Neues vom Silbermann Johann

Karsten @, Freitag, 31. Oktober 2014, 09:21 (vor 4392 Tagen) @ Florian-L

Oha, ist es denn echt? und wenn es echt ist, erfahren wir daraus, was von Bachs Werken unecht ist? Und welche seine Frau schrieb? Und hatte Bach vielleicht doch eine ganz andere Vorstellungen einer idealen Orgel?


Der Inhalt des Tagebuches dürfte doch bekannt sein, oder? Ich verstehe es so, dass "lediglich" das Autograph verschollen war.

Aus der Katalogbeschreibung:

" It is a source that has been scarcely touched and has not apparently been used in any scholarly work on Bach and his heirs or on the Silbermann family.
[...]
THESE AND MANY OTHER VIVID ANECDOTES AND ACCOUNTS MAKE THIS DISCOVERY OF THE UTMOST IMPORTANCE: The significance of this new text will resonate for many years to come and will be reflected not only in music history but in any account of life of this era.
[...]
This manuscript of Silbermann’s journey (hereafter, "the Journal") would appear to be unrecorded and unknown. It is related to the working papers discovered and published by Marc Schaefer, known as the Silbermann Archive (Das Silbermann-Archiv: Der handschriftliche Nachlass des Orgelmachers Johann Andreas Silberman (1712-1783) (Winterthur, 1994) ("the Archive"). Though the same size as these 8 volumes, the present manuscript it is not part of the Archive and is not documented by Schaefer."

So bekannt ist der Inhalt demnach nicht.

Denn wenn ich mich nicht irre, stammt gerade aus diesem Buch das bekannte Urteil J. S. Bachs über die Casparini-Orgel in Görlitz, der sie eine "Pferds-Orgel" genannt habe, weil es eine "rossmäßige Arbeit" sei, sie zu spielen.

Edit: Da steht's ja, wenn auch etwas abgewandelt (siehe zweites Bild):

"...als ich nur etliche Claves hinab getrückt, so fande ich gleich daß der berühmte Herr Bach von Leipzig diesem Werck nicht unrecht gethan, als er davon mit meinen Hrn Vettern discurirte, und sie eine Pferds=Orgel hieß..."

Dieses Tagebuch ist eine zweite, alternative und eben neue/unbekannte Quelle für diese Anekdote. Die Anekdote war bisher durch andere Überlieferungen von Andreas Silbermann bekannt.

Gruß
Karsten


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