Frage zu Späth-Orgel

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Sonntag, 19. Juli 2020, 18:35 (vor 2242 Tagen) @ elsenp


Ja. Der einfache Grund: Es gab oft keinen Wechselstrom!

Fehlender Wechselstrom war nicht immer der Grund: Gleichrichter für relativ hohe Ströme (so eine Orgel mit 14 V oder 16 V benötigt schon mal 40 bis 80 Ampere!) waren zu dieser Zeit noch relativ teuer herzustellen. Erst nach dem WK II kamen leistungsstarke Plattengleichrichter bzw. Dioden auf den Markt, die in der sogenannten Graetz-Schaltung die notwendige (natürlich etwas "wellige") Gleichspannung lieferten. Die Netzspannung von damals 110V oder 220V wurde durch einen Transformator auf die notwendige Betriebsspannung der Orgel(-magnete) herabgesetzt. Dadurch erhält man gleichzeitig eine elektrische Entkopplung vom Elektronetz.
Beim Gleichspannungsnetz, wie es in der DDR zum Teil existierte, hätte man auch einen Spannungsteiler einsetzen können, wobei die Gefahr des elektrischen Schlages bei dieser Schaltungstechnik hoch ist.

Gruß
Peter

Interessant, danke.


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