Hallo an Alle!
Habe heute via Ladach - Newsletter Nachricht bekommen, dass diese
![[image]](http://www.gebrauchtorgel.eu/images/p/middle/1068-2-976176.jpg?1291977931)
![[image]](http://www.gebrauchtorgel.eu/images/p/big/1068-1-867246.jpg?1291977854)
Oberlingerin BJ 1977 verkauft wird.
Weiß jemand, wo sie steht und weshalb sie verkauft bzw. ersetzt wird?
Der Standort scheint eine neue Orgel zu bekommen, da das Gehäuse und einige wenige Register nicht zum Verkauf stehen.
Gruß
Dieter
PS: Hier der Link zur Offerte:
Gebrauchte Orgel
tombecher
, Saarbrücken, Samstag, 11. Dezember 2010, 19:14 (vor 5738 Tagen) @ D. Hausmann
bearbeitet von tombecher, Samstag, 11. Dezember 2010, 19:30
Hallo Dieter,
das ist die Orgel der St. Maximilian-Kirche, Düsseldorf-Altstadt.
Siehe auch hier - ziemlich weit runterscrollen! (ich hoffe, ich darf das hier verlinken, die Seite wurde aber auch im alten Forum schon mal erwähnt, da gab es m.W. sogar mal eine Diskussion über den - dem Vernehmen nach ziemlich schlechten - Zustand der Orgel).
Gruß,
Thomas
Gebrauchte Orgel
Clemens Schäfer
, Düsseldorf, Samstag, 11. Dezember 2010, 20:36 (vor 5738 Tagen) @ D. Hausmann
bearbeitet von Clemens Schäfer, Samstag, 11. Dezember 2010, 20:41
Hallo Forum,
ich bin etwas spät dran! Aber es ist richtig: Dies ist die Orgel der Kirche St. Maximilian. Das Gehäuse stammt noch von König 1755. Über Kirchenmusik und Orgel in der Maxkirche (so wird sie in D normalerweise genannt) siehe hier:
http://www.maxkirche.de/rundgang/kirchenmusik/geschichte/geschichte.html
http://www.maxkirche.de/rundgang/kirchenmusik/orgel/orgel.html
Die Oberlinger-Orgel soll abgewirtschaftet sein. Auch sei das Gehäuse viel zu voll gestellt.
Soweit ich weiß, soll Klais im alten Gehäuse neu bauen - es sind von König nur noch geringe Reste vorhanden.
Organist ist inzwischen Markus Belmann; Vorgänger waren Werner Lechte, Heinz Terbuyken, Clemens Ingenhoven,...
Gruß Clemens Schäfer
--
Forte heißt nicht laut sondern kräftig,
Piano nicht schwach sondern leise!
(Arthur Rubinstein)
Gebrauchte Orgel
D. Hausmann
, Samstag, 11. Dezember 2010, 21:28 (vor 5738 Tagen) @ Clemens Schäfer
Hallo Herr Schäfer und ins Forum,
darf ich fragen, was in diesem konkreten Fall der Terminus "abgewirtschaftet" zu bedeuten hat?
Dass Oberlinger die Tendenz zu enger Aufstellung des Pfeifenwerks hat(te), sollte mittlerweile nach den Diskussionen (im alten Forum) zu Erkelenz (u.a.) bekannt sein.
Und die Bilder bei Ladach sprechen auch ihre eigene Sprache....
Aber mal grundsätzlich:
Eine Orgel kann doch eigentlich nach 37 Jahren nicht reif zum Verschrotten und in einem "irreparablen Zustand" sein?
Herzlichen Gruß nach Düsseldorf!
Gebrauchte Orgel
Frank Berger
, Wassenberg, Samstag, 11. Dezember 2010, 22:39 (vor 5738 Tagen) @ D. Hausmann
bearbeitet von Frank Berger, Samstag, 11. Dezember 2010, 23:04
Doch, sie ist ... man frage Marcel Brenneke, der (vor ein paar Jahren) als zweiter Organist (neben Werner Lechte) Bilder vom Zustand der Orgel ins Netz gestellt hatte.
In dem von Oskar Gottlieb Blarr herausgegebenen immerwährenden Kalender Düsseldorfer Orgeln ist die neue Disposition von Klais angegeben, die wieder weitgehend an das König-Original angenähert ist (III/39, statt Oberlinger III/50), möglicherweise aber noch nicht die endgültige Fassung ist (zur Zeit der Drucklegung war die Planung bei Klais noch nicht abgeschlossen...)
