immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
elias.orgel, Samstag, 19. Oktober 2024, 22:34 (vor 693 Tagen)
bearbeitet von elias.orgel, Samstag, 19. Oktober 2024, 22:42
![[image]](images/uploaded/2024101920405167141953de52b.jpg)
für alle, die Lust an vollkommen freien Spekulationen Dispositionen und GehäuseEntwurfsOptionen haben...
eigentlich sollte / müsste die Kirche St. Maria zur Wiese (Soest) schon seit einigen Jahren dringend eine neue / andere Orgel haben
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Klang Kirche und Platz Orgel
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angenommen es gäbe überhaupt keine Beschränkungen...
was würdet Ihr Euch wünschen / könntet Ihr Euch vorstellen ?
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ich frage ganz allgemein in die Richtung
es gibt (soweit ich weiß) keine aktuellen Planungen etc.
--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...
... für Gott
immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
Evacuant, Samstag, 19. Oktober 2024, 23:14 (vor 693 Tagen) @ elias.orgel
angenommen es gäbe überhaupt keine Beschränkungen...
Worauf willst Du mit dieser "Annahme" hinaus?
Der Kirchenraum selbst gibt massive Beschränkungen vor. Soweit ich das aus den Bildern und dem Grundriss schließen kann, gibt es überhaupt keinen vernünftigen Platz für eine Orgel.
Wenn ich eine Orgel ohne Beschränkungen planen will, werde ich diese Kirche meiden und die Orgel an einem orgelgeeigneten Ort planen.
immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Sonntag, 20. Oktober 2024, 00:35 (vor 693 Tagen) @ elias.orgel
Hier kann man sie im vollen Einsatz hören:
immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Sonntag, 20. Oktober 2024, 13:54 (vor 693 Tagen) @ Poupoulcorouse
Hier kann man sie im vollen Einsatz hören:
Tolles Gebäude. Ich würde in dieser Kirche, wenn man aus irgendeinem Grund "mehr Orgel" wollte, mit mobilen Satelliten arbeiten, ggf. auch mit der bestehenden Orgel verbunden. Denn ich teile die Ansicht, dass man da eigentlich fast nirgends etwas hinstellen kann. Es müsste dann auch etwa so schön bzw. kunstvoll sein wie das Sakramentshäuschen.
Die Satelliten - ich durfte es ja im Sommer in Rouen erleben (hier, besser sogar noch dieses System)- hätten durch Nähe zum Publikum nicht so viel Problem mit Hall, würden das schon über die Augen intensive Raumerleben steigern und könnten flugs wieder verschwinden, wenn nicht gebraucht. Sicherlich müsste man dann einen Teil oder die ganze Bankbestuhlung aufgeben - oder ebenfalls entfernbar gestlaten, was eventuell schon der Fall wäre.
Spekulatius zum Quadrat.
immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
elias.orgel, Montag, 21. Oktober 2024, 18:02 (vor 692 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Danke - sicherlich eine absolut aufwendige Idee - insbesondere mit dem "hin und her" der einzelnen* Module...
ich wage zu bezweiflen, dass sowas praxisnah / tauglich ist
aber es ging mir ja um Ideen "ohne Beschränkungen"
* für Oespel müsste / muss ich neben dem (eigenen) Laptop auch noch Soundkarte und diverse Kabel
jedes Mal extra mitnehmen und dann anschließen...
(macht keinen Spaß ;-)
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immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 22. Oktober 2024, 00:08 (vor 691 Tagen) @ elias.orgel
Danke - sicherlich eine absolut aufwendige Idee - insbesondere mit dem "hin und her" der einzelnen* Module...
ich wage zu bezweiflen, dass sowas praxisnah / tauglich ist
aber es ging mir ja um Ideen "ohne Beschränkungen"
Nun ja, die mir bekannten Systeme "Wanderer", "Orgue en voyage", "L'Explorateur" und "Gulliver" sind durchaus unterwegs, allerdings unterschiedlich intensiv. Das zweite sah ich ja aus der Nähe, da sind schon einige Ecken abgestoßen...
* für Oespel müsste / muss ich neben dem (eigenen) Laptop auch noch Soundkarte und diverse Kabel
jedes Mal extra mitnehmen und dann anschließen...
(macht keinen Spaß ;-)
Einfach noch mal kaufen und dort lassen. :D
immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 22. Oktober 2024, 13:41 (vor 691 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, daß niemand bemerkt, daß sie auf der Aufnahme gar nicht sooooo dürftig klingt. Also zumindest für meine Ohren und auf dieser Aufnahme.
