die Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Donnerstag, 25. Januar 2024, 23:38 (vor 945 Tagen)
bearbeitet von hintersatz, Donnerstag, 25. Januar 2024, 23:48

Sucht einen neuen Organisten, wollte der Organisten der petite Orgue mystique de Schwarzwalde nur anbei vermelden
[/b][/img][image]
https://images.kath-musterhausen.de/im/img/_KrGYSQLbSrXmS-LWn6dWsWGW0v3m8BR5Slg5fWLWp6E...
Und der Schwarz könnte die Spätromantik schon richtig gut, und hier hört es sich noch einfach eine Lage gruseliger an als bei den Franzosen. Das Grauen kam ja dann auch.
Habe mich selbstverständlich auf die Stelle beworben, werde sie selbstverständlich nicht bekommen, bekommen hat die Schuttertälerin aber eine feuerrote 27PS-Enduro, mit der sie für mich besser erreichbar sein wird.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

die Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

tiratutti @, Freitag, 26. Januar 2024, 10:07 (vor 945 Tagen) @ hintersatz

Interessante Anzeige.
Früher war datt Dingen ja höher eingestuft. Das Nachtrauern ist aus dem Satz
Sie sollten mindestens über einen Abschluss als C-Kirchenmusiker/in verfügen.
entnehmbar.

Attraktive Orgel, aber schwieriger Raum: Die Orgel ist im Chor zu laut und im (Rund)Schiff zu leise. Ich weiß aber nicht, ob es heute bessere Möglichkeiten des Abhörens gibt. Kenne das Ding nur von vor dem Klais-Umbau 1997.

Grüße von tiratutti

die Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

fluteceleste @, Freitag, 26. Januar 2024, 12:44 (vor 944 Tagen) @ tiratutti
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 26. Januar 2024, 12:48

Schöne Kiste, da gibts einiges, das dem geneigten Forumsleser doch nicht vorenthalten bleiben sollte :-) (@MCVL raucht Deine Festplatte auch schon [image])

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Bald weich und lind, wie wenn der Maienwind...

fluteceleste @, Freitag, 26. Januar 2024, 13:08 (vor 944 Tagen) @ fluteceleste

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Bald weich und lind, wie wenn der Maienwind...

Florian-L @, Freitag, 26. Januar 2024, 14:02 (vor 944 Tagen) @ fluteceleste

Wer kann das angemessen deklamieren? :-D

Bald weich und lind, wie wenn der Maienwind...

hintersatz ⌂ @, Samstag, 27. Januar 2024, 02:12 (vor 944 Tagen) @ Florian-L
bearbeitet von hintersatz, Samstag, 27. Januar 2024, 02:37

Ihre Präsenz im Netz fällt recht bescheiden aus,
ein Spieltischfoto, das sieht nach einem modernen Klais-Spieltisch aus, bei den 256 Setzerkombinationen bete ich bis zu meinem Vorspiel dort zum heiligen Wunder der Setzerplatzvermehrung, wenn das Ding offenbar eine SchwellwerksAnzeige (oh bitte ja, das gab es das letzte Mal in Köln, Antoniter, und das ist so cool, wenn du beim Choralvorspiel mit der auf Stufe 14 abgeschwellten Registrierung im Schwellwerk genau mit dem Sound aufwarten kannst, den du dir vorher ausgedacht hast, hat sie wohl auch nicht nur 256 Setzerplätze . Ansonsten rufe ich da an. Beim Klais. Das das anders muss.
Direkt heute kam eine freundliche Bestätigungsmail für meine Bewerbung, das Problem ist einfach, das die Dame am Ende der Welt wohnt, und dieses Ende der Welt dazu noch hoch gelegen ist. Hon-da. Das ist japanisch und bedeutet Ja, Hund.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Bald weich und lind, wie wenn der Maienwind...

Florian-L @, Samstag, 27. Januar 2024, 09:26 (vor 944 Tagen) @ hintersatz

Der Spieltisch war bereits ein Filmstar (siehe hier).

Bald weich und lind, wie wenn der Maienwind...

link1907 @, Samstag, 27. Januar 2024, 10:49 (vor 944 Tagen) @ hintersatz

https://motette.org/products/12781-deutsche-orgelromantik-max-reger?_pos=1&_sid=cc9...

Tobias Horn hatte da wohl keine Probleme, oder hat der auch bei Klais angerufen?

Bald weich und lind, wie wenn der Maienwind...

MCVL @, Samstag, 27. Januar 2024, 12:39 (vor 943 Tagen) @ hintersatz

Ihre Präsenz im Netz fällt recht bescheiden aus,
ein Spieltischfoto, das sieht nach einem modernen Klais-Spieltisch aus

So ist es auch, der wurde bei der "Restaurierung" in den 1990er Jahren eingebaut, wobei die in den 1960er Jahren installierte Elektropneumatik überarbeitet erhalten blieb.

Eine denkmalpflegerische Großtat war diese Arbeit nicht, heute würde man dort vermutlich anders zu Werke gehen, vielleicht sogar einen pneumatischen Spieltisch nach historischen (Walcker)-Vorbildern nachbauen.

..von großem Geschicke und unverdrossenem Fleiße ...

fluteceleste @, Freitag, 26. Januar 2024, 21:02 (vor 944 Tagen) @ fluteceleste

und zum guten Schluss darf natürlich das Abnahmegutachten nicht fehlen!
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..von großem Geschicke und unverdrossenem Fleiße ...

MCVL @, Freitag, 26. Januar 2024, 21:46 (vor 944 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von MCVL, Freitag, 26. Januar 2024, 23:37

Wunderbar. Vielen Dank.

Einzges Manko: in der Schnittzeichnung vom Spieltisch sind nur die Spielapparate eingezeichnet, die Koppelapparate wären auch interessant gewesen. Was ich mir schon überlegt habe: womöglich war da sogar ein separater Koppelapparat im Untergehäuse vorhanden.

An der Ausschreibung zur Vorgängerorgel, die meines Wissens von Voit geliefert wurde, war u.a. auch Johann Baptist Schefold aus Biberach beteiligt; ich vermute, daß die Ausschreibung womöglich öffentlich bekannt gemacht wurde und daher Schefold auf dieses Projekt aufmerksam wurde.
Anders kann ich mir seine Beteiligung nicht wirklich erklären, er hatte ansonsten ja nur einen recht begrenzten Aktionsradius in Oberschwaben und der westlichen Grenzperipherie von bayerischen Kreis Schwaben und Neuburg.

die Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Große Pfeife @, Freitag, 26. Januar 2024, 14:35 (vor 944 Tagen) @ hintersatz

So eine hatte ich auch einmal…

[image]

die Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

tiratutti @, Samstag, 27. Januar 2024, 13:16 (vor 943 Tagen) @ hintersatz

Hi,

am Sonntag 4.2.2024 10 Uhr ist die Verabschiedung der bisherigen Domorganistin Eiko Maria Yoshimura im Rahmen des Festgottesdienstes zum Patrozinium. Die Stelle wurde also bisher A-beorgelt. Und "Domorganist" ist doch sicher ein sehr schöner Titel :-)
Ich bin gespannt, wer den Job übernimmt.

Grüße von tiratutti

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 27. Januar 2024, 15:15 (vor 943 Tagen) @ tiratutti

Hi,

am Sonntag 4.2.2024 10 Uhr ist die Verabschiedung der bisherigen Domorganistin Eiko Maria Yoshimura im Rahmen des Festgottesdienstes zum Patrozinium. Die Stelle wurde also bisher A-beorgelt. Und "Domorganist" ist doch sicher ein sehr schöner Titel :-)
Ich bin gespannt, wer den Job übernimmt.

Grüße von tiratutti

Bin auf Pseudo-Dome bzw. Organistinnen nicht so gut zu sprechen, es sei denn, er gehörte dazu

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

tiratutti @, Samstag, 27. Januar 2024, 16:19 (vor 943 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Hi,

am Sonntag 4.2.2024 10 Uhr ist die Verabschiedung der bisherigen Domorganistin Eiko Maria Yoshimura im Rahmen des Festgottesdienstes zum Patrozinium. Die Stelle wurde also bisher A-beorgelt. Und "Domorganist" ist doch sicher ein sehr schöner Titel :-)
Ich bin gespannt, wer den Job übernimmt.

