Jean-Claude Zehnder in Wien, Franziskanerkirche (Wöckherl-Orgel)

Florian-L @, Sonntag, 26. Oktober 2014, 08:49 (vor 4397 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Vielen Dank für deinen interessanten Bericht.

Man saß im Betchor der Kirche, dadurch war Kontakt zu Instrument und Interpret sichergestellt - allerdings konnte ich von meinem Platz die Nutzung der Subsemitonien im Positiv nicht beobachten.

Meinst du, dass er sie tatsächlich verwendet hat?

Wie kathlocisch üblich, würde betont, dasds es sich um ein Instrument der Liturgie handelt. "Nachtigall, ick hör dir trapsen" dachte ich und formulierte im Geiste eine Ansprache, welche das kunstvolle Gestühl, die interessante Ausmalung des Betchores u. a. mit ausschließlich gottesdienstlichem Gebrauch begründete...

Offenbar war es tatsächlich so.

Die Mixtur im HW scheint terzhaltig zu sein, auch kam mir vor, dass sie im Diskanz einen 5 1/3'-Chor aufweist.

Terzhaltig ist ist keine der Mixturen, die genauen Zusammensetzungen weiß ich aber nicht auswendig (habe das entsprechende Buch momentan nicht zur Hand).

Kuhn gibt im Web Schleifladen an, obwohl das Einhängen der Registergriffe nach Springladen aussieht.

Es sind tatsächlich Schleifladen.

Zehnder habe ich zuletzt vor vielen Jahren gehört. Sein Spiel ist gediegen wie immer, für schnelle Passagen nahm er das jeweilige Tempo doch ein wenig zurück, jüngere Spieler würden hier vielleicht mehr Virtuosität zeigen wollen. Ob das Instrument diese mitgemacht hätte, ist offen. Der Wind scheint diesbezüglich verträglicher zu sein als er beispielsweise in der Michaelerkirche, als die Restaurierung noch frisch war.

Ja, definitiv. Virtuose Passagen sind sowohl hinsichtlich des Windes als auch der hervorragenden Spieltraktur kein Problem.

Kann man die Instrumente auch freier nutzen als früher (siehe oben)?

Was die Wöckherl-Orgel betrifft, so gibt es in den Sommermonaten regelmäßig Präsentationen. Inwieweit sie liturgisch genutzt wird, kann ich nicht sagen.


Gruß, Florian


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