Dasom Yoon in der Johanneskirche, D-Innenstadt
Hallo Forum,
Fernost, die Zweite: Dasom Yoon spielte in der Johanneskirche Liszts “Ad nos...” Recht rasch - schien mir - ging es los, dann aber entwickelte es sich doch eher behutsam. Das Adagio begann im pp sehr zurückhaltend, fast tastend und im Tempo ungemein gedrosselt. Mitunter schien die Musik stehenbleiben zu wollen. Dennoch entwickeltet es sich, zögerlich zwar aber stetig. Die lang angelegte Climax führt dann zum zwingenden Übergang in die Fuge. Die lief dann prächtig. Auch die großartige Coda wurde bestens zelebriert.
Man brauchte etwas Geduld, wurde aber mit einer schlüssigen Darbietung belohnt. Im Bereich der Registrierungen gab es nichts auszusetzen, Nichts überladen, alles geschmackvoll.
Zur Lunchtime waren am 15.10.2014 über 80 Hörer gekommen. Die applaudierten begeistert, während sich die Spielerin verbeugend kaum ans Gitter zwischen HW und RP traute - ist ja auch ziemlich hoch da oben.
Gruß Clemens Schäfer
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Piano heißt nicht schwach sondern leise, Forte nicht laut sondern kräftig (Artur Rubinstein)
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