Grüße von tiratutti


Bin auf Pseudo-Dome bzw. Organistinnen nicht so gut zu sprechen, es sei denn, er gehörte dazu

Naja, Dom im Sinne von Kuppel ist bei dieser bedeutenden Kuppelkirche nicht falsch. Dass Dom ausschließlich für Bischofskirchen reserviert, stimmt halt nicht. Egal, als ehemalige Klosterkirche könnte man es auch Münster nennen.

Grüße von tiratutti

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 27. Januar 2024, 19:54 (vor 943 Tagen) @ tiratutti

Naja, Dom im Sinne von Kuppel ist bei dieser bedeutenden Kuppelkirche nicht falsch. Dass Dom ausschließlich für Bischofskirchen reserviert, stimmt halt nicht. Egal, als ehemalige Klosterkirche könnte man es auch Münster nennen.

Grüße von tiratutti

Da auf meinen Beitrag geantwortet wurde, kann ich ihn nicht mehr entfernen. Ich bedaure das vorübergehende Absacken der Gesprächskultur im Forum und gelobe, mich zur Dombezeichnungsthematik künftig nicht mehr zu äußern.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Samstag, 27. Januar 2024, 22:40 (vor 943 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von hintersatz, Samstag, 27. Januar 2024, 23:00

Warum?
Ich verstehe die Systematik dahinter auch nicht, der Altenberger Dom hat als Simultankirche sogar zwei Domorganisten, einen evangelischen und einen katholischen bei insgesamt 0 Bischhöfinnen.
Der Ihrefelder Dom hat auch insgesamt 0 Bischöfinnen, der Organist dort, Stelle grad vakant, würde sich aber kaum Domorganist nennen.
Hier noch etwas zum "Dom" ab 3:15

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Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

MCVL @, Samstag, 27. Januar 2024, 22:55 (vor 943 Tagen) @ hintersatz
bearbeitet von MCVL, Samstag, 27. Januar 2024, 23:33

Warum?
Ich verstehe die Systematik dahinter auch nicht, der Altenberger Dom hat als Simultankirche sogar zwei Domorganisten, einen evangelischen und einen katholischen bei insgesamt 0 Bischhöfinnen.
Der Ihrefelder Dom hat auch insgesamt 0 Bischöfinnen, der Organist dort, Stelle grad vakant, würde sich aber kaum Domorganist nennen.

Ein System kann ich dahinter auch nicht erkennen. Offensichtlich werden besonders ins Auge stechende Kirchen in einigen Fällen als "Dom" bezeichnet, die Liste lässt sich noch erweitern. Den Fall St. Blasien kann ich durch die Kupoel, die Assoziationen an den Petersdom weckt, noch halbwegs verstehen. Im Gegensatz dazu redet aber niemand vom Weingartener Dom, sondern von der Basilika.
Andererseits wird beispielsweise von niemandem der Begriff "Konstanzer Dom" verwendet, sondern man redet nur vom Münster, trotzdem es durch Jahrhunderte Bischofskirche eines bedeutenden Bistums war. Freiburg ist ein ähnlicher Fall, auch wenn es erst im 19. Jahrhundert Bischofskirche wurde.

So wie ich das sehe, sind das alles gewachsene Traditionen, von denen auch niemand abrücken wird.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Samstag, 27. Januar 2024, 23:05 (vor 943 Tagen) @ MCVL

Eine Theorie war mal, dass es darauf ankommt, wer es gebaut hat. Hat es die Kirche gebaut, wird's ein Dom, hat's die politische Gemeinde gebaut, ein Münster. Die Orgel in St.Blasien hat wohl der Staat Baden bezahlt. Warum?

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Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

MCVL @, Samstag, 27. Januar 2024, 23:26 (vor 943 Tagen) @ hintersatz
bearbeitet von MCVL, Samstag, 27. Januar 2024, 23:30

Eine Theorie war mal, dass es darauf ankommt, wer es gebaut hat. Hat es die Kirche gebaut, wird's ein Dom, hat's die politische Gemeinde gebaut, ein Münster. Die Orgel in St.Blasien hat wohl der Staat Baden bezahlt. Warum?

An dieser Ursache kann es im Fall St. Blasien nicht wirklich liegen, der "Dom" wurde ja als Kirche der Benediktinerabtei unter dem in musikalischen Kreisen nicht unbekannten Abt Martin Gerbert erbaut.
Erst nach der "napolenonischen Strukturreform" fiel die ganze Chose an Baden, St. Blasien hatte auch ein nicht ganz kleines Territorium.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Sonntag, 28. Januar 2024, 00:03 (vor 943 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von hintersatz, Sonntag, 28. Januar 2024, 01:50

Die Orgel war aber von Schwarz doch bereits mit Elektro pneumatischer Traktur ausgestattet, 11km Kabel braucht man ja nicht für Motor, Licht und Registersteuerung ?
Eine Rekonstruktion dieser Bauart wäre heute aufgrund der Brandschutzbestimmungen nicht mehr möglich, also hat man sich für einen sicheren Spieltisch des Marktführers entschieden, der auf jeden Fall nicht brennt. Die Vorvorgänger meiner Rodgers-Orgel waren wohl auch für abrauchene Platinen bekannt (Zitat DiSc), ob es da Brandfälle gab, weiß ich nicht. Auf alle Fälle bin ich an meiner petite Orgue mystique de Schwarzwalde auch sehr glücklich.
[image]
Eigentlich ist das ja ein zeittypisches Freipfeifenprospekt mit ein bisschen Dekogedöns davor, das versucht so zu tun als ob es ein Gehäuse wäre. Die Orgel hat unter meiner Hand zur Zeit noch 3 Fehler, ein fehlender Ton in der Super-I Koppel, das Bälgchen wird vom Orgelbauer nachgefertigt, 3 Register des Hauptwerks sind für die Super-I Koppel auf Zusatzlade ausgebaut, deren Funktion ist im Moment unklar, die Piano-Pedal-Koppel tut manchmal etwas, und dann meistens falsch.
Der Sound dieser Kiste ist, was die französische Romantik betrifft, ein Träumchen? Da will natürlich jede Lage, und eigentlich auch jeder Ton ersteinmal erobert und durchgepustet werden, bevor sie oder er oder divers; denn klingt. Geschenkt kriegst du da nix.

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Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Evacuant, Sonntag, 28. Januar 2024, 08:09 (vor 943 Tagen) @ hintersatz

Eine Theorie war mal, dass es darauf ankommt, wer es gebaut hat. Hat es die Kirche gebaut, wird's ein Dom, hat's die politische Gemeinde gebaut, ein Münster.

Das ist eine alberne "Theorie".
Das Wort Münster bezeichnet ursprünglich ein Kloster (lat. monasterium), aber schon im Hochmittelalter wird das Wort für allerhand Kirchen, darunter auch Bischofskirchen verwendet. (Im Nibelungenlied heißt z. B. der Wormser Dom Münster.
Das Wort Dom bezeichnet dagegen eigentlich die Bischofskirche, aber bei diesem Wort ist es zu einer Bedeutungserweiterung gekommen, und es wird für Kirchen benutzt, die nie Bischofskirchen waren.

Mit der Kuppel hat es nichts zu tun, denn das Wort Dom hatte im Deutschen nie die Bedeutung 'Kuppel'.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

kjz1, Sonntag, 28. Januar 2024, 10:32 (vor 943 Tagen) @ Evacuant
bearbeitet von kjz1, Sonntag, 28. Januar 2024, 13:23

Dom kommt da wohl eher von Domus, was ein Haus bezeichnet, z. Bsp. 'Haus Gottes'. Für eine Bischofskirche wäre eigentlich Kathedrale passender, weil diese meist über einen Bischofssitz (= cathedra) verfügt. Dom ist eigentlich allgemein eher die Bezeichnung für eine große Kirche (in eher ländlich geprägtem Umfeld), z. Bsp. Hunsrück-Dom, Westerwälder Dom, etc. Ein Beispiel wäre auch Magdeburg, wo es in hundert Meter Entfernung einen Dom und eine Kathedrale gibt.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Cmcmcm1 @, Ottobrunn, Mittwoch, 14. Februar 2024, 20:21 (vor 925 Tagen) @ kjz1

Ich verweise an dieser Stelle gerne auf eine zu diesem Thema existierende Wikipedia-Liste ;)

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

kjz1, Sonntag, 28. Januar 2024, 13:28 (vor 942 Tagen) @ hintersatz

Die Orgel in St.Blasien hat wohl der Staat Baden bezahlt. Warum?

