Ich war im Dorftrödel. Ergebnis:
![[image]](images/uploaded/20241023172229671930d5b0088.jpg)
Das Forum wird Realität. Zwischen Heino, Heimat, Heintje, gaaaanz viel Schlager gab es wenig Klassik, und dann das!
Zusammen 6€. Gekauft.
Freu ick mir!
(Tut mir leid, ich musste es einfach sagen).
Wie cool ist das denn (sry)!
KPO, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 19:33 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
Glückwunsch, guter Fang! ;-)
Wie cool ist das denn (sry)!
fluteceleste
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 19:41 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
wahnsinn, die Realität holt uns ein.
auf Edgar.. Bin eh grad bei nen Pils
Wie cool ist das denn (sry)!
MartinH, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 19:44 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
Beim Dietrich fehlt allerdings das heute obligatorische zweite 'e'. Müsste man reklamieren, Produktmangel...
Wie cool ist das denn (sry)!
MCVL
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 19:46 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
Freu ick mir!
Gratuliere! Interessant, daß es von der Hedwigskathedralen-LP eine Linzenzausgabe des DDR-Labels Eterna gab.
Wie cool ist das denn (sry)!
MartinH, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 20:01 (vor 688 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von MartinH, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 20:05
Freu ick mir!
Gratuliere! Interessant, daß es von der Hedwigskathedralen-LP eine Linzenzausgabe des DDR-Labels Eterna gab.
War ja eine Koproduktion von VEB Deutsche Schallplatten Berlin und Ariola-Eurodisc. Und Namen wie Reimar Bluth als Aufnahmeleiter sind eindeutig "Ost". Vor nicht allzulanger Zeit übrigens verstorben, sah mal einen etwas merkwürdigen Nachruf einer musikwissenschaftl. Organisation (iirc), der überhaupt nicht auf diese seine Haupttätigkeit einging. Er hat Unmengen aufgenommen, ich denke auch, das war damals diesbezüglich eine richtige Blütezeit, wo es eben nicht schon alles in 24 Interpretationen gab. Abgesehen davon wurde auch viel Experimentelles produziert, das dann wohl auch durchaus einen Markt hatte. Sein Sohn ist übrigens der Sänger Sebastian Bluth.
Wie cool ist das denn (sry)!
MCVL
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 21:13 (vor 688 Tagen) @ MartinH
Danke für die Aufklärung. Ohne irgendwelche Ressentiments zu befeuern: etwas merkwürdig ist die Co-Prodktion mit dem imperialistischen Klassenfeind schon, überdies noch mit Orgelmusik aus einer katholischen Kirche.
Wie cool ist das denn (sry)!
Karsten
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 21:47 (vor 688 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von Karsten, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 21:51
Danke für die Aufklärung. Ohne irgendwelche Ressentiments zu befeuern: etwas merkwürdig ist die Co-Prodktion mit dem imperialistischen Klassenfeind schon, überdies noch mit Orgelmusik aus einer katholischen Kirche.
Es war nicht die einzige Orgel-Co-Produktion:
Herbert Tachezi hat zwei LPs an der Hofkirche Dresden eingespielt, auch Koproduktionen mit Teldec und Eterna.
https://www.discogs.com/de/master/786156-Johann-Sebastian-Bach-Herbert-Tachezi-Toccata-...
https://www.discogs.com/de/master/1506785-Bach-Herbert-Tachezi-Toccata-Adagio-Und-Fuge-...
Es gab da noch mehr. Man denke zum Beispiel an den legendären Tristan unter Carlos Kleiber (DGG/Eterna). Kultur kann/soll verbinden...
Gruß
Karsten
Wie cool ist das denn (sry)!
MCVL
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 22:00 (vor 688 Tagen) @ Karsten
bearbeitet von MCVL, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 22:08
Es gab da noch mehr. Man denke zum Beispiel an den legendären Tristan unter Carlos Kleiber (DGG/Eterna). Kultur kann/soll verbinden...
Ohne jeden Zweifel. Es gab ja auch auf der anderen Seite reine Lizenzübernahmen beispielsweise von der DGG, so etwa die Aufnahmen der Wassermusik, der Feuerwerksmusik und der Concerti a due cori mit dem von mir hochgeschätzten Trevor Pinnock und seinem English Concert (sie waren meines Wissens auch das erste "westliche" HIP-Ensemble, welches zu einer DDR-Tournee eingeladen wurde). Interessanterweise wurde dafür die ursprüngliche DGG-Covergestaltung beibehalten, die Begleittexte waren aber unterschiedlich von denjenigen der DGG-Version. In einem Plattenladen in Weimar bin ich 1991 auf diese Eterna-Versionen gestoßen und wusste noch nicht so genau, was da dahintersteckt, man war noch jung und dumm : -)
Wie cool ist das denn (sry)!
