Quasi interne CD von 1998: Orgeln der KG Gerstetten

MCVL @, Freitag, 04. Oktober 2024, 21:59 (vor 709 Tagen) @ MartinH
bearbeitet von MCVL, Freitag, 04. Oktober 2024, 22:33


Das lief unter der Bezeichnung Johann Georg Schäfer (junior). Die Söhne Carl und Friedrich führten die Firma ab 1886 eine Weile gemeinsam, Friedrich übernahm dann 1902 die Firma Goll in Kirchheim/Teck und führte sie bis zum Konkurs 1915 (die Kirchheimer Firma war dann noch bis 1920 mit Schäfers Ehefrau Maria als Geschäftsführerin tätig).
Die Göppinger Werkstatt existierte unter der Leitung von Carl Schäfer noch bis 1934, war aber nach 1920 nur noch mit Umbauten und Bestandspflege beschäftigt.


Danke! So kann man wieder was verbessern. Verwirrend ist hier auch, dass es angeblich nicht weniger als drei "Johann Georg Schäfer" gab. Wenn's stimmt...

Das stimmt schon. Der Stamnvater der Schäfer-Sippe war Johann Georg (I), der aber seine Werkstatt in Wolfschlugen bei Nürtingen hatte. Sein Sohn Johann Georg (II - oder auch der Göppinger "Senior") war nach der Ausbildung bei seinem Vater bei der bislang weitgehend unerforschten Werkstätte Hildenbrand in Faurndau tätig, bevor er sich dann in Göppingen selbstständig machte. In Wolfschlugen führten drei Söhne, darunter Samuel Friedrich, die väterliche Werkstatt weiter.

Johann Georg Schäfer (II/Göppinger Senior) hatte drei Söhne, die ebenfalls Orgelbauer wurden:

- den bekannten Johann Heinrich Schäfer, der zunächst noch parallel zum Vater in der Göppinger Werkstatt tätig war (sein Opus 1 für Pfauhausen am Neckar entstand noch von dort aus), aber bald in Heilbronn die bekannte Werkstatt begründete.
- Johann Friedrich Schäfer, welcher zunächst in Gmünd, dann in Crailsheim eine Werkstatt betrieb, deren Erzeugnissen nicht immer eine lange Lebensdauer beschieden war
- Johann Georg Schäfer (III oder der Göppinger Junior), der ab 1856 die väterliche Werkstatt in Göppingen weiterführte.

Die Göppinger Werkstatt war nach dem Tod des Vaters während einer Orgelmontage in Jagstberg für mehrere Jahre verwaist, da Johann Georg Schäfer (III/Göppinger Junior) erst am Anfang seiner Laufbahn stand und seine Kenntnisse beim Bruder Johann Heinrich in Heilbronn vertiefte.


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