Meist handelt es sich um Kirchen, wo das Kloster oder Stift aufgelöst wurde und sich die Kirche dann (oft vorübergehend) im Besitz des Staates befand. Womit der Staat dann auch die Baulast übernommen hat. Später wurden einige Kirchen wieder an die Kirche zurückübertragen, aber die staatliche Baulast blieb erhalten.

In einer unserer Nachbarkirchen war es auch vorteilhaft, weil dort der Staat die Hälfte des Orgelneubaues bezahlt hat. Aus einer ähnlichen Historie heraus.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

MCVL @, Sonntag, 28. Januar 2024, 14:33 (vor 942 Tagen) @ kjz1

Die Orgel in St.Blasien hat wohl der Staat Baden bezahlt. Warum?


Meist handelt es sich um Kirchen, wo das Kloster oder Stift aufgelöst wurde und sich die Kirche dann (oft vorübergehend) im Besitz des Staates befand. Womit der Staat dann auch die Baulast übernommen hat. Später wurden einige Kirchen wieder an die Kirche zurückübertragen, aber die staatliche Baulast blieb erhalten.

Genau so ist es. Wobei diese Fälle in Baden beispielsweise nicht so häufig vorkamen, wie im benachbarten Württemberg.
Im "Seekreis", zu welchem St. Blasien einst gehörte, waren es höchstens eine Handvoll Fälle, beispielsweise in Öhningen.

Dom = Kuppel war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Montag, 29. Januar 2024, 21:53 (vor 941 Tagen) @ MCVL

Den nächsten Donnerstag Abend werde ich wohl im Hotel verbringen.

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Grande Orgue mystique de Öhningen

MCVL @, Montag, 29. Januar 2024, 23:50 (vor 941 Tagen) @ hintersatz

Den nächsten Donnerstag Abend werde ich wohl im Hotel verbringen.

In Öhningen ist aber meines Wissens nicht mehr das Land BaWü baupflichtig.

Die Albrecht-Orgel aus der Klosterkirche haben sie nach der Säkularisation "mietweise" nach Schienen abgegeben, dort wurde sie um 1862 durch eine Hieber ersetzt.

But thats another story.

Obwohl es dort auf der Höri, auf dem Schiener Berg und am Untersee auch sehr schön ist. Ist eher meine Gegend, der Hochschwarzwald ist mir etwas zu einengend.

Grande Orgue mystique de Öhningen

untersatz32, Dienstag, 30. Januar 2024, 07:39 (vor 941 Tagen) @ MCVL

Höri/Untersee: oh ja, landschaftlich traumhafte Gegend - und nicht so touristisch übererschlossen. Ein schöner Sonntagsausflug.

La Grande Orgue mystique de Merdingen

hintersatz ⌂ @, Mittwoch, 31. Januar 2024, 01:14 (vor 940 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von hintersatz, Mittwoch, 31. Januar 2024, 01:17

Den Ortsnamen Merdingen (franz: Merde=dt.Scheiße, Scheißingen hört man dort allerdings nur an Fasnet) gibt es genau 1x in Deutschland.
Ich hatte im Frühdienst in Freiburg einen ziemlichen Scheiß-Tag, nicht in meinem Team, aber super viel Arbeit und meine alter Rücken dann irgendwann auch am Ende. Eigentlich wollte ich auf dem Campus in Hl.Geist noch üben, musste da dann einfach nur noch raus und habe mich nach Merdingen geflüchtet. Als Doping eine CocaCola, den Tascam DR-100 auf der Kanzel plaziert, die schwächliche Stimme bitte ich zu entschulidigen, aber da steht ein ziemlich massiver Schrank aus solidem heimischem Eichenholz mit diversen Holz- und Metall-Intarsien zwischen mir und dem Mikrophon; ich will mich ja keinenfalls mit Herrn Böning vergleichen, aber könnte es sein, das meine Aufnahme irgendwie interssanter ist?
Mit freundlichen Grüßen aus der Realität,
ihr hintersatz
Ps. die Aufnahme ist 24bit, ich wurde von der Gemeinde darauf hingewiesen, dass ich keine Bild- oder Tonaufzeichnungsrechte besitze, die vorliegende Veröffetlichung ist also illegal. Werde dort anfragen, ob man solche Rechte erlangegen, und insbesondere auch einen Zugriff auf die (feine) Übertragungsanlage der Kirche bekommen kann, ohne die geht das wohl nicht.
ps2: das allererste Mal, das ich das Orgelbüchlein überhaupt aufgenommen habe.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 31. Januar 2024, 09:41 (vor 940 Tagen) @ hintersatz

Ich denke, das ist nicht der Ort (und diese Musik entzieht sich aufgrund ihrer Wunderbarkeit dem auch ein wenig), hier deatilliertes Feedback zu geben. Aber doch:
Vielleicht solltest Du, auch wenn die Forianer es einzuordnen wissen, den Standard-Fußtext Deiner Postings ändern, denn das passt ja nicht zu deinem Orgelspiel.

Da ist ja doch auch "viel Schönes dabei". Aber wie gesagt, keine Details. Wollte man irgendwo wohlwollend rezensieren, könnte man sagen "Dem Interpreten ist seine Freude in der Beschäftigung mit Bachs Werk abzuspüren." Recht schöne Orgel, anscheinend. Die gesungenen Choräle unterstreichen eher das eben Gesagte.

Zu Bönig: Ich werde mich da auf keine Vergleiche einlassen. Ich habe aber im jüngsten Hausorgelkonzert kurz reingehört und insbesondere Bachs e-moll-Fuge. Da gibt es Generelles und ein bestimmtes Detail, welches ich bei Kolleg:innen gerne untersuche. Der Interpretations-Spielraum im Artikulatorischen ist ja in den letzten 100 Jahren sehr groß geworden, und Bönig spielt in einer Ecke des Raumes, in der ich nicht bin. Aber es gibt keine Wahrheit, das ist auch gut und sogar eine Freude.

Um auch selbst privat zu werden: Mein letztes intensives öffentliches Bach-Spiel war im Sommer 2023 in Bardowick und in Rostock kurz vor Jahresschluss die "Canonischen"...., mit einem nachmittäglichen Vortrag bei Kaffee und Weihnachtskeks vorab. Ein Grund für letztere Veranstaltung war abgesehen von dem Wunder des Werkes, dass selbst an meiner Dienstorgel insbesondere Trio-Registrierungen mit Bach gut hörbar und auch erstaunlich gut spielbar sind. Die Sehnsucht, einfach mal wieder schön Bach spielen zu könne, auch "Kleinigkeiten", wie eben mal Orgelbüchlein, ist inzwischen doch sehr groß.
Und ich hoffe, dass ich in den nächsten Jahren nochmal ein verbessertes/verändertes Instrument begrüßen kann, dass in dieser Hinsicht überzeugen MUSS.
Jetzt, wo meine Bach-Evangelisten aus Wiener Studienjahren fast alle verstorben sind, bleibt es wie für viele andere auch für mich dabei: Bach ist das Zentrum der Orgelmusik, wenn auch kein Alleinherrscher, und die Rostocker Orgel muss dies abbilden können.
Um in Deinem Stil zu schließen: How, ich habe gesprochen.