Karsten
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 22:12 (vor 688 Tagen) @ MCVL
Hallo!
Ich vermute, dass die Nicht-Übernahme der "originalen" Begleittexte ganz pragmatisch-finanzielle Gründe hatte. Man brauchte eh nur einen deutschen Text, und anstatt auch noch die Rechte dafür einzukaufen, griff man auf Musikwissenschaftler in der DDR zurück.
Es ist ja innerhalb der großen Labels (eben z.B. DGG) auch üblich gewesen, jeweils einen deutschen, französischen, englisch-sprachigen Musikwissenschaftler unabhängig Begleittexte schreiben zu lassen, anstatt einen Text zu übersetzen. Vermutlich war das Übersetzen teurer als der Einkauf weiterer Texte.
Gruß
Karsten
Wie cool ist das denn (sry)!
MCVL
, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 22:10 (vor 687 Tagen) @ Karsten
Hallo Karsten
Es ist ja innerhalb der großen Labels (eben z.B. DGG) auch üblich gewesen, jeweils einen deutschen, französischen, englisch-sprachigen Musikwissenschaftler unabhängig Begleittexte schreiben zu lassen, anstatt einen Text zu übersetzen. Vermutlich war das Übersetzen teurer als der Einkauf weiterer Texte.
Heute habe ich mir mal den Spaß gemacht, mehrere Begleittexte in DGG/Archiv-Alben anzusehen.
Es ist erstaunlich mit den verschiedenen Texten. Nicht immer, aber in einigen Fällen sind die englischen oder französischen Texte weitaus informativer und ausführlicher als die deutschen.
Viele Grüße
Mark
Wie cool ist das denn (sry)!
Karsten
, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 22:52 (vor 687 Tagen) @ MCVL
Hallo Karsten
Es ist ja innerhalb der großen Labels (eben z.B. DGG) auch üblich gewesen, jeweils einen deutschen, französischen, englisch-sprachigen Musikwissenschaftler unabhängig Begleittexte schreiben zu lassen, anstatt einen Text zu übersetzen. Vermutlich war das Übersetzen teurer als der Einkauf weiterer Texte.
Heute habe ich mir mal den Spaß gemacht, mehrere Begleittexte in DGG/Archiv-Alben anzusehen.
Es ist erstaunlich mit den verschiedenen Texten. Nicht immer, aber in einigen Fällen sind die englischen oder französischen Texte weitaus informativer und ausführlicher als die deutschen.Viele Grüße
Mark
Hallo!
Das kann durchaus sein. Es ist eben immer eine Frage, wer angefragt wurde. Vielleicht haben - je nach Land - Begleittexte auch einen anderen Stellenwert. Es hängt sicher auch vom Repertoire ab. Gerade die HIP-Szene nutzte ja Aufnahmen und die Texte um aktuelle Forschungen und Interpretationsansätze an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen.
Aber leider ist es so, dass "exzessive" Begleithefte (oder besser: -bücher) der Vergangenheit angehören, man denke mal nur an die Büchlein zu Marie-Claire Alains zweiter Bach-Gesamteinspielung oder zur Scott Ross Scarlatti-Box...
Gruß
Karsten
Wie cool ist das denn (sry)!
MartinH, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 23:29 (vor 688 Tagen) @ MCVL
Ah, ich sehe auf discogs, dass Bluth über Jahrzehnte der Leiter der ETERNA-Klassikabteilung war. Dann natürlich mehr als naheliegend. Beteiligt auch an all den alten Silbermann-Schinken mit Piasetzki & Co . Klar, da war der Bedarf (und wahrscheinlich Neid aus dem Westen) riesengroß. Heute sieht's deutlich anders aus,...
https://www.discogs.com/artist/526420-Reimar-Bluth
Wie cool ist das denn (sry)!
ThomasMP
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 20:33 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
Hi! Herzlichen Glückwunsch! Enthält die Johanniskirchenkassette das Bruckner Scherzo der "nullten" Sinfonie?
Wie cool ist das denn (sry)!
Große Pfeife
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 21:39 (vor 688 Tagen) @ ThomasMP
Nein.
So sieht es aus:
![[image]](images/uploaded/20241023193828671950b42a29f.jpg)
Wie cool ist das denn (sry)!
Karsten
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 21:42 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
Nein.