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 22. Oktober 2024, 17:51 (vor 691 Tagen) @ Poupoulcorouse
Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht, daß niemand bemerkt, daß sie auf der Aufnahme gar nicht sooooo dürftig klingt. Also zumindest für meine Ohren und auf dieser Aufnahme.
Habs bemerkt, aber nix geschrieben. :-)
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MichaelS
, Dülmen, Montag, 21. Oktober 2024, 17:36 (vor 692 Tagen) @ elias.orgel
Diese "Herausforderung" nehme ich direkt einmal an. Diese Emporen halte ich sowieso für den ungeeignetsten aller Orgelstandorte. Man müsste das Instrument quasi als Schwalbennest bauen, den Spieltisch darunter ebenerdig in der Kirche. Einen Standort habe ich in der Grafik markiert:
![[image]](images/uploaded/2024102114533667166af013e98.jpg)
Eine Disposition könnte mit rund 25 Registern auskommen, Hauptwerk und Pedal auf durchschobener Lade mit Transmissionen, das zweite Manual als Oberwerk.
Hauptwerk:
Montre 16´ (Prospekt)
Principal 8´ (Prospekt)
Flûte 8´
Salicional 8´
Octave 4´
Flûte conique 4´
Quinte 2 2/3´
Mixture V-VI 2´
Doublette 2´(VA)
Cornet V ab g°
Trompette 8´
Clairon 4´
Oberwerk/Récit
Bourdon 8´
Viola da Gamba 8´
Bifara 8´ ab f°
Prestant 4´ (als erstes Register hinter dem Schweller stehend)
Flûte harmonique 4´
Nazard 2 2/3´
Octavin 2´
Tierce 1 3/5´
Plein jeu IV-V 1 1/3´
Larigot 1 1/3´ (VA)
Trompette 8´
Basson-Hautbois 8´
Voix humaine 8´
Pedal
Flûte 16´ (Transmission HW)
Soubasse 16´
Bourdon 8´ (Octavauszug)
Principal 8´ (Transmission HW)
Salicional 8´ (Wechselschleife HW)
Octave 4´ (Transmission HW)
Bombarde 16´
Trompette 8´ (Wechselschleife HW)
Clairon 4´ (Wechslschleife HW)
Koppeln: II-I, Sub II-I, Sub II-II, I-P, II-P (als Registerzug und Fußtritt alternierend)
Tremulanten für HW und SW
Mechanische Spiel- und Registertraktur, Appel d´anches werkweise, Fußtritte.
Temperierung leicht ungleichstufig, z. B. Neidhardt Große Stadt
Diese eierlegende Wollmilchsau darf jetzt gerne zerrissen werden.
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elias.orgel, Montag, 21. Oktober 2024, 17:58 (vor 692 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von elias.orgel, Montag, 21. Oktober 2024, 18:06
herzlichen Dank für Deine Mühe - tatsächlich war genau das (Schwalbennest vorne) eine der Überlegungen ... allerdings auf der gegenüberliegenden SüdSeite
wobei die unglaublich "dünnen" Wände eine echte Schwalbennest wahrscheinlich nicht aushalten können (aber es ging mir ja auch um Ideen ohne Beschränkungen)
ich habe in dieser Kirche, an diesem Instrument Orgelspielen gelernt und als Jugendlicher den Raum überhaupt nicht so zu schätzen gewusst...
Für kleine Gruppen (<30) kann man direkt auf der Empore konzertieren und hat dann eine tolle (fast) Surround Wirkung - wahrscheinlich kommt daher meine Idee mit Orgel 4.0 ;-)
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MAT
, Montag, 21. Oktober 2024, 20:20 (vor 691 Tagen) @ elias.orgel
Ein Schwalbennest auf der Südseite? Wer plant sowas?
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Gruß
MAT
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Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 22. Oktober 2024, 00:11 (vor 691 Tagen) @ elias.orgel
wobei die unglaublich "dünnen" Wände eine echte Schwalbennest wahrscheinlich nicht aushalten können (aber es ging mir ja auch um Ideen ohne Beschränkungen)
Aufständern oder aus dem Dach/Gewölbe abhängen. Letzteres kennt man, könnte hier aber schwierig werden, wenn die auch nach außen drückende Last nicht durch die ebenfalls eher knappen Strebepfeiler abgefangen werden kann.