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

hintersatz ⌂ @, Donnerstag, 01. Februar 2024, 21:56 (vor 938 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Sankt Blasien
Muss man ins Navi eingeben. St.Blasien findet es nicht. Die Anfahrt vom Freiburg über das Höllental ist sehr steil, wenn man dann oben ist, geht es erst hinter Tittisee weiter den Berg rauf, dann um den riesigen Schluchsee herum. Ich dachte immer, ich wäre Schwindelfrei, stimmt aber nicht, wenn ich von der Straße auf das gegenüberliegende Ufer des Sees schaue, da wird mir ganz anders, als wollte das Auto in den See kippen, im mäßigen Opel-Standard-CD-Player Sandro R.Müllers Tourmiere, und die Elberfelder Schuke-Orgel klingt, den CD‘ benutze ich sonst nie, weil er so langweilig klingt, jetzt hat der auch eine CD-gefunden, die er spielen kann. Organist grade tot genug, super.
Ich hatte Anweisung bekommen, auf welchem Parkplatz an die Kirche ich den roten Meriva hinstellen sollte, strömender Regen, vom freundlichen Messner in der Kirche gab es eine rote Parkkarte und einen kleinen Schlüsselbund, der auch über Nacht behalten werden durfte.
Zum eigentlich vereinbarten Zeitpunkt hatte sich dann noch der musikalisch Verantwortliche des um den Dom herum gelegenen Jesuiten-Kollegs (Gymnasium (500 Schüler) und Internat (300 Schüler) zu einer Orgelvorführungen für eine kleine Schülergruppe eingefunden, so konnte ich das Instrument erstmal im Raum in den verschiedenen Perspektiven hören.
Erster Eindruck auf der Empore: Klais hat nicht nur einen neuen Spieltisch eingebaut, sondern auch massiv ins Klangbild eingegriffen, kling irgendwie Schwarz-Kleis. Unten dann unter der Kuppel allerdings die Erkenntnis: Klingt schon sehr sehr schön und die Kuppel-Akustik gibt noch ihr Sahnehäubchen obendrauf, also doch großes Kino.
Am Spieltisch hört man die Orgel dann auch ein bisschen indirekt in der Akustik des ehemaligen Mönchschors, was eine gewisse Latenz mit sich bringt, an die man sich auch erst einmal gewöhnen muss.
Der Spieltisch, also da wir den Klang ja jetzt auch Klaisiert vernehmen, brauchen wir auch keine Pneumatik mehr, das Schwarz-Klangbild ist Geschichte.
Die Tastaturen, ich hatte eigentlich befürchtet, so etwas ähnliches wie im Nieler Ei in Köln vorzufinden, etwas klobig und etwas zäh und leicht schwergängig, sind wahrscheinlich das Beste, was Klais um die 1990er so geliefert hat, schnell, präzise und super leichtgängig, schon rein optisch ein echter Hingucker.
Aus den befürchteten 256 Setzerplätzen, die bei Organindex erwähnt sind, wurden 99 Ebenen, von 1-9 und A-H, und davon gibt es nochmals eine frei zugängliche und 4 mit Schlüsseln zugänglich Bänke.
Gewöhnen musste ich ich mich an des offenbar mit Magneten ausgestattete Pedal, man braucht fast keine Kraft, muss nur so einen sich magnetisch anfühlenden Druckpunkt überwinden.
Das klappt dann aber auch sehr präzise.
Übeprogramm heute: Clerambault Premier Suite, kommender Sonntagsgottesdienst, Guilmant op.39, Bachs Triosonate No.2, Bachs Concerto No.1.
Ich komme ja schon an einige Instrumente, aber noch an keinem hat mir das Concerto No.1, No.2 kann man ja überall spielen, auch nur im Ansatz so viel Spaß gemacht, wie hier auf Schwarz-Klais.
Musst einfach nur spielen.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

3rd_astronaut, Freitag, 02. Februar 2024, 16:38 (vor 937 Tagen) @ hintersatz

Respekt, Trio-Sonaten sind (für mich) schon immer ein Risiko-Faktor, den ich bei Erst-Beorgelung nicht unbedingt ziehen würde ...

Auflösung

JLL, Freitag, 02. Februar 2024, 16:57 (vor 937 Tagen) @ hintersatz

Als Altkollegianer in St. Blasien interessiert es mich doch sehr - und bei dem Bericht erlaube ich mir die Frage: Was wurde denn aus der Bewerbung?

Auflösung

hintersatz ⌂ @, Freitag, 02. Februar 2024, 21:05 (vor 937 Tagen) @ JLL
bearbeitet von hintersatz, Freitag, 02. Februar 2024, 22:42

[image]Danke der Nachfrage. Sie Bewerbung wurde eingereicht, ihr Eingang bestätigt, meine 2 angefragten Tage, die Orgel zu bespielen, wurden vorbehaltlos genehmigt, und natürlich wahrgenommen. Die 2 Tage dort waren für mich so beeindruckend, dass ich, wenn ich im Hauptberuf wieder 2 Tage oder länger frei habe, dort anfragen werde, ob ich eben die Domorgel wieder spielen darf. Es gibt, so ließ man durchblicken, zur Zeit noch einen anderen Bewerber. Das geht wohl seinen Gang, die Schuttertaler, die Leiselheimer und die Merdinger als Organist verlassen zu müssen, würde mir schon das Herz brechen, also bin ich ganz entspannt.
[image]
So viele neue Freunde
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[image]
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Auflösung

hintersatz ⌂ @, Freitag, 02. Februar 2024, 22:46 (vor 937 Tagen) @ hintersatz

Als eifriger Wahl-Japaner habe ich selbstverständlich meine Spielzeiten im Buch vermerkt und den aktuellen Fehler der Orgel nicht, soviel Strategie muss sein, vermeldet. Ihr dürft aber gerne raten. In der Pflege nennen wir das Konzept (ich hatte das selbstverständlich initiiert): Finde den Fehler!

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Auflösung

HARP64, Freitag, 02. Februar 2024, 23:41 (vor 937 Tagen) @ hintersatz

Ich habe genau die gleiche Liedanzeige-Vorrichtung, hihi.
So ganz an der Seite könnte ich die gar nicht bedienen, liegt die beim Orgeleinsatz mit auf dem Notenpult oder nimmt man/frau sich die Zeit, alles feinsäuberlich vor dem Gtd einzuprogrammieren?

Auflösung

hintersatz ⌂ @, Samstag, 03. Februar 2024, 04:59 (vor 937 Tagen) @ HARP64

So ganz an der Seite könnte ich die gar nicht bedienen, liegt die beim Orgeleinsatz mit auf dem Notenpult oder nimmt man/frau sich die Zeit, alles feinsäuberlich vor dem Gtd einzuprogrammieren?

Mache ich, wenn die das kann, eigentlich immer, die Schuttertäler kann das nicht, aber dort gibt es fast immer 2 Lesungen + Evangelienlesung, da kommt man zwischen Antwortpsalm und Halleluja nicht in Stress. Im Merdingen gibt es im der Regel sogar jemanden, der die Lieder dann anruft und anzeigt, dort sieht man den Anzeiger im Raum von der Orgel aus nicht, das ist natürlich noch praktischer. Das Ding in Sankt Blasien habe ich mir gar nicht weiter angeschaut, sieht aber schon fest montiert aus. Orgelbücher gibt es dort auch keine, Halleluja.

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Les Grandes Orgues mystiques et JSB

untersatz32, Freitag, 02. Februar 2024, 20:50 (vor 937 Tagen) @ hintersatz

Denn man jutet jelingen!

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hintersatz ⌂ @, Freitag, 02. Februar 2024, 21:26 (vor 937 Tagen) @ untersatz32
bearbeitet von hintersatz, Freitag, 02. Februar 2024, 21:32

Dat kann ja nur jut, dat iss im Herzen ja ne Rh'inländerin. Jeworden. Und wenn du da mit dem roten Meriva mit dem kölschen Ken'zeyche' vorfährs', 'jerät die Dame direkt in Wallung. Wenn du versteh's, Watt ich meijne.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

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hintersatz ⌂ @, Montag, 12. Februar 2024, 01:03 (vor 928 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von hintersatz, Montag, 12. Februar 2024, 01:46

..auch "Kleinigkeiten", wie eben mal Orgelbüchlein, ..