So sieht es aus:
Diese Aufnahme hat es meines Wissens auch auf CD geschafft.
Gruß
Karsten
Wie cool ist das denn (sry)!
MCVL
, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 21:46 (vor 688 Tagen) @ Große Pfeife
Interessant auch dieses III. "Miniatur"-Manual. Das scheint ein überwiegend mitteldeutsches Phänomen gewesen zu sein, Rühlmann hat meines Wissens auch abundzu so etwas gebaut.
Wie cool ist das denn (sry)!
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Mittwoch, 23. Oktober 2024, 23:11 (vor 688 Tagen) @ MCVL
Interessant auch dieses III. "Miniatur"-Manual. Das scheint ein überwiegend mitteldeutsches Phänomen gewesen zu sein, Rühlmann hat meines Wissens auch abundzu so etwas gebaut.
Im östlichen Norden oder nördlichen Osten gibt's z. B. Barth, dort ist das "Dritte" wegen der Mixtur ein wenig kräftiger:
https://de.wikipedia.org/wiki/Orgel_der_St.-Marien-Kirche_(Barth)
Wie cool ist das denn (sry)!
Cmcmcm1
, Ottobrunn, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 11:46 (vor 687 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von Cmcmcm1, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 11:50
Solch ein III. "Miniatur"-Manual findet sich auch bei Petersilie in Bad Langensalza (ebenfalls Mitteldeutschland). Dort ist es als Fernwerk bezeichnet, faktisch aber ein Schwellwerk relativ weit oben in der Orgel, dessen Jalousien sich allerdings selbsstätig durch eine Feder öffnen, sobald man den Schwelltritt loslässt.
Wie cool ist das denn (sry)!
MCVL
, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 22:22 (vor 687 Tagen) @ Cmcmcm1
Solch ein III. "Miniatur"-Manual findet sich auch bei Petersilie in Bad Langensalza (ebenfalls Mitteldeutschland). Dort ist es als Fernwerk bezeichnet, faktisch aber ein Schwellwerk relativ weit oben in der Orgel, dessen Jalousien sich allerdings selbsstätig durch eine Feder öffnen, sobald man den Schwelltritt loslässt.
Darum gehe ich auch davon aus, daß die Wernigeröder Orgel nicht von Walcker, sondern von einem Orgelrevidenten disponiert wurde. In Süddeutschland war so etwas absolut unüblich.
Etwas in die Richtung geht das III. Manual der Sigmaringer Stadtpfarrkirchenorgel von Späth 1908, aber selbst dort war ein 2' und eine Zunge vorhanden.
Wie cool ist das denn (sry)!
JRorgel
, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 13:07 (vor 687 Tagen) @ MCVL
Nunja, nicht nur. Eigentlich ist es mehr eine Auslagerung der besonders leisen Register. Ladegast hat das m.W. begonnen…
--
"Orgelspielen heißt, einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren." (Charles-Marie Widor)
Wie cool ist das denn (sry)!
untersatz32, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 12:02 (vor 687 Tagen) @ Große Pfeife
An diese Orgel erinnere ich mich sehr gerne; als Teenager die erste Ladegast-Orgel, die ich auf einer Chorreise in den Harz spielen durfte - dank einer sehr netten und freundlichen Kirchenaufseherin. Wie überhaupt Werningerode natürlich ein Schmuckstück von Stadt ist.
Karfreitag in der Neanderkirche (etwas OT), war:Wie cool ist das denn (sry)!
MartinH, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 15:12 (vor 687 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von MartinH, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 15:16
Apropos cool - und heutige angeblich moderne Kantoren und Orgeln, hier ein beeindruckender Konzertmitschnitt eines Karfreitagskonzerts in der Neanderkirche Düsseldorf vor 25(!) Jahren (DAS ist modern, und intelligent, auch wenn sicher Besserwisser wieder was an der Chorintonation etc. zu bemängeln haben). Wenn ich das mit dem Geklimpere heutzutage oft vergleíche..
https://www.youtube.com/watch?v=06N1wbddMfo
PS Da ich soviele Leute unmöglich fragen kann und will, habe ich vorsichtshalber gar keinen gefragt, also schnell "zugreifen", bevor es evtl. gelöscht wird.
PS2 Gauwerky ist auch sehr genial!
Karfreitag in der Neanderkirche (etwas OT), war:Wie cool ist das denn (sry)!
