https://www.youtube.com/watch?v=tjm2y7POBCg
Das verbotene Stück gespielt in NDP von OL und Shin-Young Lee.
veboten
Karsten
, Donnerstag, 09. Oktober 2014, 18:55 (vor 4413 Tagen) @ stein
https://www.youtube.com/watch?v=tjm2y7POBCg
Das verbotene Stück gespielt in NDP von OL und Shin-Young Lee.
die "verbotene Bearbeitung" scheint es (wieder) problemlos bei einem gaaaanz großen Onlinehändler zu geben.
Gruß
Karsten
veboten
Gast
, Donnerstag, 09. Oktober 2014, 22:45 (vor 4413 Tagen) @ stein
https://www.youtube.com/watch?v=tjm2y7POBCg
Das verbotene Stück gespielt in NDP von OL und Shin-Young Lee.
Da muss ich glatt noch einmal darauf hinweisen, dass mittlerweile der Konzertmitschnitt des NRK aus dem Konzerthaus in Stavanger mit dem gleichen Stueck wieder online anzuhoeren ist :-) (Zumindest diesmal bis zum Maerz 2015...)
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
Heuler, Donnerstag, 09. Oktober 2014, 23:05 (vor 4413 Tagen) @ stein
...angesichts der Farbigkeit und Klagtiefe des Originals, von der Akustik mal ganz abgesehen.
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
untersatz32, Donnerstag, 09. Oktober 2014, 23:27 (vor 4413 Tagen) @ Heuler
...tja, wenn man "Welt" = "Heuler" setzt, stimmt das vielleicht.
Andere interessieren sich scheins.
Ich denke, Leute wie B. Haas, Latry, Guillou, Pincemaille, K. John und S. Tharp wissen, was sie tun, indem sie Stravinsky für die Orgel adaptieren.
Wen's nicht interessiert, muss es ja nicht hören.
Gruss
TH
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
Karsten
, Freitag, 10. Oktober 2014, 07:48 (vor 4412 Tagen) @ untersatz32
...tja, wenn man "Welt" = "Heuler" setzt, stimmt das vielleicht.
Andere interessieren sich scheins.Ich denke, Leute wie B. Haas, Latry, Guillou, Pincemaille, K. John und S. Tharp wissen, was sie tun, indem sie Stravinsky für die Orgel adaptieren.
Wen's nicht interessiert, muss es ja nicht hören.
Diese Replik(en) finde ich schade.
Darf man keine (berechtigte) Kritik an Transkriptionen bzw. deren Umsetzung äußern, wenn dadurch persönliche "Hausgötter" angekratzt werden? Wir hatten das kürzlich auch bei Briggs Mahler Transkriptionen.
Ich bin auch beeindruckt von solchen Orgeltranskriptionen, aber in erster Linie was den virtuosen Aspekt angeht (vor allem, wenn Musiker wie B. Haas sie auch noch "mal so eben" auswendig vortragen).
Aber ich gebe allen Recht die sagen, dass durch solche Fassungen (zu viel) des Originals verloren geht.
Gruß
Karsten
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Freitag, 10. Oktober 2014, 08:36 (vor 4412 Tagen) @ Karsten
Irgendwo im LP-Regal steht Oskar Gottlieb Blarrs Orgel-Version der "Bilder einer Ausstellung". Auf dem Hüllentext groß als besonders farbig etc. beworben, bleibt m. E. aber sogar weit hinter dem Klavier zurück, da viel zu statisch.
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
Heuler, Freitag, 10. Oktober 2014, 08:17 (vor 4412 Tagen) @ untersatz32
Wen's nicht interessiert, muss es ja nicht hören.
Das war ja auch mein Glück bei diesem Youtube-Link.
Mir persönlich fehlt einfach sehr viel und das fängt schon mit dem hocherotischen Fagott(!)-Solo zu Beginn der Orchesterfassung an. So etwas kann man einfach - bei aller Wertschätzung und allem Respekt gegenüber den "Halb- und Vollgöttern" der betreffenden Orgelbauer- und Organisten, deren Glanz ich nicht trüben wollte - nicht auf der Orgel wiedergeben. Daher bleibt für mich nur noch der Apekt einer "virtuosen Circusnummer", der mir persönlich aber zu wenig Eigengewicht hat.
Ja, vielleicht ist es nur "meine Welt". Nein, niemanden wollte ich angreifen.
Vielleicht ist es aber auch die überschaubare Welt der Orgelenthusiasten, die der Aufnhame etwas abgewinnen können, wer weiß das schon? Das ist ja das schöne bei der Kunst: Es geht nicht darum, was die Mehrheit denkt, sondern um geschmackliches Empfinden.
Im konkreten Fall schlägt bei mir einfach der Geschmack den großen Namen.