In den einzelnen Stücken sind es gewiss Kleinigkeiten, mit sehr diversifizierten technischen Anforderungen, wenn man es als Gesamtwerk spielt, und es empfielt sich durchaus eine Setzeranlage parat zu haben, zeigt es dir deine Grenzen auf, schon in rein stimmlicher Hinsicht, in Dulci jubilo geht bis zum fis'', eine Orgel mit Setzter und tiefem Temperament hat wohl kaum einer. Die Textverteilung bei den historischen Chorälen ist mitunter auch recht amüsant und will studieret werden. Ich würde das den Triosonaten ,was die Anforderungen an die Konzentration und Kondition angeht, durchaus gleichsetze(r)n. Bei den Triosonaten musst du nicht singen, beim Orgelbüchlein muss du singen, sonst kapiertst du die Choral-Melodie-Linien und die Kanons nicht, und die Tempi schon gar nicht.
#Ein deutsch-romantisches Instrument im (fast-)Originalzustand kennen hier wohl die Wenigsten, da habe ich mir gedacht, nimmst du es mal auf, die Aufnahme ist auch sehr gelungen, so gelungen, dass sogar das Rauschen des Mikrophonvorverstärkers unangenehm ins Blid rückt, also nehmen wir sie nochmal auf, die kleine Schwarz, alles schön kaskadiert mit RME-Bausteinen, und dann hoffentlich ohne Rauschen. Ich erzähle im Schuttertal schon seit einem Jahr, das das eine wertvolle historische Orgel ist, fange schon langsam selbst an, dran zu glaben, und was macht die Kiste? sie fängt an, auch so zu klingen. Die Tastaturen laufen zunehmen rund, auf der Aufnahme hört man fröhlich die Bälgchen ploppern, alles gut. Historie will gespielt werden.
Morgen fahre ich mit dem Moped mal nach Königschaffhausen zum Badischen Hoforgelbaumeister Stein, aus Durlach, mal schauen, ob das Orgelbüchlein sich dort auch klanglich etablieren lässt.
Einen Setzer, eine Rontunde, einen Klais-Spieltisch ? Nein, all dies gibt es dort nicht. Aber eine Orgel, an der seit 1790? nicht wirklich viel passiert ist.
Und wer bitte schön braucht einen Setzer, eine Rotunde und einen Klais-Spieltisch. Niemand, aber die 4 Sechzehnfüsse im Sanktblasienerpedal waren schon cool.
Auch wenn Sie ja keinen hintersatz hat.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

DO hintersatz

3rd_astronaut, Montag, 12. Februar 2024, 13:42 (vor 927 Tagen) @ hintersatz

Schade, dass es nicht geklappt hat mit blasien. Scheint ja schon ein interessantes Spielzeug zu sein dort…

DO hintersatz

hintersatz ⌂ @, Dienstag, 13. Februar 2024, 08:28 (vor 927 Tagen) @ 3rd_astronaut

Schade, dass es nicht geklappt hat mit blasien. Scheint ja schon ein interessantes Spielzeug zu sein dort…

Auf jeden Fall. Wenn man das Spielzeug allerdings ernst nimmt, dort dann auch unter der Woche nochmal zum Spielen auftaucht, dort dann, und am Wochenende ist eine Übernachtung ohnehin notwendig, auch zwei Tage investiert, geht das ganz schön ins Geld. Das pekuniäre ginge ja noch, aber der Zeit-Aufwand für An- und Abreisen läge irgendwo bei 10h/Woche, und die Zeit habe ich eigentlich nicht. Gut, in der Bahn kann man auch arbeiten, Noten einrichten, Notentext studieren, abhören, das müsste man dann halt konsequent umsetzen. Die Stelle ist, wie mir mitgeteilt wurde, besetzt worden, aber aktuell noch ausgeschrieben.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

MCVL @, Montag, 12. Februar 2024, 13:54 (vor 927 Tagen) @ hintersatz

Einen Setzer, eine Rontunde, einen Klais-Spieltisch ? Nein, all dies gibt es dort nicht. Aber eine Orgel, an der seit 1790? nicht wirklich viel passiert ist.

War da nicht in den 1950er Jahren Kemper mal dran? Da schwant mir nichts Gutes...

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

jrbecker @, Montag, 12. Februar 2024, 14:03 (vor 927 Tagen) @ MCVL

Einen Setzer, eine Rontunde, einen Klais-Spieltisch ? Nein, all dies gibt es dort nicht. Aber eine Orgel, an der seit 1790? nicht wirklich viel passiert ist.


War da nicht in den 1950er Jahren Kemper mal dran? Da schwant mir nichts Gutes...

Wohl nicht ... also zumindest nicht eingreifend!(Wohl eine der wenigen Orgeln, die man "nur substanzerhaltend" gepflegt hat?)

In Andreas Schmidts Orgelverzeichnis gibt es ausführliche Infos und Fotos.

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

MCVL @, Montag, 12. Februar 2024, 22:20 (vor 927 Tagen) @ jrbecker

Einen Setzer, eine Rontunde, einen Klais-Spieltisch ? Nein, all dies gibt es dort nicht. Aber eine Orgel, an der seit 1790? nicht wirklich viel passiert ist.


War da nicht in den 1950er Jahren Kemper mal dran? Da schwant mir nichts Gutes...


Wohl nicht ... also zumindest nicht eingreifend!(Wohl eine der wenigen Orgeln, die man "nur substanzerhaltend" gepflegt hat?)

In Andreas Schmidts Orgelverzeichnis gibt es ausführliche Infos und Fotos.

Man müsste mal hin und es sich genauer ansehen. Laut Sulzmann/Historische Orgeln in Baden ist da hinsichtlich Pfeifenwerk lange nicht alles original. Aber genauere Angaben liefert Sulzmann leider nicht.

Wobei... wer Pfeifenwerk von Clemens Schefold an Holzhey zuschreibt und dabei eine abenteuerliche Geschichte mit einem Zusammenhang der Chororgel Rot an der Rot zum südbadischen Raum zu konstruieren versucht...

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

hintersatz ⌂ @, Dienstag, 13. Februar 2024, 07:23 (vor 927 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von hintersatz, Dienstag, 13. Februar 2024, 07:31

Es gab wohl Überlegungen, aus der für ein einmanualiges Instrument reichen Disposition eine zweimalige Orgel zu basteln, was nicht passiert ist. Die Orgel wurde aber im Zuge einer Umgestaltung, 180-Grad-Drehung des Kirchraums und dem Einbau einer Empore auf diese versetzt, vorher stand sie hinter dem Altar. Was man sichtbar verändert hat, ist eine Zusatzlade für das Pedal, das war original nicht bis d' ausgebaut. Und die könnte schon von Kemper stammen. Funktioniert aber und passt auch klanglich. Insgesamt bietet das Örgelchen schon ein sehr historisch anmutendes Bild. Größtes Problem dort war eine Art Hebung in der Manualtraktur, in der etwa g' bis g'' die Tastenwege noch mal deutlich kürzer wurden, als sie dort eh schon sind, dass hat sich, meine ich zumindest, durch selten aber regelmäßigiges Praeludieren und Fugieren aber deutlich gebessert. So, am Sonntag warte ich dort wieder mit Bach f-moll auf, das macht da schon Spaß und die kleine Gemeinde hört's gern.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

Sulzmann und Königschaffhausen

MCVL @, Dienstag, 13. Februar 2024, 12:45 (vor 926 Tagen) @ hintersatz

So richtig bekomme ich trotzdem keinen Durchblick. Die Pedalerweiterung stammt von Späth Ende der 1940er Jahre.
Laut Sulzmann sollen von den 18 Registern 7 vollständig und 4 teilweise (die Innenpfeifen der Prinzipale) erhalten sein, 6 wurden offenbar völlig erneuert. Sulzmann schreibt weiter, daß ursprünglich angeblich eine Vox humana vorhanden war. Die bei ihm als Quelle angegebenen Akten im Generallandesarchiv Karlsruhe sind digitalisiert, da lässt sich also wohl manches vom Schreibtisch aus überprüfen.

Ergänzungen zu Königschaffhausen

MCVL @, Mittwoch, 14. Februar 2024, 12:27 (vor 925 Tagen) @ MCVL

Ich habe mich nun etwas näher mit den in Karlsruhe befindlichen Akten, die digitalisiert und online einsehbar sind, beschäftigt und kann zur Orgel Königschaffhausen noch mehrere Dinge ergänzen.

