Schijven-Orgel Unit

friedemannw @, Gießen, Freitag, 24. Oktober 2014, 00:49 (vor 4399 Tagen) @ hardy
bearbeitet von friedemannw, Freitag, 24. Oktober 2014, 02:06

Naja, so richtig "Multiplex" ist das ja noch nicht. Es ist alles noch Werkintern (Extensionen) und nicht Werkübergreifend (Transmissionen). Und es gibt viele klangschöne Orgeln, wo das Multiplex-System überzeugend angewendet wurde. Die Firma Schoenstein aus San Francisco baut genial durchdachte Instrumente (auch kleine Orgeln), in denen Multiplex überschaubar und klangbereichernd eingesetzt wird. Demnächst soll eine neue Schoenstein-Orgel in London gebaut werden - ich bin sehr gespannt!
Ich denke, Multiplex-Instrumente sind auch hervorragende Übungsorgeln/Hausorgeln. Wie sonst bekommt man preiswert viele Register in ein kompaktes Gehäuse? Ich würde sofort die 7-Register-Bornefeld-Orgel gegen eine Multiplex-Orgel mit 4 Ranks tauschen! Hier gibt's nette Ideen und hier noch ein Beispiel. Auch die anderen namhaften amerikanischen Orgelbaufirmen haben in dieser Zeit ähnliche kompakte Instrumente gebaut.
Der Organist einer bedeutenden deutschen Barockorgel lässt sich zurzeit als Hausorgel ein Multiplex-Instrument mit 4 Ranks bauen. Ein großer Kleiderschrank mit vielen Möglichkeiten für die Gestaltung verschiedenster Orgelmusikepochen :)
Und nochmal zum Thema Klang: Ich kenne einen kinoorgelinteressierten Intonateur, der einem andern eher konservativen Intonateur eine Passage einer CD vorgespielt hat. Der konservative Intonateur hielt es für die Aufnahme einer Kirchenorgel - es war aber eine Kinoorgel (Tremulanten natürlich abgestellt)! Ganz so schlecht kann's also nicht sein :)


gesamter Thread:

 

powered by my little forum