Aber warum planen wir hier eigentlich so fröhlich? Ohne echten Anlass?
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Orlos
, Dienstag, 22. Oktober 2024, 00:19 (vor 691 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Aber warum planen wir hier eigentlich so fröhlich? Ohne echten Anlass?
Das ist eine Art von Krankheit. Befällt mich auch ständig. Heute war ich in der Hofkirche in Dresden. Dort gibt es in der "Seitenkapelle", die so groß ist wie manche mittlere Stadtkirche, regelmäßig Gottesdienste. Was muss mein Auge erblicken? Eine elektronische "Orgel", in der Kathedrale des Bistums! Und was tue ich automatisch? Richtig, eine Orgel planen. Hier zwischen die breiten Pfeiler gestellt, vielleicht erhöht. Oder mit Doppelprospekt, dann auch als Chororgel für das Hauptschiff einsetzbar, vielleicht zwei Spielschränke, auf jeder Seite einen. Herrliche Gedanken.
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elias.orgel, Dienstag, 22. Oktober 2024, 07:31 (vor 691 Tagen) @ Orlos
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 22. Oktober 2024, 07:53
Aber warum planen wir hier eigentlich so fröhlich? Ohne echten Anlass?
Das ist eine Art von Krankheit... Befällt mich auch ständig. ... Hier zwischen die breiten Pfeiler gestellt, vielleicht erhöht. Oder mit Doppelprospekt, dann auch als Chororgel für das Hauptschiff einsetzbar, vielleicht zwei Spielschränke, auf jeder Seite einen. Herrliche Gedanken.
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genau darum ;-)
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oder frei nach orlando mit lasso:
perche non? perche si? perche mi piache!
Warum nicht? Warum doch? Weil's mir Spaß macht...
oder Johann Sebastian:
plaudert weiter! schweiget nicht!
.
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tatsächlich war vor einigen Jahren mal ein Neubau im Gespräch, im Zuge dessen durfte ich mit dem damaligen Kantor (und meinem ehem GesangsProf) Klaus Haffke uA zu Ahrend fahren, denn für die große Marienkirche der ehemaligen Hansestadt hatte er (KH nicht HA ;-) die Idee einer "norddeutschen" HanseOrgel
insbesondere im Hinblick auf die Instrumente in der Petri oder im "Dom"
"ohne Beschränkungen" bedeutet für mich, dass mann sich nicht durch frühzeitige (falsche) Annahmen von guten Ideen abbringen läßt...
die alte Orgel muß erhalten bleiben / das Westfenster (neu) muß frei bleiben / die Emporen müssen "bleiben" / genutzt werden / das Instrument muß "bezahlbar" sein...
usw
Orgel fahrbar oder Orgel auf/um/abgehängt ?
alles
da-zwischen
und.................................................außerhalb
soll(t)e gedacht werden
(das wird mann ja wohl noch sagen)
können
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hardy
, Dienstag, 22. Oktober 2024, 12:22 (vor 691 Tagen) @ elias.orgel
Das Westfenster muß in der Tat frei bleiben, denn es ist ein Geschenk eines Soesters von vor einigen Jahern erst. Laut Lokalzeitung damals zum Preis eines Einfamilien-Hauses. Ansonsten wäre eine Lösung wie in St. Lamberti, Münster optimal (vor dem Westfenster quasi schwebend).
Aber generell - ich habe dort letztes Jahr mal an der Orgel vertreten, die Orgel an sich ist m. E. gar nicht so schlecht, aber im falschen Raum halt. Die Kirche wird nur in der wärmeren Jahreszeit zu Gottesdiensten genutzt, im Winter nur zu bestimmten seltenen Anlässen - wegen der immensen Heizkosten. Und wegen des sehr großen Nachhalls geht die Orgel ziemlich unter, aber auch die Sprachverständigung im Gottesdienst ist kein Vergnügen. Und manchmal wird gar das Tzschöckel-Positiv, das direkt neben der Gemeinde steht, als Hauptorgel-Ersatz genutzt.
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elias.orgel, Dienstag, 22. Oktober 2024, 14:07 (vor 691 Tagen) @ hardy
Das Westfenster muß in der Tat frei bleiben, denn es ist ein Geschenk eines Soesters von vor einigen Jahern erst.
deshalb habe ich "ohne Beschränkungen" geschrieben !!!
offensichtlich weißt Du da mehr als ich, denn soweit ich weiß, "besteht" Herr Haverland* (der Spender) nicht darauf, dass "sein" Fenster frei bleibt...