Generallandesarchiv Karlsruhe, Bestand A 229 (Spezialakten der kleineren Ämter und Orte) Nr. 55808 Beschaffung einer neuen Orgel zu Königschaffhausen 1789-1805


Den Ausschlag zum Orgelbau in Königschaffhausen gab die von Georg Marcus Stein 1789 in den Nachbarort Leiselheim gelieferte Orgel, wie aus einem Schreiben des Oberamts Hochberg (mit Sitz in Emmendingen) an die Karlsruher Hofbehörden vom 29. September 1789 hervorgeht:

Die kürzlich mit höchster Genehmigung in Leiselheim neu aufgestellte Orgel ist so gut ausgefallen, daß sie Jedermanns Beifall erhält, und die mit jener verbundene Pfarrei Königschaffhausen wurde hierdurch angereizt, in ihre eigene weit schönere und grösere Kirche, worinnen alle ander Sonntag öffentlicher Gottesdienst gehalten wird, statt einer alten geringen und schlechten Orgel ebenfalls eine neue zu verlangen.

An der Disposition wurde von verschiedenen Seiten bemängelt, daß sie auf einem Prinzipal 4' basiert und es wurde der Bau eines 8'-Prinzipals im Manual empfohlen, bei einer Orgel dieser Größe sicherlich verständlich. So wurden vom Gemeinderat Königschaffhausen verschiedene Lehrer aus der Nachbarschaft zu dieser Angelegenheit befragt:

Wegen einer hier in Vorhaben anzuschaffenden neuen Orgel, haben wir auf den - von Hl. Stein von Durlach uns zugeschickten Riß und Disposition auf Hochfürstl: Oberamtl: Befehl uns bey dem Schulmstr. Schäfer in Eichstetten und Schulmstr. Bauschlicher in Ihringen, auch Schulmstr. Lochner in Endingen befragt, was Sie theils vom Riß, theils von der Disposition hielten, so äußerten sämtliche, daß das Principal zu den übrigen angegebenen Registern zu schwach seye von 4. Fuß, und also 8 Fuß erforderlich seye.
Und was den Preiß anbelange, so wäre er nicht übertrieben, wenn Hl. Stein das Principal 8. Fuß machte umd das ganze Werck in seinen Kosten hieher lieferte.

Auch der von den badischen Hofbehörden als Sachverständiger hinzugezogene Kapellmeister Joseph Aloys Schmittbaur äußerte sich ähnlich:

Zwar wünschte ich, das statt des Zu gesicht gesezten 8tro Basses ein Principal von 8. fusthon (: so die seele eines orgelwerks :) so weit es nehmlich die den Riss nach leidende Hohe von 14. schuh, vermuthlich von b. auf erlaubte, gemacht würde.
Es würde neben bey mit dem in der Disposition in 13ten register des Bourdons 16 fusthon besser quadriren.
[...]
Übrigens ist der wehrt, und alle bedungene Conditionen so leicht und sperlich angesezt, das ich zweiflen dürfe bey gegenwärtig theuren Zinn und Mettall Materialien, ob der orgel macher Stein großen gewinn machen werde. Ich harre in tiefster Erniedrigung.

Der zu dieser Angelegenheit befragte Stein bedauerte, es könne aus Gründen der Raumhöhe kein 8'-Prinzipal für das Manual angebracht werden. Die etwas kuriose Disposition mit 4'-Prinzipal bei 18 Registern kam also nicht aus irgendwelchen musikalisch-künstlerischen Gründen heraus zu Stande, sondern hatte ihre Ursache in den örtlichen Platzverhältnissen.

Zu der Sache mit der Vox humana: ich bin sehr skeptisch, ob eine solche jemals in Königschaffhausen vorhanden war, obwohl dies laut Sulzmann allem Anschein nach der Fall gewesen sein soll.
Die Angelegenheit wird in einem nach Fertigstellung der Orgel im Herbst 1793 vom Gemeinderat Königschaffhausen an das Oberamt Hochberg gerichteten Schreiben näher erläutert:

Auf erhaltene Abschrift die Hiesige Orgel betrefend wegen 100. f welche über den Accord sollen bezahlt werden. Wie der Accord geschloßen mit dem Orgelmacher Stein auf die in dem Accorde beschriebene Register auf 1250 f, so war die Rede weil die Leiselheimmer ein Register mit Menschenstimmen haben, so wäre es auch billig in Hiesiger Orgel auch ein besonderes Register machen zu laßen, dan nun Stein zu verstehen gab waß vor ein Register könnte angebracht werden, welcher dan vorgab daß ein Register das Grummhorn genant welches noch über die Menschenstimme noch wohl könnte angebracht werden, welches aber 100. f koste, wo dan dem Stein so viel zu verstehen gegeben worden daß solches Register noch über den Accord gemacht würde [...].

So wie ich das verstehe, stellte Stein den Wert eines Krummhorns über den einer Vox humana und solches wurde dann über den Akkord hinaus in Auftrag gegeben, nicht, wie Sulzmann es wohl ausgelegt hat, zusätzlich zu einer Vox humana sondern als einzige Manualzunge.

Weiters kann ich noch ergänzen: 1802 befand sich die Decke über der Orgel in schadhaftem Zustand und wies größere Löcher auf, die nach Angaben der Gemeinde den Schall schluckten und so den Orgelklang verdarben (!). Zudem fiel ständig Schutt und Schmutz in die wertvolle Orgel. Abhilfe wurde durch Anbringung einer neuen Gipsdecke über der Orgel für 100 fl. geschaffen. Ob und durch wen die Orgel dabei teilweise demontiert werden musste, geht aus den Akten nicht hervor.

1805 wurde das Gehäuse durch den Maler Georg Wohlschlegel aus Endingen für 150 fl. mit einer Farbfassung versehen und vergoldet.

Ergänzungen zu Königschaffhausen

jrbecker @, Mittwoch, 14. Februar 2024, 16:00 (vor 925 Tagen) @ MCVL

Wow!

Danke für die Infos!

Grüße
Jörg

Les Grandes Orgues mystiques et JSB

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Montag, 12. Februar 2024, 15:44 (vor 927 Tagen) @ hintersatz

Ich erzähle im Schuttertal schon seit einem Jahr, das das eine wertvolle historische Orgel ist, fange schon langsam selbst an, dran zu glaben, und was macht die Kiste? sie fängt an, auch so zu klingen.

Dergleichen Äußerungen würde ich persönlich durchaus nicht als Spinnerei abtun.

A.Ruth & Sohn - Waldkirch - 1911

hintersatz ⌂ @, Samstag, 27. Januar 2024, 16:40 (vor 943 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

A.Ruth & Sohn - Waldkirch

Die Werkstatt von "A. Ruth & Sohn" hat von 1841 bis 1938 in Waldkirch Hackbretteruhren, Drehorgeln und Jahrmakrtsorgeln hergestellt, die bis heute den Ruf Waldkrich's als "die Orgelbauerstadt" weltweit berühmt machten.
Andreas Ruth (1817-1888) lernte bei Ignaz Blasius Bruder, mit dessen Frau er auch verwandt war. Er machte sich 1841 in Waldkirch selbständig um zuerst Spieluhren und Hackbrettern und später Walzenorgeln zu bauen.
Sein Sohn Adolf (8145 – 1907) übernahm in 1875 die Geschäftsführung. Adolf Ruth war nicht nur ein guter Techniker und geschickter Geschäftsmann, sondern er war auch musikalisch sehr gebildet. Unter seiner Leitung wurden grosse Walzerorgeln gebaut und die Firma erlebte "ihre Reifezeit".
Die Herstellung von Notenorgeln fing Ende des 19.Jahrhunderts an. Adolf II (1887 – 1938) übernahm dann die Firma 1907 nach dem Tod seines Vaters. Vor allem musikalisch überstieg er seinem Vater. Durch Adolf II und Werkstattmeister Rudolf Weisser wurde vor allem das klassische Musikrepertoire derartig vergrößert wie es seinesgleichen in den damaligen
Orgelbaufirmen nicht hatte. Anfang der 30-er Jahre begann die allgemeine Krise hauptsächlich durch den Einzug von Radio und Grammophon und aufkommender Wirtschaftskrise. Nach dem Tod von Adolf II 1938 erlosch die Firma. Fast das ganze Inventar wurde von der Firma H. Voigt in Frankfurt a. M. – Hoechst übernommen.
Orgeln der Firma Ruth wurden von der damaligen Kundschaft und den heutigen Orgelfreunden als "die Besten" ihrer Art bezeichnet. Die Orgeln der Werkstatt Ruth hatten einen guten Ruf als besonders solide gebaute Instrumente die geringer Wartung bedürfen, selten nach zu stimmen
sind und bei praktisch jeder Witterung spielfähig waren. Überdies lieferte Ruth hervorragende Musikarrangemente , die auch heute noch perfekt die Musik aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts darbieten.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

link1907 @, Samstag, 27. Januar 2024, 16:58 (vor 943 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Bin auf Pseudo-Dome bzw. Organistinnen nicht so gut zu sprechen<

Dieser Kommentar ist meines Erachtens völlig überflüssig und absolut
respektlos gegenüber einer Kollegin! Hast Du das nötig?
Du solltest Dir einfach mal die Mühe machen zu schauen was die scheidende
Domorganistin in Ihren Konzerten alles zu bieten hatte.
Dazu wäre der Herr "hintersatz" wohl nicht mal im entferntesten in der Lage.
Immer nur BWV 534?
Der gute Mann leidet wohl an völliger Selbstüberschätzung.
Welche Qualifikation für dieses Amt bringt er den überhaupt mit?