MartinH, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 16:18 (vor 687 Tagen) @ MartinH
Übrigens, was ich damit v.a. sagen wollte: Man kann froh und dankbar sein, wenn sich noch vereinzelt Leute von dem Format wie die Solisten hier (oder auch entspr. Komponisten) für Kirchenengagements gewinnen lassen. Abgesehen davon, dass Blarr diesbezüglich schon ein Phänomen war (was der damals an seiner kleinen Hinterhofkirche quasi im Stillen aufgebaut hat) ging der Abbruch seit damals rasant voran, befeuert durch Kirchenleitungen auf Geisterfahrt (deren Rente ttotzdem, man muss fast sagen: leider, sicher ist).
Karfreitag in der Neanderkirche (etwas OT)
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 25. Oktober 2024, 13:49 (vor 686 Tagen) @ MartinH
Übrigens, was ich damit v.a. sagen wollte: Man kann froh und dankbar sein, wenn sich noch vereinzelt Leute von dem Format wie die Solisten hier (oder auch entspr. Komponisten) für Kirchenengagements gewinnen lassen. Abgesehen davon, dass Blarr diesbezüglich schon ein Phänomen war (was der damals an seiner kleinen Hinterhofkirche quasi im Stillen aufgebaut hat) ging der Abbruch seit damals rasant voran, befeuert durch Kirchenleitungen auf Geisterfahrt (deren Rente ttotzdem, man muss fast sagen: leider, sicher ist).
Ich denke, die Hoffnung ist berechtigt, dass es weiterhin solche Menschen gibt, die einfach dieses Feuer haben. Auf materieller Seite wird es vielleicht öfter vorkommen, dass glückliche Umstände mithelfen müssen - z. B. dass ein Ehepartner wirtschaftlich auffängt, was die schlechte Stellenausstattung des mit vollem Schwung agierenden Inhabers nicht mehr hergibt.
Oder Menschen, die im Ruhestand noch in (fast) gewohnter Qualität und Intensität weitermachen, obwohl sie nun ihrem Wirkungsort nicht m,ehr direkt auf der Tasche liegen.
Solche Umstände machen natürlich die strukturellen Verluste nicht weniger bedauerlich.
Blicken wir in die Kirchenmusikgeschichte, verdanken wir allerdings auch in weiter zurückliegenden Zeiten manches Meisterwerk einer Situation, die strukturell schwierig war, nicht zu reden von aller Kunst, die in Kriegs- und Pestzeiten praktiziert wurde.
Ein "Es war alles schon mal schlimmer" kann also ein kleiner Trost sein, sollte aber - was hier im Thread ja auch gemeint ist - nicht die Benennung oder das Beklagen schwindender Möglichkeiten (gerade wennvauch Leichtfertigkeit in deren Abbau unterstellt werden muss) bremsen.
Karfreitag in der Neanderkirche (etwas OT), war:Wie cool ist das denn (sry)!
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 22:33 (vor 687 Tagen) @ MartinH
Apropos cool - und heutige angeblich moderne Kantoren und Orgeln, hier ein beeindruckender Konzertmitschnitt eines Karfreitagskonzerts in der Neanderkirche Düsseldorf vor 25(!) Jahren (DAS ist modern, und intelligent, auch wenn sicher Besserwisser wieder was an der Chorintonation etc. zu bemängeln haben). Wenn ich das mit dem Geklimpere heutzutage oft vergleíche..
Ich gehöre definitiv zu den klimpernden Kantoren*. Trotzdem hier mein Programm von Karfreitag 2024:
Distler, "Jesu, deine Passion"
Duruflé "Ubi caritas et amor"
div, einzelne Choralstrophen,
Rihards Dubra "O crux ave" und "'O vos omnes" (à 6)
Sven Erik Bäck "Jesus tänk på mig" (à 4-7)
Hessenberg "Herr Jesu, deine Angst und Pein"
Heiller "Dem König aller Zeiten"
*) Am Reformationstag gibt's recht viel Sacropop (meist aus "Hohes und Tiefes"), da bin ich aber nur Mitspieler, nicht Planer. Schütz ham wa erst wieda an Totensonntach ("Selig sind die Toten").
Wie nennt man Kantor:innen, die klimpern UND diese sperrige h-moll-Messe und Motetten der letzten zwei Generationen aufführen? ;-)
Karfreitag in der Neanderkirche (etwas OT), war:Wie cool ist das denn (sry)!
MartinH, Donnerstag, 24. Oktober 2024, 22:47 (vor 687 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Apropos cool - und heutige angeblich moderne Kantoren und Orgeln, hier ein beeindruckender Konzertmitschnitt eines Karfreitagskonzerts in der Neanderkirche Düsseldorf vor 25(!) Jahren (DAS ist modern, und intelligent, auch wenn sicher Besserwisser wieder was an der Chorintonation etc. zu bemängeln haben). Wenn ich das mit dem Geklimpere heutzutage oft vergleíche..
