintergscherdhapfing, der Pfarrkirche Johann Babtist, Unterschnacklringkofen anbelangt) muss ich doch zugeben, dass ich diese Orgel gerne im Wohnzimmer hätte. Kompliment an die Eidgenossen!


"Und frei erklär ich alle meine Knechte!"

Grüßli
Franz

Eidgenossen-Örgeli, war: Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

zehnzweidrittel @, Dienstag, 24. April 2012, 18:11 (vor 5305 Tagen) @ FranzS.

Goll hat ja auch noch in den Hochschulen Mainz und Regensburg gebaut.

Grüß Gott,

ich habe im Konzert bisher nur die Goll-Orgel im Saal gehört, die mich nicht begeistert hat.
Mein Eindruck:
Aus lauter (unbestreitbar sehr schönen) Einzelstimmen wurde ein großes Harmonium, bei dem man sich immer fragt, wann es denn jetzt endlich mal ein bisschen, wenigstens ein bisschen zur Sache geht. Es ist sicher beeindruckend, eine Orgel dieser Größe so leise hinzukriegen. Für meinen Geschmack verbreitet das Ergebnis doch aber eher ultragepflegte Langeweile.

Kleiner Eindruck: Alexandre Guilmant - Marche Triomphale on Goll organ - allerdings habe ich die Orgel im Raum leiser in Erinnerung.

Viele Grüße

zehnzweidrittel

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

SlowOrg @, Maribor, Samstag, 21. April 2012, 21:21 (vor 5308 Tagen) @ LDZ

Da frage ich mich aber doch, ob es bei dem neuen Entwurf nötig war, die Pfeifen hinter einem teils mit Glasflächen versehenen Schrank zu verstecken. Mein Wohnzimmermobiliar sieht dem ungelogen sehr ähnlich, es steckt nur keine Orgel drin.

Das andere dort verlinkte Design für Lingenau (Schwellkasten links, Pfeifenreihe rechts) ist nun auch kein optischer Meilenstein.

Aber das soll keine Kritik an Rieger sein. Wenn man sie läßt, machen sie durchaus ansehnliche Prospekte. Könnte mir vorstellen, daß man rigide Vorgaben zu beachten hatte.

Gruß, Lothar

Angesichts eines Orgeldesigns von Rieger-Orgeln in den letzten Jahren und Jahrzehnten, das man in etlichen Fällen als durchaus zukunftsweisend bezeichnen könnte, frage ich mich auch, was bei den beiden neuesten Projekten (Wien, Lingenau) wohl der Grund für diese m. E. nicht unbedingt ansprechenden Lösungen war. Die Notenregal- ... pardon, Orgelpfeifenschrank-Lösung für die Wiener Musikuni finde ich besonders schlimm, als wollte die Orgel auf keinen Fall verraten, dass sie eine Orgel ist. Das Instrument von ’82 ist in dieser Hinsicht viel ehrlicher.

M

Orgel im Anton-Heiller-Saal/Wien

Florian-L, Montag, 23. April 2012, 12:49 (vor 5306 Tagen) @ Florian-L

Hier die Disposition der Orgel von 1982.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
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