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Samstag, 27. Januar 2024, 17:04 (vor 943 Tagen) @ link1907

Die geforderte ?

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

link1907 @, Samstag, 27. Januar 2024, 18:12 (vor 943 Tagen) @ hintersatz

Die geforderte ? <

Ich denke die gehen einfach davon aus, das es genug Bewerber gibt die in der Lage
sind das Niveau der scheidenden Domorganistin zu halten.
Wovon ich bei der Orgel mal ausgehe.
Liszt " Ad nos...", großer Reger, etc.
Dazu fühlst Du dich im Stande und qualifiziert???

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

jori @, Samstag, 27. Januar 2024, 19:39 (vor 943 Tagen) @ link1907

Du spielst natürlich alle deine von dir genannten Werke mit links?

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

link1907 @, Samstag, 27. Januar 2024, 19:44 (vor 943 Tagen) @ jori

Du spielst natürlich alle deine von dir genannten Werke mit links? <

Muß ich das jetzt verstehen?
Natürlich nicht!
Ich habe mich ja auch nicht beworben!
Es geht doch hier um die Bewerbung von "hintersatz".

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Samstag, 27. Januar 2024, 22:30 (vor 943 Tagen) @ link1907
bearbeitet von hintersatz, Samstag, 27. Januar 2024, 22:47

Grosser Manitu. Hintersatz sprechen über Bewerbung mit hochwohllöblichem Stiftungsrat, nix mit Bleichgesicht in Internet. How.

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Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 27. Januar 2024, 18:28 (vor 943 Tagen) @ link1907

Bin auf Pseudo-Dome bzw. Organistinnen nicht so gut zu sprechen<


Dieser Kommentar ist meines Erachtens völlig überflüssig und absolut
respektlos gegenüber einer Kollegin! Hast Du das nötig?
Du solltest Dir einfach mal die Mühe machen zu schauen was die scheidende
Domorganistin in Ihren Konzerten alles zu bieten hatte.
Dazu wäre der Herr "hintersatz" wohl nicht mal im entferntesten in der Lage.
Immer nur BWV 534?
Der gute Mann leidet wohl an völliger Selbstüberschätzung.
Welche Qualifikation für dieses Amt bringt er den überhaupt mit?

Vorsicht,diese Äußerung stammt von mir, nicht von hintersatz. Daher muss ich antworten, unterstellend, dass die Nachfragen auch bewusst an mich im gleichen Stil vorgetragen worden wären:

Ich hab's nicht nötig. Ich kenne die Organistin überhaupt nicht.
Man könnte meine Äußerung auch so lesen, dass ich auf Pseudo-Organistinnen nicht gut zu sprechen bin. Ist natürlich nicht gemeint, aber wer es so lesen will (warum?) - nachvollziehbar. Tiratutti hat es trotzdem verstanden.
Ich bin von Jugend an, wo diese Kirche als "Gailtaler Dom zu Kötschach" in einer Rezension bezeichnet wurde,
[image]
(na gut, sie ist immerhin dreischiffig) schlecht auf diese aufmerksamkeitsheischenden Titel zu sprechen. Ähnlich ging es mir mit dem "symphonisch"-Etikett von Wolfram Adolph für Orgeln. Und der Begriff "Hyper Organ" wird auch iommer öfter so genutzt, aber oft falsch. Die St.-Georgs-Kathedrale in Wiener Neustadt ist quasi eine kleine Klosterkirche, aber immerhin rechtlich Bischofssitz. Der Organist dort fürhte einst den Titel gerne, dfer auf Englisch noch besser rüberkommt. Aber immerhin.
Mein Vorgänger zur Mendelssohn-Zeit unterschrieb einen Brief an Robert Schumann ebenfalls mit "Sponholz, Dom-Organist". Auch frech. Aber er wollte ja bei RS Eindruck schinden, der die mitgesandten Kompositionen in der AMZ aber trotzdem wahrheitsgemäß höflich verriss.
Zurück nach St. Blasien: Da die Kirche schon lange als Schwarzwald-Dom bezeichnet wird, trifft eine:n Organisten:in dort keine Schuld dafür, entsprechend sich Domorganist:in zu nennen. Ich bleibe bei meiner Kritik, die sich auf den Begriff und nicht diejenigen, die dort orgelten, orgeln oder orgeln werden, bezieht.

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

link1907 @, Samstag, 27. Januar 2024, 18:43 (vor 943 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Vorsicht,diese Äußerung stammt von mir, nicht von hintersatz. Daher muss ich antworten, unterstellend, dass die Nachfragen auch bewusst an mich im gleichen Stil vorgetragen worden wären:

Ich hab's nicht nötig. Ich kenne die Organistin überhaupt nicht.<

Das diese Äußerung von Dir stammt ist mir sehr wohl bewußt, und die Nachfrage war auch an
Dich gerichtet.

Bin auf Pseudo-Dome bzw. Organistinnen nicht so gut zu sprechen.<

Mit dieser Aussage bezeichnet Du sie sehr wohl als Pseudo-Organistin!

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 27. Januar 2024, 19:17 (vor 943 Tagen) @ link1907

Bin auf Pseudo-Dome bzw. Organistinnen nicht so gut zu sprechen.<


Mit dieser Aussage bezeichnet Du sie sehr wohl als Pseudo-Organistin!

Ich hab's erklärt. Wer mir so was unterstellt, ist wohl auch selbst schnell beim Schimpfen.

Ansonsten entschuldige ich mich bei allen in Domen genannte Kirchen Georgelthabenden, Orgelnden und Orgelnwollenden.

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

Karsten @, Samstag, 27. Januar 2024, 19:09 (vor 943 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

[...]
Mein Vorgänger zur Mendelssohn-Zeit unterschrieb einen Brief an Robert Schumann ebenfalls mit "Sponholz, Dom-Organist". Auch frech. Aber er wollte ja bei RS Eindruck schinden, der die mitgesandten Kompositionen in der AMZ aber trotzdem wahrheitsgemäß höflich verriss.

...und zwar hier:
https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10599480?page=38,39
und
https://www.digitale-sammlungen.de/view/bsb10599480?page=116,117

Gruß
Karsten

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Donnerstag, 08. Februar 2024, 01:39 (vor 932 Tagen) @ Karsten

Darüber hinaus würde ich anregen, mit ihrem Organistenteam zu besprechen,ob es nicht vielleicht sinnvoll wäre, die äußerst hochwertigen Tastaturen vor den Kalkabregnungen der Gewölbedecke durch Benutzung des dafür vorgesehenen Rolldeckels zu schützen, es sei denn man möchte den Spieltisch als Kalkmühle verwenden.
Mit freundlichen Grüßen

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DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Freitag, 09. Februar 2024, 20:42 (vor 930 Tagen) @ hintersatz

Darüber hinaus wäre noch zu berichten, das ein Ton in der kleinen Oktav des Prinzipal 8' des Hauptwerks nur sehr verspätet anspricht, daneben zeigen die Schwellwerkstüren des Schwellwerks klanglich, vom Spieltisch abgehört, eine nur eine sehr ungenügende Funktion, was mich sehr irritierte, da im Abnahmebericht von 1914 eben die Wertigkeit des Aufbaus des Schwellkastens doch hervorgehoben wurde.
Mit freundlichen Grüssen

--
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DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

jori @, Freitag, 09. Februar 2024, 20:59 (vor 930 Tagen) @ hintersatz

Darüber hinaus wäre noch zu berichten, das ein Ton in der kleinen Oktav des Prinzipal 8' des Hauptwerks nur sehr verspätet anspricht ...

