Turangalîla und der frühe Synthesizer

Wolfgang Gourgé @, Mittwoch, 15. Oktober 2014, 17:03 (vor 4407 Tagen) @ tiratutti

Hallo,

gestern wurde im Freiburger Konzerthaus Messiaens Turangalîla-Sinfonie aufgeführt und alle waren gespannt auf dieses ominöse Instrument, das keiner kennt: die Ondes Martenot. Der Klang an sich kann heutzutage vermutlich mit Synthesizern problemlos nachgebaut werden, aber allein das optische und haptische dieses so zerbrechlich daherkommenden Möbels war faszinierend. Ähnlich wie die Begegnung mit einer alten Orgel.

Und je länger man zuhörte (Turangalîla geht 80 Minuten), desto mehr reifte die Erkenntnis, dass dieses Instrument in sich geschlossen und nicht nachmachbar ist; nicht durch einen Synthesizer. Zu vielfältig waren die Facetten des Klanges, zu unterschiedlich die transportierten Stimmungen. Insbesondere die Sätze 6 und 10 fächerten ein Kaleidoskop von Farben auf, natürlich nicht nur in den Ondes Martenot, sondern auch in den anderen Instrumenten der großen Besetzung (ca. 100 Musiker). Zurück zum Vergleich mit der Orgel: auch alte Orgeln schaffen das, dass man sitzt und die Zeit vergisst, im Kopf eine Welt entsteht und die Wirklichkeit entschwindet.

Grüße von tiratutti, auch an Friedrich

....sooo unbekannt ist das Ondes Martenot nicht; im Technischen Museum in Wien z.B. findet sich auch ein Exemplar.

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Gruß,
Wolfgang


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