Der Prospekt wird natürlich, wenn auch wieder mal leicht verändert, erhalten bleiben.
Sie ist übrigens nicht die einzige Düsseldofer Orgel, bei der das Original weitgehnend rekonstruiert werden soll. Auch in der ev. Dorfkirche in D-Urdenbach laufen Planungen, das Peter-Innenleben der Orgel von 1956 (II/16) durch eine an das Schöler-Original von 1754 angenäherte Rekonstruktion (vermutlich I/8) zu ersetzen. Da sind mir allerdings noch keine Details bekannt.
Herzliche Grüße an alle Foris
Gebrauchte Orgel
Frank Berger
, Wassenberg, Sonntag, 12. Dezember 2010, 13:46 (vor 5737 Tagen) @ Frank Berger
bearbeitet von Frank Berger, Sonntag, 12. Dezember 2010, 13:51
Hier noch für alle, die die Maxkirche und ihre Orgel nicht so kennen, ein paar Daten zur Geschichte:
Neubau Christian Ludwig König, 1755, III+P/39 , Disposition u. a. bei Klotz, und detailliert im Buch "Orgelstadt Düsseldorf" von Blarr / Kerken (leider vergriffen).
Die Orgel stand nicht in, aber kurz hinter der Emporenbrüstung, mit Spieltisch an der linken Seite (vom Kirchenschiff aus gesehen).
Umbau Gebr. Kemmerling, 1831, II+P/29, dabei Stilllegung des 3. Manuals (Echo), "weil es zu nichts taugt". Damals war bereits eine Rückversetzung der Orgel um einige Meter geplant, um dem Chor mehr Platz zu geben, wurde aber nicht durchgeführt. Es gab sogar Entwürfe für ein "fingiertes", also stummes Rückpositiv! Der seitliche Spieltisch blieb erhalten.
Umbau Walcker, 1931, unter Beteiligung von Fabritius, Kaiserswerth (Konzept Hans Henny Jahn), III+P/39, freistehender elektrischer Spieltisch.
Umbau Walcker, 1961, III+P/41, freistehender Spieltisch mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur.
Umbau Oberlinger, 1977, III+P/50, mittig angebauter Spieltisch, mit mechanischer Spiel- und Registertraktur, 15 elektronische Setzer. Angeblich sind noch 4 Register von König erhalten. Vom Innenleben (Windladen, Traktur) Königs ist seit 1931 nichtrs mehr erhalten.
Viele Grüße
Frank (Berger)
Anbei ein eigenes Bild vom Oberlinger-Spieltisch
![[image]](images/uploaded/201012121349584d04d3063577d.jpg)
Gebrauchte Orgel
kjz1, Sonntag, 12. Dezember 2010, 15:18 (vor 5737 Tagen) @ D. Hausmann
darf ich fragen, was in diesem konkreten Fall der Terminus "abgewirtschaftet" zu bedeuten hat?
Nun ja, in einem anderen Thread habe ich ja über die Oberlingerin in St. Florin, Koblenz, berichtet. Mehr oder weniger ähnliches Phänomen...
Viele Grüße,
- Karl-Josef
Gebrauchte Orgel
MichaelS
, Brackenheim, Freitag, 13. Mai 2011, 10:47 (vor 5586 Tagen) @ kjz1
Oder wie ging es in Landau?
Gebrauchte Orgel
perotin
, Rhein-Neckar-Raum, Freitag, 13. Mai 2011, 12:36 (vor 5585 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von perotin, Freitag, 13. Mai 2011, 13:09
Oder wie ging es in Landau?
Du meinst sicher die prot. Stiftskirche in Landau (Pfalz). In der Pfalz hat Oberlinger ja früher recht viel gebaut, vorwiegend in den evangelischen Kirchen. Die wohl sehr desolate und auch klanglich nicht mehr den Wünschen entsprechende Oberlinger-Orgel der Stiftskirche wurde 2005 nach Polen verkauft, wobei das recht zierliche historische Gehäuse natürlich vor Ort blieb. In und hinter demselben steht seit 2006 eine große Riegerin.
www.stiftskirchenorgel.de
Grüße,
perotin