Orgelbuch zum Stammteil

Orlos @, Sonntag, 05. Oktober 2014, 20:39 (vor 4417 Tagen) @ Matthias
bearbeitet von Orlos, Sonntag, 05. Oktober 2014, 20:55

Bei uns ist es jetzt auch angekommen. Ich habe mir einige Sätze angeschaut und mir ist aufgefallen, dass die meisten deutlich einfacher sind als im früheren Buch. Insbesondere die Harmonik ist stärker auf die Hauptstufen beschränkt, interessante Abweichungen sind selten. Ich kann das einerseits gut verstehen, ist es doch in erster Linie ein Buch für Anfänger. Wer interessantere Harmonien möchte, möge sie selbst entwickeln. Andererseits ist es für viele Gemeinden schade, dass sie jetzt jahrelang nur eher öde Sätze hören werden.
Im alten Orgelbuch war nicht alles gelungen, aber es war insgesamt origineller.
Ich habe kaum Komponisten-Namen gelesen, die es schon im alten Buch gab, einzige Ausnahme: Erwin Horn, von dem prompt die besseren Sätze stammen. Ich habe keine Ahnung, wer die Sätze an die Komponisten vergeben hat. Bei manchen Sätzen hätte ich mir gewünscht, dass der alte einfach beibehalten worden wäre, aber das ist ja überhaupt kein Problem, man wird die alten Orgelbücher nicht wegwerfen.
Fehler? Ja, schon beim ersten Satz, den ich mir angeschaut habe. Da ist man heutzutage wohl sehr tolerant. Meines Erachtens sollten aber Sätze, die bewusst im "alten Stil" komponiert sind, auch fehlerlos sein.
Fazit: Für Anfänger/Wenigspieler besser geeignet als der Vorgänger, für die Gemeinden auf Dauer ermüdend.
Man kann nur hoffen, dass sich die Orgelspieler bald trauen, eigenständig zu harmonisieren oder mal in andere Bücher zu schauen.


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