* älteste Pumpernickel Bäckerei der Welt / Deutschlands / in NRW (zutreffendes bitte streicheln)
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hardy
, Dienstag, 22. Oktober 2024, 18:02 (vor 691 Tagen) @ elias.orgel
Das wusste ich nicht, daß das Fenster verdeckt sein dürfte.
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GoswinHeilmann, Montag, 21. Oktober 2024, 21:42 (vor 691 Tagen) @ MichaelS
Bitte nicht wieder so ein verstümmeltes Pedalwerk. Das Pedal muss mehr eigene Register haben.
Auch bei einer neuen Orgel könnte die vorhandene Orgel auf der Empore bleiben. Die Möglichkeit der Konzerte für kleine Gruppen direkt auf der Empore wäre somit weiterhin gegeben.
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MichaelS
, Dülmen, Dienstag, 22. Oktober 2024, 17:18 (vor 691 Tagen) @ GoswinHeilmann
Bitte nicht wieder so ein verstümmeltes Pedalwerk. Das Pedal muss mehr eigene Register haben.
Das folgt hier nicht einem Sparzwang sondern ist der Aufstellung geschuldet. Die Werke sollten räumlich eng beieinander sein, die ganze Orgel dabei nicht zu tief werden. Daher kommt das Pedal mit auf die Hauptwerkslade, die gleichzeitig nicht zu tief werden sollte. Ich wäre durchaus auch für einen gut mensurierten Octavbaß, ggf. auch noch einen Choralbaß, wenn es der Platz nachher hergibt.
Intention war, HW als Ganztonlade mit C & Cs außen, das SW ins "V" hinein, max. 1,20 über Hauptwerk
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Max Reger
, Wallfahrtsstadt Kevelaer, Dienstag, 22. Oktober 2024, 00:23 (vor 691 Tagen) @ elias.orgel
Es liegt Jahrzehnte zurück, dass ich die Wiesenkirche (sehr in Ruhe) habe auf mich wirken lassen.
Und eines steht fest: einer der eindrucksvollsten Kirchenräume, den ich je betreten habe. In einer so feierlich-freundlichen Atmosphäre (sehr beeindruckt gewesen bin ich auch von der Paulinerkirche in Trier in diesem Kontext) und mit einer unvergleichlichen Würde und Feierlichkeit, die immer lebensbejahend und transzendental anmutend ausfallen muss.
Aus diesem so ganz besonderen Eindruck leitet sich für mich ab, das hier etwas ganz und gar ungewöhnliches entstehen MUSS. In diesem Raum muss gestalterisch wie auch klanglich das Beste einziehen, was der deutsche Orgelbau zu bieten hat. 1957 konnte man diese sublimierte Schreibweise wahrscheinlich nicht erwarten - im 18. Jahrhundert (Weingarten) beherrschte man diese Kunst! "Gläsern" muss auch die Orgelanlage sein - eines mit dem Raum, in dem sie singen darf.
Klanglich stelle ich mir zuvorderst ein raumfüllendes, weiches Klangbild vor. Klangkonzept wie auch Intonation mit ganz, ganz spitzen Fingern. Dafür mit einem besonderen Willen zur Raffinesse, die mit den Spezifika dieses Raumes spielen. Nein: bei maximal "Forte" ist Schluss - der Raum definiert das "Ende der Fahnenstange", das weitaus eher erreicht sein wird als in fast allen anderen Räumen. Die Klangsprache muss dem raumbestimmenden Werkstoff - Glas - zwingend Rechnung tragen. Raffiniert würde (auch) ich die Werke im Raum verteilen, ortsfest natürlich. Konzeptionell irgendwo zwischen und mit Spätbarock/ Klassik und Messiaen. Die "Symphonie gothique" wird man in diesem Raum eher nicht hören, auch nicht die großen Reger-opera, dafür viel Bach, Haydn, Schumann und Tournemire - Hindemith und Micheelsen.
Soweit meine intuitiven Gedanken, an denen man sich gerne reiben darf.
Ich muss mal wieder nach Ostwestfalen fahren, merke ich....
immer (noch k)eine Orgel für Soest... Frage nach Orgel für Raum
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 22. Oktober 2024, 13:46 (vor 691 Tagen) @ Max Reger
Der Kellner fragt: "Was darf es sein?" Und deine Antwort: "Etwas Leckeres, bitte."
;-)