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
Friedrich
, Freitag, 10. Oktober 2014, 10:13 (vor 4412 Tagen) @ Heuler
bearbeitet von Friedrich, Freitag, 10. Oktober 2014, 11:23
Mir persönlich fehlt einfach sehr viel und das fängt schon mit dem hocherotischen Fagott(!)-Solo zu Beginn der Orchesterfassung an. So etwas kann man einfach - bei aller Wertschätzung und allem Respekt gegenüber den "Halb- und Vollgöttern" der betreffenden Orgelbauer- und Organisten, deren Glanz ich nicht trüben wollte - nicht auf der Orgel wiedergeben. Daher bleibt für mich nur noch der Apekt einer "virtuosen Circusnummer", der mir persönlich aber zu wenig Eigengewicht hat.
Die Biegsamkeit und Farbigkeit von Orchesterinstrumenten sind der Orgel schon immer unerreichbar. Ich persönlich habe mich nach ersten Enttäuschungen an diese Eigenschaft von Orgeltranskriptionen gewöhnt. Eigentlich ist es ja auch trivial.
Warum schreiben und spielen dann auch Erzmusiker Transkriptionen von Orchestermusik? Bei vielen bleibt die Frage unbeantwortet – manches Wagner-Gewaber ist in meinen Ohren auch nur registriertes Akkordgeschiebe. Langweilig.
Manche schaffen es aber auch, an der Musik durch die Transkription Züge hervorzuheben, die so nicht einmal das Orchester herausbringt. Im Fall dieser Transkription ist das der Rhythmus und die Schichtung rhythmischer Ebenen. Im Orchester geht das manchmal unter, sei es wegen der Klangbalance, sei es wegen der Verführung durch vordergründige Farbigkeit. So wie Latry und Lee das aber spielen, hat man alles glasklar vor Ohren; und es gelingt ihnen auch, das Ganze klanglich so umzusetzen, dass es – in meinen Ohren jedenfalls – seine rhythmische Wucht behält. Als ich das Haarlem-Video gesehen habe, stand mir die ganze Zeit der Mund offen, und das nicht wegen der Zirzensik, sondern wegen der Musik und der Musikalität dieser Version.
Bei Orgeltranskriptionen von Orchestermusik kommt es, glaube ich inzwischen, vor allen Dingen auf den Rhythmus und seine sinfonische Gestaltung an, erst in zweiter Linie auf die Klangfarben. An die Grenze geht dann auch für mich eine Platte wie die kürzlich veröffentlichte von Gunnar Idenstam, der Debussys »La Mer« und Stücke von Ravel spielt. »La Mer« ist rhythmisch und strukturell sehr stark, aber da fehlt mir die Palette dann eben doch – und die Interpretation geht m. E. auch am Stück vorbei (so wie viele Orchesterinterpretationen auch), wenn sie den Höhepunkt an den Schluss setzt.
Eine Überraschung dagegen war für mich die Transkription der zweiten »Daphnis«-Suite von Ravel auf der CD “French Flavours” von Paul Carr. Das »Lever du jour« kann man im Orchester für reinen Farbenzauber halten – in der ungeheuer gut gespielten und gar nicht so raffiniert registrierten Orgelversion zeigt sich, dass dieser »Tagesanbruch« auch ein Rhythmusphänomen ist. An der modern-mechanischen Walker-Orgel mit ihren klassischen Farben und ohne Orchestertinnef kommt das eins-A zur Geltung.
Vielleicht ist es aber auch die überschaubare Welt der Orgelenthusiasten, die der Aufnahme etwas abgewinnen können, wer weiß das schon? Das ist ja das schöne bei der Kunst: Es geht nicht darum, was die Mehrheit denkt, sondern um geschmackliches Empfinden.
Eben. Ich bin zwar Orgelenthusiast, aber vor allem Musikliebhaber. Wenn etwas musikalisch gespielt ist, kommt das bei mir erstmal an, was immer es ist. Die Frage von Original und Bearbeitung, ja sogar von Text und Gespieltem meldet sich erst danach. »Das war vielleicht kein Bach. Aber es war schon toll« – noch nie so aus einem Konzert gekommen?
Viele Grüße
Friedrich
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
daggies
, Freitag, 10. Oktober 2014, 10:21 (vor 4412 Tagen) @ Friedrich
Vor vielen Jahren bei einem Meisterkurs erzählte ich David Briggs voller Begeisterung, dass ich seine "Mahler 5" genial fand, dabei aber die Orchesterfassung noch nie gehört hatte. Er reagierte entsetzt und schickte mich sofort los, eine "Originalaufnahme" zu kaufen. Er sagte: "You should always listen to the piece in its original form first. Mine is just a feeble interpretation - the original is far better!"
LG,
daggies
Bearbeitungen, die die Welt nicht braucht...
bluenote, Freitag, 10. Oktober 2014, 12:40 (vor 4412 Tagen) @ Heuler
Man darf nicht vergessen, dass die gespielte Transkription von Stravinsky himself ist und damit eine ganz andere Form von Authenzität besitzt: auf diese Art und Weise hat Stravinsky sich dieses Werk ebenfalls vorgestellt. Natürlich bietet diese Transkription nicht das Klangfarbenerlebnis der Orchesterversion. Es ist etwas Eigenständiges - und es bietet mir völlig neue Klangfarben, eine völlig neue Sichtweise auf Stravinskys Sacre. Ich gebe zu, ich bin fasziniert und werde mir diese Einspielung noch öfter zu Gemüte führen.