Ich gehöre definitiv zu den klimpernden Kantoren*. Trotzdem hier mein Programm von Karfreitag 2024:Distler, "Jesu, deine Passion"
Duruflé "Ubi caritas et amor"
div, einzelne Choralstrophen,
Rihards Dubra "O crux ave" und "'O vos omnes" (à 6)
Sven Erik Bäck "Jesus tänk på mig" (à 4-7)
Hessenberg "Herr Jesu, deine Angst und Pein"
Heiller "Dem König aller Zeiten"*) Am Reformationstag gibt's recht viel Sacropop (meist aus "Hohes und Tiefes"), da bin ich aber nur Mitspieler, nicht Planer. Schütz ham wa erst wieda an Totensonntach ("Selig sind die Toten").
Wie nennt man Kantor:innen, die klimpern UND diese sperrige h-moll-Messe und Motetten der letzten zwei Generationen aufführen? ;-)
Ich habe keine Namen genannt und erst recht nicht dieses Niveau mitsamt Vielfalt gemeint (aber z.B. an die Gottesdienstübertragungen aus einer Kirche hier in der Nähe gedacht, wo man sich gerne und dringend mal etwas Pfeffer (und Salz) wünschen würde - wenn schon sonst musikalisch nicht wirklich was los ist).
Jedenfalls ist dazu weder MIDI noch sonstwas nötig - tatsächlich: die Schlagwerke waren echt und nicht gesämpelt. Apropos Schlagwerke, was Blarr übrigens auch studiert hat: ich gebe zu, dass das in einer großen Kirche unbefriedigend ist. Insofern ist die Kirche dort ein Glücksfall, auch mit der farbigen Orgel.
Jedenfalls hatte Blarr auch immer viel und zugewandtes Publikum und ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass sich da jemand beschwert hätte.
Wie cool ist das denn (sry)!
Max Reger
, Wallfahrtsstadt Kevelaer, Sonntag, 27. Oktober 2024, 00:56 (vor 685 Tagen) @ Große Pfeife
Wie hört sich eigentlich die Kemper- Totentanzorgel an?
Es sind seinerzeit wohl die vor dem Kriege protokollierten klanglichen Merkmale rekonstruiert worden und ich habe nur mal gehört, dass sie nicht der schlechteste Wurf gewesen sein soll, zumal sich Karl Kemper wohl in der Tat mit den historischen norddeutschen Instrumenten seriös befasst hat.
Der Abbruch dieses Instrumentes und der Führer-Neubau (soviel Sperrholz habe ich selten auf einem Haufen gesehen wie bei uns in WHV seinerzeit) war gewiss alles andere als unumstritten.
Ich kann den in den 1980er Jahren gewählten Weg nicht gutheißen, muss ich sagen.
Zumal Ernst-Erich Stender (so, wie Martin Rost in Stralsund im Falle Jakobi/ Mehmel) Spenden akquirierte für einen vollkommen anderen Zweck als das, was dann ausgeführt worden ist:
statt der Orgelrenovierung kam es zum Abbruch und Neubau (Lübeck) (Stralsund: Millionen gesammelt für Mehmel-Rekonstruktion, parallel Projektierung Neubau im spätbarocken Stil).
Kemper-TT-Orgel Marienkirche, war: Wie cool ist das denn (sry)!
jrbecker
, Sonntag, 27. Oktober 2024, 14:54 (vor 684 Tagen) @ Max Reger
...
Der Abbruch dieses Instrumentes und der Führer-Neubau (soviel Sperrholz habe ich selten auf einem Haufen gesehen wie bei uns in WHV seinerzeit) war gewiss alles andere als unumstritten.
Ich kann den in den 1980er Jahren gewählten Weg nicht gutheißen, muss ich sagen....
Was ich schon immer nochmal fragen wollte: Sind von der Kemper-Totentanzorgel eigentlich irgendwelche Teile/Pfeifen/Register irgendwohin übernommen worden? (Wenn nicht in den Neubau selbst, dann vielleicht an anderer Stelle/in andere Orgeln? Wir sprechen ja immerhin von 38 Registern, der Materialwert ist doch sicher in einer relevanten Größe...
(In Gänze ist sie ja nicht irgendwo anders hingekommen, wenn du von einem Sperrholzhaufen erzählst...)