Kleines Problemchen, welches man im Handumdrehen beheben kann.

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Freitag, 09. Februar 2024, 22:06 (vor 930 Tagen) @ jori

Deine Analyse des Problems?
In Dörlingbach hatte ich lustigerweise grade einen ähnlichen Ausfall einer Prinzipal-Prospekt-Pfeife, das wurde vom Orgelbauer auf ein abgefallenes Kondukt zurück geführt. Hatte ich in St.Blasien auch erst vermutet,dann spricht die Pfeife nach 2-3 Sekunden aber brav an. Diagnose#forum

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DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

MCVL @, Freitag, 09. Februar 2024, 22:12 (vor 930 Tagen) @ hintersatz

Deine Analyse des Problems?
In Dörlingbach hatte ich lustigerweise grade einen ähnlichen Ausfall einer Prinzipal-Prospekt-Pfeife, das wurde vom Orgelbauer auf ein abgefallenes Kondukt zurück geführt. Hatte ich in St.Blasien auch erst vermutet,dann spricht die Pfeife nach 2-3 Sekunden aber brav an. Diagnose#forum


Vermutlich hats ne Membrane zerschossen bzw. sie befindet sich im Palliativstadium.

DO Rolf Vespermann, war: Grande Orgue mystique de Schwarzwalde

hintersatz ⌂ @, Freitag, 09. Februar 2024, 22:17 (vor 930 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von hintersatz, Sonntag, 11. Februar 2024, 16:25

Ob Klais das lösen kann?
Ich bin mir jetzt auch gar nicht sicher, ob die den Wartungsvertrag haben. Und was ist mit dem Schwellwerk, sorry Leute, aber das ist schlechter als an jeder Barock-Dorforgel, das kann zu:0 und auf, etwas 1/8tel Tritt, und dann ändert sich noch ein bisschen was, aber nicht mehr viel und schon gar keine Lautstärke. Hat eigentlich mal der Begriff Logarithmus in die Lehre vom Orgelbau Eingang gefunden oder soll ich den jetzt hier mal erläutern?
Der Stiftungsrat hat im Übrigen beschlossen, mich nicht als Domorganist an St.Blasien anzustellen. Diese Orgel hätte einen hintersatz aber zweifellos verdient. Ist schon cool die Hütte. Bei meiner Beprobung am 2.Spieltag gab es nach jedem 2.Stück einen kleinen Applaus aus der Rotunde, ganz so schlecht kann meine Darbietung ja dann nicht gewesen sein. Ich habe die Gemeinde glaube ich ein bisschen erschreckt. Mönchsgesang, evangelisches Lied, ungewohnte Klangbilder.
Würde auch nicht behaupten wollen, dass sie das historische Klangbild zerstört haben, sie haben es eher modern, und auf eine dann aber auch nicht zu Ende gedachte Art neu interpretiert. Du ziehst im Positive das Dolce. Bei Schwarz wäre das ein eigenständiges charakteristisches Register gewesen, in der Klais-Interpretation klingt deine Registrierung unter Hinzunahme dieses Registers dann einfach 'weich', anders gedacht, kann ich aber auch.
Würde mal sagen, sie haben es nicht verstanden, das Schwarz'sche Klangkonzept, ich bin nach einem Jahr im Schuttertal immernoch Lernender, haben aber daraus etwas gezaubert, was bezaubert. da Mich zumindest, den hintersatz. An der Orgel zur Zeit vakant.

--
Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

La Grande Orgue Mystique

hintersatz ⌂ @, Montag, 12. Mai 2025, 21:14 (vor 472 Tagen) @ hintersatz

Sehr geehrte Damen &Herren,
Von Fronleichnam 2025 an bin ich Teil des Organistenteams in der Wallfahrtskirche Unser Lieben Frau in Todtmoos. Mein Dienstumfang dort beläuft sich auf ein verlängertes Wochenende im Monat, in etwa von Freitag bis Montag, meine Frage an Sie wäre, ob ich an diesem einen Wochenende im Monat in den späten Abend- bis in die frühen Nachtstunden ihre große Domorgel spielen darf, sofern das Instrument nicht anderweitig belegt ist.
Mit freundlichen Grüßen
Im Mai 2025
Jürgen Strupat

--
Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

La Grande Orgue Mystique

Orlos @, Montag, 12. Mai 2025, 21:52 (vor 472 Tagen) @ hintersatz

meine Frage an Sie wäre, ob...

Was sollen wir jetzt tun?

La Grande Orgue Mystique

3rd_astronaut, Montag, 12. Mai 2025, 22:39 (vor 472 Tagen) @ hintersatz

wäre, ob ich an diesem einen Wochenende im Monat in den späten Abend- bis in die frühen Nachtstunden ihre große Domorgel spielen darf, sofern das Instrument nicht anderweitig belegt ist.


Lieber Herr Strupat,

sehr gerne dürfen Sie an unsere große Domorgel an Ihren Dienstwochenenden. Bitte beachten Sie aber, dass aus Lärmschutzgründen nur jeweils ein gedacktes 8'-Register pro Manual benutzt werden darf ab 20:00.

Chef.

La Grande Orgue Mystique

CamilVH, Dienstag, 13. Mai 2025, 08:54 (vor 472 Tagen) @ 3rd_astronaut

Nun ja, direkt hinter der Orgel befinden sich Schlafsäle des Kollegs. Ich war dort von 1967 bis zum Abi 1974. Ich kann mich genau erinnern, dass man deutlich hören konnte, wenn ein Organist nächtens kräftiger die Orgel erschallen ließ. Das hinterließ zwiespältige Gefühle, denn einerseits sollte und wollte man sich in Morpheus' Arme begeben, andererseits genoß man die gedämpft mystischen Klänge.

Auf alle Fälle war die Domorgel für mich einer der entscheidenden Katalysatoren, selbst Kirchenmusiker werden zu wollen.

Ich habe sie auch nach dem Umbau wieder gehört und gespielt: Sie hat an Kraft und Präsenz gewonnen, aber etwas vom Charme des mystischen Sounds verloren. Gruß Gabriel

La Grande Orgue Mystique (leicht OT)

JLL, Dienstag, 13. Mai 2025, 12:02 (vor 472 Tagen) @ CamilVH

...wobei die Umbauten im Kolleg - insbesondere im Ostflügel und im Shed-Turm - sowie im Franzosenbau dazu geführt haben, dass in den zwei Internatsgruppen im Mittelturm gerade keine Schüler wohnen. Die direkte Beschallung aus dem Mönchschor findet also derzeit nicht statt. Obwohl das bestimmt sehr reizvoll wäre!!

La Grande Orgue Mystique (leicht OT)

Stephan Kreutz, Dienstag, 13. Mai 2025, 13:46 (vor 471 Tagen) @ JLL

Ihr meint St. Blasien. In Todtmoos gibt es kein Internat.

La Grande Orgue Mystique (leicht OT)

hintersatz ⌂ @, Dienstag, 13. Mai 2025, 23:51 (vor 471 Tagen) @ Stephan Kreutz
bearbeitet von hintersatz, Dienstag, 13. Mai 2025, 23:54

Sehr geehrter Herr Strupat,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider können wir dieser nicht zustimmen, da nur von uns angestellte Organisten auf der Domorgel spielen dürfen.
Danke für Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen...
Pfarrsekretärin

EDIT: Lieber Herr Strupat, nach einem Übungstag in Todtmoos brauchst Du keine Domorgel in St.Blasien mehr. Sieh ein, dass man dich dort nicht mag.

--
Organiste titulaire du grand orgue de Saint-Rémi

La Grande Orgue Mystique (leicht OT)

JLL, Mittwoch, 14. Mai 2025, 07:55 (vor 471 Tagen) @ hintersatz

Zumal die Orgel in Todtmoos im Vergleich zu St. Blasien den so schmerzlich vermissten Hintersatz aufweist. Das Pfarrbüro hat doch nur mitgedacht!

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